Schlagwort-Archive: Prinzessin

Gute Nacht, mein Herz IV

„Ist es nicht zauberhaft hier…?“, sagt die Prinzessin leise und lässt Ihren Blick verzaubert über die Wiese schweifen.
Unsere Wildrosen strecken Ihre Blüten dem gerade wieder zum Vorschein gekommenen Mondlicht entgegen. Das Gras glitzert noch leicht vom vorhergegangenen Regen und die Luft ist erfüllt vom Geruch der unzähligen Blumen.
„Komm“, sagt Sie, nimmt seine Hand und läuft los; immer geradewegs auf die Mitte der Wiese zu.
Die Wolken sind jetzt fast vollständig verschwunden und der Mond zaubert ein schwaches Glitzern auf Ihre glücklichen Gesichter. Sie laufen Hand in Hand an den tiefroten Rosen vorbei und sehen sich dabei unentwegt an.

Als der Graf Ihr im laufen einen Arm um die Hüfte legt und Sie näher zu sich heran zieht, liegt in Ihrem Blick tiefes Vertrauen und der Wunsch, Ihn nie wieder loszulassen.
„Das ist der schönste Ort, den ich mir vorstellen kann!“, ruft Sie irgendwann begeistert und lässt Sich ins hohe Gras fallen.
Er legt sich neben Sie, sehen Schulter an Schulter einer einsamen Wolke nach, die sich langsam Ihren Weg Richtung Horizont bahnt.
„Wo sie wohl hinfliegt…“, sagt Sie nachdenklich.
„Bestimmt zu Ihrem Liebsten“, antwortet der Graf.
Das Mondlicht taucht die weitläufige Wiese in ein fast helles, unwirklich schönes Licht und es ist für Beide so, als seien Sie zusammen in Ihrem ganz persönlichen Paradies angekommen.

„Weißt Du, dass Du Mich zur glücklichsten Prinzessin der Welt machst?“, sagt Sie und lächelt, als Sie das glückliche Strahlen in Seinen Augen sieht, während Er behutsam nach Ihrer Hand greift.
Sie sehen minutenlang schweigend in den Himmel, als Sie plötzlich aufspringt und auf einen Punkt weit über dem angrenzenden Wald zeigt.
„Sieh mal, ein Nachtregenbogen!“
Gelb- und Rottöne vermischen sich am Himmel mit Blau, Violett und Grün und zaubern ein wunderschönes Farbspektakel.
Er tritt leise hinter Sie, schlingt seine Arme um Ihren Oberkörper und legt Sein Kinn auf Ihren Scheitel. „Glaubst Du, dass sich am Ende dieses Nachtregenbogens ein Topf voller Gold befindet?“ Sie dreht sich lachend zu Ihm um. „Das ist schon Träumerei…“
„Meinst Du wirklich?“ der Graf streicht mit Seinen Fingern langsam über Ihre Wange. „Manchmal können Träume auch wahr werden…“

Ein erfüllter Traum…

Es war Samstag, genauer gesagt Samstag, den 16.04.2011. Meine Prinzessin fragte mich ca. vor einem Monat, ob Wir zwei Beide nicht nach Hamburg zu Coppelius wollen. Coppelius ist meine Lieblingsband. Sagt alles, oder?

Wir standen recht spät auf, wollten ja aber noch nach Hamburg. So gegen 13:30 saßen Wir dann auch im Auto. Ich mag Hamburg, kann man nicht anders sagen. Erstmal; Stadtbummel. Wir besuchten einzelne Lädchen hie und da. Sahen in Schaufenster und kauften Kleinigkeiten. Das eine Kleidchen bei Colours hats mir besonders angetan…Rot/Schwarz gestreift…passt zu meiner Hose. Also quasie Partnerlook. Wärend Wir so bummelten, wurde ich meist argwöhnisch angesehn, belächelt oder bestaunt. Dabei empfinde ich mein Auftreten als angemessen.

Wir wollten ausgehen, somit gehört zu den Schwarz/Weißen Springerschuhen auch ein weißes Hemd mit schwarzer Frackweste drüber. Der Zylinder darf natürlich nicht fehlen. Ich hielt mich also, die Hose ist Grau/Schwarz gestreift, in Schwarz/Grau/Weiß.

Die eine junge Dame, die an Uns vorbei ging meinte; „Guck mal, der bringt Glück!“ – Ja,junge Dame, dies ist Korrekt. Allerdings beschrenkt sich dieses Glück auf meine Liebste. <3

Nunja, es war dann zeitlich soweit. Wir brachten Unsere Sachen zu Ihrer kleinen Kutsche und machten Uns langsam auf den Weg zum Konzert. Vorerst noch von einem Pyromanen eingeladen, Seine Feuershow zu begutachten. Mit der Frisur? Erleichtert sah ich nach dem Konzert, das Er noch lebte. Aber ich greife vor…

Kurz vor kauf der Eintrittskarten, eine Diskusion; „Ich kann meine Karte selbst kaufen!“ – „Davon geh ich aus, musst Du aber nicht ;)“

Schnell bezahlt und gesagt bekommen; „Wehe, da sind nach dem Konzert weiße Hasen oder Tauben im Raum.“ – Öh…Ach, die Security spielte auf meinen Zylinder an. Entgegnete dann trocken; „Das wäre Ihr Abendessen gewesen“ – Nun also rein. Schon unentschlossen…Jetzt zum Merch-Stand oder später…Nein…ich wollte jetzt. So begrüßte ich höflichst die Dame am Stand und gab meine ´Bestellung`auf. „Mich gelüstet es nach der Collektorsbox, die drei Poster, die Triangel, das T-Shirt [Ruhe Bitte]/[Applaus] und sind das alle Stofftaschentücher, die Ihr da habt?“ – Sie zeigte mir, was sie noch so da hatte. Als der kauf abgewickelt war, fragte Sie nach meinem Namen, ich Antwortete natürlich mit Graf Blackage. Erstaunen Ihrerseits…kennt Sie meinen Namen? In Flensburg bin ich in einigen Ecken bekannt ja…aber Hamburg, Nein.

Rein in den kleinen Konzertsaal. Es war recht warm. Vogelfrey. Nungut, als Vorband so zu ertragen und mit genug Absinth in der Blutbahn ists wohl auch erträglich. Als diese dann doch sehr in der Zeit zurückgebliebenden Herren die Bühne räumten, trat Le Comte Caspar auf die Bühne, vermummt. Aufbauen. Als alles aufgebaut war, sollte es los gehen. „Konzertante Reise zum Ruhme des Zinnobers“. Ihr Butler Bastille trat auf die Bühne. Begrüßte Uns. Ich sah Ihn ja zum ersten mal und war begeistert. So wie die Herren aussehen kann man sagen,man sei begeistert gewesen. Da alle, laut der Biographie im 19 Jahrhundert geboren sind. Bastille nun, hatte kaputte Klamotten an, die Handschuhe*.* Ich glaube es war nurnoch ein Finger vom Handschuh komplett, alle anderen zerfetzt. Sie spielten somit auf. Ein Kontrabass, ein Cello, zwei Klarinetten, Schlagzeug und in einem Stück auch ein Cembalo. Wärend die Herren Coppelius nach und nach Ihre Hüte entweder verloren oder abnahmen, hatte ich meinen stehts auf dem Kopf. Nicht ganz; Bei zwei Liedern nahm ich diesjenigen vor die Brust, um Respekt zu zollen. Die Lieder waren „Stetig Fromm“ und „Ade,mein Lieb“. Le Comte Caspar beobachtete mich die ganze Zeit, verzog aber keine Mine, wie fast alle. Es war mein bisher geilstes Konzert! Wenn man mir hier mal diesen Ausdruck erlaubt… Ich bin weder Tänzer noch bin ich bisher zu Musik abgerockt. Hier war das was anderes; Ich war im Takt gefangen! Ich musste mitmachen,meine Textsicherheit gab mir halt beim „tanzen“. Ich gröhlte mit, nicht unbedingt meine Art. Aber es war großartig. Sowas mal zu erleben. All dies hab ich meiner holden Prinzessin zu verdanken…und ich bin Ihr tausendfach dankbar, das Sie mich dort mithin nahm.

Die Herren Coppelius spielten alle meine Lieblingslieder[alle]. Als es sich zum Ende neigte, da es Max Coppela müdete, gingen Sie nunmehr von der Bühne. Alle riefen „Da capo“!. Bastille trat vor, wollte zu einem großartigen Da capo aufrufen, als ein zwischenruf kam. Gefasst stand der Butler am Mikrofon. Bevor Er blitzschnell den Zeigefinger auf den Zwischenrufer richtete und ein schrilles „RAUS!“ ertönte. Der Herr bekam die Gelegenheit, sich zu entschuldigen. Dann spielten Sie noch einmal für Uns, als letztes Stück „Ade,mein Lieb“. Alle knieten sich hin. Und eine Kerze ging durch den Raum…Es war ein traumhaftes Bild.

Das Sie mir diese Erfahrung möglich machte, werde ich Ihr nie vergessen, wie alles,was Sie bereits für mich tat…

Kleine Prinzessin.

Ich bin nicht wirklich groß, knapp 166 cm. Aber das ist hiermit nicht gemeint. Es gibt für mich momentan zwei Zustände. Die kleine und die große Prinzessin. Die schwache und die starke Prinzessin. Das gab es schon immer und oftmals hat die große Prinzessin einfach das Kommando übernommen. Aber heute ist ein kleiner Tag. Ich fühle mich nicht wohl, habe Schmerzen, möchte mich zusammen rollen und in eine Ecke verkriechen. Das war früher in der Schule einfacher, da musste ich wenn überhaupt nur bis 14:40 Uhr durchhalten. Hatte regelmäßig Pausen, in denen ich mich kurzzeitg verkriechen konnte. Vorallem hatte ich Menschen um mich, die den Tag aufregend gemacht haben. Interessant. Lustig. Traurig. Spannend. Absurd. Es war einfach mehr Abwechslung. Jetzt sitze ich den ganzen Tag alleine in meinem Büro. Arbeite. Telefoniere. Aber in den meisten Fällen alleine. Ich habe oft das Gefühl, nicht mehr weiter zu kommen. Möchte ich das? Für immer? Büroalltag, in der IT hätte eventuell durch den fehlenden Kundenkontakt den Vorteil, meine Haare weiter bunt tragen zu können. Das ist für mich momentan irgendwie der einzige Vorteil, den ich sehe. Geregelte Arbeitszeiten als IT’ler sind eher die Ausnahme. Also – einfach irgendwie nächstes Jahr eine Stelle suchen und arbeiten? Oder die Chance nutzen und eventuell eine zweite Ausbildung machen? Auf jeden Fall müsste das dann etwas mit Kundenkontakt sein. Kundenkontakt – ich! Wie sehr ich das nicht wollte. Wie sehr es mir jetzt fehlt. Noch ist Zeit, darüber nachzudenken. Ab August beginnt ja die Ausbildungssaison quasi. Ist noch etwas Zeit. Aber alleine der Gedanke daran lässt mich etwas hoffnungsvoller in die Zukunkt blicken. Die kleine Prinzessin hat Angst davor. Möchte, dass alles wieder einfach ist. Aber die große Prinzessin wird sich jetzt darum kümmern.

Gothic Friday März – Schwarzer Fächer der Passionen.

Da haben sich Spontis und Shan_Dark ja wieder ein hochgradig interessantes Thema ausgesucht. Nur – wie zur Hölle beantworte ich das jetzt?

Irgendwie mache ich viel zu viel. Nähen, basteln, fotographieren, schminken, Haare färben,  malen, Musiksammlung pflegen, spazieren gehen, lesen, tanzen, habe geschrieben und noch tausend andere Dinge. Es ist schwer, jetzt genau ein Thema zu finden. Aber weil schon von mehreren Seiten Interesse bekundet wurde, zeige ich einfach mal meinen Computerschmuck. Der Artikel motivierte mich auch dazu, endlich meine Brille zu bearbeiten.

Computerschmuck klingt vielleicht erstmal merkwürdig und viele können damit wahrscheinlich auch eher nichts anfangen. Warum eigentlich überhaupt? Eigentlich fing alles mit Steampunk an. Ich mag Steampunk – kann aber mit den Farben einfach nichts anfangen. Ich bin irgendwie mehr der Typ für Silber und Grau. Außerdem – wie passt das denn zusammen, IT-Schnecke & Steampunk? Nun ja, dann lagen vor mir kaputte Hardware-Teile, die ich zerkleinerte, um sie wegzuschmeißen. Wie hübsch die Transistoren doch waren und die kleinen Spulen! Eine rote Grafikkarte! Silberne Kabel! Viel zu schade zum Wegschmeißen. Also fing ich an zu basteln.

Inzwischen habe ich zwei Haarspangen, eine Kette für mich, eine für meine Tante und eine bearbeitete Schweißerbrille. Ganz aktuell sind drei weitere Kettenanhänger dazu gekommen. Eines der Herzen wollte ich erst verschenken, aber das kann ich nicht.

Die ist jetzt aber eher ein Gemisch aus Steampunk & Computer. Weil ich doch eigentlich Zahnräder so mag… und der Graf mit liebenswürdiger Weise eine kleine Plastiktüte voll geschenkt hat! Die mussten da einfach mit rauf, sind förmlich in den Kleber gesprungen.

 

Ich bin schon mehrfach gefragt worden, ob ich das in Serie produziere. Würde ich, kein Problem. Nur sind die Teile teilweise echt scharfkantig. Sowas möchte ich nicht verschenken oder verkaufen. Ich bin ja schon schusselig genug und verletz mich hin und wieder daran, aber ich möchte nicht Schuld sein, wenn sich andere verletzen.

Weil ich ja noch nicht genug Richtungen in einen Topf geschmissen habe, verbinde ich das ganze mit einem Hauch von Uniform. Kleidchen, Nadelstreifen Schiffen & Nadelstreifen Korsett. Was fehlt noch? Make-Up & die Haare! Wenn schon, dann auch richtig! Ausgeführt habe ich das Outfit komplett zum Mera letztes Jahr, in Teilen auch schon zur GSN & zu Return. Die ungläubigen Blicke erst und dann die schüchternen Fragne, ob das wirklich eine Grafikkarte war? Japp. Hat alles mal funktioniert. Das ist zwar mit Abstand das bunteste Outfit, welches ich besitze, aber definitiv ganz total ich. Es gibt leider keine detailreichen Fotos, eigentlich sogar nur das hier. Das hat Martin Black gemacht und ist auf der Seite vom Gothic Magazine zu finden.

Der Graf & die Prinzessin. Weiter?

Es war das letzte Wochenende im Oktober, Samstag bin ich wieder nach Hause. Abends war Halloweenparty in Dellbrück. Da habe ich viel mit guten Freunden über meine Situation gesprochen. War fest davon überzeugt nicht wieder zu fahren. Bis wir dann geschrieben haben. Bei ICQ. Er war einfach so anders als alle, mit denen ich mich in der Zeit lose getroffen habe. Viel jünger, aber viel erwachsener. Dann war klar: Wir sehen uns wieder. Im Ela. Dazu habe ich diese Worte direkt nach dem Abend verfasst:

Freitag, 5. November. Zur Prinzessin & Haare färben extrem. Als ich dann den Reifrock, den Überrock, die Schuhe, das Korsett anhatte, fühlte ich mich wahrhaftig wie eine Prinzessin. Meine Haare saßen so gut. Meine Augen haben mir sehr gefallen. Der Rock passt so schön zusammen mit den Schuhen. Hach.
Nach einiger Zeit dann los. Aufregung steigt. Ankunft, ich entschwinde meinen Begleitern. Schaue mich suchend um. Sehe ihn. Er lächelt. Umarmt mich. Wir schauen uns in die Augen. Lange. Kommen uns langsam näher. Küssen uns. Er nimmt meine Hand und lässt sich führen. Lernt meine Begleitungen kennen. Weicht mir den ganzen Abend nicht mehr von der Seite. Umarmt mit von hinten, wenn ich gedankenverloren der Prinzessin beim Tanzen zu schaue. Küsst mich immer wieder vorsichtig und mit viel Gefühl.

Die Blicke! Die Blicke! Er sah so wahnsinnig toll aus. Mehr als einmal kam der Kommentar „Raaawr! Lass ihn dir nicht wegschnappen!“ Ich sah wahsinnig toll aus. So fühlte ich mich auch. Hübsch. Begehrt. Freudig. Toll. Sein Outfit passte zu meinem. Meine Tasche übergab er mir stets mit einer leichten Verbeugung, verabschiedet wurde ich mit einem Handkuss.

Dazu hatte ich oft dieses Zitat im Kopf, welches ich vor einiger Zeit bei Spontis fand: „Wenn sich eine Gothic-Frau und ein Gothic-Mann (oder Gleich­ge­schlecht­li­che) einen Kuss geben, dann geschieht das nicht so neben­bei. Der Kuss ist für alle Goths ein ganz tie­fes Gefühl, eine völ­lige Hin­gabe.”  (Ein Zitat von: The Dar­k­ness)

Das Herz schlug mir bis zum Hals. Vor Freude. Vor Zufriedenheit. Vor Aufregung.

Rückfahrt. Prinzessinnen strahlen. Der Graf kann Schiffchen falten, er ist akzeptiert.

Sonntag haben wir das geklärt, was es ist. Eine Romanze. Eine Affäre, wenn man so will. Keine Verpflichtungen. Jederzeit beendbar. Ehrlich wollen wir sein. Eine Beziehung kann ich wohl nicht. Nicht jetzt. Nicht mit ihm. Oder noch nicht?

Es kam dann also anders, als ich damals dachte.

Tanzen, feiern, leben.

Am Samstag war ich zur Return of the living Dead in der Markthallte in Hamburg. Bin bei einem Freund mitgefahren und wir haben schon nachmittags in der Stadt noch eine Freundin getroffen. Bisschen gestöbert in den Geschäften und bei Schweinske lecker gegessen. Dann wollte ich bei McDonald’s noch ein Eis – pfffft, Gerät kaputt. Dort trafen wir dann noch zwei Tweeties und um halb elf sind wir los zu Halle. Ich war total Candy. Hab mich sehr wohl gefühlt so.

Die Party war ganz okay. Es waren nicht so viele Bekannte dort wie letzte Woche im Ela, aber das ist in Hamburg ja immer so. Auch tanzen ist Glücksspiel, auf den Tanzflächen wird ja auch so einiges durcheinander gespielt. Es war nicht so warm oben, fein. Es war nicht so voll – konnte also schön ausufernd tanzen teilweise. Was toll war: Mein weißes Korsett <3 Es war sehr angenehm damit zu tanzen. Es sah toll aus. Mein ganzes Outfit war süß. Ich liebe Locken! Es hat sogar ohne Haarspray gut gehalten.

Trotzdem hat einer gefehlt. Mein Graf. Eigentlich bin ich absolut freiheitsliebend, die perfekte Frau für eine Fernbeziehung. Ich brauche meinen Freiraum. Aber inzwischen lebe ich nur noch so auf Sparflamme, wenn ich meine Zeit nicht mit ihm verbringe. Kann es kaum erwarten bis Freitag ist. Er kommt her. Wann ist endlich Freitag?

Der Graf & die Prinzessin. Der Anfang.

Mein Graf. Wie fing das mit uns an? In Hohenweststedt auf dem Mittelalterlich Spectaculum 2009. Zu der Zeit war ich noch mit Freund3 zusammen. Er ließ mich das ganze Wochenende alleine, ging in andere Lager und betrank sich, jammerte wegen Rückenschmerzen rum und benahm sich koplett daneben. Auf der Rückfahrt trennten wir uns damals. Es muss Samstag oder Sonntag gewesen sein, ich tippe auf Samstag. Ich saß in unserem Lager und hatte einen Hundewelpen auf meinem Schoß. Es war inzwischen ziemlich kalt und der Kleine fror erbärmlich. Eingekuschelt auf meinem Schoß in meinen Umhang war er gerade eingeschlafen, als der Graf mit seinen Begleitern und der sonderbaren Kiste auf Rädern an unserem Lager vorbei zog. Ich wartete etwas ungeduldig auf unsere Ablöse – die Pest rief schon. Trotzdem war ich neugierig, was denn in der Kiste sei, fragte ich einfach. Die Antwort brachte mich zum Lachen, was ich das bisherige Wochenende nicht so oft getan hatte. Dann zogen sie weiter und ich blieb zurück im Lager. Als endlich die Lagerwachenablösung kam, wurde es auch schon Zeit. Die Blase drängt und ich musste unbedingt zur Pest. Als ich zu den Stallungen verschwand, sah ich ihn nicht weit entfernt stehen. Auf dem Rückweg sprach er mich an – eine Telefonnummer? Handy rauskramen war mit zitternden, hektischen Fingern nicht drin, Nummer kannte ich auch nicht auswändig – also schnell die ICQ Nr. gegeben, bevor ich dann wirklich zur Pest entschwand. Bei dem Pestumzug sah ich dann meinen Freund1. Er war sichtlich überrascht, aber ich war schnell an ihm vorbei. Die restliches Zeit dort wanderten meine Gedanken immer wieder zu der Begegnung mit dem Grafen.

Die Wut im Bauch für das verkorkste Wochenende dank nun Exfreund3 verrauchte und ein Kribbeln machte sich breit – schreibt er mir?

Nach eininge ICQ Nachrichten haben wir Handynummern ausgetauscht und uns dann Mitte Juni auf dem Büsumer Markt getroffen. Abi in der Tasche, Single, Ferien vor mir, das Leben genießen.

Traumverliebt.

Der Graf & die Prinzessin. Traumverliebt sind wir. Wir träumen, stehen aber mit beiden Beinen fest im Leben. Wir kennen Höhen, als auch Tiefen. Trotzdem ist unsere Welt zauberhaft. Hier bloggen wir beide. Zusammen, füreinander. Öffentlich. Teilweise gibt es für einzelne Einträge Passwörter. Fragen kostet nichts. In welche Richtung sich das hier entwickelt, ist vorher schlecht zu sagen. Lassen wir es mal auf uns und euch zukommen.