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Die Prinzessin und ihre Ohrstöpsel.

Ich gehe bekannterweise gerne auf Konzerte. Oft, laut, drinnen, draußen, alleine, mit Freunden oder Familie. Seit ziemlich genau drei Jahren befinden sich Stöpsel in meiner Tasche. Ich kann und will bitte nie wieder ohne. Zuerst trug ich normale Oropax, bekam dann zu Weihnachten als kleines Geschenk von den Schwärmern etwas komfortablere. Nach dem Konzert gestern überlege ich jetzt, mir vielleicht noch ein Paar etwas bessere anzuschaffen.

Wir waren gestern in den Flens-Arena bei den ärzten. Großartiges Konzert, viel Blödsinn – war ein sehr toller Abend. Aber schon nach den ersten Klängen tat es mir in den Ohren so weh, dass ich mir mit der einen Hand das Ohr zur Bühne hin zuhielt und mit der anderen panisch die Stöpsel aus der Tasche fischte. Meistens warte ich ein paar Minuten ab, bevor ich entscheide ob ich sie trage. Diese Entscheidung war gestern sehr schnell gefällt. Ohne hätte ich vermutlich sehr viel weiter nach hinten gehen müssen, wenn nicht sogar ganz raus. Meine Schwestern und mein Vater waren beide der Meinung, es wäre nicht sonderlich laut gewesen. Nun ja. An manchen Tagen bin ich tatsächlich sehr viel lärmempfindlicher als an anderen. Vielleicht war gestern so ein Tag.

Durch die Ohrstöpsel höre ich die Musik zwar gedämpft, aber ohne Schmerzen und ich verstehe trotzdem alles. Den Bass im Magen fühle ich ja sowieso. Ich kann nur sagen: Vielen Dank an den Erfinder. Und: Warum muss Musik bei Konzerten so abartig laut sein?

Generationsgedanken.

Gestern Abend sprach ich mit meinem Vater über die Konzerte, auf denen wir in den letzten Wochen waren. Zum einen ASP in Kiel, zum anderen Kettcar in Hamburg, sowie Basta in Brunsbüttel. Seine Kollegen kannten die Bands fast alle nicht. ASP – okay, verständlich. Kettcar – bitte?! Hier in Norddeutschland ist doch quasi jedes Lied irgendwie eine Hymne geworden. Zumindest „Deiche“ oder „Landungsbrücken raus“ werden beim Hören dann zum Glück noch erkannt. Basta – da verstehe ich das. Diese Band findet man ja quasi auch nur, wenn man sich mit der Materie Acapella beschäftigt.

Aber ganz ehrlich? Das finde ich traurig. Wie kann man sich denn eigentlich mit der normalen Radio-Musik abfinden? Mit der geringen Anzahl von Stücken und Bands, die dort gespielt werden? Was ist mit dem Abenteuer, wenn man eine interessante Band entdeckt, mehr wissen möchte, recherchiert, Musik hört, sie live sehen möchte? Das tolle Gefühl, wenn man einen Song endlich einer band zuordnen kann?

Musik macht mich glücklich. Genau diese kleinen oder großen Glückserlebnisse, wenn man ein neues oder altes (endlich gefundenes) Album in den Händen hält und hören kann. Egal wie traurig die Musik sein mag, sie macht mich trotzdem glücklich. Zufrieden. Ausgeglichen.

Umso trauriger bin ich, wenn ich überlege, was ich so alles verpasst habe. Goethes Erben live. Depeche Mode in der Anfangszeit. LP-CD-Tauschbörsen. LPs an sich! 80er. Veranstaltungen, die ich nur vom Schwärmen der älteren Freunde kenne… Weil ich zu jung bin. Als ich das meinem Vater erzählte, fing er an zu überlegen und sagte dann, dass er auch vieles nicht mitbekommen hat. Weil er zu alt ist. Festivals zum Beispiel. Oder wirklichen Gothic Rock in seiner Jugend. Auf Konzerten war er schon immer viel, aber die Gruftie-Konzerte hat er jetzt erst durch mich entdeckt.

Das machte mich doch nachdenklich. Eigentlich erlebe ich wirklich viel. Viel, was früher nicht möglich gewesen wäre. Hier auf dem platten Land würde ich ohne die Verbindung über das Internet vermutlich kaum was mitbekommen. Über Freunde, ja. Aber auch nur in einem gewissen Kreise. Also freue ich mich, wenn ich mir Geschichten anhören darf, die sie erzählen und genieße es doch auch, wie einfach ich es jetzt habe. Vorallem: Wie cool ist es bitte, mit seinem Vater zum Rammstein- oder ASP-Konzert zu gehen?

Coppelius Hilft!

Wir schreiben das Datum des 22.01.2012. Es ist ein Sonntag an dem ein Konzert von Coppelius stattfinden soll. Aber…ich greife vor…

Nachdem ich aus der Dusche trat betrachtete ich mein Spiegelbild…ich sollte mir den Bart stutzen, damit es ein wenig „Chick“ in die Sache bringt. So nahm ich mein Barbiermesser und gab dem ganzen Form. Mit ein wenig moralischer Unterstützung zog ich mich an und machte ich mich dann fertig. Schick wollt ich zum einen sein, weil ich mit meiner Liebsten und Ihrem Herrn Vater Essen gehen wollten. Und zum zweiten wollte ich nicht wie ein Penner, man verzeihe mir den Ausdruck, bei einem Coppelius-Konzert sein. Wie gesagt, ich hatte mich soweit zurechtgemacht und machte mich auf den Weg zum Restaurant. Um etwas vorzugreifen, ich war zu spät. Dank der freundlichkeit der Öffentlichen Verkehrsmittel. Ich wurde unter aller Kanone behandelt…aber lassen Wir das…

Das Essen war schön, ich hatte meine Liebste lange nicht gesehn…Ihre schönen Augen…Ihr Lächeln…ich schmolz nur so dahin, hatte demnach Mühe, mich mit anstand auf der Stuhl zu halten. (Zum Glück bekam ich kein Nasenbluten…) °Hust° Nun ja. Nach dem Essen und einigen schönen Gesprächen sollte es für die Beiden Heimwärts gehen und für mich zu Coppelius.

Ich war auch pünklich zum Einlass um 20 Uhr da. Ich ging am Verkaufsstand vorbei und wurde herzlich begrüßt. „Guten Tag, mein Herr, darf ich Ihnen was zeigen?“ Entgegnete mir Fräulein von Talermark. Ich fragte nach diversen T-shirts, doch sollte es für diesen Moment nicht mein Glück sein. Ich kaufte stattdessen die beiden Gazetten, die ich immer schon bestellen wollt, und 2 der letzten 3 Stofftaschentücher, die noch da waren. Vorerst werden keine mehr produziert. Und ich finde die so klasse! Nachdem ich also meinen Einkauf getätigt hatte auf in die Halle, ich wollt gern ganz vorn sein…

So war es dann auch. Ich stand in der Mitte! Ganz vorn…ich legte meinen Zylinder ab…auf die Fläche wo stand „Bitte keine Getränke draufstellen“ stand.  Dieser Teil schien wohl zur Bühne zu gehören. Provokativ und um zu sehen, wie Sie reagieren, frech den Hut dahingelegt.

Um 20:30Uhr dann kam „Cellolitis“ auf die Bühne. Eine „Ein-Mann-Band“ der aber gehörig was auf dem Kasten hatte. Mit einem Gerät, wo Er ständig drauftrat, könnte Er gespielte Passagen aufnehmen und in dauerschleife wiedergeben. Großartig! Sowas hatte ich Live nie gesehen. Nach einer zu kurzen halben Stunde und Gefühlsschwankungen zwischen Träumen und Rocken dann ging Er von der Bühne. (Mit Le Comte Caspar hat Er ein Stück gespielt, das, hätte ich ein Bild dazu zeichnen sollen, ein See im Nebel wär…)

Der langersehnte Moment war gekommen! Coppelius traten auf die Bühne. Bzw. Ihr Butler, der erstmal etwas Staub wischte…Dann kamen die Herren hinterher. Wahnsinn! Und ich vorne, Mitte! Nach zwei Titeln die Sie spielten machte Le Comte Caspar Ihren Butler doch darauf aufmerksam, das mein Hut doch auf der Bühne läge…Kurzerhand nahm Butler Bastille MEINEN Hut und setzte Ihn galant auf den Garderobenständer der Bühne. Mein Hut, bei den großen Hüten der Herren mit dabei! Man, was bin ich stolz!

Nach einigen zauberhaften Performances sollte dann eine Kerze entzündet werden und es wurde nach Feuer gefragt. Wozu ich immer Streichhölzer bei mir trage? Ganz einfach; für solche Momente! Gut, ich reichte Ihm mein Zippo, weil ich nich so schnell an meine Streichhölzer gekommen wär. Nach kurzen wühlen in meiner Hosentasche bot ich Ihm diese auch an. Butler Bastille fragte mich ganz neugierig:“Ist das eins dieser neumodischen Dinger?“ und drehte mein Feuerzeug in den Händen.

Bei dem Lied „Damen“ bekam Bastille dann eine Gerbera. Nachdem Er Uns mit den Blütenblättern bewarf biss Er der Blume den Kopf ab, zer…kleinerte es ein wenig und spuckte den Rest auf die Bühne. Geniale Aktion, wenn auch ein wenig eklig. Zum Lied „Time-Zeit“ suchen die Herren sich ja immer einen aus, der auf die Bühne kommt. Was war ich Überrascht, als Bastille mich auswählte…MICH! Ein Traum! Bei meiner absoluten Lieblingsband auf der Bühne stehen und mitmusizieren…gut. Man schlägt da Oben nur einmal auf die Triangel…aber es ist ein Teil des Liedes. Wosch! Ich war total geflasht. Er fragte nach meinem Namen, stellte mich vor und bedankte sich, nach getaner „arbeit“ mit einer Verbeugung. Sowas…und das mir…

Zu „Ade, mein Lieb“ fing ich an zu Träumen…da Wir alle saßen legte ich meine Arme auf die Bühne, da wo vorher mein Zylinder lag. Auf diese legte ich meinen Kopf…um zu träumen…von meiner Liebsten träumte ich…von Ihren bezauberndem Lächeln…Ihrer zarten, glatten Hand die sanft über mein Gesicht streicht…und vor allem…ich träumte Sie zu mir. Nichts, aber auch garnichts hätte diesen Abend schöner gemacht, als Sie an meiner Seite zu haben…

Ich machte Bastille auf meinen fehlenden Hut aufmerksam und Er wurde mir promt gereicht. Da kam mir eine Idee. Wenn der Hut doch schon bei Ihnen war, wird doch auch eine Unterschrift darin möglich sein, oder? Ich sprach Graf Lindorf und auch Sissy Voß darauf an. Beide willigten ein. Mit großen, läuchtenden Augen wartete ich also. Herr Caspar unterschrieb und Herr Lindorf tat es Ihm nach. Die anderen sollte ich noch im Konzertsaal finden. Auch Max Coppela, Sissy Voß und Butler Bastille unterschrieben. Herr Coppela und Herr Voß gingen schon vor und ich wartete noch auf die vollendigung der Unterschrift von Bastille. Ich bedankte mich höflich und kehrte mich zum gehen um, da sprach Er mich an. „Komm gut Heim…und einen schönen Abend noch…“ – „Ja, Herr Bastille, das wünsch ich Ihnen auch, es war gorßartig!“ – „Vielen Dank, Herr“  Geflasht zog ich von dannen…das war so dieser Moment wie in Filmen, wenn einer von zu Haus auszieht und von einem Freund gesagt bekommt „Pass gut auf Dich auf…“ *.*

Es gibt an dieser Stelle wohl nurnoch eins für mich zu sagen.

Coppelius Hilft!

52 Songs: Luftgitarre

Luftgitarre, ja. Lang überlegen musst ich jetzt nicht, da ich täglich auf dem Weg zur, oder von der, Arbeit meine „Luftgitarre“ schwinge.  Allerdings ist es ein „Luftcello“ oder manchmal auch eine „Luftgeige“. Da ich unheimlich gern Geigen, Cellos oder Kontrabass höre, ist es für mich ´schöner´, diese Instrumente zu spielen. Richtig abgehen, ich „swing“ der Musik die Finger bewegen.

Meine Wahl viel diesmal wieder auf Coppelius. „Schöne Augen“ Schneller Song, der in meine Finger geht. Da will ich jedesmal wieder zum“Luftcello“ oder „Luftkontrabass“ greifen.

Mein erstes Konzert bei den Herren Coppelius wart in Hamburg gewesen. Meine Prinzessin fragte mich, ob Wir nicht hin wollen. Klar wollen Wir! Und schon dort kribbelte es in meinen Fingern.

„Stöckchen“

Ohne Ankündigung gekam ich heute Morgen von der Windprinzessin ein Stöckchen zugeworfen. Ein virtuelles. Ich verstand erst nicht, aber dann kam die Erklärung dazu. Es sind Fragen, die man anderen stellt und in Form eines Stöckchens weiterwerfen kann.

 

1. Bist du diesen Sommer auf irgendwelchen Festivals zugegen? Wenn ja auf welchen?

Ich werde dieses Jahr wohl nur auf dem WGT sein. Für mehr ist keine Zeit. Leider!

2. Milcheis oder Wassereis?

Kommt auf die Situation drauf an, aber ich würde spontan Milcheis sagen.

3. Fährst du in Urlaub? Wie lange und wohin gehts denn?

Mein Urlaub wird in erster Linie das WGT sein. Eventuell noch im August nach Dänemark für zwei Wochen.

4. Lässt du dich gerne in der prallen Sonne braten oder schwörst du auf vornehme Blässe und bleibst lieber im Schatten?

Vornehme Blässe ist wichtig! aber wenn ich im T-shirt rausgehe cremé ich mich nicht extra ein. Die Bräune ist dann so, aber Blass mag ich mich lieber. Bin sowieso kein Sonnenmensch.

5. Was genau magst du am Sommer?

Schatten?!

6. Welches war dein persönliches Highlight des letzten Sommers?

An den letzten Sommer kann ich mich nicht erinnern.

7. Mit wem wirst/willst du diesen Sommer am meisten Zeit verbringen?

Welch seltsame und eindeutige Frage! Mit meiner Prinzessin natürlich! <3

8. Bist du ein Sommerkind? Oder fühlst du dich bei Schnee, Eis und Minusgraden doch wohler?

Weder noch, ich fühle mich im Herbst am wohlsten. Wenn die blätter von den Bäumen fallen und man lange im Wald spazieren gehen kann.

9. Was ist dein absolutes Lieblingsgetränk für heiße Sommertage?

Ein kalter Absinth!

10. Was treibst du im Sommer am liebsten?

Sonnenuntergänge am Strand ansehen.

 

Ich möchte dies natürlich weiterführen. Somit gebe ich meine Fragen weiter an Miss Inari, Lady Sintaura und Herr Verosatre.

1. Was müssen Sie diesen Sommer unbedingt erledigen?

2. Welches Getränk darf gereicht werden?

3. Eine lieblings Speise im Sommer?

4. Wo verbringt Ihr am liebsten die Zeit im Sommer?

5. Heißer oder milder Sommer genehm?

6. Bikini oder Badeanzug? Bzw. Badehose oder Badeshorts?

7. Schwimmflügel oder lieber Flossen?


Ein erfüllter Traum…

Es war Samstag, genauer gesagt Samstag, den 16.04.2011. Meine Prinzessin fragte mich ca. vor einem Monat, ob Wir zwei Beide nicht nach Hamburg zu Coppelius wollen. Coppelius ist meine Lieblingsband. Sagt alles, oder?

Wir standen recht spät auf, wollten ja aber noch nach Hamburg. So gegen 13:30 saßen Wir dann auch im Auto. Ich mag Hamburg, kann man nicht anders sagen. Erstmal; Stadtbummel. Wir besuchten einzelne Lädchen hie und da. Sahen in Schaufenster und kauften Kleinigkeiten. Das eine Kleidchen bei Colours hats mir besonders angetan…Rot/Schwarz gestreift…passt zu meiner Hose. Also quasie Partnerlook. Wärend Wir so bummelten, wurde ich meist argwöhnisch angesehn, belächelt oder bestaunt. Dabei empfinde ich mein Auftreten als angemessen.

Wir wollten ausgehen, somit gehört zu den Schwarz/Weißen Springerschuhen auch ein weißes Hemd mit schwarzer Frackweste drüber. Der Zylinder darf natürlich nicht fehlen. Ich hielt mich also, die Hose ist Grau/Schwarz gestreift, in Schwarz/Grau/Weiß.

Die eine junge Dame, die an Uns vorbei ging meinte; „Guck mal, der bringt Glück!“ – Ja,junge Dame, dies ist Korrekt. Allerdings beschrenkt sich dieses Glück auf meine Liebste. <3

Nunja, es war dann zeitlich soweit. Wir brachten Unsere Sachen zu Ihrer kleinen Kutsche und machten Uns langsam auf den Weg zum Konzert. Vorerst noch von einem Pyromanen eingeladen, Seine Feuershow zu begutachten. Mit der Frisur? Erleichtert sah ich nach dem Konzert, das Er noch lebte. Aber ich greife vor…

Kurz vor kauf der Eintrittskarten, eine Diskusion; „Ich kann meine Karte selbst kaufen!“ – „Davon geh ich aus, musst Du aber nicht ;)“

Schnell bezahlt und gesagt bekommen; „Wehe, da sind nach dem Konzert weiße Hasen oder Tauben im Raum.“ – Öh…Ach, die Security spielte auf meinen Zylinder an. Entgegnete dann trocken; „Das wäre Ihr Abendessen gewesen“ – Nun also rein. Schon unentschlossen…Jetzt zum Merch-Stand oder später…Nein…ich wollte jetzt. So begrüßte ich höflichst die Dame am Stand und gab meine ´Bestellung`auf. „Mich gelüstet es nach der Collektorsbox, die drei Poster, die Triangel, das T-Shirt [Ruhe Bitte]/[Applaus] und sind das alle Stofftaschentücher, die Ihr da habt?“ – Sie zeigte mir, was sie noch so da hatte. Als der kauf abgewickelt war, fragte Sie nach meinem Namen, ich Antwortete natürlich mit Graf Blackage. Erstaunen Ihrerseits…kennt Sie meinen Namen? In Flensburg bin ich in einigen Ecken bekannt ja…aber Hamburg, Nein.

Rein in den kleinen Konzertsaal. Es war recht warm. Vogelfrey. Nungut, als Vorband so zu ertragen und mit genug Absinth in der Blutbahn ists wohl auch erträglich. Als diese dann doch sehr in der Zeit zurückgebliebenden Herren die Bühne räumten, trat Le Comte Caspar auf die Bühne, vermummt. Aufbauen. Als alles aufgebaut war, sollte es los gehen. „Konzertante Reise zum Ruhme des Zinnobers“. Ihr Butler Bastille trat auf die Bühne. Begrüßte Uns. Ich sah Ihn ja zum ersten mal und war begeistert. So wie die Herren aussehen kann man sagen,man sei begeistert gewesen. Da alle, laut der Biographie im 19 Jahrhundert geboren sind. Bastille nun, hatte kaputte Klamotten an, die Handschuhe*.* Ich glaube es war nurnoch ein Finger vom Handschuh komplett, alle anderen zerfetzt. Sie spielten somit auf. Ein Kontrabass, ein Cello, zwei Klarinetten, Schlagzeug und in einem Stück auch ein Cembalo. Wärend die Herren Coppelius nach und nach Ihre Hüte entweder verloren oder abnahmen, hatte ich meinen stehts auf dem Kopf. Nicht ganz; Bei zwei Liedern nahm ich diesjenigen vor die Brust, um Respekt zu zollen. Die Lieder waren „Stetig Fromm“ und „Ade,mein Lieb“. Le Comte Caspar beobachtete mich die ganze Zeit, verzog aber keine Mine, wie fast alle. Es war mein bisher geilstes Konzert! Wenn man mir hier mal diesen Ausdruck erlaubt… Ich bin weder Tänzer noch bin ich bisher zu Musik abgerockt. Hier war das was anderes; Ich war im Takt gefangen! Ich musste mitmachen,meine Textsicherheit gab mir halt beim „tanzen“. Ich gröhlte mit, nicht unbedingt meine Art. Aber es war großartig. Sowas mal zu erleben. All dies hab ich meiner holden Prinzessin zu verdanken…und ich bin Ihr tausendfach dankbar, das Sie mich dort mithin nahm.

Die Herren Coppelius spielten alle meine Lieblingslieder[alle]. Als es sich zum Ende neigte, da es Max Coppela müdete, gingen Sie nunmehr von der Bühne. Alle riefen „Da capo“!. Bastille trat vor, wollte zu einem großartigen Da capo aufrufen, als ein zwischenruf kam. Gefasst stand der Butler am Mikrofon. Bevor Er blitzschnell den Zeigefinger auf den Zwischenrufer richtete und ein schrilles „RAUS!“ ertönte. Der Herr bekam die Gelegenheit, sich zu entschuldigen. Dann spielten Sie noch einmal für Uns, als letztes Stück „Ade,mein Lieb“. Alle knieten sich hin. Und eine Kerze ging durch den Raum…Es war ein traumhaftes Bild.

Das Sie mir diese Erfahrung möglich machte, werde ich Ihr nie vergessen, wie alles,was Sie bereits für mich tat…

Live: Vogelfrey & Coppelius

Am Samstag waren wir zu zweit in HH. Erst gemütlich shoppen, dann wollten wir noch etwas Essen, bevor es zur Markthalle gehen sollte. Erster Anlauf: City Kumpir. Es war Viertel vor Sechs – aber die Dame hatte nur noch eine Kartoffel. Bisschen wenig. Da wir schon recht platt waren, entschieden wir uns gegen das Vapiano und für Schweinske. Lag mehr auf dem Weg. Ich versuchte noch schnell an der Ticketbox im HBF zwei Karten zu erstehen, aber genau in dem Moment gingen sie aus dem Verkauf. Perfektes Timing. Also gegessen, schnell zum Auto und die Errungenschaften verstaut, Korsett geschnürt und ab in die Markthalle.

Am Samstag war in HH Nacht der Museen und dementsprechend war es ziemlich lebhaft zwischen der Kunsthalle und den Deichtorhallen. Ein Feuerkünstler lud uns zu um elf ein, seine Feuershow zu bestaunen und wir unterhielten uns noch kurz.

In der Markthalle noch kurz am Merchstand gestöbert und rein in’s Marx. Es gibt dort Ventilatoren an der Decke! Ohne wäre es vermutlich schon vor Beginn sehr warm gewesen. Ich suchte mir ein Plätzchen recht weit Vorne, aber direkt mit Fensterbank im Rücken. Meine Knie wollten nicht mehr so und anlehnen war doch eine gute Idee. Später war das dann meine Rettung: Vom Fenster her kam unter den Vorhängen kalte Luft hinein. Lehnte ich mich 30cm vor, waren es bestimm 40 Grad. Allerdings zog es auch etwas, was mein Nacken nicht so lustig fand. Bin halt nicht mehr die Jüngste. Es waren so hübsche Menschen im Publikum, Stilrichtungen von Mittelalter über Gothic zu Steampunk. Mehrere Zylinder gesichtet.

Es begann dann mit Vogelfrey. Mittelalter/Metal-Mischung. Die Lieder gefielen mir, aber nur die, bei denen der Gesang zu verstehen war.

Allerdings haben sie dann beim letzten Lied alles versaut: Feen sind zum Essen da. Niemals.

Beim Singen verfingen sich die Haare des Sänger im Mikro und waren leicht verknotet – das war die Rache der Feen!

Dann wurde umgebaut und schon mit den Herren von Coppelius geflachst.

Gegen 21:45 Uhr ging es dann endlich los – und war traumhaft! Die Herren haben den Abend zu einem ganz besonderen gemacht. Schlagzeug, ein bis zwei Klarinetten, Cello, Kontrabass und Cembalo – was sie daraus gemacht haben, war sensationell. Der Butler hat es mir ganz besonders angetan, die anderen redeten nicht viel. Aber der Herr… hach!

Seine Stimme ist echt wundervoll und ich muss sagen, die meisten Stücke klangen live viel besser als von der CD.

Die Herren sollten unbedingt ein Live-Album veröffentlichen.

Ich freu mich schon jetzt auf die weiteren Konzerte, die dieses Jahr noch folgen werden. Was mit das Schönste war: Mein Graf hat sich so über das Konzert gefreut. Es hat mich so glücklich gemacht, wie ich ihn damit glücklich machen konnte.