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Zirkusadel I

Hier sitze ich nun…auf meiner Kiste, direkt in der Manege. Ruhig ist es, seit langem schon. Der Zirkus ist alt und verfallen. Die Schilder und Aufsteller entweder zugewuchert oder oder kaputt. Ich habe diesen Zirkus übernommen. Seit Jahren schon stand er leer und keiner kümmerte sich auch nur ansatzweise darum. So kam ich in die Manege und rückte mir diese Kiste in  den Mittelpunkt. Hier…ja hier werd ich nun Herr und Meister. Ich bestimme, Wer auftritt und Wer nicht. Aber erstmal…muss ich Leute finden. Ach…was sage ich…Du bist ja hier…ja Du…der Du mir doch zuhörst… Möchtest Du hier bleiben? Weiter wissen, wie es voran geht? Wie heißt Du? Ach…ist auch nicht so wichtig…ich gebe Dir einen Namen…jeder Künstler braucht einen Künstlernamen…ich nenne Dich… Sylum…ja der Name gefällt mir! Du allerdings machst kein so glückliches Gesicht…Du wirst Dich wohl dran gewöhnen. Ich stellte mich Dir garnicht vor…von nun an bin ich Zirkusdirektor Blackage. Ich bin ein Graf, solltest Du das nicht wissen. Nun…Du stehst hier mitten in MEINEM Zirkuszelt und starrst Löcher in die Wände. Mach Dich erstmal mit allem Vertraut, Ich werde Dir dann schon Arbeit geben, sobald ich weiß, wo WIR anfangen. Gefällt es Dir denn? Die Grau/Rot gestreiften Zirkuswände…der Sandkreis in dem Wir stehen, bzw. Du stehst. Fragst Du Dich, was in Meiner Kiste ist? Nun, Du wirst es früh genug erfahren. Doch nun geh und lass mich erstmal Nachdenken, Sylum. Ich werde Mich bald bei Dir melden…

Gute Nacht, mein Herz IV

„Ist es nicht zauberhaft hier…?“, sagt die Prinzessin leise und lässt Ihren Blick verzaubert über die Wiese schweifen.
Unsere Wildrosen strecken Ihre Blüten dem gerade wieder zum Vorschein gekommenen Mondlicht entgegen. Das Gras glitzert noch leicht vom vorhergegangenen Regen und die Luft ist erfüllt vom Geruch der unzähligen Blumen.
„Komm“, sagt Sie, nimmt seine Hand und läuft los; immer geradewegs auf die Mitte der Wiese zu.
Die Wolken sind jetzt fast vollständig verschwunden und der Mond zaubert ein schwaches Glitzern auf Ihre glücklichen Gesichter. Sie laufen Hand in Hand an den tiefroten Rosen vorbei und sehen sich dabei unentwegt an.

Als der Graf Ihr im laufen einen Arm um die Hüfte legt und Sie näher zu sich heran zieht, liegt in Ihrem Blick tiefes Vertrauen und der Wunsch, Ihn nie wieder loszulassen.
„Das ist der schönste Ort, den ich mir vorstellen kann!“, ruft Sie irgendwann begeistert und lässt Sich ins hohe Gras fallen.
Er legt sich neben Sie, sehen Schulter an Schulter einer einsamen Wolke nach, die sich langsam Ihren Weg Richtung Horizont bahnt.
„Wo sie wohl hinfliegt…“, sagt Sie nachdenklich.
„Bestimmt zu Ihrem Liebsten“, antwortet der Graf.
Das Mondlicht taucht die weitläufige Wiese in ein fast helles, unwirklich schönes Licht und es ist für Beide so, als seien Sie zusammen in Ihrem ganz persönlichen Paradies angekommen.

„Weißt Du, dass Du Mich zur glücklichsten Prinzessin der Welt machst?“, sagt Sie und lächelt, als Sie das glückliche Strahlen in Seinen Augen sieht, während Er behutsam nach Ihrer Hand greift.
Sie sehen minutenlang schweigend in den Himmel, als Sie plötzlich aufspringt und auf einen Punkt weit über dem angrenzenden Wald zeigt.
„Sieh mal, ein Nachtregenbogen!“
Gelb- und Rottöne vermischen sich am Himmel mit Blau, Violett und Grün und zaubern ein wunderschönes Farbspektakel.
Er tritt leise hinter Sie, schlingt seine Arme um Ihren Oberkörper und legt Sein Kinn auf Ihren Scheitel. „Glaubst Du, dass sich am Ende dieses Nachtregenbogens ein Topf voller Gold befindet?“ Sie dreht sich lachend zu Ihm um. „Das ist schon Träumerei…“
„Meinst Du wirklich?“ der Graf streicht mit Seinen Fingern langsam über Ihre Wange. „Manchmal können Träume auch wahr werden…“

Tanzen, feiern, leben.

Am Samstag war ich zur Return of the living Dead in der Markthallte in Hamburg. Bin bei einem Freund mitgefahren und wir haben schon nachmittags in der Stadt noch eine Freundin getroffen. Bisschen gestöbert in den Geschäften und bei Schweinske lecker gegessen. Dann wollte ich bei McDonald’s noch ein Eis – pfffft, Gerät kaputt. Dort trafen wir dann noch zwei Tweeties und um halb elf sind wir los zu Halle. Ich war total Candy. Hab mich sehr wohl gefühlt so.

Die Party war ganz okay. Es waren nicht so viele Bekannte dort wie letzte Woche im Ela, aber das ist in Hamburg ja immer so. Auch tanzen ist Glücksspiel, auf den Tanzflächen wird ja auch so einiges durcheinander gespielt. Es war nicht so warm oben, fein. Es war nicht so voll – konnte also schön ausufernd tanzen teilweise. Was toll war: Mein weißes Korsett <3 Es war sehr angenehm damit zu tanzen. Es sah toll aus. Mein ganzes Outfit war süß. Ich liebe Locken! Es hat sogar ohne Haarspray gut gehalten.

Trotzdem hat einer gefehlt. Mein Graf. Eigentlich bin ich absolut freiheitsliebend, die perfekte Frau für eine Fernbeziehung. Ich brauche meinen Freiraum. Aber inzwischen lebe ich nur noch so auf Sparflamme, wenn ich meine Zeit nicht mit ihm verbringe. Kann es kaum erwarten bis Freitag ist. Er kommt her. Wann ist endlich Freitag?