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Die Prinzessin hat ’nen Neuen…

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Also, eigentlich haben wir beide einen Neuen. Schließlich ist es unser Wagen. Irgendwie. Steht auch auf dem Nummernschild. Es ist jetzt was Größeres. Ein Kombi! (Jegliche Frage nach Nachwuchs verbitte ich mir, die habe ich schon mehr als genug mit „Nein!“ beantwortet.) Es ist der kleinste Kombi, den man wohl so bekommt. Aber ich liebe ihn schon jetzt. Nicht mehr schwarz, sondern grau. Geht gerade noch. Dafür mit so viel Schnickschnack, den ich mir frühstens beim übernächsten Auto erträumt hätte. (Und teilweise auch gar nicht.) Funk-ZV, CD-Radio, Temperaturanzeige, Sitzheizung, Verbrauchsanzeige, Xenon-Scheinwerfer, Tempomat, Rückfahrpiepsanlage, geteilte Rückbank, Lederlenkrad… Schon die Fernbedienung zum Auto aufschließen hat mich wahnsinnig glücklich gemacht. Hach. Glücksfall. Natürlich haben wir ihn am Dienstag auch gleich zum Deich ausgeführt, er muss ja wissen, wo er jetzt wohnt.

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Dafür musste ich dann mein kleines Schwarzes abgeben. Mein Zaubermobil. Mein erstes Auto. Mein Festivalzuhause. Mein Umzugswagen. Er hatte jetzt 196.000 km runter, das war dann genug. Zusammen sind wir 90.000 km in 5 1/2 Jahren gefahren. Wobei 80.000 davon seit 08/09 dazugekommen sind. Wir waren zusammen an der Mosel, in Köln, in Bremen, in Leipzig, in Dänemark, auf etlichen Festivals. Er hat alle meine bisherigen Freunde gesehen. Er hat den Liebsten mit den Verlobungsringen transportiert. Er hat mich nur einmal halb im Stich gelassen, wir mussten jedoch nie abgeschleppt werden.

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Am Samstag habe ich ihn gegen 7 50€ Scheine eingetauscht. Und war unglaublich traurig.

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Mach’s gut, Baby. Ich hoffe, dich kauft jemand, der dich gut behandelt.

Durcheinander.

Es geht momentan alles so furchtbar schnell – ich habe kaum Zeit für irgendwas. Deswegen jetzt ein paar Schnippsel.

# Wohnung: Wir haben eine Wohnung! Ab 1. September geht es los. Und weil ich ja gerne mal Stufen überspringe, ist es sogar ein Haus. Ein kleines Reihenhäuschen. Mit Garten. Ich freu mich so! Die Verträge sind unterschrieben, Anteile gekauft, Versicherung fix. Die ersten Kartons sind auch schon gepackt und mein roter Schrank steht schon in Einzelteilen in meinem Zimmer.

# Marktfrieden: Oh, war das schön! Und verdammt lustig, hihi. Ich habe viele Bilder gemacht, aber diese noch nicht gesichtet. Vielleicht gibts dann noch mal einen Bilderpost. Mal sehen. Es war wundervoll mit so vielen lieben Menschen die vier Tage zu verbringen. Das Wetter war zwar etwas zickig, aber das gehört schon irgendwie dazu.

# Geburtstag: Die Prinzessin ist jetzt 23. Gefeiert wurde natürlich ordentlich – auf dem Marktfrieden am Donnerstag. Ich stehe total auf meinen Geburtstag und freue mich wie ein kleines Kind darauf. Ich bekam hauptsächlich Dinge für die Küche und die Kamera. Zwei Tupperrührschüssel mit schwarzer Außenfarbe, zwei Geschirrhandtücher mit Cupcakes drauf, Besteck mit schwarzen Griffen, die Backform des Todes, Gläse, Pizzaschneider und Backform. Von Papa noch ein Stativ und von meinem Liebsten einen Sunsniper. Das Ding liebe ich schon jetzt absolut abgöttisch. Von einer lieben Freundin gab es noch zwei Nichtlustig-Spiele, die wir uuuunbedingt bald ausprobieren müssen.

# Amphi: Freitag in aller Frühe gehts los. Ich habe noch überhaupt keinen Plan, was ich anziehe. Wird aber irgendwie praktisch sein müssen. Überlege auch noch, ob Gummistiefel sinnvoll sind.

# Mera Luna: Vorfreude pur! Ganz viele zauberhafte Herzmenschen sind dabei. Habe heute die Tickets bestellt. Fünf Stück. Mein Konto ächzte kurz.

# Bauvorhaben: Wir wollen ein Wiki-Zelt bauen. In naher Zukunft. Also, irgendwann nächstes Jahr. Dafür muss erst ein anderes Auto her, sonst können wir das nicht transportieren. Aber die Planungen laufen an. In zwei Jahren soll es dann auf dem Marktfrieden ein Wikilager geben. So richtig. Ich freu mich!

Zirkusadel unterwegs: Schädelkult in Schleswig.

Vor zwei Wochen waren wir in Schleswig und auf dem Weg zur Schädelkult-Ausstellung. In unserer Zeitung war eine Woche vorher ein großer Bericht über die Ausstellung und ich erinnerte mich an einen Blogeintrag von der bezaubernden Shan Dark. Die Ausstellung war vorher in Mannheim und ist jetzt bis zum Oktober in Schloss Gottorf.

Das Wetter war perfekt für einen Museumsbesuch – mit mehr Zeit hätten wir uns noch den Rest des Schlosses angeschaut, aber das werden wir bei anderer Gelegenheit machen.

Die Karten für die Ausstellung bekommt man direkt an der Kasse am Eingang vor dem Schloss. Eintritt kostet normal 9€, ermäßigt 4,50€. Ich hatte leider meinen Schülerausweis nicht mit, aber die Dame an der Kasse war trotzdem bereit, mir für den Schülerpreis eine Karte zu verkaufen.

In der Ausstellung war es entgegen der Schilder erlaubt, Fotos zu machen. Der Aufpasser dort war sogar erfreut und ermutigte mich.

Das lasse ich mir natürlich nicht zwei Mal sagen. Ich habe leider nicht mehr alle Erklärungen parat, deswegen lasse ich einfach die Bilder sprechen.

Die ganze Ausstellung war von einem Audioguide begleitet, ein kleiner Player, der auf Knopfdruck zu den Exponaten kurze Informationen gab. Das war im Eintrittspreis enthalten.

Diese Schädel waren aufwändig bemalt. Davon gab es noch mehr in der Ausstellung.

Ein Schädel aus der Wissenschaft – es war wirklich interessant zu sehen, wo die Menschen früher die Seele und andere Sinne zu finden meinten.

Dann natürlich die schon genannte X-Tra-X-Werbe-Vitrine. Nun ja. Ähem.

Und Schädel heute bei St. Pauli.

Die Ausstellung ist wirklich interessant und die Nord-Gruftschnecken sollten sich das unbedingt anschauen. Abgesehen davon ist Schleswig auch eine Reise wert. Ich habe bei Thors Schmiede gleich als Erinnerung an das WGT zwei Flaschen Wikingerblut erstanden, hihi.

Reiselust.

Am 29. April hat der Blog von Shan Dark Geburtstag – Der schwarze Planet wird dann zwei Jahre alt. Zu dem Zweck verlost sie ein schwarzes Paket. Die Aufgabe ist hierfür, eine Frage zu beantworten. Sei es als Kommentar oder eigenständiger Blogeintrag. Ich fing eben damit an, einen Kommentar zu verfassen und merkte schnell, wie sich das ausweitete. Viel zu lang für einen Kommentar. Mache ich doch einen Blogartikel daraus.

In welche Stadt möchtest Du unbedingt (noch) einmal reisen und warum?

Im ersten Moment ratterten mir da viele Städte durch den Kopf. Leipzig, unbedingt. Dresden wäre schön. Berlin! Stuttgart? Hm, Kopenhagen. Prag. Rom! New York. Alles kleine oder größere Wunschträume. Welche Stadt mich aber schon ewig fasziniert, obwohl ich nie da war: London. Meine Schwester war vor 4 Jahren auf Klassenfahrt dort und ab der Zeit habe ich mich dann auch mit dieser Stadt beschäftigt. Habe aus der Bücherei sämtliche Reiseführer gelesen, viele Blogs über die Stadt verschlungen und immer wieder nach Hotels+Flügen gesucht. Aber geklappt hat es irgendwie nie. Weil ich nie alleine fahren wollte. Weil es in den Ferien nicht gepasst hat. Weil Mama mit wollte, aber keine Zeit fand. Weil das Geld dann doch für die Autoreparatur verwendet wurde. Momentan merke ich, wie die Fernsucht wieder größer wird. Außer der Woche Urlaub zum WGT ist bisher noch nicht so viel geplant im Sommer. Eigentlich könnten wir das dann endlich mal in Angriff nehmen. Ich möchte so gerne durch die Stadt stöbern. Alles anschauen. Fotos machen. Wieder 9 sein und vor’m Gleis 9 3/4 stehen. In Camden abtauchen. Auf den Spuren von so vielen Büchern sein, die dort spielten. London in echt sehen. Es ist schließlich eigentlich gar nicht so weit von hier.

WGT 2012 – Gedanken III.

Es geht weiter. Ich weiß überhaupt nicht, wie man mich die Tage vor dem WGT aushalten soll. Zum Glück habe ich in der Zeit Urlaub, meine Kollegen würden sind sonst echt bedanken. Ich bin so voller Vorfreude. Ein paar Sachen habe ich gemacht, ein paar Punkte müssen dazu.

WGT – To Do:

[ ] Unterkunft: Mit unserem Vermieter mailen, wann wir in die Wohnung können und wo wir die Schlüssel bekommen. Habe ihm geschrieben, warte auf Antwort.
[ ] Outfits: Stoff für einen oder zwei neue Röcke ist angekommen und toll! Jetzt nur noch Zeit zum Nähen haben.
Einen neuen Schleier soll es auch noch geben. Stoff ist dafür ebenfalls da, auch schon die Idee + Zeichnung. Dafür ist der weiße Schleier jetzt wunderbar an einen Haarreifen genäht und ratzfatz „angezogen“ – damit das nicht wieder so ein Gefummel wir letztes Jahr gibt. Allerdings sind die ersten Nähversuche mit der neuen Maschine noch nicht so erfolgreich gewesen…
Kontaktlinsen fehlen noch. Sind aber schon gesichtet, nur ganz einig bin ich noch nicht. sind da, getestet und ganz okay. Bisschen ungewohnt, werde noch ein paar Stunden Probetragen müssen.
Neue Fascinator sind angekommen und toll! Einen werde ich noch etwas bearbeiten. habe ich inzwischen bearbeitet. Weil die Schleife so sehr mit dem überaus hässlichen Stein verklebt war, ziert diesen jetzt ein schwarzer Legostein. Warum auch nicht.
Kleiderschrank durchwühlen.
Reifrock reparieren.
[ ] Frisur: Im Mai Strähnchen blondieren und bunt machen, sowie Rest der Farbe auffrischen. Momentan tendiere ich irgendwie zu türkis für die beiden Strähnchen. Mal sehen. Ich habe schon Flechtfrisuren geübt! Ich bin da so abgrundtief schlecht drin, bis das vorzeigbar ist, haben wir WGT 2022. Seufz. 2020. Ich werde langsam besser.
[ ] Nähen: Rock, eventuell Überrock, Schleier. Also Schleier auf jeden Fall, zur Not mit der Hand. Der Rest kommt dann, wenn ich die Maschine wirklich benutzen kann.
[ ] Basteln: Hm, irgendwas als weiteres Zubehör für meine RAM-Libelle. Armband, Kette etc. Check! Ein Gürtel plus ein hübsches Sklavenarmband. Eine Haarspange ist auch schon fertig. Weiterer Kleinkram wird noch gebastelt, ist halb fertig.
[ ] Readymade: Ich hätte gerne ein Shirt, auf dem traumverliebt auf der Rückseite steht. Ich habe vor geraumer Zeit mal ein „Fangbanger“-Shirt gebastelt, war damals ein H&M-Basic Shirt. Werde mal schauen am Wochenende. Der Schriftzug soll dann hinten stehen. Über der Korsett-Höhe. Stand: Schwarze Shirts sind da, Farbe ist bestellt. Hatte zwar noch einen Gutschein vom Bastelladen, aber der hatte nur Farbe für helle Stoffe.
[ ] Bestellen: Kontaktlinsen auf jeden Fall. Die Karten! Aber das geht ja erst bald. jetzt. Werden wir wohl Ende April machen. (Warum sind die eigentlich auf dem Niveau vom letzten Jahr geblieben? Ist doch wieder ein Tag weniger. Grml.)
[ ] Schuhe: Tada! Schuhe sind bestellt! Ich hoffe, dass sie bald kommen, damit ich sie dann zum Test tragen kann. Allerdings bange ich momentan, ob das noch was wird. Scheint arge Lieferprobleme zu geben. Also halb gelöst. Nach dem DocMartens-Kauf letzte Woche ist das wohl tatsächlich komplett gelöst. Aber die muss ich erst eintragen, bevor ich hier komplett zufrieden bin.
[ ] Tasche: Habe ich inzwischen eigentlich. Also sind noch immer dieselben, nutze ich nur besser.
[ ] Korsetts aussuchen/reinigen: Ich habe inzwischen so viele, da muss ich genau überlegen, welche ich einpacke. Zwei sind schon ausgewählt. Muss nur noch mal schauen, ob die Schnüre komplett okay sind.
[ ] Kamera: Neuen Akku brauche ich noch habe ich gekauft. Vielleicht noch eine neue Tasche. Mal sehen.
[x] Vampirzähne: Ich habe jetzt jemanden aus SH gefunden, der welche macht. Das gefällt mir von der Idee viel besser, als sie dort im Gefühl machen zu lassen. // Zähnchen sind da und wundervoll!
[ ] Routenplan, Stadtplan, Veranstaltungsorteplan, Tramplan, Auftrittsplan: Kommt alles kurz vorher. Habe mir die Route schon mal angeschaut. Wenn wir Meldorf – Schafstedt – Leipzig fahren, sind es genau 483 km oder 5 Stunden. Vermutlich gegen 19 Uhr in Schafstedt los.
[ ] Einkaufen: So Standard-Zeug halt. Proviant für die Tour, neue Eyeliner etc.
[ ] Elektroausrüstung: Was mit muss, ist auf jeden Fall das Netbook, die Kamera, sämtliche Netzteile. Vielleicht das Tablet als Ablenkung für die Fahrt. [Haha. Als ob ich Ablenkung bräuchte. Hibbel.]

Zum Glück habe ich vor dem WGT auch Urlaub, damit ich vollkommen in Ruhe packen kann und nicht wieder die Hälfte vergesse. Ansonsten geht es danach ja auch recht zügig weiter. Im Juni wäre Hurricane/Blackfield, wo ich mit zum Arbeiten beworben habe, im Juli Marktfrieden und Amphi und im August Mera Luna. Plus ein paar Veränderungen im Arbeitsleben – hoffentlich.

WGT 2012 – Gedanken II.

Es geht weiter. Ich weiß überhaupt nicht, wie man mich die Tage vor dem WGT aushalten soll. Zum Glück habe ich in der Zeit Urlaub, meine Kollegen würden sind sonst echt bedanken. Ein paar Sachen habe ich gemacht, ein paar Punkte müssen dazu.

WGT – To Do:

[ ] Unterkunft: Mit unserem Vermieter mailen, wann wir in die Wohnung können und wo wir die Schlüssel bekommen.
[ ] Outfits: Stoff für einen oder zwei neue Röcke ist bestellt angekommen und toll! Jetzt nur noch Zeit zum Nähen haben.
Einen neuen Schleier soll es auch noch geben. Stoff ist dafür ebenfalls da, auch schon die Idee + Zeichnung.
Kontaktlinsen fehlen noch. Sind aber schon gesichtet, nur ganz einig bin ich noch nicht.
Neue Fascinator sind bestellt angekommen und toll! Einen werde ich noch etwas bearbeiten.
Kleiderschrank durchwühlen.
Reifrock reparieren.

Das hier ist der Outfit-Plan. Langeweile beim Telefonieren. Ich weiß aber noch nicht, ob ich wirklich drei der vier Tage mit Reifrock rumwuseln möchte.
[ ] Frisur: Im Mai Strähnchen blondieren und bunt machen, sowie Rest der Farbe auffrischen. Ich habe schon Flechtfrisuren geübt! Ich bin da so abgrundtief schlecht drin, bis das vorzeigbar ist, haben wir WGT 2022. Seufz.
[ ] Nähen: Rock, eventuell Überrock, Schleier
[ ] Basteln: Hm, irgendwas als weiteres Zubehör für meine RAM-Libelle. Armband, Kette etc. Außerdem Kleinkram.
[ ] Readymade: Ich hätte gerne ein Shirt, auf dem traumverliebt auf der Rückseite steht. Ich habe vor geraumer Zeit mal ein „Fangbanger“-Shirt gebastelt, war damals ein H&M-Basic Shirt. Werde mal schauen am Wochenende. Der Schriftzug soll dann hinten stehen. Über der Korsett-Höhe.
[ ] Bestellen: Kontaktlinsen auf jeden Fall. Ansonsten fällt mir gerade nichts ein. Tse. Die Karten! Aber das geht ja erst bald.
[ ] Schuhe: Tja, da haben wir wieder mein Problem. Das werde ich wohl nie los. Seufz. Tada! Schuhe sind bestellt! Ich hoffe, dass sie bald kommen, damit ich sie dann test-tragen kann. Außerdem werde ich in DK noch mal nach neuen Schuhen schauen. Also halb gelöst.
[ ] Tasche: Habe ich inzwischen eigentlich. Also sind noch immer dieselben, nutze ich nur besser.
[ ] Korsetts aussuchen/reinigen: Ich habe inzwischen so viele, da muss ich genau überlegen, welche ich einpacke.
[ ] Kamera: Neuen Akku brauche ich noch. Vielleicht noch eine neue Tasche. Mal sehen.
[ ] Vampirzähne: Ich habe jetzt jemanden aus SH gefunden, der welche macht. Das gefällt mir von der Idee viel besser, als sie dort im Gefühl machen zu lassen.
[ ] Routenplan, Stadtplan, Veranstaltungsorteplan, Tramplan, Auftrittsplan: Kommt alles kurz vorher.
[ ] Einkaufen: So Standard-Zeug halt. Proviant für die Tour etc.
[ ] Elektroausrüstung: Was mit muss, ist auf jeden Fall das Netbook, die Kamera, sämtliche Netzteile. Vielleicht das Tablet als Ablenkung für die Fahrt. [Haha. Als ob ich Ablenkung bräuchte. Hibbel.]

Festival-Dilemma.

Tja, da haben wir’s jetzt. ASP spielen beim Deichbrand. Da wollte ich doch nie wieder hin. Ihr erinnert euch an meinen Eintrag? Sonst einfach ein bisschen zurück blättern. Mein Kopf fängt schon jetzt an, das Bild des Festivals umzuzeichnen. Wenn man mit einem größeren Auto fahren könnte und darin übernachten könnte? Dann wäre es eventuell doch machbar. Also Karte kaufen und zur Not kurz vorher für viel Geld verkaufen? Kann ich das nächstes Jahr überhaupt? Fest steht für mich, dass es zu viele Festivals in diesem Jahr waren. Zu wenig Erholungszeit. Ich werde ja auch älter… Aber genau da liegt auch wieder das andere Problem. Wie viele Jahre mache ich das noch? Kann ich das noch? Also vielleicht doch lieber alles an Festivals mitnehmen, was geht. Wer weiß, wie viele Jahre ich das so frei noch kann.

Die Planungen für nächstes Jahr sind natürlich auch schon am Laufen. WGT und Amphi sind eigentlich so gut wie sicher. Beides mit Unterkunft. Beim WGT werden wir es wieder über das WGT-Forum probieren. Für das Amphi habe ich schon jede Menge Pensionen angeschrieben. Warum die meisten Inhaber mir entweder gar nicht antworteten oder schrieben, sie vergeben noch nicht für 2012, ist mir rätselhaft. Abwarten. (Oder wenn jemand ein schnuckeliges Zimmer zum Zeitpunkt des Amphis zu vergeben hat – gerne melden!)

Ich möchte mir nächstes Jahr eine Jahreskarte für das MPS kaufen. Rastede war so schön, da geht’s wieder hin und statt HH-Bahrenfeld gibt es ein Wochenende in Hohenlockstedt – sehr viel näher dran und schöner. Dann noch mindestens einen Tag nach Öjendorf und das Ticket habe ich wieder drin. Vermutlich werde ich auch das erste Mal seit 2008 nicht zum Mera sondern nach Sierhagen zum MPS. Aber so genau werde ich erst planen, wenn ich weiß wie es nächstes Jahr weiter geht. Das steht alles noch in weit entfernten Sternen. Vielleicht gehts ja auch ganz woanders hin. Wer weiß das schon?

Wochenendurlaub oder; Traumversprechen

Als meine Prinzessin Ihren Urlaub in DK plante, sagte ich, ich sei dabei. Meldete meinen Urlaub rechtzeitig an und freute mich schon insgeheim. Leider wurde mir doch tatsächlich ein Strich durch die Rechnung gemacht. Somit war ich nicht in DK. Hatte mein versprechen also gebrochen…

Doch NEIN! Wo ein Träumer ist, ist auch ein Weg! Somit habe ich mir die Zugverbindung gesucht um zumindest ein Wochenende mit meiner Liebsten in DK zu verbringen. Und dies geschah dieses Wochenende. <3

Freitag;

Erstmal arbeiten. Bis um 13 Uhr. Danach sofort nach Hause, ich stand ja schließlich unter Zeitdruck. Mein Zug fuhr um 15:32 Uhr. Und ich brauche zu Fuß ca eine halbe Stunde nach Haus. Schnell noch zur Bank eilen und die finanzen klären. Oder sagen Wir, abholen. Dann in den Bus setzten und nach Haus fahren. Ist auch gemütlicher und trockener als zu laufen. Zu meinem Leidwesen war ich erst gegen 14 Uhr zu Haus, nicht, wie angedacht um 13:35 Uhr. Nunja, zu verkraften. Tasche ja bereits am Vorabend gepackt. Also nurnoch umziehen, Haare fein machen und weiter zum Zug. Neue Frisur ausprobiert. Tragbar, für die Freizeit durchaus. Ich habe von zu Haus aus direkte Verbindung zum Bahnhof. Wenn man den richtigen Chauffeur nimmt. Ich nahm den falschen. Damit nicht genug. Doch noch rechtzeitig am Bahnhof angekommen sollte mich eine neue Nachricht „überraschen“. 45 min verspätung. Ich hätte schreien können. Aber ich blieb ruhig, ließ den nächsten Zug raussuchen und setzte mich zum warten. Dann sollte es losgehen. Der Zug war bis zum bersten gefüllt mit Menschen.

Angekommen in Lindholm doch endlich, gegen 21 Uhr, wartete meine Traumfrau doch schon auf mich. <3 Wir fuhren zurück zur behausung. Kurz waren wir noch an der Küste, aber nicht lang, Wir waren beide müde und kaputt. Im Zimmer, wo Wir nächtigten, war kaum platz, weder ein großes Bett, noch um sich zu strecken. Aber kuschelig.

Samstag;

Dieses Tag genoss ich mit jeder Faser meines Körpers! Zwar wieder früh wach, aber in den Armen meines Engels. MP3-Player tat seine wirkung und ich schlief wieder ein. Zwar etwas unruhig, aber immerhin. Dann Frühstück. Draußen. Denn dort schien die Sonne, wenn auch anfangs etwas widerwillig. Nach dem Frühstück erstmal einkaufen. Was man eben so braucht, wenn man Abends noch grillen möcht. Dann ab zum Strand, ich hatte ganz vergessen wie schön es doch sein kann. Nach Unserer Ankunft spielten Wir Kubb. Oder Wikingerschach. Nach dem Motto: Wir bewerfen Uns mit Holzklötzen. Aber ein tolles Spiel. Gerne wieder. Ich dränge mein Herz zum schwimmen, doch Sie drückte mir Schaufel und Eimer in die Hand. Ich machte ein Herz aus Sand, eine Burgruine und eine Fledermaus. Bilder folgen noch. Aber ich wollte doch ins Wasser…und mein Wunsch wurd mir erfüllt. Da es recht windig war, lies sich das Meer es nicht nehmen, Wellen zu bilden. Anfangs noch ohne, später dann mit Schwimmbrett durch die Wellen toben, bis der Kreislauf schlapp macht. Ich war lange nicht so ausgelastet. Schnell umgezogen, in trockene Klamotten geschlüpft, musste ich die Steilküste erklimmen. Weit kam ich nicht, auch sah ich von meiner erhöhten Position weder England noch Flensburg. Auf dem Weg nach unten kam mir meine Schöne entgegen. Und Wir legten Uns in den Puderzuckersand. Ein bisschen in der Sonne dösen…

Wenn es Dir gut geht, funkeln Deine Augen…

Schoss es mir durch den Kopf…ja so sagte Sie einst zu mir…und an diesem Tag habe ich das funkeln gespührt. Einfach wundervoll! Nach kurzer Dös-phase also nochmal Hoch, nochein Kubb-Spiel unter Anfängern. 1 gegen 1. Ich gewann, beide Spiele. Danach nochmal in die Wellen. Zurück ging es nicht mit Auto, sondern für Uns beide zu Fuß. Ich hatte guten Gewissens meine Schuhe im Hause gelassen. Blöde Idee, bei den ganzen Steinen. Trotzdem heil angekommen. Dann grillen: Es war ein Festmahl, welcher den Tag noch schöner machte. Leckerei nach Leckerei wurde aufgetischt und ich war drauf und dran, alles mögliche zu probieren. Doch auch mein Magen hat Grenzen… Die Sonne ging unter, nicht ganz und damit gingen Wir nocheinmal zur Küste…Ich erlebte meinen ersten bewussten Sonnenuntergang…mit Ihr. Traumhaft schön. Seit langen mal wieder ein totale Hach-Tag. Und den ganzen Tag Ihre Hand halten…Ihren Herzschlag hören…Ihre Haut fühlen…Ihre Stimme hören…Ihr Atem auf meiner Haut…Ihr Kopf auf meiner Brust…doch…ich schweife ab… Hm…wo war ich noch mal abgeschwoffen? Achja, zurück dann bezogen Wir das neue Quartier für die Nacht, ein Doppelbett. Viel mehr Platz für Uns zwei. Und auch wenn Wir auf engstem Raum zusammengekuschelt schliefen, war es doch schöner zu Wissen, dass das Bett dort nicht gleich zu Ende ist… Gute Nacht, meine Traumprinzessin…

Sonntag;

Nach meinem, mal wieder viel zu frühem, wachwerden erstmal Musik auf die Ohren, dann kann ich auch wieder schlafen. Mein MP3-Player schien einen Melancholischen Morgen gehabt zu haben. Er spielte die schönstes Liebeslieder in Serie… Nach dem wach werden meiner Cara Mia ging es auch zum Frühstücken. Planung für den Tag machen etc. Gegen 15 Uhr sollte es Heimwärts für mich gehen. Also vorher nochmal zum Strand. Der Wind war, ohne Zweifel, stärker als Gestern. Dort angekommen erstmal meinem Augenstern beim Drachen-fliegen-lassen zugesehn. Dann ins Meer, die hohen Wellen reizten mich! Mit Brett unterm Arm und Wind in den Haaren…und überall sonst auch ins Wasser. Mit solch starker „Strömung“ hatte ich nicht gerechnet. Wellenreiten war fast unmöglich, da man kaum dahin kam, wo die Wellen brachen. Bald wieder raus, zurück zum Haus und dem Graf ging die puste aus. Gegen die Wellen und die Strömung zu kämpfen hatte mehr Kraft in Anspruch genommen, als gedacht. Beim Umziehen schlief ich ein und fror die ganze Zeit über… Doch die wärmenden Arme meines Zauberherzes haben mich unterstützt. Dann nochmal in die Stadt. Eis essen. Lieber zwar hätte ich gekuschelt, aber Eis ist auch in Ordnung. Dann folgte der Abschied, von Ihr… aber es war ein Traumhaftes Wochenende.

Traumverliebt, so wie dieser Blog heißt, fühle ich mich. Mit jedem Wort von Ihr verliebe ich mich mehr in Sie. Mit jeder Berührung weckt Sie neue Sehnsucht in mir. Solche Gefühle habe ich vorher nie gehabt.

Ich will Dich sehn, ich will Dich spürn
Ich kämpf mit dem Schicksal gegen die Zeit
Bald bist du bei mir für die Ewigkeit

1000 weiße Lilien blühen
1000 mal denk ich an Dich
1000 wundervolle leben warten nur auf dich
1000 mal will ich Dich spüren
1000 mal werd ich verrückt
1000 mal für meine liebe hol ich Dich zurück

1000 weiße Lilien – Welle:Erdball

Somit hielt ich doch mein Versprechen…

Ich liebe Dich, für immer!

Deichbrand 2011 – das war grauenvoll.

Bin wieder da. Nach einer Dusche und Schlaf im kuscheligen Bett geht es mir auch wieder viel besser. Es wird keinen ausführlichen Festivalbericht geben. Das hier wird ein reiner Meckerpost. Weil es nötig ist. Vorweg: Ich war noch nie auf einem Festival, welches so schlecht organisiert war. Einfach grauenvoll. Vermutlich kommt das jetzt so rüber, als wenn ich völlig abdrehe. Aber mal im Ernst – nach Duisburg bekommt jedes Festival jede Menge neue Auflagen und hier ist alles viel schlimmer als es bei den anderen überhaupt jemals nur ansatzweise so war? Da kann doch was nicht stimmen!

Ich habe einfach mal den Geländeplan mit Nummern versehen. Macht das Erklären etwas einfacher. Fangen wir einfach mal bei meiner Nummer 1 an: Green Camp. Eigentlich ja eine ganz feine Sache. Nur – es war nicht dort, wo es eingezeichnet ist. Sondern bei der zweiten eins, hinter der Autobahn. Fußweg bestimm 20 Minuten, mit Gepäck 30. Dahinter befand sich auch der Parkplatz Südost – von deren Existenz keiner wusste. Als die normalen Campingplätze voll waren, wurden alle Camper wieder zurück zum Green Camp geschickt. Nett, oder? Das einzige positive daran war eigentlich, dass sie an allen vier Seiten des Camps 7 Dixis und zwei Toilettencontainer hatten. Abgesoffen sind sie wohl auch dort. Weiter mit Nummer 2: Parkplatz. Wir sind auf Parkplatz Süd gelandet und hatten damit ziemlich Glück. Der Weg zum Camp war okay, wir haben allerdings auch nicht allzu weit auf dem Gelände gezeltet. Allerdings versank der Parkplatz Sonntag dann völlig im Matsch. Gegen das Wetter kann natürlich keine Festival-Orga was unternehmen – aber wenn schon Holzspäne an matschigen Stellen verteilt werden – warum dann nicht auch an der Stelle direkt vorm Eingang? Es sind dort sooo viele Autos stecken geblieben. Möchte nicht wissen, wie das Montag war. Die Holzspäne waren übrigens eine hervorragende Idee! Allerdings auch irgendwie die einzige. Der Parkplatz war noch dazu fast komplett dunkel. Dunkel. Matsch. Juchu. Aber auch ohne Matsch – einen komplett dunklen Parkplatz ohne Hinweistafeln zum Eingang/Ausgang – bedenklich. Nummer 3: Unser Camp. Ungefähr dort haben wir gecampt. Direkt am Weg, kurz vor Ende des Campinggrounds. Dahinter fing ein Maisfeld an. Wir bauten unsere Zelt auf einem Stoppelfeld auf. Sandboden. Jegliche Heringe sind bei leichtem Luftzug aus dem Boden geflogen. Es hat gestürmt ohne Ende. Nachdem mir Samstagmorgen das Zelt um die Ohren geflogen ist, habe ich abgebaut und die Nacht darauf im Auto geschlafen. Es war sowieso abartig laut auf dem Campinggelände. Und auch hier komplett dunkel. Keine Scheinwerfer, nichts. Nummer 4: Einlass Gelände. Wir hatten die Wahl unten um das Gelände über den Campingplatz zu gehen oder oben rum auf befestigtem Weg. War ungefähr gleich weit zu laufen. Bei den großen Bands war ich überall schon vorher af dem Gelände – ich möchte nicht wissen, wie lang die Schlangen am Einlass sonst waren. Es waren vier oder fünf Schleusen dort. Daneben ein Ausgang der ungefähr 3m breit war. Gedrängelt wurde schon bei wenig Andrang. Das war alles andere als schön. Die Ordner haben eigentlich nur nach den Bändchen geschaut, abgetastet wurde ich nicht einmal. In die Taschen schaute man nur am Anfang. Also hatten auch quasi alle Besucher nicht nur die erlaubten Tetrapaks sondern auch jede Menge Dosen mit auf dem Gelände. Nun ja. Nummer 5: Weg zum Parkplatz. Hinter dem Gelände mussten alle Besucher lang, die zum Green Camp wollten, zu den Parkplätzen oder zum normalen Campingplatz. Der Weg war meist 2m breit, an einigen Stellen durch Bauzäune aber auch mal eben nur 1m. Geschiebe und Gedränge, vorallem am Sonntag, weil die Müllsäcke für den Müllpfand am Eingang Nord abgegeben werden sollten. Warum haben sie die paar Nightliner nicht einfach zwei Meter weiter gestellt? Verstehe ich einfach nicht. Platz war dort defintiv genug. Außerdem war der ganze Weg komplett unbeleuchtet. Es war einfach stockdunkel. Nebenan gleich ein Feld. Das geht einfach gar nicht! Parklplätze und Campingplätze nicht zu beleuchten ist eine Sache – aber den Weg? Gerade bei den ganzen stockbesoffenen Menschen halte ich das für ein sehr großes Risiko. Nummer 6 &7: Toiletten & Duschen. OMG. War das ekelhaft. Es gab für den ganzen Campingplatz 20 Dixis. Plus 6 Container auf dem Festivalgelände. Die Container, die es auch beim Mera gibt und die dort immer recht gut sauber gehalten sind und an denen sich dort praktische Schlangen bilden. Das war hier aufgrund des fehlenden Platzes einfach nicht möglich. Unbeleuchtet waren sie auch. Außerdem sind diese Container in den ganzen Tagen nicht einmal sauber gemacht worden. Bei Schlamm und Regen sahen sie dann nachher auch dementsprechend aus. Wenigstens die Dixis wurden ab und an gereinigt – aber bei der geringen Zahl für knapp 14.000 Camper hat das nicht viel gebracht. Ich weiß nicht, ob es noch irgendwo weiter hinten auf dem Campingplatz Dixis gab – gesehen habe ich keine. Selbst auf dem Hörnerfest waren mehr Dixis! Noch nie habe ich mir so sehr gewünscht, ein Mann zu sein. Die sind dann immer schnell ins Maisfeld. Während wir Damen die 10 Minuten zu den Dixis laufen durften. Ich habe auch noch nie so viele männliche Geschlechtsteile gesehen. Man dreht sich natürlich kackfrech um, wenn man direkt neben unserem Camp an den Zaun pisst. Bäh. Duschen kosteten noch mal 2€ – finde ich schon ganz schön dreist. Die Karten sind schon teuer genug geworden – okay, im Vergleich zu andere Festivals war das eher günstig, aber trotzdem! Dann soll doch die Karte einfach 5€ mehr kosten, dafür dann bitte mehr Klos und kostenlose Duschen! Nummer 8: Festivalgelände. Es war irgendwie ziemlich klein. Bei guten Wetter hätte sich das Glände bestimmt gut zum chillender Weise Bands hören geeignet. War ja aber nicht. Ungefähr da, wo meine 8 gelandet ist, war das größte Nadelöhr. Nach In Extremo wollte ich zu den Toiletten – und bin dort fast zerquetscht worden. Alle drücken von vorne, von hinten, von den Seiten. Noch dazu mega besoffene Spacken rundherum. Kurz vor Panik habe ich es dann doch an der Seite rausgeschafft. Mit einer geschickt platzierten Schleuse um den Ein-/Ausgangsbereich etwas zu trennen, wäre das nicht passiert.

Noch ein paar allgemeine Gedanken, dann höre ich auch auf.

Security: Es gab unheimlich viel Security – nur kaum jemand mit Ahnung. Wenn man eine einfache, berechtigte Frage stellte, wurde man schon angeraunzt dafür. Kompetenz? Kaum vorhanden. Eingänge wahllos öffnen und schließen und dann die Besucher anpampen, warum sie denn falsch gehen. Toll.

Eingang: Personalausweis! Warum denn das? Meine Schwester hatte ihren nicht mit – aus Angst vor Schusseligkeit das Ding zu verlieren. Ihr wollten sie erst gar kein Bändchen geben. Zur Alterkontrolle – meinetwegen. Aber dann hätten sie ihr ja beide Schnippsel abschneiden können und sie quasi als „unter 16“ reingehen lassen können. Nun ja. Bisschen diskutiert und sie hat ihr Band bekommen. Es steht btw nicht auf der Homepage, dass der Perso gebraucht wird. Hatte ich bisher auch noch nie. Die Alterskontrolle über die Bändchen ist auch eher nicht passiert. Es reicht immer, wenn die Ordner kurz das Orange gesehen haben.

Polizei: Schön, dass so viel Polizei vor Ort war. Aber müssen sie mit ihren Pferden wirklich über den Campingplatz und aufs Festivalgelände? Die Tiere waren unheimlich nervös und es war wirklich sehr anstrengend für sie. Muss dass denn sein? Eines der Pferde hatte sich auf dem Campingplatz mit dem Huf im Absperrband verheddert – man merkte, wie es panischer wurde. Auch am Sonntagabend sind sie mit den Pferden auf dem Gelände gewesen – beim Soundcheck für Die Happy. Zum Glück nur ganz kurz.

Menschen: Ich bin noch nie so oft und so dumm angemacht worden, wie an diesem Wochenende. Ich habe blaue Haare – na und? Wayne? Es waren so viele Besoffene unterwegs – die teilweise nicht mal mehr stehen konnten. Das war echt bäh. Grufties trinken irgendwie immer nur so viel, dass sie auf ihren Plateauschuhen noch laufen können. Das Publikum war Szenemäßig sehr gemischt – vereinzelt Grufties, Metal, Alternative, Indie, Rock, Hip-Hop – trotzdem wurde verdammt viel gelästert. „Wie scheiße siehst du denn aus?“ – „Geh nächstes mal außen rum, so was Hässliches soll nicht vor unserem Zelt laufen!“ – „Kommst du vom Friedhof, oder was?“ Ging nicht alles gegen mich, einfach aufgeschnappt.

Ach ja, Bands waren auch da. Gesehen habe ich Freitag kurz Frida Gold – tolle Stimme! Donots – gerockt. Bullet for my Valentine – viel zu leise. Samstag: Bosse – großartig wie immer! Kettcar – einfach hach. In Extremo – mein Highlight, auch wenn sie zehn Minuten vor angekündigtem Beginn angefangen sind und ich deswegen zwei Lieder nur auf dem Weg hören konnte. Pennywise – fand ich schlecht, habe nur ganz kurz reingehört. Guano Apes nur gehört – war irgendwie auch nicht so. Sonntag: Skunk Anansie – Wow! Bad Religion – geil! Die Happy – gerockt! Die Fantastischen Vier – absolut würdiger Abschluss, da war es dann auch sowas von egal, dass wir patschnass waren, die waren mal wieder großartig!

Das ganze Festival ist wohl zu schnell zu groß geworden. Man hätte definitiv 3000 Karten weniger verkaufen sollen. Mindestens. Dann ist es halt früher ausverkauft – na und? Und wenn es nicht genug Geld ist – macht die Karten halt teurer! Aber hört gefälligst auf an der Sicherheit zu sparen!

Also, wenn jemand zum Deichbrand fahren möchte – dann macht das bitte nur der Bands wegen! Für schönes Campen und mit Freunden feiern – sucht euch da lieber ein anderes Festival.