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WGT 2017 – Gedanken.

Woohoo, neues Jahr, neuer Kalender, neues planen! Vorfreude ahoi!
WGT – To Do:

[x] Unterkunft: Hotel ist von unserer Glitzerelfe aus Ghosthacht gebucht. Direkt in der Stadt. Also im nördlichen Teil der Stadt. 350 Meter zum Hauptbahnhof, 850 Meter zur Moritzbastei. Wenn das mal nicht perfekt ist. Auto wird wieder am Hauptbahnhof ins Parkhaus gestellt.

[ ] Outfits: Mein Hochzeitskleid passt wieder! Also werde ich es auch anziehen. Bei den Korsetts passen auch wieder mehr. Das ist so cool. Den Wickelrock vom letzten Jahr habe ich nicht getragen und der muss auch noch anders.

[ ] Frisur: Blondiert sind sie seit einiger Zeit. Bunt auch. Welche Farbe vor dem WGT reinkommt, hängt von meiner Outfitplanung ab.

[ ] Nähen: Ich weiß noch nicht. Vielleicht möchte ich noch etwas nähen, mal sehen.

[ ] Basteln: Die Libelle ist repariert, wenn ich dazu jetzt noch ein Outfit basteln könnte. Meine Flügel. Hm.

[ ] Readymade: Es gibt so viele Dinge, die durchgeschaut werden müssen.

[ ] Bestellen: Karten. Eventuell Haarfarbe.

[x] Schuhe: Pikes, Dr. Martens. Sind jetzt meine erste Wahl auf Festivals.

[ ] Tasche: Da meine Gürteltasche leider auch unserem Schimmel-Problem zum Opfer gefallen ist, wird es die Anki-Tasche richten müssen. Oder meine neue Dänemark-Tasche.

[ ] Korsetts: Da freue ich mich schon drauf.

[x] Kamera: Mitgenommen wird sie.

[ ] Make-Up: Jedes Jahr vor dem WGT gibt es Kajal, Wimperntusche und Eyeliner neu. Irgendwann im Mai also.

[ ] Kleiner Wolf: Wenn alles klappt, bleibt er bei Oma.

Gothic Friday November 2016: Abgrenzung und Gesellschaftskritik?

Gothic Friday November. An diesem Thema schreibe ich jetzt schon etwas länger. Es rumort in mir und ich möchte nichts vergessen. Mehr Beiträge zum Thema gibt es bei Robert.

Gothic und Gesellschaftskritik, ein Mythos?

Welche Verhaltensweisen und Normen eurer Umgebung oder der Gesellschaft lehnt ihr ab und sind dies Eurer Meinung nach szenetypische Ansichten oder Eure ganz persönlichen?

Wikipedia meint: „Durchschnittsbevölkerung wird von Teilen der Gothic-Kultur negativ kritisiert, etwa als konservativ, konsumorientiert, intolerant, egoistisch und vom Gesetz der sozialen Bewährtheit geleitet. Aus der Ablehnung dieser Eigenschaften resultiert eine demonstrative Distanzierung zur Gesellschaft.“ Trifft das auf Euch zu? Was genau lehnt ihr ab? Und warum? Ist Abgrenzung wichtig?

Mich treibt der Satz: „Das haben wir schon immer so gemacht!“ regelmäßig in den Wahnsinn. Nur weil etwas auf eine Art und Weise funktioniert, ist das noch lange kein Argument, es nicht auch anders machen zu können. Der Wunsch, manche Menschen mehr zum Reflektieren der eingenen Aussagen zu bringen, ist durchgehend da. Leider breche ich da viel zu häufig ein und sage doch nichts, weil ich keine Lust oder Zeit auf eine weitreicherndere Diskussion habe. Menschen sind Menschen. Liebe ist Liebe. Hautfarbe? Geschlecht? Herkunft? Who cares! Bio? Vegan? Glutenfrei? Ja, Mensch. Macht es doch so, wie ihr es wollt! Wenn jeder einfach leben kann, wie er möchte, wäre es echt schön. Ich muss niemanden von meiner Lebensweise überzeugen. Ich möchte aber auch nicht von anderen dafür verurteilt werden. Und das fällt ja leider sehr vielen Menschen sehr schwer.

Ich denke, das ist nicht unbedingt szenetypisch. Nur ist der Anteil der Menschen, die wirklich den Kopf anschalten und anfangen den Mund aufzumachen, einfach größer. Wenn einer erst anfängt, ziehen andere mit. (Ich glaube auch nicht, dass es unter den Grufties wirkllich sehr viel mehr Menschen mit psychischen Krankheiten gibt – es reden nur einfach mehr darüber. Weil es weniger Tabu-Themen gibt. Weil weniger verurteilt wird. Weil eher der Mensch als das Thema gesehen wird.)

Natürlich wäre ich gerne weniger konsumorientiert, aber ich bin in dem Punkt sehr konservativ, dass ich gerne weiß, wie viel ich am Ende des Monats noch habe. Das freie Künstlerleben wäre nichts für mich. Abgrenzung vom „normalen“ gesellschaftlich vorgeschriebenem Leben brauche ich nicht. Es ist gut so, wie es ist – auch im Hinblick auf unserer Familienleben. Natülich sind alternative Lebensmodelle spannend und interessant. Ich lese gerade im Hinblick auf Erziehung sehr viel – aber es gibt einfach nicht den einen Weg, der 100% richtig ist. Nur der Weg, den man selber einschlägt, der ist es. Sollte es sein. Und nicht davon abbringen lassen.

Was ich wirklich ablehne sind Religionen. Ich akzeptiere jeden, der einen Glauben hat, bin aber immer wieder vollkommen überwältigt davon, was deswegen auf der Welt passiert. Wieviel Hass und Krieg deswegen wütet.

Und bin ich schon nonkonform, weil ich den Wolf mit Stoffwindeln wickle? Ihn im Tragetuch getragen habe? Plastiktüten möglichst vermeide? Menstruationstasse benutze? Mir Gedanken über Alternativen zu allem Mögliche mache?

Ist Euer Kleidungsstil, Euer Styling und Euer Körper Ausdrucksmittel einer Rebellion oder wollt ihr Euch nur wohlfühlen?

Anders auszusehen, das gehört dazu. In gewisser Weise auch das Herausstechen aus der Masse, das Provozieren mit Symbolen und das Spiegeln einer gewissen Anti-Haltung. Wie drückt sich das in Eurem Outfit aus? Tragt ihr Kreuze, weil ihr an Gott glaubt oder das Pentagramm weil Euch der Okkultismus naheliegt? Tragt ihr schwarz, weil ihr Traurigkeit liebt? Ist das auch alles nur ein Mythos und der Kleidungsstil der Gothics einfach nur eine Mode?

 

Ich liebe schwarz. Ich liebe Farben. Ich trage haupsächlich schwarz, weil ich mich darin wohl fühle. Es passt zu allem, es sind einfach schön aus. Aus praktischen Gründen oft kombiniert mit Jeans – also irgendwie angepasst. Dafür sind meine Haare bunt. Mal grün-blau, mal komplett in Regenbogenfarbe. Ich liebe das sehr – und mache das nicht aus Abgrenzungsgründen. Mit bunten Haaren muss ich zumindest immer dann lächeln, wenn ich in den Spiegel schaue, oder wenn meine Haare offen sind. Natürlich ist das auch eine Anti-Haltung. Weil grün oder blau einfach keine natürlichen Farben sind. Aber wer trägt heute schon noch seine Naturhaarfarbe? Dafür erfahre ich durch die bunten Haare Abgrenzung. Seit meine Haare wieder bunt sind, grüßen mich vollkommen andere Menschen. Ich werde gemustert. Schräg angeschaut. Bewundert von Kindern. (Wann trainieren wir unseren Kindern eigentlich an, dass bunte Haare sich nicht gehören? Und warum? Müssten wir sie nicht eigentlich darin bestärken, so sein zu können, wie sie sein wollen?)

Seit der Wolfsgeburt trage ich nur noch meine Ringe. Links den Verlobungsring, rechts meinen Ehering & den Ring der O. Alles, was mit Religionssymbolik zu tun hat, vermeide ich. Natürlich war das vor ein paar Jahren noch anders, aber die umgedrehten Kreuze trug ich nur aus ästhetischen Gründen.

Tut ihr etwas dagegen? Wenn ja, was? Und wenn nicht, warum nicht? Wo seht ihr euch mit Widerständen konfrontiert? Wie geht ihr mit euren Feindbildern um? Seid ihr eher aktiv, engagiert ihr euch auf irgendeine Art und Weise oder habt ihr resigniert? Wer macht euch dabei das Leben schwer?

 

Hier würde ich jetzt gerne zustimmen können. Aber das geht nur bedingt. Ich habe früher viel mit Jugendlichen ehrenamtlich gemacht – und immer versucht, ihnen alle Möglichkeiten zu zeigen. Dass gesellschaftliche Werte, die seit Ewigkeiten bestehen, vielleicht auch gar nicht so gut sind. Sie sich selber eine Meinung bilden sollen. Nicht blind vertrauen. Ich hoffe sehr, es hat einigen geholfen.

Mehr als auf mein Umfeld achten geht momenten nicht. Mir fehlt die Zeit, um aktiv im Verein oder ähnlichen zu sein. Ab und zu stoße ich mein Umfeld darauf, was sie eigentlich gerade gesagt haben. Diskutiere. Versuche sie zum Nachdenken zu bringen. Themen gibt es je leider genug. Mein Wunsch ist es dem Wolf das vorleben zu können.

Gothic Friday September 2016: Im Schatten des Netzes.

Im August war Gothic Friday Pause – ich hätte das zwischen Festivals und Urlaub auch gar nicht geschafft, meine Gedanken zu formulieren. Das Thema für diesen Monat ist das Internet. Mal sehen, was ich so zu den Fragen formuliert bekomme. Beitragssammlung gibt es hier auf Spontis.de – noch immer meine liebste schwarze Seite im Netz.

Internet & Schwarzsein – Inwiefern lassen sich für euch Internet und euer Schwarzsein vereinbaren? Ist das Internet bezogen auf Letzteres eine Bereicherung? Wenn ja, in welchen Bereichen? Zeigt sie uns! Seht ihr irgendwo Probleme und wenn ja, welche?

Definitiv eine unglaublich große Bereicherung! Ich wäre nicht so schwarz, wie ich es jetzt bin, ohne Internet. Ich kann mir aussuchen, wer und was in meiner Filterbubble bleibt  – bildlich gesehen hätte mein Wohnzimmer im Netz drei schwarz/rote Wände und eine glitzernde in Regenbogenfarben. Probleme tauchen leider auch oft auf – gerade die Kommentare bei Facebook driften gerne in Richtungen ab, so doof kann eine einzelne Person mit halbwegs klarem Verstand gar nicht denken. Da hilft leidern auch nur seine Filterbubble zu pflegen und darauf zu achten, was man liest. Wobei das im RL nicht anders ist. Vollhonks  möchte ich auch nicht in meinem Freundeskreis haben.

Auch im Internet gibt es „falsche Freunde“ – sei es Stalking, Mobbing in den Netzwerken oder Menschen, die gezielt andere zerstören wollen. Stichwort für mich ist hier Selbsthilfeforen. Wer dort ein bisschen gelesen hat, wird schnell merken, dass sich dort auch Pro-Denkende tummeln. Egal um was es geht, wenn der Kopf nur noch in eine Richtung denkt, ist es schwer zu erkennen, wer Gutes und wer Schlechtes erreichen will. Ganz schlimm ist es auch bei Instagram. Was sich dort an Pro-Anas, Pro-Mias oder Pro-Svvlern rumtreibt ist wirklich beängstigend.

Soziale Medien – Nutzt ihr Facebook, Whatsapp & Co? Wie wichtig sind sie euch hinsichtlich Kontaktaufnahme und -pflege? Gibt es Verweigerer unter euch, die sich bewusst gegen einen Gebrauch sozialer Medien entscheiden?

Schönes Thema. Ja, ich nutze Facebook, Whatsapp und Instagram. Habe einen Googleaccount. Bestelle bei Amazon. Ein Tuscheln geht durch die Menge… Allerdings achte ich schon darauf, was ich wo poste. Kinderfotos vom Wolf gibt es nur ohne Gesicht. Das soll mein Sohn später selber entscheiden dürfen, wo er etwas posten möchte. Facebook und Whatsapp nutze ich eigentlich aus Bequemlichkeit. Viele Freunde oder Familienmitglieder würde ich sonst nur viel schwerer erreichen. Natürlich möchte ich so einiges auch gar nicht wissen, was andere posten. Dafür gibt es ja aber auch Listenfunktionen. Da ist zwar immer wieder der Wunsch, den FB-Account zu löschen, aber was an Terminen etc ich inzwischen dadurch mitbekomme, ist leider nicht so einfach zu ersetzen.

Sinkendes Niveau und Selbstdarstellung – Mit dem Siegeszug der sozialen Medien wird häufig eine Verflachung der Diskussionskultur und an Narzissmus grenzende Selbstdarstellung verbunden. Wie seht ihr die Kritikpunkte bezogen auf die Schwarze Szene?

Jeder bastelt im Internet eine andere Figur von sich. Bei manchen ist es näher an dem, was er oder sie auch im täglichen Leben zeigt. Bei anderen ist es eine komplette Kunstfigur – aber das ist ja auch okay! Im RL bin ich als Mutter, Arbeitkollegin, Tochter, Gruftschnecke, Freundin oder Ehefrau auch immer ein Stückchen anders. Die Umgebung formt oder zwängt in Rollen. Toleranzgrenzen zieht jeder anders. Das ist in der schwarzen Szene nicht anders. Gerade die Diskussionskultur auf Spontis oder teilweise FB empfinde ich aber alles andere als abgeflacht. Das hängt dann wieder davon ab, mit dem man sich umgibt.

Bestandsaufnahme – Welche (schwarzen) Internetauftritte verfolgt ihr neben Spontis noch? Wovon handeln diese und wie seid ihr darauf aufmerksam geworden? Welchen Kanälen folgt auf YouTube oder Twitch?

Ziemlich wenige. Die Blogs, die beim Gothic Friday mitmachen klicke ich immer mal wieder durch. Beim schwarzen Glück war ich eine Zeit aktiv, genau wie in einem lokalen Forum. Das ist aber nicht mehr. Youtube finde ich ehrlich gesagt recht uninteressant. Dort schaue ich ab und zu DIY Videos, wenn ich eine neue Idee habe oder Hilfe brauche. [Meine zweite Internetwelt ist die Mutti-Blog-Szene. Da lese noch recht viel. Das ist aber hierfür nicht so relevant.]

Euer Teil des Netzes – Seid ihr selbst im Netz aktiv und kreativ? Was tut ihr dort und treibt euch dazu an? Betreibt ihr eigene Kanäle bei YouTube oder dreht ihr sogar eigene Videos?

Am aktivsten bin ich noch immer auf Twitter. Lustig, nachdenklich, den ein oder anderen kurzen Rant… Dann dieser Blog. Einzelne Posts bei Instagram. Pinterest nutze ich sehr viel für Ideensammlungen. Snapchat habe ich seit Pokemon Go fast nicht mehr geöffnet. Videos drehen ist nicht so mein Fall. Fotos mache ich gerne – aber auch lieber von anderen. Schöne Dinge oder Erlebnisse möchte ich festhalten – um mich daran zu erinnern und sie mit anderen teilen zu können.

 

Einer meiner Lieblingssätze ist: „Ich wohne quasi im Internet.“ Das stimmt auch nach wie vor. In meinem Smartphone sind alle Lieblingsmenschen genau gleich weit weg entfernt. Egal wie viele Kilometer dazwischen liegen. Das liebe ich so sehr daran. Wenn man sich dann trifft, ist es so, als wenn das letzte Treffen erst gestern war. Auch wenn es ein Jahr her ist. Vielleicht ist auch nicht das Internet an sich so toll, sondern die Menschen, die das zaubern, was es uns möglich macht uns nicht zu verlieren.

Gothic Friday 2016 Juni: Zu Pfingsten in Leipzig – Festival(v)erlebnisse.

Oh, Festivals. Ein schönes Thema. Gesammelte Beträge wie immer hier bei Robert zu finden.

Ich liebe Festivals. Also die Zeit vorher, die Planungen, die Aufregung, die Vorfreude. Welche Bands spielen? Kenne ich welche nicht? Sind die vielleicht total interessant? Was nehmen wir mit? Wer kommt alles mit? Zelt, Hotel oder Auto? Was zur Hölle ziehe ich an? Wie wird das Wetter? Die Fahrt dorthin. Das Kribbeln, wenn die Rastplätze immer schwärzer werden. Das Erspähen anderer schwarzer Autos. Die Dichte der Kennzeichen mit 666. Ankommen am Ort der Veranstaltung. Hotel oder Parkplatz suchen. Schlange stehen. Bändchen tauschen. Zimmer beziehen oder Zeltplatz suchen. Neue Leute treffen. Freunde endlich wieder in die Arme schließen. Spaß haben!

Warum fährst Du zum WGT? Oder warum fährst Du nicht?

Weil es inzwischen wirklich ein Familientreffen für mich geworden ist. Ich mag die ganze Stimmung in Leipzig, das Bummeln im Heidnischen Dorf, wie man immer wieder Bekannten über den Weg läuft. Die Konzerte machen es dann noch zu etwas Besonderem. Viele Menschen treffe ich leider nur 1x im Jahr – aber dann ist die Zeit umso schöner. Dadurch, dass es nicht ein großes Festivalgelände gibt, ist es mit dem Wolf auch sehr gut machbar. Eine ruhige Stelle findet sich immer und das Hotel war auch schnell erreicht. WGT ist also Familienfreundlich.

Wie war Dein letztes WGT?

Super schön. Die Herzmenschen dabei, andere getroffen, neue kennengelernt – Wetter war auch einigermaßen, mit dem Wolf hats gut geklappt. Ein paar Konzerte gesehen, gebummelt…

Wie Dein erstes?

Ganz anders als irgendwie vorgestellt. Ich war mit meinem Exfreund dort und er hatte einen ziemlich straffen Plan, welche Band er wann und wo sehen wollte. Ich bin deswegen viel alleine unterwegs gewesen und habe den Welle:Erdball-Film im Kino gesehen, war auf spontanen Twittertreffen und habe mich durch Leipzig treiben lassen. Da habe ich dann die ersten Menschen getroffen, die ich heute noch sehr sehr mag. Ich bin dankbar, dass mein Ex mich mitgenommen hat – sonst wäre ich wohl bis heute nicht dem WGT-Zauber erlegen. (Haha. Natürlich. Es hätte warscheinlich nur ein, zwei Jahre länger gedauert.)

Was ist Dein schönstes Festivalerlebnis?

Freunde treffen ist eigentlich immer so mit das schönste Erlebnis. Ewig lang draußen sitzen und zusammen Geschichten erzählen – dabei Wein trinken, das ist so ein bisschen meine liebste Mera-Erinnerung. Oder wie wir in Köln im Beachclub lagen, hinter uns spielte And One und die Sonne ging gerade unter… Schön war es auch beim Plague Noire abends auf der Party im Speisesaal – das war irgendwie bizarr durch die helle Aufmachung der ganzen Anlage und die schwarzen Menschen, die dort waren.

Was war Dein eindrücklichstes Konzert?

Deine Lakaien auf dem Plage Noire 2009. Akustik Set und einer der Auftritte, die mich vollkommen in den Bann gezogen haben.

Covenant auf dem Amphi 2011. Leider habe ich sie bis jetzt noch nicht wieder live sehen können.

HIM auf dem Mera Luna 2013. Gänsehaut noch immer.

Und: welche Festivals sind noch Teil Deines schwarzen Planeten?

Lange Jahre war es das Mera Luna. Von 2008-2013. Die letzten beiden Jahre waren wir nicht dort – hochschwanger wollte ich nicht, mit 9 Monatswolf konnte ich nicht. Dieses Jahr wird es auch nichts, wir kommen an dem Wochenende gerade aus dem Urlaub zurück. Mir fehlt das Mera. Das Campen. Die Musik. Naja, nächstes Jahr vielleicht.
(Eventuell fahre ich dieses Jahr. Das wäre wirklich schön.)

Ansonten war ich schon 2x beim Amphi, dorthin zieht es mich aber eher weniger. Mit Hostel war es okay, mit Zelten schrecklich. Das Blackfield war klasse, da wäre ich gerne noch mal hin. Gibt es ja leider genau wie das Plage Noire nicht mehr. Beim Deichbrand war ich 1x – Katastrophe. Ob es jetzt am Festival, am Wetter oder am komplett anderen Publikum lag – ich weiß es nicht. Zum Hörnerfest war ich ebenfalls 2x – das war sehr niedlich und echt schön. Allerdings sehr Metal-lastig, was nicht so ganz meins ist.

Ein bisschen Kribbeln ist da noch, wenn ich an das Hurricane denke. Vielleicht möchte ich irgendwann dort auch noch mal hin. Allerdings sind die Gruftie-Festivals mit 25.000 Menschen eigentlich schon wühlig genug. Es müssen nicht noch mehr sein.

Gothic Friday Mai 2016: Schwarz wie Ebenholz und weiß wie Schnee.

War ich sonst immer schnell mit dem Beitrag, muss ich dieses Mal die Teilnahmezeit fast ausreizen. Dank WGT, Urlaub und krankem Kind, gibt es erst jetzt was zu lesen. Mehr Einträge hier bei Robert.

Das optische Zelebrieren des Gruftieseins also. Schwarz und fertig – oder wie? Bei mir wohl eher nicht. Nur schwarz mag ich zwar auch -aber das ist mir irgendwie ein bisschen zu langweilig. Ich liebe Farben! Allerdings wohldosiert und in winzigen Mengen.

Wie hat sich euer Stil über die Jahre verändert?

Da lasse ich doch mal Bilder sprechen. Für die richtige Reihenfolge kann ich nicht so ganz garantieren, meine digitalen Bilder reichen nur bis 2009 und um bei meinen Eltern in den Festplatten zu wühlen fehlt mir leider die Zeit. Deswegen ein paar Bilder abfotografiert.

Mein Stil wanderte zwischendurch kurz auch Richtung Military, davon habe ich aber jetzt keine Bilder gefunden. Das war allerdings auch nur kurz der Fall. Im Grunde trage ich auch jetzt noch Stücke, die ich bereits seit zehn Jahren im Schrank habe.

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Zum 18. bekam ich drei Fotoalben – das ist die Titelseite. Das untere Foto ist im Mai 2006 entstanden. Im Juli ließ ich mir die Haare sehr kurz schneiden. Das bereue ich heute noch.
Weihnachten 2006.
Weihnachten 2006. Da waren die Haare schon wieder etwas länger.
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2008?
Schminkübung oder so.
2009 Schminkübung oder so.
Auf dem Plage Noire.
Auf dem Plage Noire 2009.
Auf meinem ersten WGT, 2010.
Auf meinem ersten WGT, 2010.
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Kurz nach dem WGT.
Mai 2010.
Oktober 2010. Nur echt mit Sprühluftschlangen von Welle:Erdball. (Bei diesem Konzert war der Liebste auch – nur fingen wir erst ein paar Tage danach wieder an zu schreiben. Wir standen fast nebeneinander. Auf meinen Konzertfotos ist er sogar drauf.)
Dezember 2010.
Dezember 2010.
März 2011.
März 2011.
EisPrinzessin 2.0, fürs WGT 2011.
EisPrinzessin 2.0, fürs WGT 2011.
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WGT 2011.
Ebenfalls 2011.
Ebenfalls 2011.

 

Dänemark 2011.
Dänemark 2011. Mein Alltags-Ich ist inzwischen auch mehr oder weniger komplett schwarz. Immer öfter mit Kleid.
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Mera Luna 2011.
Cave Control 2012.
Cave Control 2012. Irgendwann Ende 2011 habe ich mich von meinem bunten Pony verabschiedet. Dafür hatte ich noch zwei Strähnen an der Seite, die blondiert waren. Aber auch nicht mehr lange.
Vampirdiner 2012.
Vampirdiner 2012.
Ätherzirkus 2013.
Ätherzirkus 2013.

 

WGT 2013.
WGT 2013.
Unsere Hochzeit 2013.
Unsere Hochzeit 2013.
Hochzeitsoutfit bei der Modenschau eine Woche nach der Hochzeit.
Hochzeitsoutfit bei der Modenschau eine Woche nach der Hochzeit.
WGT 2014.
WGT 2014.
Solange der Bauch noch ins Netzshirt passte, wurde das auch getragen.
Solange der Bauch noch ins Netzshirt passte, wurde das auch getragen.
Oktober 2014. Immerhin ein paar Bandshirts passen noch.
Oktober 2014. Immerhin ein paar Bandshirts passen noch.
2015. Eher praktisch unterwegs.
2015. Eher praktisch unterwegs.
WGT 2015 - immerhin mit Pikes.
WGT 2015 – immerhin mit Pikes.
2015. Auch als Mutter bleibt man meistens seiner Farbvorliebe treu.
2015. Auch als Mutter bleibt man meistens seiner Farbvorliebe treu.
März 2016.
März 2016. Endlich wieder richtig rumgruften, ohne dass die Klamotten nach zwei Minuten dreckig sind.
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WGT 2016. Endlich wieder bunte Haare! Korsett!
Mai 2016. Quasi heute.
Mai 2016. Quasi heute.

Oder wie würdet ihr euch gerne herrichten, gäbe es keine Hindernisse welcher Art auch immer (vom Zeitmangel über den konservativen Chef bis hin zur nicht kooperativen/vorhandenen Haarpracht)?

Ohne Zeitmangel würde ich tatsächlich öfter stärker geschminkt aus dem Haus gehen. Ohne einen Job, wie ich in habe, würde ich mehr Röcke und Kleider tragen. Bei meinen Haaren habe ich gerade wieder den Schritt zu blondiertem Pony gewagt – durch die Schwangerschaft sind sie sowieso an mehreren Stelle ziemlich abgebrochen, also habe ich eigentlich nichts zu verlieren. Ich liebe es jetzt schon.

Habt ihr Styling-Vorbilder oder Inspirationen?

Nicht direkt. Ich schaue gerne bei Pinterest nach Anregungen – wenn ich anfangen zu nähen oder zu schminken, wird da sehr schnell etwas komplett anderes draus. Meistens gefällt mir das dann aber sogar noch besser. Steampunk finde ich auch immer noch sehr interessant, bleibe aber bei meiner Elektroschrott-Bastel-Leidenschaft.

Welche Accessoires sind unumgänglich?

Das einzige, was ich ständig trage, sind meine Ringe und meine drei Armbänder. Ohrringe und Ketten waren lange mein ständiger Begleiter, allerdings störte das den Wolf sehr – ich fange also erst langsam wieder damit an. Vielleicht bin ich ein wenig „einfach“ geworden, seit ich Mutter bin, aber schlecht finde ich das nun nicht unbedingt. Mein Kleiderschrank ist wieder etwas schwärzer geworden – Umstandsmode gibt es teilweise echt nur in gruseligen Farben.

Für alle weniger visuell Orientierten: Ist das alles überhaupt wichtig? Empfindet ihr das alles als Teil der Szene?

Gerade das letzte WGT hat mir gezeigt, dass die Grundfarbe schwarz einfach reicht – egal in welcher Ausprägung die Person das nach Außen hin lebt. (Oder auch nur im Inneren!) Uns verbindet mehr als das. Es ist einfacher, sich zu finden und die Grundstimmung zu erkennen – und ich liebe es, die verschiedenen Outfits und Schminkkünste anderer zu bewundern. Gerade am Montag, als die Fußballfans durch die Stadt strömten – eigentlich hat man nur am Blick erkannt, ob WGT’ler oder RB-Fan.

WGT 2015 – Gedanken.

Nach dem Elfia in Holland, was unser erstes Festival zu dritt war, freue ich mich jetzt so richtig aufs WGT. Und um mal wieder einen Überblick zu haben, was noch fehlt, greife ich mal auf meine geliebte Liste zurück.

WGT – To Do:

[x] Unterkunft: Hotel. Gebucht irgendwann letztes Jahr. Adresse muss ich mir noch extra einspeichern und vielleicht die Tramverbindungen anschauen. Mache ich wie immer kurz vorher.
[x] Outfits: Ist dieses Jahr einfach: Die Klamotten, die passen und stilltauglich sind, in den Koffer werfen – fertig.
[  ] Frisur: Ich möchte vorher noch zum Frisör. Spitzen schneiden und eventuell rote Strähnchen. Das letzte Mal war ich kurz vorm letzten WGT beim Frisör.
[  ] Nähen: Da ich sowieso momentan fast nur für den Wolf nähe, springt vielleicht für ihn noch ein Outfit heraus.
[  ] Basteln: Ich würde gerne meine RAM-Libelle noch reparieren, wobei das Tragen wohl eher nicht klappt.
[  ] Readymade: Letzte Woche habe ich zwei schlichte schwarze T-Shirts gekauft, da soll noch was drauf.
[x] Bestellen: Karten sind schon da.
[x] Schuhe: Pikes, Dr. Martens. Passt.
[  ] Tasche: Da werde ich mich die nächste Woche intensiv mit beschäftigen – ein neuer Rucksack soll hier einziehen.
[x] Korsetts: Bleiben auch dieses Jahr hier.
[  ] Kamera: Wird eher hier bleiben. Überlege ich aber noch.
[  ] Make-Up: Habe letzte Woche alles durchsortiert und geschaut, was denn nicht eingetrocknet ist. Freue mich aufs Schminken.
[  ] Kleiner Wolf: Kommt mit. Lässt unser Gepäck quasi explodieren, ähem.

Es wird so schön werden. So viele Herzmenschen sind dabei – ich freue mich schon sehr.

  

  

Ganz große Liebe.

Heute sind wir 161 Tage zu dritt. Der kleine Wolf ist genau 23 Wochen alt. An einem Mittwoch um 08:44 Uhr ist er geboren – wie lange ich wohl um diese Zeit noch jeden Mittwoch daran denken muss? 

Wir haben so einen zauberhaften Jungen – der sich wundervoll in unsere Familie gefügt hat. Als wäre er das coolste Addon zu einem Spiel ever. Die Liebe zu diesem Geschöpf wird jeden Tag größer – mit jedem Entwicklungsschritt, den er macht. Ich habe bis heute nur das Hypnobirthing-Buch gelesen – keine Ratgeber oder Bücher, die mir erzählen sollen, wie mein Baby ist. Das zeigt uns der kleine Wolf schon von ganz alleine. 

Wir probieren viele Dinge aus und ich bin wahnsinnig froh, dass wir das auch können. Wir tragen unseren Sohn in der Ergobaby, Emeibaby und im Tuch, aber auch der Kinderwagen ist nicht mehr so ein Grund zum Weinen wie am Anfang. Ich genieße das sehr, wenn wir spazieren gehen und das Gebrabbel vom kleinen Wolf langsam leiser wird, sich sein Gewicht verlagert und er an mich gekuschelt einschläft. Das Einbinden im Tuch hätte ich gerne schon im Krankenhaus gekonnt, dort mochte er ohne Körperkontakt nicht viel Zeit verbringen, was schnell zu lahmen Armen bei mir führte. Bisher habe ich noch keinen negativen Kommentar bekommen, was ich eigentlich gerade hier auf dem Land doch irgendwie erwartet hatte. Ich wickle den Kleinen sowohl mit Wegwerfwindeln als auch mit Stoffwindeln, je nach unseren Vorhanden am jeweiligen Tage. Die Stoffwindeln sind wunderbar bunt und es macht mir wirklich Spaß damit zu wickeln. (Was für Mengen an Müll bei Wegwerfwindeln entsteht und wie die teilweise riechen – unglaublich. Kleiner Muschelpo.) 

Egal, wo wir ankommen – unser Sohn steht sofort im Mittelpunkt und wir sind abgemeldet. Aber das ist auch okay so. Unsere Familien sind alle unglaublich glücklich, wenn der kleine Wolf zu Besuch ist. Gerade für seine Urgroßeltern ist er Medizin. Plötzlich können sie sich wieder bücken oder sich verdrehen, um ihn zu sehen. Das ist so schön zu sehen. 

Wenn man sich etwas schon sehr lange wünscht, das dann in Erfüllung geht und es einfach noch viel schöner ist, als auch nur ansatzweise erträumt – dann ist das so unfassbares Glück. Glück, das unglaublich kostbar ist. 

Momentan warten wir auf Post vom Kindergarten. In 6 1/2 Monaten will ich wieder anfangen zu arbeiten. Maximal 30 Stunden darf ich während der Elternzeit arbeiten, mal sehen wie das dann wird. Irgendwas zwischen 25 und 30 habe ich jedenfalls angepeilt. Ein Plan B, falls wir keinen Platz bekommen, haben wir in der Hinterhand und sonst gibt es ja auch noch Plan C, D… 

Mein Traum von zwei Kindern ist immer noch mein Traum – wann (und ob) es ein Geschwisterchen für den kleinen Wolf geben wird, geht aber niemanden außer uns etwas an. Erstmal hat der Kleine unsere ungeteilte Aufmerksamkeit. 

Kleiner Wolf, du bist das Beste, was uns passieren konnte. <3

Unser 2014.

Ich sitze gerade mit Schokopudding in der tollen neuen Küche, in der wir gestern Silvester feierten. Es ist nicht meine Küche, aber definitiv eine meiner Lieblingsküchen. Also nutze ich doch mal die paar Minuten, die der kleine Wolf mit seinem Papa Blödsinn macht. Kursive Antworten sind vom Grafen. 

Zugenommen oder abgenommen? Erst zu, dann ab. Durch die Schwangerschaft und dann durch die Geburt. – ZUGENOMMEN! Gemerkt durch eine geeichte Waage für Lasten auf Arbeit…

Haare länger oder kürzer? Länger. War vor dem WGT beim Frisör, aber nur für Strähnchen, gar nicht geschnitten. – Länger, weil ich mich entschied, sie nun wachsen zu lassen…

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Kurzsichtig, noch immer die Brille, die ich mir im Juni 2007 ausgesucht habe. – Ich denke sowieso nur von 12-Mittag…

Mehr bewegt oder weniger? Anfang des Jahres noch mehr, als ich dann kugeliger wurde immer weniger – da ging außer Schwimmbad nicht mehr so viel ohne Schmerzen. – Viel bewegung, arbeitsbedingt…

Mehr ausgegeben oder weniger? Weniger als das Jahr davor. Aber genug, Anschaffungen für den kleinen Wolf. – VÖLLEREI!

Der hirnrissigste Plan? Im neunten Monat schwanger ins Legoland zu fahren. – DER HUMMELFELLUMHANG!

Die gefährlichste Unternehmung? Da fällt mir spontan wenig ein. Bis auf andere Autofahrer, die uns gerne von der Straße haben wollten. – CNC-Fräsentechnisch, das mir ein Werkstück spontan von der Maschine flog…

Die teuerste Anschaffung? Der Omniblend. – Skylanders Trap Team, was, welches ich hier nochmal betonen möchte, ich eigentlich nicht haben wollte 😀

Das leckerste Essen? Alles, was ich überhaupt bei mir behalten habe, in der ersten Jahreshälfte. In der zweiten… Raclette an Weihnachten und kurz davor war schon sehr lecker. – Chinesisches Essen im Tam Tam in Harrislee 😀

Das beeindruckenste Buch? Beeindruckend war teilweise das Hypnobirthing-Buch. So viel habe ich sonst auch nicht gelesen. – Die Gruft, Satanshamster Edition

Der ergreifendste Film? Lego Movie! – Guardians of the Galaxie!

Die beste CD? L’Âme Immortelle – Drahtseilakt. – Marc-Uwe Kling – Die Känguruoffenbahrung

Das schönste Konzert? Oomph! auf dem WGT und das Robbie Williams Swing Konzert. – Nicht dieses Jahr…

Die meiste Zeit verbracht mit…? Dem Zirkusbaby. Erst in mir, dann auf mir. Und mit meinem wunderbaren Mann.  – Meiner geliebten Frau

Die schönste Zeit verbracht damit…? Bei Freunden und der Familie zu sein. – Mit guten Freunden in fremden Welten oder eben mit meiner Frau <3

Vorherrschendes Gefühl 2014? Vorfreude auf das Zirkusbaby. – Ich hab hunger…

2014 zum ersten Mal getan? Mutter geworden. – Mit einem Autoren gefrühstückt…

2014 nach langer Zeit wieder getan? Länger als drei Wochen am Stück nicht gearbeitet. – Mit einem guten Bekannten einen getrunken

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? Andere Menschen, die mein Auto kaputt machten; Symphysenschmerzen; Stau. – Arbeit, Arbeit, Arbeit…

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Wir schaffen das als Familie. Sind nicht zu jung. – „Kaufen sie meinen Plunder, ist guter Plunder!“

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? Das Baby, was mir mein Mann geschenkt hat. – Meine Frau hat mir ein selbstgemachtes Kind geschenkt…

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat? „Ja, da ist ein hauchzarter Strich!“ – „Du bist doch schon im 2ten Semester Kryptozoologie, oder?“

2014 war mit 1 Wort…? Traumhaft. – Zweitausendvierzehn

Plötzlich tatsächlich.

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Ende Januar habe ich über mich in zehn Jahren gebloggt. Solche Ideen und Pläne sind ja meistens sehr vage. Aber zumindest einen Punkt muss ich jetzt auf jeden Fall schon überarbeiten. Um mich und den Grafen wird dann auf jeden Fall ein 9-Jähriger Junge toben. Wie es mit dem Rest der Familie aussieht – schauen wir mal.

Der kleine Wolf in meinem Bauch ist auch der Grund für ausbleibende Postings. Erst war mir schlecht, dann habe ich gekotzt und in den letzten Monaten nicht viel angestellt. Wir waren nur zum WGT, die anderen Festivals haben wir uns geschenkt. Nach sechs Jahren das erste Jahr ohne Mera Luna – das war schon komisch. Der Livestream vom NDR hats dann doch aushaltbar gemacht. Mittelalter war dieses Jahr auch nicht viel – MPS Luhmühlen und Marktfrieden, wobei wir da nicht lagerten.

Ab nächstem Mittwoch bin ich dann im Mutterschutz – und wenn der kleine mich lässt, zeige ich vielleicht noch ein paar Bilder vom Dänemark Urlaub. Ein, zwei sind da bestimmt was geworden. Und keine Angst – das hier wird kein Babyblog. Da lasse ich mich an anderer Stelle aus.

Und gerade als ich merkte wie ich fertig mich das macht,
da hatte ich es plötzlich tatsächlich geschafft.
[Muff Potter]

Mein WGT 2014.

So schnell, wie der Tag der Abfahrt letztendlich da war, so schnell waren wir irgendwie auch wieder zurück. Es war wirklich heiß, aber auch traumhaft schön. Auf eine Party haben wir es mal wieder nicht geschafft – und das obwohl es so ab 20 Uhr immer recht angenehm war. Konzerte habe ich nur 2 komplett gesehen – aber genau die wollte ich auch so sehr. Apoptygma Berzerk am Freitag und Oomph! am Montag. Beide waren der Knaller. Und ich weiß inzwischen, dass ich doch gar nicht die einzige mit Oomph!-Fieber im Freundeskreis bin. Yeah.

Ansonsten war ich tatsächlich das erste Mal beim viktorianischen Picknick – und habe durch die ganzen Eindrücke nicht ein Foto gemacht. Es waren so traumhaft schöne Gewänder dazwischen… Viele Ideen gesammelt, davon noch mehr wieder vergessen – nur der Rettungswesten-Reifrock hat sich wohl für immer in mein Hirn gebrannt. In gelb. Spannend wäre der bei Nacht und Beleuchtung gewesen. So saß ich schön auf einer Decke, aß Kekse und staunte einfach. Auch über die „Normalos“, die am Rand mehr oder weniger freundlich standen.

Samstag war dann Steampunk-Picknick. An einem ruhigen Ort, beim Parkschlösschen. Wieder auf der Decke gelegen, gestaunt, Kekse gegessen. Ich hatte meine Computerteile im Haar und so langsam kann ich mich auch mit den Steampunk-Farben arangieren. Vielleicht bastel ich für nächstes Jahr dann doch mal ein Outfit in die Richtung. Lust hätte ich inzwischen. Die Männer haben noch eine lustige Fotoserie mit Nerfs und dem Papproboter „Robbie“ gezaubert – mal sehen, was ich aus den Bildern noch machen kann. Danach gab es leckere Geburtstagspizza im Rizzi – zum Glück hatten wir einen Tisch drinnen, draußen spielte ein Herbert Grönemeyer-Double auf der Stadtfestbühne. Im heidnischen Dorf haben wir dann auch den kleinen Wikinger kurz getroffen. Es war ziemlich laut und wir alle irgendwie auch ziemlich matschig – alos zurück in die Wohnung und ab ins Bett.

Sonntag war die zweite Lesung beim Bundesverband verwaister Eltern eV von Cynx und vorher war Christian von Aster dort zu Gast. Wieder viel gelernt über das Gruftie-sein an sich. Wir suchen uns das nämlich gar nicht aus! Wir sind alle Flohfick-Opfer! Die Lesung aus Neuschwabenland war auch sehr interessant – ich frage mich noch immer, wo Cynx seine Reichsflugscheibe geparkt hat. Außerdem bin ich mir sicher, dass der Pinguin zwischendurch gezwinkert hat. Nach der Lesung hatte ich den kleinen Wikinger noch etwas auf dem Arm. Und im Bauch rumpelte es gleich 🙂 Der Plan in der Sixtina einzukehren wurde dann doch verworfen – dort war gerade Konzert von Schneewittchen und es war abartig warm… Zur Stärkung sind wir zur Moritzbastei und von dort in die Stand, Eis essen. The 69 Eyes war eigentlich der nächste Programmpunkt, aber ich bin dann doch lieber etwas durch die Agra-Verkaufshalle geschlendert. Danach landeten wir wieder im heidnischen Dorf und beendeten den Tag.

Montag wollten wir eigentlich zur Lesung von Christian von Aster ins Cinestar. Einlass sollte um 12 sein. Der Graf ist gegen 11 los, um Karten zu besorgen. Als er dort ankam, hieß es dann, nur 1 Karte/Person. Hmpf. Super beeilt, aber leider nicht genug. Sind dann in die Stadt gefahren und nach einem kurzen Besuch in einem Gothic Store mit einem Plausch mit Sonja von L’Âme Immortelle haben wir bei Bagel Brothers gefrühstückt. Das war btw das einzige der Frühstückslokalitäten von meiner Liste, die wir getestet haben. Ich bin jedenfalls ziemlich begeistert davon und fands sehr lecker. Ein bisschen durch die Stadt geschlendert und in der Milchbar einen Milchshake vernichtet, bis der Graf begeistert wieder zu uns stieß. Den Rest des Tages verbrachten wir auf einer Decke vor der Agra und wanderten mit dem Schatten. Kurz vor Oomph! verabschiedeten wir schon einige Freunde. In der Agra waren es inzwischen gefühlte 50°C. Uff. Auf unserer Stammseite war es dann etwas besser. den Großteil des Konzertes verbrachte ich auf der Decke auf dem Boden – was es nicht zu einem weniger tollen Konzert machte. Dero! Die Stimme! Hach!

Und dann war es auch schon fast vorbei… Dienstag sind wir recht früh aus den Federn gekrochen – wir waren noch zum Frühstück verabredet. Bagel Brothers, die zweite! Nomnomnom. Ich bin immer wieder absolut beeindruckt, wie aus einer kleinen Handpuppe, die jetzt seit fast zwei Jahren bei uns wohnt, solche Verbindungen entstehen können. Und wie mein Mann es immer wieder hinbekommt, auf solche interessante und tolle Menschen zu treffen.

So. Meine Worte zum WGT 2014. Und was habe ich am Wochenende gemacht? Hotel gebucht für 2015. Recht weit im Norden – aber stornierbar bis einen Tag vorher. Ich werde also weiter Ferienwohnungen anschreiben. Aber in dem Hotel wohnt dann auch Chrissy – das wird toll. Mal sehen, wie wir das dann so mit den Karten machen, aber auch mit Zirkusbaby wird das ganz bestimmt toll. Wir freuen uns sehr.