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WGT 2018 – Gedanken II.

Uiuiui, wir sind schon unter 50 Tage! Genauer gesagt sind es jetzt noch 44 Tage bis wir uns auf den Weg machen. Donnerstag ist unser Anreisetag. Je nach Wetter werden wir unterwegs wohl irgendwo noch Pause machen. Vielleicht wieder in Beelitz? Das überlegen wir uns noch.

WGT – To Do:

[x] Unterkunft: Selbes Hotel wie letztes Jahr. Das ist auch einfach perfekt. Direkt vor der Tür die Hofe am Brühl, mit Einkaufsmöglichkeit, Bäcker und Apotheken. Keine 5 Minuten bis zum Hauptbahnhof. Zu Bagel Brothers ist es auch nicht weit. Durch die Stadt kann man auch prima laufen. Dieses Jahr ohne Frühstück, aber dass müssen sich die anderen auch nicht so früh aus den Betten quälen. Das absolut großartigste: Lieblingsmenschen an einem Fleck! Meine Gruftschnecken-Crew von hier ist auch komplett mit uns dort!

Frühstücksliste:

Ich habe ein bisschen bei Twitter rumgefragt und jetzt mal die Lokalitäten aufgeschrieben, die auch eine Kinderkarte oder Spielecke haben. Wir sind ja mit Wolf unterwegs und ein kleines, feines Restaurant ist da nicht so das Richtige.

Alex Leipzig – Brunch klingt dort großartig und es ist nicht weit weg vom Hotel. (Mo-Sa 8:00-12:00 8,90€ und Sonntag 9:00-14:30 12,60€)
Café Stein – waren der Rest schon häufiger, wir noch nie. (Sa, So, Feiertage Buffet 8:00-12:00 9,80€)
100 Wasser – momentan Baustelle, das hatte ich aber schon mal auf der Liste.
Leo’s Brasserie – direkt gegenüber vom Hotel, da waren einige Bekannte auch schon, glaube ich. (So + Mo 9:00-13:00 Uhr 9€)
Foodkurt – in den Höfen am Brühl (Mo-Sa 8:00-11:00 Uhr 6,50€, Sonntag deutlich teurer)
Bagel Brothers – da sind wir sowieso jedes Mal. (Frühstücks-Menü Mo-Sa bis 11:30, So+Feiertags bis 14:30 – aber die Bagels gibts den ganzen Tag)

[ ] Outfits: Das werde ich dann kurz vorher entscheiden. Ein paar neue Röcke sind schon eingezogen und auch ein Flatteroberteil, das wohl mitkommen darf.

C. hat mir ein paar Kleider überlassen, da muss ich mich kurz vorher noch mal durchtesten, was dann wirklich gut passt und aussieht. Momentan nervt mich alles, was mit Klamotten zu hat. Nichts passt, alles rutscht oder ist zu eng.

[ ] Frisur: Blondiert wird noch mal kurz vorher und dann bunt. Ohne bunt gehts einfach nicht.

Im Grunde würde ich jetzt schon gerne wieder bunt machen, aber das lohnt sich nicht mehr. Die Frage ist auch noch, was für einen Regenbogen ich dieses Mal zaubere.

[ ] Nähen: Kurz vorher werde ich die kurzen Hosen vom Wolf kontrollieren, ob da noch Bedarf ist. Vielleicht noch einen Rock für mich.

Ich möchte vorsichtig behaupten, die Hosen passen noch. Aber bestimmt fällt uns kurz vorher noch spontan etwas ein.

[ ] Basteln: Grundmaterial für neue Flügel hätte ich, aber das muss wohl noch warten.

Flügel müssen noch warten. Allerdings spiele ich inzwischen auch mit dem Gedanken noch irgendwas an Haarreif/Haarschmuck zu zaubern, nachdem meine Gruftschnecken gerade dermaßen geilen Scheiß gezaubert haben.

[ ] Readymade: Viel ist entstanden, im letzten Jahr. Konkret habe ich gar nichts auf der Liste. Nur einen Rock, der Raffungen bekommen soll. Dann muss aber unten noch etwas dran.

Der Rock ist auch erstmal raus. Ein Shirt wartet noch auf einen Plott. Der möchte aber auch erstmal geplottet werden…

[ ] Bestellen: Karten.

Karten sind bestellt, müssten jetzt hoffentlich bald verschickt werden. Diese Woche will ich eigentlich noch Haarfarbe bestellen. Sonst fällt mir momentan nichts mehr ein.

[x] Schuhe: Pikes (mit neuen Absätzen!), Dr. Martens. Vielleicht noch ein paar Chucks.

Ich hab gar keine Chucks mehr.

[x] Tasche: Anki-Tasche und Dänemark-Tasche. Passt.

Eventuell auch Flauschi. Mal sehen.

[x] Korsetts: Dieses Jahr ohne.

[x] Kamera: Vielleicht. Letztes Jahr habe ich sie nur in Beelitz benutzt.

[ ] Make-Up: Viel neues ist nicht eingezogen bisher.

Ich besitze jetzt einen roten Eyeliner von Nyx.

[x] Kleiner Wolf: Wird uns wieder begleiten. Seine Großeltern haben beide etwas vor. Den roten Buggy müssen wir noch mal testen, wenn er da noch reinpasst, nehmen wir vielleicht lieber den mit. Das wäre zumindest platzsparend. Er wird viel selber laufen, aber wenn ich alleine mit ihm unterwegs bin, muss ich ihn zur Not festschnallen können bzw kann ich ihn nicht mehr tragen, wenn er kaputt ist.

Er passt noch rein und fährt auch ganz gerne damit. Dann wird es der Buggy. Auch wenn der Mann ihn nicht mag. Wenn ich alleine mit dem Wolf bin, geht es halt nicht anders.

 

Meine Vorfreude wächst jeden Tag. Bisher möchte ich zwei Bands unbedingt sehen: Oomph! und Zeraphine. Ansonsten lassen wir uns treiben und schauen mal, wo wir jeden Tag so landen. Den Treffen-Kindergarten schauen wir uns bestimmt auch mal an. Falls wir uns an der Agra mal beschäftigen müssen. Spontis-Treffen steht auch wieder auf meinem Plan. Indisch essen wäre auch toll.

 

 

12 von 12 im Februar 2017.

12. im Monat Februar. 12 Fotos von unserem Tag. Mehr Alltagseindrücke gibt es hier bei Caro von Draußen nur Kännchen.

Irgendwas mit 5 Uhr vorne. Blinzelnd.

Das ist das Motiv eines Tragetuches, was ich dem Mann gezeigt hab. Daraus gab es auch JoNoBaby-Tragen, aber leider nur auf Vorbestellung. Schade.

Snack für Zwischendurch. Beste Marke!

Auf dem Parkplatz vor Aldi. 16:07 Uhr.

Fertig mit einkaufen. Gewitter und Hagelsturm. 16:21 Uhr.

Mein neuer Begleiter auf dem Beifahrersitz, gegen die Übelkeit.

Wolf geholt und erstmal zum Liebsten ins Bett gekuschelt.

Seufz. Vollzeit arbeiten, am Wochenende unterwegs sein und abends nicht so ganz viel Energie übrig haben. Hilft ja nichts.

Spülmaschine läuft, Einkäufe verräumt, ein paar Teile abgewaschen. Essen kocht. Mit drei Töpfen!

Zwischendrin den Wolf bettfertig gemacht und seine Toniebox läuft auch schon wieder.

Abendessen! Mit Elementary.

Ich steh auch nur noch auf, um ins Bad zu gehen. Es folgt die letzte Folge Luzifer und danach Oceans Eleven.

WGT 2018 – Gedanken.

Noch 101 Tage bis zum heiß ersehnten Anreisetag! Das WGT-Fieber bricht in meinem Freundeskreis langsam aus und die Vorfreude ist schon jetzt so groß.

WGT – To Do:

[x] Unterkunft: Selbes Hotel wie letztes Jahr. Das ist auch einfach perfekt. Direkt vor der Tür die Hofe am Brühl, mit Einkaufsmöglichkeit, Bäcker und Apotheken. Keine 5 Minuten bis zum Hauptbahnhof. Zu Bagel Brothers ist es auch nicht weit. Durch die Stadt kann man auch prima laufen. Dieses Jahr ohne Frühstück, aber dass müssen sich die anderen auch nicht so früh aus den Betten quälen. Das absolut großartigste: Lieblingsmenschen an einem Fleck! Meine Gruftschnecken-Crew von hier ist auch komplett mit uns dort!

 

[ ] Outfits: Das werde ich dann kurz vorher entscheiden. Ein paar neue Röcke sind schon eingezogen und auch ein Flatteroberteil, das wohl mitkommen darf.

[ ] Frisur: Blondiert wird noch mal kurz vorher und dann bunt. Ohne bunt gehts einfach nicht.

[ ] Nähen: Kurz vorher werde ich die kurzen Hosen vom Wolf kontrollieren, ob da noch Bedarf ist. Vielleicht noch einen Rock für mich.

[ ] Basteln: Grundmaterial für neue Flügel hätte ich, aber das muss wohl noch warten.

[ ] Readymade: Viel ist entstanden, im letzten Jahr. Konkret habe ich gar nichts auf der Liste. Nur einen Rock, der Raffungen bekommen soll. Dann muss aber unten noch etwas dran.

[ ] Bestellen: Karten.

[x] Schuhe: Pikes (mit neuen Absätzen!), Dr. Martens. Vielleicht noch ein paar Chucks.

[x] Tasche: Anki-Tasche und Dänemark-Tasche. Passt.

[x] Korsetts: Dieses Jahr ohne.

[x] Kamera: Vielleicht. Letztes Jahr habe ich sie nur in Beelitz benutzt.

[ ] Make-Up: Viel neues ist nicht eingezogen bisher.

[x] Kleiner Wolf: Wird uns wieder begleiten. Seine Großeltern haben beide etwas vor. Den roten Buggy müssen wir noch mal testen, wenn er da noch reinpasst, nehmen wir vielleicht lieber den mit. Das wäre zumindest platzsparend. Er wird viel selber laufen, aber wenn ich alleine mit ihm unterwegs bin, muss ich ihn zur Not festschnallen können bzw kann ich ihn nicht mehr tragen, wenn er kaputt ist.

Ohhh, ich freu mich!

WGT – Gedanken III.

Leben, ey. Immer kommt irgendwas dazwischen. Noch 20 Tage bis wir aufbrechen. Ab Montag kommt dann auch die Zeit für die Vorfreude.

WGT – To Do:

[x] Unterkunft: Hotel ist von unserer Glitzerelfe aus Ghosthacht gebucht. Direkt in der Stadt. Also im nördlichen Teil der Stadt. 350 Meter zum Hauptbahnhof, 850 Meter zur Moritzbastei. Wenn das mal nicht perfekt ist. Auto wird wieder am Hauptbahnhof ins Parkhaus gestellt.
Das ist auch wirklich gut so, es ist noch Stadtfest. Also wird unsere Haupteinsteigestation der Hauptbahnhof sein.
Die Zimmerverteilung hat sich noch munter verändert – umso mehr freue ich mich über ein paar der neuen Hotel-Mitbewohner.

[ ] Outfits: Mein Hochzeitskleid passt wieder! Also werde ich es auch anziehen. Bei den Korsetts passen auch wieder mehr. Das ist so cool. Den Wickelrock vom letzten Jahr habe ich nicht getragen und der muss auch noch anders. Da mein Kleiderschrank eh komplett ausgeräumt werden muss, habe ich Zeit, alles anzuprobieren. Juchu! (Immer in allem das Positive sehen. Ich übe das.)
Auch mein Reagenz-Kleid, welches ich zum Standesamt trug, passt. Dafür sind einige andere Klamotten rausgeflogen, zu groß. Endgültige Outfitplanung steht an, wenn wir mit der Wohnung einigermaßen fertig sind.

[ ] Frisur: Blondiert sind sie seit einiger Zeit. Bunt auch. Welche Farbe vor dem WGT reinkommt, hängt von meiner Outfitplanung ab. Irgendwann Ende Mai dann noch mal Ansatz blondieren lassen. Die Colorista Farben von L’Oreal habe ich getestet – Mist sind die. Arctic Fox steht hier bereit.
Artic Fox ist ziemlich großartig. Hält lange, schöne Farbe und wäscht sich ohne Rückstände aus. Ich glaube, ich hätte gerne wieder einen Regenbogen. Mal schauen, ob ich genug Farben dafür habe.

[ ] Nähen: Ich weiß noch nicht. Vielleicht möchte ich noch etwas nähen, mal sehen. Momanten macht das Nähen so viel Spaß. Wenn ich jetzt auch noch Zeit dafür hätte.
Ich habe hier noch ein Schnittmuster für einen großartigen Wenderock liegen, aber ich fürchte, das schaffe ich nicht mehr. An so einem Umzug hängt irgendwie noch so viel dran. Eigentlich wäre eine Tablet-Halterung für die Kopfstütze noch ganz gut – um ein Notfallprogramm für den Wolf zu haben.

[ ] Basteln: Die Libelle ist repariert, wenn ich dazu jetzt noch ein Outfit basteln könnte. Meine Flügel. Hm. Meine Flügel sind kurz vor tragebereit! Das hätte ich überhaupt nicht gedacht. Dafür fehlt jetzt natürlich der Rest dazu.
Die Flügel habe ich beim Elfia getragen! Sie sind echt schön – ganz anders als geplant. Jetzt auch leicht gebogen, was aber dem ganzen noch Leben einhaucht. Möchte ich sie mitnehmen? Ich glaube schon.

[ ] Readymade: Es gibt so viele Dinge, die durchgeschaut werden müssen.
Die beiden Breaking Badasses Jacken für uns müssen noch fertig werden. Damit wir zum Rest passen.
Geplottert habe ich das zumindest. Wenn wir jetzt noch das Bügeleisen finden…

[ ] Bestellen: Karten. Eventuell Haarfarbe.
Karten werde ich im April bestellen, denke ich. Wer mitbestellen möchte, darf das jetzt schon gerne sagen. Folie habe ich auch noch bestellt.
Karten habe ich Anfang der Woche bestellt, die Versandbestätigung ist auch schon da.

[x] Schuhe: Pikes, Dr. Martens. Sind jetzt meine erste Wahl auf Festivals.

[ ] Tasche: Da meine Gürteltasche leider auch unserem Schimmel-Problem zum Opfer gefallen ist, wird es die Anki-Tasche richten müssen. Oder meine neue Dänemark-Tasche. Die Dänemark-Tasche entwickelt sich immer mehr zu einer Lieblingstasche. Da passt so viel rein. Ich flirte allerdings auch noch immer mit einer Tasche fürs Bein.
Es ist erstaunlich, wie viel in die Sportkarre vom Wolf passt. Mit den tausend Taschen an den Seiten. Da ich die meiste Zeit mit ihm unterwegs sein werde, brauche ich sonst gar nichts.

[ ] Korsetts: Da freue ich mich schon drauf. Vielleicht muss ich mich sogar entscheiden, welche ich mitnehmen möchte!
Ich muss mich definitv entscheiden! Das lange grüne Korsett passt super zu den Flügeln.

[x] Kamera: Mitgenommen wird sie.

[ ] Make-Up: Jedes Jahr vor dem WGT gibt es Kajal, Wimperntusche und Eyeliner neu. Irgendwann im Mai also. Dank Sortimentsumstellung besitze ich jetzt drei bunte Lippenstifte. Ich müsste sie nur jetzt auch mal tragen.
Lippenstift trage ich tatsächlich öfter jetzt. Das Schminken zum Elfia hat meine Lust auf mehr definitv geweckt.

[x] Kleiner Wolf: Wenn alles klappt, bleibt er bei Oma.
Nein. Der Wolf kommt mit. Freut sich schon auf den kleinen Raben und alle weiteren kleinen Sprösslinge. Braucht also auch noch ein paar gruftige Shirts. Ein Hoch auf den Plotter!
Er hat eine neue Monster-Jacke, damit passt er schon mal gut zu uns. Ich bin gespannt, ob ich mehr kurze Hosen einpacken muss. Die Autofahrt nach Holland war ähnlich lang wie die nach Leipzig – das hat er super gemacht. Ich freu mich sehr, mit ihm auf dem WGT zu sein.

Gothic Friday 2016 Juni: Zu Pfingsten in Leipzig – Festival(v)erlebnisse.

Oh, Festivals. Ein schönes Thema. Gesammelte Beträge wie immer hier bei Robert zu finden.

Ich liebe Festivals. Also die Zeit vorher, die Planungen, die Aufregung, die Vorfreude. Welche Bands spielen? Kenne ich welche nicht? Sind die vielleicht total interessant? Was nehmen wir mit? Wer kommt alles mit? Zelt, Hotel oder Auto? Was zur Hölle ziehe ich an? Wie wird das Wetter? Die Fahrt dorthin. Das Kribbeln, wenn die Rastplätze immer schwärzer werden. Das Erspähen anderer schwarzer Autos. Die Dichte der Kennzeichen mit 666. Ankommen am Ort der Veranstaltung. Hotel oder Parkplatz suchen. Schlange stehen. Bändchen tauschen. Zimmer beziehen oder Zeltplatz suchen. Neue Leute treffen. Freunde endlich wieder in die Arme schließen. Spaß haben!

Warum fährst Du zum WGT? Oder warum fährst Du nicht?

Weil es inzwischen wirklich ein Familientreffen für mich geworden ist. Ich mag die ganze Stimmung in Leipzig, das Bummeln im Heidnischen Dorf, wie man immer wieder Bekannten über den Weg läuft. Die Konzerte machen es dann noch zu etwas Besonderem. Viele Menschen treffe ich leider nur 1x im Jahr – aber dann ist die Zeit umso schöner. Dadurch, dass es nicht ein großes Festivalgelände gibt, ist es mit dem Wolf auch sehr gut machbar. Eine ruhige Stelle findet sich immer und das Hotel war auch schnell erreicht. WGT ist also Familienfreundlich.

Wie war Dein letztes WGT?

Super schön. Die Herzmenschen dabei, andere getroffen, neue kennengelernt – Wetter war auch einigermaßen, mit dem Wolf hats gut geklappt. Ein paar Konzerte gesehen, gebummelt…

Wie Dein erstes?

Ganz anders als irgendwie vorgestellt. Ich war mit meinem Exfreund dort und er hatte einen ziemlich straffen Plan, welche Band er wann und wo sehen wollte. Ich bin deswegen viel alleine unterwegs gewesen und habe den Welle:Erdball-Film im Kino gesehen, war auf spontanen Twittertreffen und habe mich durch Leipzig treiben lassen. Da habe ich dann die ersten Menschen getroffen, die ich heute noch sehr sehr mag. Ich bin dankbar, dass mein Ex mich mitgenommen hat – sonst wäre ich wohl bis heute nicht dem WGT-Zauber erlegen. (Haha. Natürlich. Es hätte warscheinlich nur ein, zwei Jahre länger gedauert.)

Was ist Dein schönstes Festivalerlebnis?

Freunde treffen ist eigentlich immer so mit das schönste Erlebnis. Ewig lang draußen sitzen und zusammen Geschichten erzählen – dabei Wein trinken, das ist so ein bisschen meine liebste Mera-Erinnerung. Oder wie wir in Köln im Beachclub lagen, hinter uns spielte And One und die Sonne ging gerade unter… Schön war es auch beim Plague Noire abends auf der Party im Speisesaal – das war irgendwie bizarr durch die helle Aufmachung der ganzen Anlage und die schwarzen Menschen, die dort waren.

Was war Dein eindrücklichstes Konzert?

Deine Lakaien auf dem Plage Noire 2009. Akustik Set und einer der Auftritte, die mich vollkommen in den Bann gezogen haben.

Covenant auf dem Amphi 2011. Leider habe ich sie bis jetzt noch nicht wieder live sehen können.

HIM auf dem Mera Luna 2013. Gänsehaut noch immer.

Und: welche Festivals sind noch Teil Deines schwarzen Planeten?

Lange Jahre war es das Mera Luna. Von 2008-2013. Die letzten beiden Jahre waren wir nicht dort – hochschwanger wollte ich nicht, mit 9 Monatswolf konnte ich nicht. Dieses Jahr wird es auch nichts, wir kommen an dem Wochenende gerade aus dem Urlaub zurück. Mir fehlt das Mera. Das Campen. Die Musik. Naja, nächstes Jahr vielleicht.
(Eventuell fahre ich dieses Jahr. Das wäre wirklich schön.)

Ansonten war ich schon 2x beim Amphi, dorthin zieht es mich aber eher weniger. Mit Hostel war es okay, mit Zelten schrecklich. Das Blackfield war klasse, da wäre ich gerne noch mal hin. Gibt es ja leider genau wie das Plage Noire nicht mehr. Beim Deichbrand war ich 1x – Katastrophe. Ob es jetzt am Festival, am Wetter oder am komplett anderen Publikum lag – ich weiß es nicht. Zum Hörnerfest war ich ebenfalls 2x – das war sehr niedlich und echt schön. Allerdings sehr Metal-lastig, was nicht so ganz meins ist.

Ein bisschen Kribbeln ist da noch, wenn ich an das Hurricane denke. Vielleicht möchte ich irgendwann dort auch noch mal hin. Allerdings sind die Gruftie-Festivals mit 25.000 Menschen eigentlich schon wühlig genug. Es müssen nicht noch mehr sein.

Mein WGT 2016.

So lange wie wir darauf gewartet haben, so schnell war es vorbei. Aber es war richtig schön.

Mittwoch

Mittags holte ich unsere Freundin vom Bahnhof ab. Wir kauften noch kurz ein und fuhren zum Kindergarten, den Wolf abholen. Zuhause ging dann das Packen und Vorbereiten weiter. Eine andere Freundin war noch da und es wurde munter Modenschau gespielt. Auf unser Auto klebte ich ein paar Fledermäuse – was halt so sein muss, wenn eigentlich gar keine Zeit für gar nichts ist. Aber schick sieht es aus. Die Männer spielten währenddessen mit der Wasserbahn und der kleine Mann durfte danach eine Runde baden. Abends gab es Nudeln mit Tomatenhacksoße und ich zauberte noch Spaghetti-Muffins und Schokomuffins für den nächsten Tag.

Der Plan um zehn im Bett zu liegen, ging gehörig schief. Es mussten noch tausend Dinge gepackt werden und nebenbei auch noch ein Schriftzug geplottet. Mit „den Rest mach ich morgen“ um 23:55 Uhr meinte ich eigentlich etwas anderes. Naja. Schnell ins Bett.

Donnerstag

Acht Uhr Abfahrt – so war es abgemacht. Ähem. Viertel vor neun haben wir aber immerhin geschafft. (Was irgendwie zu vermeiden gilt: Schale mit Biomüll in der Küche stehen lassen. Es begrüßte mich am Dienstag eine flauschige, stinkende Schachtel. Hmpf.) Alles im Auto und los. Wir kamen mit drei Pausen auch ganz gut durch. Der Wolf schlief immer wieder und lies sich sonst mit Reiswaffeln oder Spielzeug beschäftigen. Ein bisschen Stau hatten wir auch – wie immer. Gehört wohl schon dazu.

Hotel gefunden, eingecheckt, Zimmer vollgekrümelt. Innerhalb einer halben Stunde. Der Zirkusadel machte sich dann zu Fuß auf den Weg in die Stadt. 15 Minuten und wir waren bei den Höfen am Brühl. Ein paar Kleinigkeiten bei DM, Primark und im Legostore gekauft. Zurück im Hotel waren die restlichen Badasses inzwischen auch angekommen. Irgendwie wurde es später und später und wir waren noch immer nicht unterwegs. Also fertig gemacht, alles wieder ins Auto geladen und zum Belantis gefahren.

Dort war es unglaublich surreal. Die Sohne ging unter, überall schwarze Gestalten, Grufti-Musik, beleuchtete Attraktionen und absolute Fröhlichkeit. Das war echt sehr bizarr. Aber schön! Unfassbar schön! Wir schlenderten mit unserer Gruppe Richtung Achterbahn und stellten uns an. Warteten. Warteten. Warteten. So zehn Minuten, bevor wir dran gewesen wären, wurde die Bahn geschlossen. Eine Stunde absolut umsonst gewartet. Wegen des Feuerwerks musste die Ecke des Parks gesperrt werden. Das war ja großartig organisert. Man hätte dann ja auch schon etwas früher dafür sorgen können, dass sich keiner mehr anstellt, oder? Ziemlich angenervt sind wir dann zurück und waren unschlüssig, von wo man das dann am Besten beobachtet. Tja, da wo wir dann standen, war es optimal. Das Feuerwerk war wirklich großartig. (Da weiß man dann auch, wo das zusätzlichge Geld der Ticketpreise hingeflossen ist…) Als es vorbei war, wollte wir Richtung Schiffsschaukel – wir waren schließlich noch auf keiner Attraktion. Da gab es dann die nächsten Abstimmungsprobleme und die Ordner wollten uns nicht über eine Brück lassen, obwohl von der anderen Seite schon Besucher kamen. Entnervt und mit einem sehr müdem Wolf sind wir dann gegangen. Immerhin war die Bändchenschlange nicht mehr so lang wie gegen 21 Uhr. Lila Bändchen abgeholt.

Mein Fazit zum Belantis: Schöne Idee, schlechte Umsetzung. Eine Location zu finden, bei der möglichst viele Teilnehmer Einlass finden, ist nicht leicht, das leuchtet mir wirklich ein. Dafür war das Belantis eigentlich wirklich optimal. Nur die Umsetzung… ach. Ach, ach.

Vor dem Hotel war natürlich kein Parkplatz mehr frei, also die Mitfahrer abgesetzt und zum Parkhaus West am Hauptbahnhof gefahren und das Auto dort geparkt. (Kostet 3€/Tag – an der Rezeption vom Hotel wurde uns das Parkhaus am Zoo ans Herz gelegt, das kostete allerdings das Doppelte. Ich würde immer wieder am HBF parken.) Noch kurz was zu Essen gejagt und zurück zum Hotel gelaufen.

Freitag


Erster richtiger Festivaltag. Wir waren doch noch etwas müde – haben aber bis 8 Uhr schlafen können. Den Vormittag etwas im Hotel rumgelegen und uns langsam fertig gemacht. Gegen Mittag wurde der Wolf müde und wir machten einen Spaziergang durch die Gegend ums Hotel. Bei Konsum ein paar Kleinigkeiten eingekauft – Getränke, Eiscafe… Wolf dank Fahrstuhl schlafend in unser Zimmer geschoben und in ein anderen Zimmer zum Klönen verzogen. Tagesplanung besprochen, beim Schminken zugeschaut, Blödsinn gemacht. Halt das, was passiert, wenn ein Haufen toller, verrückter Menschen in einem Zimmer stecken.

Als der Wolf wieder wach war, haben wir uns zu viert auf den Weg in die Stadt gemacht. Ein wenig gebummelt, etwas gegessen und schon trennten sich unsere Wege. Mein Graf und die Zauberschlampe sind zu Herrn von Aster, Prinzessin und Wolf kurz zurück ins Hotel und dann zur Agra.

Der Wolf machte mit Frau Dorphin Seifenblasen und lief freudig durch die Gegend, während wir auf den Rest warteten. Abney Park spielten in der Agra. Durch blöde Menschen, die anderen Menschen in falsche Straßenbahnen schickten, konnte ich nur drei Songs in der Halle erleben. Dafür hat der Wolf vorher noch 20 Minuten mit mir vor dem Einlass zur Halle zur Musik getanzt und getobt. Das war wirklich schön. Er hat den Ordnern immer wieder ein freundliches „Hallo!“ entgegengerufen und bekam das dann auch mehrstimmig zurück. Am Eingang trafen wir ein paar andere Freunde, die später auch noch in der Halle auf uns warteten. Nach dem Konzert fuhren wir zurück ins Hotel. Der Wolf schlief unterwegs im Buggy schon ein und wurde erst nach ein paar Stunden wieder kurz wach.

Samstag


Der Wolf war wieder früher wach und damit der Graf sich in Ruhe fertig machen konnte, bin ich mit dem Wolf in Begleitung von Frau Dorphin zum Hauptbahnhof. Eine Flasche Pfeffi gekauft – natürlich die große Flasche, ich wusste ja, mit wem ich unterwegs bin. Bei Rossmann noch ein bischen Knabberzeugs für den Wolf und roten Blechkuchen mit Fledermauskeksen. Zurück im Hotel haben wir dann gefrühstückt. Kuchen. Wie sich das halt gehört.

Der Liebste ist wieder zu Herrn von Aster aufgebrochen und ich bin noch mal durch die Stadt. In der Hoffnung, den Wolf zum Schlafen zu bekommen, was nicht so klappte. Also in die Tram und auf ins Heidnische Dorf. Dort schlief der Wolf im größten Trubel zufrieden fast zwei Stunden. Ich lief erst durch die Gegend, traf dann noch die Fledermama mit Famile und zum Schluss wieder den Mann plus andere Gruftschnecken aus unserer Reisgruppe. Kurz was gegessen, noch eine kleine Runde gedreht, rübergeschlendert in die Agra-Verkaufshalle und gebummelt. Es gab wieder mehr kleine Stände, mit unglaublich schönen Stücken. Das Fehlen von x-tra-x und Zillo war nicht mehr so sichtbar wie die letzten Jahre. Wir waren aber doch recht kaputt und fuhren zurück ins Hotel.

Sonntag

Frühstücksüberlegungen: Absinth-Frühstück oder Bagel Brothers? Ersteres wurde es. Also machten wir uns zu 5. auf den Weg zur Le Petit Absintherie. Die kooperieren mit dem Papa Hemmingway und am Tag zuvor wurde uns dort recht gutes Buffet versprochen. Nun ja. Das war es definitiv nicht. 13€/Person für lauwarmes, ständig leeres Rührei, Aufbackbrötchen von LIDL, zwei Sorten Aufschnitt, zwei Sorten Käse, 1x Marmelade, Honig, Nusspli und Obst – welches nicht wirklich schmeckte. Getränke kamen extra. Dafür auch erst, als wir schon mit dem Frühstück durch waren. Werden wir nicht wieder machen. Dafür erstand der Liebste in der Absintherie noch eine Absinthfontäne für 35€! Auf so eine ist es schon ewig scharf gewesen – schön, dass er Glück hatte. Er brachte sie zurück ins Hotel und ich schlenderte mit dem Wolf durch die Stadt. Wir wollten uns am Stadtgeschichtlichen Museum treffen, möglichst mit schlafendem Wolf. Leider wurde das Wetter immer wechselhafter und dementsprechend voll war es im Museum. Mit Buggy sind wir dort nicht durchgekommen, also wieder raus und zur Agra. Halbwegs trocken angekommen, erstmal Shopping-Tour. Wir hatten gestern ein paar Dinge gesehen, die wir uns noch mal genauer anschauen wollten. Jetzt haben wir jeder schon mal ein Geschenk für den anderen zum Geburtstag. Bei Killerkirsche musste ich spontan ein Petticoat-Kleid anprobieren. Wollte ich schon immer mal, aber war mir mit der Größe einfach unsicher – und ob mir das steht. Das tut es. Sehr sogar. (Kurz habe ich mich mal wieder über die Größen geärgert – 48 entspricht hier 4XL. Hallo?!) Ich besitze jetzt also ein schwarzes Kleid mit roten Punkten. Das Wetter sah aus, als ob es jetzt etwas trocknener wird – ausgenutzt, um noch mal ins Heidnische Dorf zu gehen. Dort was gegessen und dann zurück zum Hotel. Es kamen uns Massen an Menschen entgegen – Timing perfekt.

Im Hotel habe ich mich dann umgezogen. Meine Versuche, die Zauberschlampe zu überreden mitzukommen, waren nicht erfolgreich. Es gab Milch mit Pfeffi und viel Glitzer auf die Augen. Korsett geschnürt, mehrere Schichten Klamotten übereinander und dann war ich ausgehfein.

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Solar Fake & Welle:Erdball – Vorfreude riesig. Der Wolf und sein Papa sind im Hotel geblieben und er schlief wohl auch schnell. An unserer Haltestelle hielt auch die Tram, die bis zum Kohlrabizirkus fuhr. Wie praktisch. Kaum war ich in der Halle, fing es so richtig an zu regnen. Eine knappe Stunde vor Solar Fake war ich da – die Halle war schon recht voll. Zwischendrin auch Einlassstopp, wie ich mitbekam. Solar Fake waren wirklich großartig. Nicht zu laut, nicht zu eng – ein paar andere Songs hätte ich mir noch gewünscht, aber auch so hab ich das Konzert genossen. Danach spielten mesh – joah. Ganz okay, aber nicht so wirklich mein Fall. Mich beeindruckte eine Frau, die durch die komplette Seite des Publikums tanzte – immer dort, wo gerade Platz war. Das war so schön. Genau wie die anderen tanzenden Menschen. Kurz war ich noch vor der Halle, aber es regnete immer noch und die Schlange am Handbrotstand viel zu lang. Also lieber schon mal nach vorne pirschen, um bei Welle einen guten Platz zu bekommen.

Hat auch geklappt, stand in der zweiten Reihe. Yeah. Das Konzert war wieder beeindruckend. Bühnenpräsenz wie keine zweite Band. Spaß, Kritik, Nostalgie. Ledider drängelte sich zwischendrin ein Betrunkener an mir vorbei, was mir ein verdrehtes Knie einbrachte. Nach der Hälfte des Konzertes ging ich nach hinten und dann auch bald zur Tram. Die Konfetti-Kanonen habe ich gar nicht mehr mitbekommen. Welle:Erdball-Konzerte sich immer wieder so toll – nur mein Mann hat gefehlt. Mit ihm wäre es noch schöner gewesen, da bin ich mir sicher. Den Badasses im Hotel hatte ich schon Bescheid gegeben – sie haben Pizza bestellt!

Dadurch, dass ich schon früher ging, habe ich die Tram nach zehn Minuten bekommen – die nächste kam laut Anzeige erst weiter 20 Minuten später. Um Mitternacht war ich am Hauptbahnhof und lief dann der Rest der Strecke, was mein Knie nicht so lustig fand. Aber noch mal 20 Minuten in der Kälte warten? Nein. Im Hotel mussten wir dann noch etwas warten, bis die Pizza kam – aber sie war sehr lecker. Danach ging es sofort ins Land der Träume.

Montag

Der Wolf war schon um 7:20 Uhr wach – ich eher nicht so. Nun ja. Hilft ja nichts. Bisschen mit ihm gespielt und die Frau Dorphin verabschiedet, die schon nach Hause musste. Im Hauptbahnhof die leeren Flaschen versucht abzugeben, leider hatte der Rewe dicht. Woanders hat es dann doch noch geklappt. Eine Brezel für den Wolf gekauft, Geld geholt und zurück zum Hotel. Neuer Versuch mit Frühstück bei Bagel Brothers.


Sehr optimistisch haben wir uns draußen hingesetzt. Nach der Hälfte des Bagels sind wir doch in den Laden umgezogen. Es regnete ordentlich. Frühstück war sehr lecker. Der Wolf schlief auf dem Weg ins Stadtgeschichtliche Museum ein und im zweiten Versuch konnten wir uns die „25 Jahre WGT“-Ausstellung anschauen.

Sehr schön gemacht und das Buch zur Ausstellung ist auch super interessant. Inzwischen trudelten Bagel Bestellungen ein und nach einem erneuten Abstecher zu Bagel Brothers lieferten wir Bagel ins Hotel. Es war der Tag der Aufstiegsfeier der roten Bullen – die Innenstadt war voller (betrunkener) RB Leipzig Fans. Das hatte ich nicht bedacht, als ich in die Tram wollte. Kein Platz für Buggy und mich. Also bis zum HBF gelaufen und dort eine Tram gesucht. Unnötig zu erwähnen, dass ich eigentlich eh schon spät dran war. Trotzdem dann das Spontis-Treffen gefunden und eine sehr schöne Zeit dort verbracht. Viele Menschen (wieder) getroffen, ein tolles Foto gemacht und den Kindern beim Spielen zugeschaut.


Zwei Gläser Sekt in der Sonne – hui! Das Wölfchen wurde müde und wir sind zurück zum Hotel. Bisschen umgezogen, Schuhe gewechselt und los ein letztes Mal ins Heidnische.


Der Liebste ist noch „kurz“ zum Geldautomaten… Das dauerte dann etwas länger. Ich habe in der Zeit mit Wolf auf dem Arm zu Eric Fish getanzt, bis wir wieder zu dritt waren. Das Dort war wunderbar schwarz und leer. Die Tagesgäste alle weg, einige Stände auch schon leer, Wetter inzwischen wieder gut. Wir aßen noch etwas, machten eine gemütliche Runde und stöberten bei den Ständen. Der Liebste war noch verabredet – also machte ich mich mit dem Wolf alleine auf den Weg ins Hotel. Dort schlief er schon beim Wickeln fast wieder ein – ich dann auch recht früh. Was auch gut war.

Dienstag

Der Graf kam erst sehr spät ins Hotel, da habe ich schon tief und fest geschlafen. Er hatte aber wohl viel Spaß, genau wie der Rest der Bande. Ich zog mich und den Wolf an und nachdem schon die ersten Dinge in den Koffer gewandert waren, fuhren wir noch mal mit dem Buggy los. Es gab eine Brezeln für den Kleinen und ich brachte die Pfandflaschen weg.


Bisschen wehmütig lief ich zurück zum Hotel, irgendwie war ich noch nicht bereit, nach Hause zu fahren. Aber hilft ja nichts… Rest im Hotel gepackt, alles in die Lobby geschafft und los, Auto aus dem Parkhaus holen. Eigentlich wollten wir noch gemeinsam etwas essen, aber wegen verschiedener Termine und akuter Unlust dank Katerstimmung ließen wir das ausfallen. Unser Gepäck ins Auto getetrist und ab ging es nach Hause. Der Wolf war etwas angeschlagen und verschlief einen Großteil der Fahrt, so dass wir nur in Bad Fallingbostel kurz Pause machten.


Die Zauberschlampe wurde in Stellingen aus dem Auto gelassen und ratzfatz waren wir wieder Zuhause. Leider.

Und, wie war es?

Wundervoll. Traumhaft. Sehr schön. Endlich wieder die schwarze Familie getroffen. Die Lage des Hotels hätte auch kaum besser sein können. (Nun ja. Für nächstes Jahr ist es noch ein bisschen besser geworden. Die Dame mit der Parkplatzfee hat auch noch eine Hotelbrokerin, die ähnlich zauberhafte Fähigkeiten hat.) Mehr Konzerte als letztes Jahr mitbekommen – mehr tolle Menschen getroffen und neu kennengelernt. Ich war entspannter und konnte alles mehr genießen. Nur viel zu schnell vorbei war es. Jetzt heißt es wieder, Tage zählen bist nächstes Jahr…

Gothic Friday 2016 – Februar: Warum bist Du immer noch in der Szene?

Vor fünf Jahren zog unser Blog gerade auf die eigenen Domain um – der Gothic Friday war eine der ersten Artikelserien, die wir hier veröffentlichten. Es ist viel passiert in der Zeit. Aber diesen Blog gibt es noch – also endlich wieder regelmäßige Einträge! Ich habe mich so sehr gefreut, als ich bei Robert davon las. Die alten Einträge bekommen auch noch immer viele Besucher, da ist das doch wirlich schön, neue Gedanken festhalten zu können.

Das erste Thema war: Wie bist du in die Szene gekommen? Den Beitrag hole ich gerne wieder hervor. Mit dem letzten Satz starte ich einfach mal in das neue Theman: Warum bist du immer noch in der Szene?

Also bin ich dann wohl als normales Mädchen in die Szene gestrauchelt und jetzt die glitzernde Gruftschnecke, die ich auch gerne bleiben mag.

Durch die Einträge vor fünf Jahren schlich sich der Begriff Gruftschnecke in meinen Sprachgebrauch. Und von dort in den der anderen Menschen um mich. Das hätte ich so nicht gedacht – es freut mich!

In den letzten fünf Jahren waren wir auf verschiedenen Festivals, Märkten, Treffen. Der Zirkusadel ist um ein Gruftschneckchen reicher geworden. Geheiratet wurde auch noch – das alles in schwarz. Ich habe mir nie bewusst die Frage gestellt, ob ich noch immer Gothic bin. Das ist einfach ein Teil von mir. Unsere Wohnung ist hauptsächlich schwarz/rot eingerichtet, meine Kleidung ist auch zu 90% schwarz – so bin ich einfach. (Zur Hochzeit waren meine Oma und Mama mit mir Brautkleider anschauen. Um ihnen zu beweisen, dass weiß mir einfach überhaupt nicht steht, probierte ich ein Kleid an. Stellte mich auf den Hocher, drehte mich… Sie schauten sich an und waren sich einig: Weiß passt nicht zu mir.)

Mein Musikgeschmack ist noch etwas elektronischer geworden, würde ich einfach mal behaupten. Wobei auch der Steampunk eine recht große Rolle für mich spielt. Nicht nur in der Musik, auch im Kleidungsstil. Mein Hochzeitskleid stammt von Alignor Aetherium, die mit ihrem Label Steampunk Decadence wundervolle Kleider und Anzüge zaubert. Eine Woche nach der Hochzeit haben wir für sie an der Modenschau zur Ausstellung Machina Nostalgica teilgenommen. Die Ausstellung ist wirklich schön – wenn es dieses Jahr Termine in eurer Nähe geben sollte – schaut sie euch an. Es ist unglaublich, wie viel Kreativität in manchen Menschen steckt – und wie andere Menschen dann der kleine Zündfunke sein können, der alles zum Lodern bringt.

Durch den Wolf war ich die letzten zwei Jahre nicht so viel unterwegs, wir ich vielleicht gerne gewesen wäre. Das macht die Vorfreude auf bestimmt Termine dann noch viel größer. Seit über zwei Jahren steckte ich nicht mehr in Korsett und Reifrock – es fehlt mir so sehr. Das ist eigentlich ein Zeichen für mich, dass die Gothic-Szene immer noch mein Zuhause ist. Freunde. Zufluchtsort. Familie. Ob und wann der Wolf uns dann für schrecklich komische Eltern hält, bleibt abzuwarten. Ich hoffe, wir können ihm später vermitteln, dass es viele verschiedene Arten zu leben gibt – und jeder auch so sein können sollte, wie er es gerne möchte. Denn das ist es ja eigentlich: Ich bin als Gruftschnecke so, wie es mir gefällt. Allerdings glitzere ich aus praktischen Gründen nicht mehr ganz so oft.

Ob ich in fünf Jahren auch noch so denke? Das sehen wir dann.

WGT 2016 – Gedanken.

Da dachte ich kurz, ich wäre mal fertig mit dem Eintrag, bevor man Karten bestellen kann – Pustekuchen. Aber nun ja. Auf geht’s!

WGT – To Do:

[x] Unterkunft: Hotel. Nicht so furchtbar weit weg wie letztes Jahr. Zusammen mit dem Rest der Breaking Badasses. Eine Tramstation entfernt vom Hauptbahnhof – eine Entfernung, die auch zu Fuß zu meistern ist, sollten wir mit dem Buggy nicht in die Tram passen. Oder nachts zurücktorkeln. Tatsächlich habe ich schon geschaut, wo das Hotel genau ist und wo wir parken können.
[  ] Outfits: Ein Fetzen-Wickelrock liegt unter meiner Nähmaschine. Also das Grundgerüst dafür. Ich will das schon ewig machen – hoffentlich wird der so toll, wie ich es mir vorstelle. Ansonsten freue ich mich schon wie sonstwar, endlich wieder Korsett und Reifrock tragen zu können. Und vielleicht auch das Hochzeitskleid?
[  ] Frisur: Letzten Jahr war ich gar nicht mehr los, also ist es tatsächlich fast zwei Jahr her. Spitzen müssen unbedingt geschnitten werden.
[  ] Nähen: Siehe oben. Dann sollen noch für den Wolf Hosen dazu kommen.
[  ] Basteln: Meine Liebelle habe ich letztes Jahr nicht repariert, ich hoffe das klappt dieses Jahr.
[  ] Readymade: Der Schneide-Plotter und ich werden immer bessere Freunde. Da gibts schon viele Ideen für Shirts für den Wolf. Das Gruftschneckchen-Shirt muss auf jeden Fall noch mal geplottet werden.
[  ] Bestellen: Karten. Plotterfolie.
[x] Schuhe: Pikes, Dr. Martens. War letztes Jahr super, wird dieses Jahr auch super sein.
[  ] Tasche: Der neue Rucksack kommt auf jeden Fall wieder mit. Dazu habe ich jetzt auch eine schöne Gürteltasche. Mal sehen, wie das zusammenpasst.
[  ] Korsetts: Ja! Unbedingt! Mal durchprobieren, welche passen.
[  ] Kamera: Vielleicht fürs Hotel oder so mitnehmen, mal schauen.
[  ] Make-Up: Voll Bock drauf!
[  ] Kleiner Wolf: Kommt wieder mit. Wir werden uns dann abwecheln, so dass ich vielleicht auch Konzerte sehen kann und endlich wieder tanzen.

Liebste Ophealia…

Vater,
Sag den Katzen, sie sollen nicht auf meinem Weg gehen
Sag den Katzen, sie sollen mir nichts vorschreiben
Es ist egal was ich vorhabe, was ich sage…
Vater…

Mutter…
Wir leben in wunderschöner Dunkelheit,
ab und an sich schlafend vor der Welt verbergen…
Oh, Mutter…

Vater…
geh mit deiner Tochter heute Abend aus
ich zeig dir meine Welt…

Vater…
sieh mein Licht
Aber wenn wir meine Hölle finden wollen

zeig ich dir, wie sie ist

Ich habe nicht vor, Ihr Licht zu sehen…

Mutter…
Sag den Katzen, sie sollen meine Pfote nicht halten
Sag den Katzen, sie brauchen nicht zu verstehen
Oh, Mutter… Vater…

Oh, Vater…
Wollen wir heute Abend zusammen kämpfen?
Wir zeigen ihnen, was sie fühlen können…
Oh, Vater…

Ich habe nicht vor, Ihre Lüge zu sehen
Aber wenn Sie Hölle mit mir finden wollen
Ich kann Ihnen den Weg jetzt zeigen…

Der Originaltext ist von Lissie – Mother …

ich hab den Text so verändert wie ich glaube, das er auf unser wundervolles Kätzchen passen könnte…

Ophealia… du fehlst uns! <3

„Das ist ja jetzt auch das schönste Alter!“

Der Wolf wird in zwei Wochen ein Jahr alt. Wie auch immer das so schnell passieren konnte. Das ganze letzte Jahr war eine wundervolle Reise, die in einem Tempo statt fand, welches ich manchmal kaum fassen konnte.

Vor einem Jahr saß ich hier, kugelte vor mich hin und hoffte, dass es bald los gehen möchte. Ich wollte den Wolf doch endlich im Arm halten. Konnte ja keiner ahnen, dass er erst eine Woche nach dem errechneten Termin schlüpft.

Momentan bekomme ich immer wieder zu hören, der Wolf sei ja jetzt im schönsten Alter überhaupt. Hmm. Nein, das würde ich so nicht unterschreiben. Ich liebe es unglaublich, wie er jetzt mit uns schon kommunizieren kann und wie er jeden Tag etwas Neues lernt. Aber jeder Monat – ja, jede Woche! – war bisher so schön. Natürlich gibt es immer wieder Tage, die anstrengender sind als andere. Oder Nächte mit weniger Schlaf. Das wussten wir vorher, das haben wir erwartet. Es gibt keine schönste Zeit. Jede Zeit ist schön, wenn man es zulässt.

Meine Liebe für dieses Wunderwesen wächst jeden Tag. Ich wusste nicht, wie viel man auf einmal empfinden kann, wenn eine kleine nasse Schnute ein Kuss auf meine Wange drückt.

Eigentlich hätte ich die Wochen, in denen der Wolf schon im Kindergarten ist und ich noch nicht arbeite, gerne genutzt um mehr zu nähen, zu plottern, zu lesen. Tja. Stattdessen packe ich Umzugskartons. In zwei Wochen ziehen wir um. Keine Ahnung, wie wir das ohne meine Elternzeit hätten schaffen sollen. Aber wir machen das ja gerne in eigentlich nicht so passenden Momenten.

Das Familiengefühl, was sich in mir immer breiter macht, ist so wundervoll. Wir sind jetzt eine richtige Familie. Vater, Mutter, Kind, Katze. Liebe.

Zirkusadel-Familie.