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Gothic Friday 2016: SchwarzArbeit – Zwischen Beruf und Berufung.

Neues Thema für den Gothic Friday von Spontis – dieses Mal kann ich auch keinen alten Beitrag verlinken, es ist ein komplett neues Thema. Und sehr spannend. Es sind vier Fragen gestellt, die mir das Schreiben etwas einfacher machen.

Welchen Beruf übst du aus oder strebst du an?

Ich habe nach meinem Abitur 2009 eine Ausbildung zur Fachinformatikerin für Systemintegration angefangen. Einige Bewerbungen für den Ausbildungsplatz hatte ich abgeschickt, wäre das nichts geworden, hätte ich wohl Lehramt studiert. Ich hatte aber zum Schluss drei Angebote für einen Ausbildungsplatz.

Weil ich doch ganz gut war, habe ich mit einem Schulkameraden ein halbes Jahr verkürzt und bin seit Januar 2012 staatlich geprüfte Fachinformatikerin.

(Wie) Lassen sich Gothic und Beruf verbinden und ist das überhaupt wichtig?

In meinem Beruf ist das recht einfach. Hätte ich studiert, wäre das wohl anders geworden. Meinen Pfingsturlaub macht mir keiner streitig und auch sonst gibt es wenig Probleme. Es gibt aber irgendwie auch nicht viele Punkte, wo ich das als Problem sehe. Gothic ist ein Teil von mir, ich bin einfach eine Gruftschnecke. Das hört nicht auf, wenn ich mit morgens an der Zeiterfassung einbuche. Wenn ich die Wahl habe, entscheide ich mich für den schwarzen Monitor statt dem weißen – weil ich es schöner finde. Wenn ich Dinge personalisieren kann, dann ist es eher gruftig. Soweit es geht und soweit es die Kollegen auch haben. Viel mehr Berührungspunkte gibt es auch eigentlich nicht. Büro ist Büro, Zuhause ist Zuhause.

Welche Abstriche nimmst du bei deinem Äußeren im Kauf oder würdest du in Kauf nehmen?

Ich trage aus praktischen Gründen keine Röcke oder Kleider bei der Arbeit – dafür krabbel ich zu häufig unter Tische oder steige auf Leitern. Ansonsten schminke ich mich nicht so stark wie zu anderen Gelegenheiten. Was eventuell auch am Zeitdruck morgens liegt. Da kein Kundenkontakt besteht, ist trotz Anstellung im öffentlichen Dienst vieles möglich. Ich bin schon mit sehr bunten Haaren arbeiten gewesen, das fanden sogar viele Kollegen recht schick. Die Schuhwahl ist durch die Auflage, Sicherheitsschuhe in vielen Bereichen zu tragen, recht eingeschränkt. Finde ich aber auch nicht schlimm. Die Wetterschutzjacke mit schicker oranger Schulterpartie… nun ja. Sie hält mich trocken und warm. Das ist hier am Kanal schon von Vorteil. In der Freizeit greife ich da lieber zu dezenteren Schwarztönen.

Welche Vorurteile oder Probleme tauchen im Umgang mit Chefs, Kollegen oder Kunden auf?

Wenige. Wobei mein Job auch eine Männerdomäne ist – ich bin allein mit vielen Männern in der Abteilung. Ab und zu mal ein Spruch, wenn die Haare wieder bunt waren – das aber auch eher freundlich und anerkennenen. Immerhin wusste immer sofort jeder, wer gemeint war, wenn es hieß „die Dame mit den bunten Haaren war hier“ – auch gut. Schwarze Kleidung ist kein Problem, das machen die anderen Metalheads hier ja auch. Ich achte natürlich darauf, welche Bandshirts ich anziehe. Auswahl ist zum Glück in ausreichender Menge vorhanden. Meine Urlaubsvorlieben sind auch akzeptiert – Pfingsten ist nun mal fest. Dafür bin ich dann auch in anderen Ferien oder an Feiertagen bereit zu arbeiten oder Bereitschaft zu machen. Geht alles.

Projekt FlyingHigh.

Willkommen zu einer neuen Runde: Basteln mit der Prinzessin. Lange ist es her, dass ich Zeit, Lust und Ideen hatte. Das hier ist der erste Prototyp für mein Projekt Flügel – auch #FlyingHigh getauft.

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Ausgangsmaterial: Bügeleisen, Schneidematte, Backpapier, Geschenkfolie mit Muster und ohne, Papier, Zange, Blumendraht, Heißklebepistole (liegt unter dem Tisch) und LED-Glasfaser-Haarclip.IMG_6633[1]

Die Idee habe ich über Pinterest gefunden und erst noch mal ein bisschen auf meiner Projekt-Pinnwand dazu gestöbert.  Die erste Frage war: Welche Form möchte ich denn? Da es erstmal ein Probedurchgang werden sollte, habe ich mich für recht einfache Fledermausflügel entschieden. Beide habe ich gleichzeitig gebogen und einzelnd nachgearbeitet. Sind ziemlich gleich geworden.IMG_6634[1]

Genau an dem Tag gab es bei Aldi Geschenkfolie mit weißem Muster – das passte doch! (In den USA gibt es auch ganz tolle Folie, die schimmert… Hier habe ich die nur wirklich teuer gefunden. Hmpf.) Damit das nicht zu wild wird, ist die eine Schichte ganz normale durchsichtige Folie. In den anderen Anleitungen sind die Folien meist mit Sprühkleber etwas fixiert. Da ich noch immer keinen Sprühkleber habe, musste das so gehen.IMG_6635[1]

Jetzt wird es spannend! Das Bügeleisen war schnell heiß – zum Glück habe ich an eine zweite Lage Backpapier gedacht, sonst hätte das bei der ersten Berührung in den Müll gekonnt.

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Wow. Das ging viel schneller und besser als gedacht. An den Spitzen musste ich etwas flicken und nacharbeiten, mit Sprühkleber wäre das vermutlich einfacher gewesen. Der Draht wird übrigens ziemlich heiß… IMG_6637[1]

Als nächstes habe ich die Folie etwas in Form geschnitten und gekürzt. Ganz nah abschneiden war keine gute Idee, so fest war das nicht mit dem Gestell verbunden.

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Heißklebepistole angeheizt und die Enden schön um den Draht geklebt. (Etliche Male die Finger verbrannt..) IMG_6639[1]

Natürlich war dann der Klebenachschub leer. Zum Glück gibt es Tedi im Ort. Einen kleinen Spaziergang später konnte es weiter gehen. Die Glasfasern aufkleben. Mit dem Glitzerkleber habe ich die Kanten verschönert – das sah man leider überhaupt nicht.

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Fertig! So hell wie es auf den Bildern aussieht, ist es nicht. Dieses Haar-Clips-Dings habe ich am Mittelstück festgeklebt. Die Fasern dann auch mit Heißkleber – doofe Idee, da bricht sich dann schon das Licht.

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Fazit: Für einen Prototypen ziemlich cool. Also defintiv machbar. Die alternative Methode, den Draht mit Strumpfhose zu überziehen und die Glasfasern festzunähen, wird wohl besser klappen. Wenn ich die Fasern hier wieder gelöst bekomme, teste ich das. Ansonsten muss ich warten, bis meine beiden Ufo-Lampen ankommen. Meterware-Glasfaser wird dann vielleicht bestellt, wenn es wirklich so klappt, wie ich möchte. Was noch etwas Tüftelei erfordert, ist die Befestigung. Hinten ins Korsett stecken klappt nicht so schön, wie erhofft. Also wahrscheinlich Bänder. Die Lichtsteuerung muss auch geschickt verpackt werden. Mal sehen, wie ich das löse. Auch werde ich die Glasfasern in kleinere Bündel zusammenfügen müssen, damit sie schöner verteit sind. Ich hoffe, ich kann bald mit 2.0 anfangen.

(Falls jemand noch LWL-Kabel abzugeben hat: Hier! Ich nehme auch gerne defekte.)

Gothic Friday 2016 – März: Wie klingt deine musikalische Szene?

Neuer Monat – neues Thema beim Gothic Friday. Ein Thema, bei dem ich erstmal ordentlich schlucken musste. Tausend Bands und Lieder wanderten spontan durch meinen Kopf – ich hoffe, ich kann das ansatzweise  zu Papier bringen. Mehr Artikel zu dieser Reihe findet ihr bei Robert auf spontis.de – lesen lohnt sich. (Ich versuche immer erst dann bei anderen zu lesen, wenn mein eigener Artikel veröffentlicht ist – sonst werde ich nie fertig, weil weitere tausend Bands durch meinen Kopf zucken.)

Das Thema ist in drei Abschnitte aufgeteilt: Vergangenheit – die Tiefe – das Hier und Jetzt. Ohne Aufteilung wäre ich vermutlich schon jetzt gescheitert.

Die Vergangenheit

Meine Einstiegsdroge in die schwarze Szene war die Mittelaltermusik. Musik hat bei uns in der Familie schon immer eine große Rolle gespielt. Mein Papa hat eine sehr umfangreiche CD-Sammlung und ich habe oft als kleines Kind bei ihm im Arbeitszimmer gespielt, während die Ärzte, die toten Hosen oder Rammstein liefen. Die Grundrichtung war also ein wenig vorgegeben. Über die Mittelaltermusik schwappte mein Interesse dann zu Bands wie Subway to Sally, Schandmaul und irgendwann zu ASP. Mir gingen (und gehen immer noch!) die Flöten in der Mittelaltermusik dermaßen auf den Geist, dass ich nach anderen Bands suchte. Zu der Zeit habe ich erst als Hörerin, später auch als Moderatorin in einem Webradio meine Abende verbracht. Meine Liste mit interessanten Bands wuchs und wuchs – auf Myspace gab es zumindest ein bisschen was zum anfixen – mit Glück ein paar Clips auf Youtube. Die ein oder andere Youtube-Playlist hat das auch noch meinen Horizont erweitert. Durch mein erstes ASP-Konzert lernte ich Seelenzorn* kennen und damit dann die „elektronischere“ Seite der Musik. Durch meinen sich langsam erweiternden Freundeskreis ging es in die Clubs in der Umgebung. (Haha, wie niedlich Umgebung klingt. 100 km Fahrt eine Tour sind es immer gewesen.) Wir haben so einige Nächte durchgetanzt und dank dem Wissen meiner Freunde wanderte die ein oder andere Band auch in mein CD-Regal.

*(Bei den Recherchen zu diesem Artikel habe ich leider lesen müssen, dass der Sänger von Seelenzorn letztes Jahr verstorben ist. Ich habe sie zwar nur zwei Mal sehen dürfen, aber er und der Rest der Band haben mich schon beeindruckt. RIP Jens.)

Das war alles ein sehr schleichender Prozess. Es gab keinen Schalter, der umgelegt wurde. Viele Bands, die mich am Anfang faszinierten, mag ich inzwischen nicht mehr. Wobei das eher die Alben oder die Äußerungen der Bandmitglieder sind. Samsas Traum habe ich mit a.Ura und das Schnecken.haus kennen gelernt. Malerische, tolle Texte voller Phantasie… Mit dem Metal-Geschrammel danach war meine Begeisterung völlig weggeblasen. Nach zwei enttäuschenden Konzerten und zwei weiteren mittelmäßigen Platten habe ich mit dieser Band abgeschlossen. Die alten CDs höre ich noch gerne, die Ansichten von Kaschte und die neuen Sachen interessieren mich einfach nicht mehr. Ab und zu schwappt noch mal ein neuerer Song in meine Playlisten, schockverliebt war ich lange nicht mehr. Auch meine unglaubliche Liebe zu ASP ist deutlich abgekühlt. Das aktuelle Album habe ich noch nicht so häufig gehört, vielleicht muss sich das auch erst entwickeln.

Kurzzeitig ist die Industrial- und EBM-Musik in meinen Mittelpunkt gerückt. Combichrist, Wumpscut, die Krupps, Suicide Commando – alles was knallt und gut tanzbar ist. Höre ich auch jetzt noch – aber nur mal einen Song und dann ist auch wieder gut. Nachtmahr tauchte mit „Mädchen in Uniform“ genau dann auf, als ich sehr viel tanzen war. Inzwischen macht mir die Band und alles drumherum Angst. Das geht in eine gruselige Richtung. Dazu haben andere allerdings schon ausführlicher geschrieben.

Hängen geblieben bin ich eigentlich bei den klassischen Bands – Sisters of Mercy, the Cure, Silke Bischoff – aber auch Oomph!, L’Âme Immortelle, Covenant, Heppner, Solar Fake und Welle:Erdball. Ich bewegen mich auch noch gerne im Bereich Neue Deutsche Härte – das ist sehr tagesformabhängig.

Seit 2006 scrobbel ich meine gehörten Titel zu Last.fm – leider klappt das nicht so zuverlässig, wie ich mir das wünsche und natürlich sind da auch nicht die Tracks drin, die ich über meine große Anlage höre – aber dort findet sich eine schöne Übersicht über meine Musikvorlieben.

Die Tiefe

Manchmal möchte ich schreien, wenn im Radio Songs lustig daherplätschern, im Text aber (auf Englisch) nur über verschiedene Probleme mit Sex gesungen wird. Im normalen Programm. Texte sind so unglaublich bedeutend! Dass der Großteil der Radiohörer nunmal kaum richtig hinhört oder kein Englisch spricht, ist wohl das Glück der meisten Interpreten.

In 90% der Fälle sind für mich Text und Musik wichtig. Mein Englisch ist ausreichend, um zu verstehen, um was es in den meisten Songs geht. Wenn das nicht der Fall ist, suche ich mir auch die Texte und übersetze sie. Was vielleicht auch ein Grund dafür ist, dass ich mit fränzösischen, spanischen oder anderen Texten nicht viel anfangen kann. Wer weiß, worüber die da singen?

Ich bin kein Stück musikalisch – kann mich aber sehr gut in Melodien oder Rhythmen oder Stimmen verlieben. Es muss alles zusammen passen. Bevorzugt sind Bands mit männlichen Gesangsstimmen, Songs mit Text und ohne elendig lange Instrumentalteil. Ein treibender Beat ist schön – muss aber nicht immer sein. Was Instrumente angeht: Flöten nein danke. Streichinstumente, Klavier… [insert schnurren hier]

Für den Grafen und mich hat ein Song eine ziemlich besondere Bedeutung: Werben von ASP. Ich erinnere mich immer noch sehr daran, wie er mir beim Konzert im Kieler Schloss 2010 in die Augen sah und wir zusammen gesungen haben. Die Zeile „Für immer wir“ ist in unsere Verlobungsringe graviert. Der Song lief natürlich auch bei unserer alternativen Trauung.

Das Hier und Jetzt

Seit ein paar Jahren bin ich ziemlich Solar Fake verfallen. Das aktuellste Projekt von Sven Friedrich ist für mich eine gelungene Mischung aus Beats, Texten und seiner Stimme. Auch aus der Steampunk-Ecke kommt immer wieder Musik, die mir nicht mehr aus dem Kopf geht. Abney Park dürfte ja inzwischen bekannt sein, Steam-Powered Giraffe sind aber auch auf jeden Fall hörens- und sehenswert. Die Videos der Band sind großartig!

Zu meinen Everblacks gehören auf jeden Fall Stücke von den Sisters of Mercy, the Cure, Depeche Mode, Deine Lakaien oder Wolfsheim. An bestimmten Songs kann ich das gar nicht direkt festmachen. Ich freue mich immer wenn ich tanzen kann – oder wenn es mal einer dieser Songs ins Radio geschafft hat, wenn ich im Auto unterwegs bin.

Totgespielt in Clubs ist für mich eindeutig „Ich will brennen“ und „Schwarzes Blut“ von ASP. Wobei ich das auf Konzerten noch gerne höre. Ansonsten bin ich echt allergisch gegen Blutengel und alles, was nur stumpf aus 2-3 Textzeilen besteht. Noisuf-X gehört da teilweise zu oder x-Rx. Beleidigungen müssen irgendwie nicht unbedingt sein. Vorallem, wenn das dann auch noch auf jeder Party hört.

Meine aktuelle Top 5
Steam Powered Giraffe – Saturday Night
L’âme Immortelle – Fear
Oomph! – Jede Reise hat ein Ende
Avantasia – Draconian Love
Welle:Erdball – Die Liebe der 3. Art

Ewigen Top 5
Wolfsheim – The Sparrows And The Nightingales
Silke Bischoff – On the other side
Sisters of Mercy – You don’t see me
Abney Park – Airship Pirate
Covenant – Call the Ships to Port

Flop 5
Unheilig – alles ab 2010
Blutengel – alles. Damit eingeschlossen auch die anderen Bands um Chris Pohl.
Samsas Traum – Heiliges Herz
Welle:Erdball – 1000 Engel
Nachtmahr

Mit den Flop 5 habe ich mich sehr schwer getan. Wenn ich etwas nicht mag, höre ich auf es zu hören. Es gibt genug gute Musik, da bin ich nicht gezwungen, etwas mittelmäßiges abzuspielen. Bei manchen Bands bin ich nach wie vor traurig, wie sie sich entwickelt haben – dafür sind andere jetzt eher mein Fall. Auch mein Geschmack verändert sich. Das ist auch gut so! Viele Bands sind schon länger aktiv als ich Jahre alt bin. Wenn da nicht ab und zu etwas Neues in meine Playlisten kriechen würde, wäre ich sehr traurig.

Wer noch immer nicht genug hat, hier habe ich vor fünf Jahren über meinen Musikgeschmack geschrieben: Gothic Friday 2011 Februar: Musik und Leidenschaft.

(Am Samstag gehe ich mit meinem Papa zu L’âme Immortelle – Erziehung in Sachen Musik geht also auch in die Richtung, hihi.)

Gothic Friday 2016 – Februar: Warum bist Du immer noch in der Szene?

Vor fünf Jahren zog unser Blog gerade auf die eigenen Domain um – der Gothic Friday war eine der ersten Artikelserien, die wir hier veröffentlichten. Es ist viel passiert in der Zeit. Aber diesen Blog gibt es noch – also endlich wieder regelmäßige Einträge! Ich habe mich so sehr gefreut, als ich bei Robert davon las. Die alten Einträge bekommen auch noch immer viele Besucher, da ist das doch wirlich schön, neue Gedanken festhalten zu können.

Das erste Thema war: Wie bist du in die Szene gekommen? Den Beitrag hole ich gerne wieder hervor. Mit dem letzten Satz starte ich einfach mal in das neue Theman: Warum bist du immer noch in der Szene?

Also bin ich dann wohl als normales Mädchen in die Szene gestrauchelt und jetzt die glitzernde Gruftschnecke, die ich auch gerne bleiben mag.

Durch die Einträge vor fünf Jahren schlich sich der Begriff Gruftschnecke in meinen Sprachgebrauch. Und von dort in den der anderen Menschen um mich. Das hätte ich so nicht gedacht – es freut mich!

In den letzten fünf Jahren waren wir auf verschiedenen Festivals, Märkten, Treffen. Der Zirkusadel ist um ein Gruftschneckchen reicher geworden. Geheiratet wurde auch noch – das alles in schwarz. Ich habe mir nie bewusst die Frage gestellt, ob ich noch immer Gothic bin. Das ist einfach ein Teil von mir. Unsere Wohnung ist hauptsächlich schwarz/rot eingerichtet, meine Kleidung ist auch zu 90% schwarz – so bin ich einfach. (Zur Hochzeit waren meine Oma und Mama mit mir Brautkleider anschauen. Um ihnen zu beweisen, dass weiß mir einfach überhaupt nicht steht, probierte ich ein Kleid an. Stellte mich auf den Hocher, drehte mich… Sie schauten sich an und waren sich einig: Weiß passt nicht zu mir.)

Mein Musikgeschmack ist noch etwas elektronischer geworden, würde ich einfach mal behaupten. Wobei auch der Steampunk eine recht große Rolle für mich spielt. Nicht nur in der Musik, auch im Kleidungsstil. Mein Hochzeitskleid stammt von Alignor Aetherium, die mit ihrem Label Steampunk Decadence wundervolle Kleider und Anzüge zaubert. Eine Woche nach der Hochzeit haben wir für sie an der Modenschau zur Ausstellung Machina Nostalgica teilgenommen. Die Ausstellung ist wirklich schön – wenn es dieses Jahr Termine in eurer Nähe geben sollte – schaut sie euch an. Es ist unglaublich, wie viel Kreativität in manchen Menschen steckt – und wie andere Menschen dann der kleine Zündfunke sein können, der alles zum Lodern bringt.

Durch den Wolf war ich die letzten zwei Jahre nicht so viel unterwegs, wir ich vielleicht gerne gewesen wäre. Das macht die Vorfreude auf bestimmt Termine dann noch viel größer. Seit über zwei Jahren steckte ich nicht mehr in Korsett und Reifrock – es fehlt mir so sehr. Das ist eigentlich ein Zeichen für mich, dass die Gothic-Szene immer noch mein Zuhause ist. Freunde. Zufluchtsort. Familie. Ob und wann der Wolf uns dann für schrecklich komische Eltern hält, bleibt abzuwarten. Ich hoffe, wir können ihm später vermitteln, dass es viele verschiedene Arten zu leben gibt – und jeder auch so sein können sollte, wie er es gerne möchte. Denn das ist es ja eigentlich: Ich bin als Gruftschnecke so, wie es mir gefällt. Allerdings glitzere ich aus praktischen Gründen nicht mehr ganz so oft.

Ob ich in fünf Jahren auch noch so denke? Das sehen wir dann.

Liebste Ophealia…

Vater,
Sag den Katzen, sie sollen nicht auf meinem Weg gehen
Sag den Katzen, sie sollen mir nichts vorschreiben
Es ist egal was ich vorhabe, was ich sage…
Vater…

Mutter…
Wir leben in wunderschöner Dunkelheit,
ab und an sich schlafend vor der Welt verbergen…
Oh, Mutter…

Vater…
geh mit deiner Tochter heute Abend aus
ich zeig dir meine Welt…

Vater…
sieh mein Licht
Aber wenn wir meine Hölle finden wollen

zeig ich dir, wie sie ist

Ich habe nicht vor, Ihr Licht zu sehen…

Mutter…
Sag den Katzen, sie sollen meine Pfote nicht halten
Sag den Katzen, sie brauchen nicht zu verstehen
Oh, Mutter… Vater…

Oh, Vater…
Wollen wir heute Abend zusammen kämpfen?
Wir zeigen ihnen, was sie fühlen können…
Oh, Vater…

Ich habe nicht vor, Ihre Lüge zu sehen
Aber wenn Sie Hölle mit mir finden wollen
Ich kann Ihnen den Weg jetzt zeigen…

Der Originaltext ist von Lissie – Mother …

ich hab den Text so verändert wie ich glaube, das er auf unser wundervolles Kätzchen passen könnte…

Ophealia… du fehlst uns! <3

„Das ist ja jetzt auch das schönste Alter!“

Der Wolf wird in zwei Wochen ein Jahr alt. Wie auch immer das so schnell passieren konnte. Das ganze letzte Jahr war eine wundervolle Reise, die in einem Tempo statt fand, welches ich manchmal kaum fassen konnte.

Vor einem Jahr saß ich hier, kugelte vor mich hin und hoffte, dass es bald los gehen möchte. Ich wollte den Wolf doch endlich im Arm halten. Konnte ja keiner ahnen, dass er erst eine Woche nach dem errechneten Termin schlüpft.

Momentan bekomme ich immer wieder zu hören, der Wolf sei ja jetzt im schönsten Alter überhaupt. Hmm. Nein, das würde ich so nicht unterschreiben. Ich liebe es unglaublich, wie er jetzt mit uns schon kommunizieren kann und wie er jeden Tag etwas Neues lernt. Aber jeder Monat – ja, jede Woche! – war bisher so schön. Natürlich gibt es immer wieder Tage, die anstrengender sind als andere. Oder Nächte mit weniger Schlaf. Das wussten wir vorher, das haben wir erwartet. Es gibt keine schönste Zeit. Jede Zeit ist schön, wenn man es zulässt.

Meine Liebe für dieses Wunderwesen wächst jeden Tag. Ich wusste nicht, wie viel man auf einmal empfinden kann, wenn eine kleine nasse Schnute ein Kuss auf meine Wange drückt.

Eigentlich hätte ich die Wochen, in denen der Wolf schon im Kindergarten ist und ich noch nicht arbeite, gerne genutzt um mehr zu nähen, zu plottern, zu lesen. Tja. Stattdessen packe ich Umzugskartons. In zwei Wochen ziehen wir um. Keine Ahnung, wie wir das ohne meine Elternzeit hätten schaffen sollen. Aber wir machen das ja gerne in eigentlich nicht so passenden Momenten.

Das Familiengefühl, was sich in mir immer breiter macht, ist so wundervoll. Wir sind jetzt eine richtige Familie. Vater, Mutter, Kind, Katze. Liebe.

Zirkusadel-Familie.

Ganz große Liebe.

Heute sind wir 161 Tage zu dritt. Der kleine Wolf ist genau 23 Wochen alt. An einem Mittwoch um 08:44 Uhr ist er geboren – wie lange ich wohl um diese Zeit noch jeden Mittwoch daran denken muss? 

Wir haben so einen zauberhaften Jungen – der sich wundervoll in unsere Familie gefügt hat. Als wäre er das coolste Addon zu einem Spiel ever. Die Liebe zu diesem Geschöpf wird jeden Tag größer – mit jedem Entwicklungsschritt, den er macht. Ich habe bis heute nur das Hypnobirthing-Buch gelesen – keine Ratgeber oder Bücher, die mir erzählen sollen, wie mein Baby ist. Das zeigt uns der kleine Wolf schon von ganz alleine. 

Wir probieren viele Dinge aus und ich bin wahnsinnig froh, dass wir das auch können. Wir tragen unseren Sohn in der Ergobaby, Emeibaby und im Tuch, aber auch der Kinderwagen ist nicht mehr so ein Grund zum Weinen wie am Anfang. Ich genieße das sehr, wenn wir spazieren gehen und das Gebrabbel vom kleinen Wolf langsam leiser wird, sich sein Gewicht verlagert und er an mich gekuschelt einschläft. Das Einbinden im Tuch hätte ich gerne schon im Krankenhaus gekonnt, dort mochte er ohne Körperkontakt nicht viel Zeit verbringen, was schnell zu lahmen Armen bei mir führte. Bisher habe ich noch keinen negativen Kommentar bekommen, was ich eigentlich gerade hier auf dem Land doch irgendwie erwartet hatte. Ich wickle den Kleinen sowohl mit Wegwerfwindeln als auch mit Stoffwindeln, je nach unseren Vorhanden am jeweiligen Tage. Die Stoffwindeln sind wunderbar bunt und es macht mir wirklich Spaß damit zu wickeln. (Was für Mengen an Müll bei Wegwerfwindeln entsteht und wie die teilweise riechen – unglaublich. Kleiner Muschelpo.) 

Egal, wo wir ankommen – unser Sohn steht sofort im Mittelpunkt und wir sind abgemeldet. Aber das ist auch okay so. Unsere Familien sind alle unglaublich glücklich, wenn der kleine Wolf zu Besuch ist. Gerade für seine Urgroßeltern ist er Medizin. Plötzlich können sie sich wieder bücken oder sich verdrehen, um ihn zu sehen. Das ist so schön zu sehen. 

Wenn man sich etwas schon sehr lange wünscht, das dann in Erfüllung geht und es einfach noch viel schöner ist, als auch nur ansatzweise erträumt – dann ist das so unfassbares Glück. Glück, das unglaublich kostbar ist. 

Momentan warten wir auf Post vom Kindergarten. In 6 1/2 Monaten will ich wieder anfangen zu arbeiten. Maximal 30 Stunden darf ich während der Elternzeit arbeiten, mal sehen wie das dann wird. Irgendwas zwischen 25 und 30 habe ich jedenfalls angepeilt. Ein Plan B, falls wir keinen Platz bekommen, haben wir in der Hinterhand und sonst gibt es ja auch noch Plan C, D… 

Mein Traum von zwei Kindern ist immer noch mein Traum – wann (und ob) es ein Geschwisterchen für den kleinen Wolf geben wird, geht aber niemanden außer uns etwas an. Erstmal hat der Kleine unsere ungeteilte Aufmerksamkeit. 

Kleiner Wolf, du bist das Beste, was uns passieren konnte. <3

Unser 2014.

Ich sitze gerade mit Schokopudding in der tollen neuen Küche, in der wir gestern Silvester feierten. Es ist nicht meine Küche, aber definitiv eine meiner Lieblingsküchen. Also nutze ich doch mal die paar Minuten, die der kleine Wolf mit seinem Papa Blödsinn macht. Kursive Antworten sind vom Grafen. 

Zugenommen oder abgenommen? Erst zu, dann ab. Durch die Schwangerschaft und dann durch die Geburt. – ZUGENOMMEN! Gemerkt durch eine geeichte Waage für Lasten auf Arbeit…

Haare länger oder kürzer? Länger. War vor dem WGT beim Frisör, aber nur für Strähnchen, gar nicht geschnitten. – Länger, weil ich mich entschied, sie nun wachsen zu lassen…

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Kurzsichtig, noch immer die Brille, die ich mir im Juni 2007 ausgesucht habe. – Ich denke sowieso nur von 12-Mittag…

Mehr bewegt oder weniger? Anfang des Jahres noch mehr, als ich dann kugeliger wurde immer weniger – da ging außer Schwimmbad nicht mehr so viel ohne Schmerzen. – Viel bewegung, arbeitsbedingt…

Mehr ausgegeben oder weniger? Weniger als das Jahr davor. Aber genug, Anschaffungen für den kleinen Wolf. – VÖLLEREI!

Der hirnrissigste Plan? Im neunten Monat schwanger ins Legoland zu fahren. – DER HUMMELFELLUMHANG!

Die gefährlichste Unternehmung? Da fällt mir spontan wenig ein. Bis auf andere Autofahrer, die uns gerne von der Straße haben wollten. – CNC-Fräsentechnisch, das mir ein Werkstück spontan von der Maschine flog…

Die teuerste Anschaffung? Der Omniblend. – Skylanders Trap Team, was, welches ich hier nochmal betonen möchte, ich eigentlich nicht haben wollte 😀

Das leckerste Essen? Alles, was ich überhaupt bei mir behalten habe, in der ersten Jahreshälfte. In der zweiten… Raclette an Weihnachten und kurz davor war schon sehr lecker. – Chinesisches Essen im Tam Tam in Harrislee 😀

Das beeindruckenste Buch? Beeindruckend war teilweise das Hypnobirthing-Buch. So viel habe ich sonst auch nicht gelesen. – Die Gruft, Satanshamster Edition

Der ergreifendste Film? Lego Movie! – Guardians of the Galaxie!

Die beste CD? L’Âme Immortelle – Drahtseilakt. – Marc-Uwe Kling – Die Känguruoffenbahrung

Das schönste Konzert? Oomph! auf dem WGT und das Robbie Williams Swing Konzert. – Nicht dieses Jahr…

Die meiste Zeit verbracht mit…? Dem Zirkusbaby. Erst in mir, dann auf mir. Und mit meinem wunderbaren Mann.  – Meiner geliebten Frau

Die schönste Zeit verbracht damit…? Bei Freunden und der Familie zu sein. – Mit guten Freunden in fremden Welten oder eben mit meiner Frau <3

Vorherrschendes Gefühl 2014? Vorfreude auf das Zirkusbaby. – Ich hab hunger…

2014 zum ersten Mal getan? Mutter geworden. – Mit einem Autoren gefrühstückt…

2014 nach langer Zeit wieder getan? Länger als drei Wochen am Stück nicht gearbeitet. – Mit einem guten Bekannten einen getrunken

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? Andere Menschen, die mein Auto kaputt machten; Symphysenschmerzen; Stau. – Arbeit, Arbeit, Arbeit…

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Wir schaffen das als Familie. Sind nicht zu jung. – „Kaufen sie meinen Plunder, ist guter Plunder!“

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? Das Baby, was mir mein Mann geschenkt hat. – Meine Frau hat mir ein selbstgemachtes Kind geschenkt…

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat? „Ja, da ist ein hauchzarter Strich!“ – „Du bist doch schon im 2ten Semester Kryptozoologie, oder?“

2014 war mit 1 Wort…? Traumhaft. – Zweitausendvierzehn

Plötzlich tatsächlich.

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Ende Januar habe ich über mich in zehn Jahren gebloggt. Solche Ideen und Pläne sind ja meistens sehr vage. Aber zumindest einen Punkt muss ich jetzt auf jeden Fall schon überarbeiten. Um mich und den Grafen wird dann auf jeden Fall ein 9-Jähriger Junge toben. Wie es mit dem Rest der Familie aussieht – schauen wir mal.

Der kleine Wolf in meinem Bauch ist auch der Grund für ausbleibende Postings. Erst war mir schlecht, dann habe ich gekotzt und in den letzten Monaten nicht viel angestellt. Wir waren nur zum WGT, die anderen Festivals haben wir uns geschenkt. Nach sechs Jahren das erste Jahr ohne Mera Luna – das war schon komisch. Der Livestream vom NDR hats dann doch aushaltbar gemacht. Mittelalter war dieses Jahr auch nicht viel – MPS Luhmühlen und Marktfrieden, wobei wir da nicht lagerten.

Ab nächstem Mittwoch bin ich dann im Mutterschutz – und wenn der kleine mich lässt, zeige ich vielleicht noch ein paar Bilder vom Dänemark Urlaub. Ein, zwei sind da bestimmt was geworden. Und keine Angst – das hier wird kein Babyblog. Da lasse ich mich an anderer Stelle aus.

Und gerade als ich merkte wie ich fertig mich das macht,
da hatte ich es plötzlich tatsächlich geschafft.
[Muff Potter]

Mein WGT 2014.

So schnell, wie der Tag der Abfahrt letztendlich da war, so schnell waren wir irgendwie auch wieder zurück. Es war wirklich heiß, aber auch traumhaft schön. Auf eine Party haben wir es mal wieder nicht geschafft – und das obwohl es so ab 20 Uhr immer recht angenehm war. Konzerte habe ich nur 2 komplett gesehen – aber genau die wollte ich auch so sehr. Apoptygma Berzerk am Freitag und Oomph! am Montag. Beide waren der Knaller. Und ich weiß inzwischen, dass ich doch gar nicht die einzige mit Oomph!-Fieber im Freundeskreis bin. Yeah.

Ansonsten war ich tatsächlich das erste Mal beim viktorianischen Picknick – und habe durch die ganzen Eindrücke nicht ein Foto gemacht. Es waren so traumhaft schöne Gewänder dazwischen… Viele Ideen gesammelt, davon noch mehr wieder vergessen – nur der Rettungswesten-Reifrock hat sich wohl für immer in mein Hirn gebrannt. In gelb. Spannend wäre der bei Nacht und Beleuchtung gewesen. So saß ich schön auf einer Decke, aß Kekse und staunte einfach. Auch über die „Normalos“, die am Rand mehr oder weniger freundlich standen.

Samstag war dann Steampunk-Picknick. An einem ruhigen Ort, beim Parkschlösschen. Wieder auf der Decke gelegen, gestaunt, Kekse gegessen. Ich hatte meine Computerteile im Haar und so langsam kann ich mich auch mit den Steampunk-Farben arangieren. Vielleicht bastel ich für nächstes Jahr dann doch mal ein Outfit in die Richtung. Lust hätte ich inzwischen. Die Männer haben noch eine lustige Fotoserie mit Nerfs und dem Papproboter „Robbie“ gezaubert – mal sehen, was ich aus den Bildern noch machen kann. Danach gab es leckere Geburtstagspizza im Rizzi – zum Glück hatten wir einen Tisch drinnen, draußen spielte ein Herbert Grönemeyer-Double auf der Stadtfestbühne. Im heidnischen Dorf haben wir dann auch den kleinen Wikinger kurz getroffen. Es war ziemlich laut und wir alle irgendwie auch ziemlich matschig – alos zurück in die Wohnung und ab ins Bett.

Sonntag war die zweite Lesung beim Bundesverband verwaister Eltern eV von Cynx und vorher war Christian von Aster dort zu Gast. Wieder viel gelernt über das Gruftie-sein an sich. Wir suchen uns das nämlich gar nicht aus! Wir sind alle Flohfick-Opfer! Die Lesung aus Neuschwabenland war auch sehr interessant – ich frage mich noch immer, wo Cynx seine Reichsflugscheibe geparkt hat. Außerdem bin ich mir sicher, dass der Pinguin zwischendurch gezwinkert hat. Nach der Lesung hatte ich den kleinen Wikinger noch etwas auf dem Arm. Und im Bauch rumpelte es gleich 🙂 Der Plan in der Sixtina einzukehren wurde dann doch verworfen – dort war gerade Konzert von Schneewittchen und es war abartig warm… Zur Stärkung sind wir zur Moritzbastei und von dort in die Stand, Eis essen. The 69 Eyes war eigentlich der nächste Programmpunkt, aber ich bin dann doch lieber etwas durch die Agra-Verkaufshalle geschlendert. Danach landeten wir wieder im heidnischen Dorf und beendeten den Tag.

Montag wollten wir eigentlich zur Lesung von Christian von Aster ins Cinestar. Einlass sollte um 12 sein. Der Graf ist gegen 11 los, um Karten zu besorgen. Als er dort ankam, hieß es dann, nur 1 Karte/Person. Hmpf. Super beeilt, aber leider nicht genug. Sind dann in die Stadt gefahren und nach einem kurzen Besuch in einem Gothic Store mit einem Plausch mit Sonja von L’Âme Immortelle haben wir bei Bagel Brothers gefrühstückt. Das war btw das einzige der Frühstückslokalitäten von meiner Liste, die wir getestet haben. Ich bin jedenfalls ziemlich begeistert davon und fands sehr lecker. Ein bisschen durch die Stadt geschlendert und in der Milchbar einen Milchshake vernichtet, bis der Graf begeistert wieder zu uns stieß. Den Rest des Tages verbrachten wir auf einer Decke vor der Agra und wanderten mit dem Schatten. Kurz vor Oomph! verabschiedeten wir schon einige Freunde. In der Agra waren es inzwischen gefühlte 50°C. Uff. Auf unserer Stammseite war es dann etwas besser. den Großteil des Konzertes verbrachte ich auf der Decke auf dem Boden – was es nicht zu einem weniger tollen Konzert machte. Dero! Die Stimme! Hach!

Und dann war es auch schon fast vorbei… Dienstag sind wir recht früh aus den Federn gekrochen – wir waren noch zum Frühstück verabredet. Bagel Brothers, die zweite! Nomnomnom. Ich bin immer wieder absolut beeindruckt, wie aus einer kleinen Handpuppe, die jetzt seit fast zwei Jahren bei uns wohnt, solche Verbindungen entstehen können. Und wie mein Mann es immer wieder hinbekommt, auf solche interessante und tolle Menschen zu treffen.

So. Meine Worte zum WGT 2014. Und was habe ich am Wochenende gemacht? Hotel gebucht für 2015. Recht weit im Norden – aber stornierbar bis einen Tag vorher. Ich werde also weiter Ferienwohnungen anschreiben. Aber in dem Hotel wohnt dann auch Chrissy – das wird toll. Mal sehen, wie wir das dann so mit den Karten machen, aber auch mit Zirkusbaby wird das ganz bestimmt toll. Wir freuen uns sehr.