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Wolfsgeschichten: Stoffwindeln.

Neue Rubrik: Geschichten über unseren Alltag mit dem Wolf. Mal sehen, über was ich da noch so schreiben kann. Ein paar Ideen habe ich schon. Bisher gab es nicht viel auf diesem Blog über unseren Sohn. Doch unser Leben hat sich verändert, seit er bei uns ist. Warum nicht auch darüber schreiben.

Wir wickeln mit Stoff.

Wenn ich erzähle, dass der Wolf teilweise mit Stoffwindeln gewickelt wird, ernte ich sehr oft fragende, angewiderte und ablehnende Blicke. Bisher sind mir mehr Menschen mit ablehnender Haltung begegnet, als Neugierige. Das finde ich schon etwas schade. Muss anders immer gleich schlecht sein? Sind gerade wir nicht alle ziemlich anders? Nach etwas Aufklärung konnten sich das dann der ein oder andere auch vorstellen. Immerhin.

Als ich anfing, diesen Artikel zu schreiben, fragte ich nach Gedanken, die anderen durch den Kopf gehen, wenn ich von Stoffwindeln erzähle. Ein paar kurze Kommentare sind von mir dabei, der Rest klärt sich dann hoffentlich etwas weiter unten. Falls etwas unklar bleibt, oder mehr Informationen gewünscht sind – schreibt!

„Das ist doch viel zu aufwändig.“ – Es ist mehr Aufwand, das stimmt. Allerdings sind es mir die 5-10 Minuten jeden Abend wert. | „Hast du zwei Waschmaschinen?“ – Nein, natürlich nicht. Andere Mütter waschen nach Windelunfällen die Wäsche ja auch nicht in verschiedenen Maschinen. | „Ist das nicht sehr viel Wäsche?“ – Es sind zwei Maschinen in der Woche, wobei ich auch andere Wäsche mitwasche. | „Wie transportiert man dreckige Windeln?“ – Im Wetbag. | „Das stinkt doch!“ – Ja. Klar. Wegwerfwindeln stinken aber auch. Nicht wenig. Nur riechen die dann so richtig fies nach Chemie. Was bei den Superabsorbern in den Windeln auch kein Wunder ist. | „Stück Stoff zum um Popo schnallen!“ – Mit Klett oder Snaps. | „Was hat die gekostet? SO VIEL?“ – Dafür ist das Geld nicht für die Tonne. | „Bunt!“ | „Ganz schön öko…“ | „Früher gabs einfach nur Mulltücher.“ – Richtig. Die kann man heute auch noch benutzen. Wir nutzen andere Systeme. | „Bunte Windelpopos.“ – Oh ja! | „Was für ein dicker Hintern.“ – Kleiner Hummelpo!

Die Windeln.

Als das Thema Stoffwindeln in meine Filterbubble drang, war ich sehr neugierig. Angefangen zu recherchieren habe ich lange bevor der Wolf überhaupt in meinem Bauch war. Es gibt nicht die Stoffwindel. Das eine System. Es gibt unheimlich viele verschiedene Firmen, Formen, Farben. Das ist schon ein ziemliche Dschungel an Informationen. Wir benutzen jetzt für die Kita Pocketwindeln und AIOs mit Pocketfunktion. Am Wochenende wickle ich den Wolf mit Ai3-Windeln von gDiapers. Nachts gibt es weiterhin Wegwerfwindeln, weil das System, was wir zeitweise hatten, nicht gut genug gepasst hat. Nicht jede Windel passt zu jedem Kind. Nachts sind Höschenwindeln plus Überhose eigentlich eine gute Lösung. Dafür hatte ich 4 Höschenwindeln und 2 Überhosen bestellt. Leider waren die Überhosen an den Beinen nicht dicht genug, wenn genug Saugmaterial in der Windel war. Vielleicht hätte es mit anderen Überhosen funktioniert – aber zu der Zeit hatte ich keine Nerven mehr, noch etwas anderes auszuprobieren. Daher ist unser Kompromiss: Stoffwindeln tagsüber, Wegwerfwindeln in der Nacht.

Unsere Pocketwindeln sind von verschiedenen Marken. Little Lamb ist da mein ganz klarer Favorit. Breite Öffnung zum Stopfen, weiches Fleece, passen gut, schneiden nicht ein, lassen sich mehrfach verstellen. Ein paar Noname-Windeln sind noch übrig. Wir haben uns erst Anfang des Jahres dazu entschieden, den Wolf auch in der Krippe mit Stoff zu wickeln. Für die Testzeit habe ich zwei gebrauchte Pocketwindel-Pakete mit Little Bloom und anderen günstigen Windeln gekauft. Als die Erzieherinnen zugestimmt haben, sind diese Windeln Stück für Stück ausgetauscht worden. Die Einlagen werden in die Tasche geschoben und verrutschen so kaum.

Wenn der Liebste den Wolf morgens in den Kindergarten bringt, trägt er meistens eine All-in-One mit Pocketfunktion. Das ist eine Windel, in der eine Einlage fest eingenäht ist. Dazu wird sie bei uns mit einer Einlage extra gestopft. Bei diesen Windeln muss etwas drauf geachtet werden, dass die zusätzliche Einlage nicht verrutscht ist, dewesen nutzen wir sie morgens gerne. Die Kinder werden meist nach dem Frühstück gewickelt und bis dahin reicht das Fassungsvermögen gut.

Am Wochenende oder an freien Tagen sind die gDiapers All-in-3 Windeln mein Favorit.  Hier gibt es eine Windel, die mit Klett auf dem Rücken verschlossen wird. In diese Windel wird die sogenannte Pouch mit Druckknöpfen gesnappt. Diese Pouch ist atmungsaktiv – wenn die Einlagen also sehr nass sind, kann sich die Windel klamm anfühlen – das haben wir allerdings nur, wenn ich einen sehr langen Wickelabstand hatte. Die Einlagen liegen direkt in der Pouch. Dadurch können die gDiapers 2-3x benutzt werden, bevor sie in die Wäsche kommen. Einlagen aus der Pouch raus, auslüften lassen, neu füllen.

Somit haben wir jetzt 11 Pocketwindeln von Little Lamb, 3 Noname-Pocketwindeln, 7 gDiapers in L, 2 Gladbaby in L, 2 Alva AiOs mit Pocketfunktion und 3 Happy Flute AiOs mit Pocketfunktion. Die Anzahl der Einlagen kann ich nur grob schätzen. Es müssten jetzt 30 vernähte Ikea-Waschlappen, 45 Bambusbooster von Little Lamb und 15 gemischte Einlagen aus verschiedenen Materialien sein. Darunter sind auch ein paar Baumwolleinlagen von Totsbots und drei vernähte Moltontücher. Was aus verschiedenen Paketen übrig geblieben ist. Die Mikrofaser-Einlagen sind allerdings alle sofort aussortiert worden, die waren nichts.

Das Wickeln.

Wickeln funktioniert im Grunde nicht viel anders als mit Wegwerfwindeln. Alte Windel ausziehen, Hintern sauber machen, neue Windel um. Bei den g’s mit Klett hinten, bei den Pockets werden die Windeln mit Snaps geschlossen. Als letzter Schritt muss noch kontrolliert werden, ob das Windelvlies komplett in der Windel liegt. Schaut das an den Bündchen raus, zieht es Flüssigkeit und der Body wird nass. Die alte Windel kommt in der Krippe in einen Wetbag, bei uns Zuhause in die Windeltonne. Dabei werden die Einlagen und die Windeln getrennt. Vollgekackte Windeln sind natürlich nicht so schön – dafür liegt das Vlies in den Windeln. Damit lässt sich schon viel entsorgen. (Bei uns in den Windeleimer. Theoretisch könnte man das auch im Klo runterspülen, ich weiß aber nicht, wie durchgängig die Rohre in unserer Wohnung noch so sind. Außerdem gehört das einfach nicht ins Klo, schließlich löst es sich nicht so einfach auf wie Toilettenpapier.) Danach wasche ich die Windel kurz im Waschbecken aus, bevor sie auch im Windeleimer landet.

Das Waschen.

Zwei Mal die Woche ist Windelwaschtag. Meistens Samstag und Diestag. Dabei wandern beide Wäschesäcke in die Maschine. Der Einlagen-Sack ist offen, der andere geschlossen. Eine Runde Spülen – 30 Minuten. Dann schmeiße ich noch andere Stücke mit die Maschine. Meist Handtücher, Sportklamotten oder andere Kleidungsstücke vom Wolf. 60° und Vollwaschmittel – das ist schon das ganze Geheimnis. Die Einlagen dürfen regelmäßig auch eine Runde bei 95° drehen. Die Hüllen der gDiapers wandern teilweise auch bei der normalen Wäsche mit in die Maschine. Denen reicht 40°. Ein Hoch auf die Wäschekraken von Ikea. Dort trocknen die Einlagen sehr gut – und ich kann sie schnell abends noch mal für ein paar Stunden nach draußen hängen, wenn das Wetter gut ist. Die Pocketwindeln sind meist am Tag drauf schon trocken, die Einlagen braucht 2-3 Tage. Wir haben allerdings auch keinen Trockner.

Kein Hexenwerk.

Natürlich kann man sehr sehr sehr viel Geld für Stoffwindeln ausgeben. Das ist ähnlich wie mit Audi und Dacia. Für mich sind es einfach Gebrauchsgegenstände. In hübsch. Little Lamb ist jetzt keine ganz günstige Marke – durch den Kauf in deren Angebotswochen aber mir das Geld wert. Ich habe auch nicht den Anspruch, auf Biegen und Brechen mit Stoff zu wickeln. Aber jede vermiedene Wegwerfwindel ist gut. Im Urlaub habe ich eine Woche nur mit Plastik gewickelt und habe jetzt drei Bodys mit Flecken, weil die Bündchen an den Beinen nicht so fest waren, wie die die Stoffwindeln. Tja. Der Wolf trinkt inzwischen zum Mittag so viel, dass die Stoffys das in der Krippe nicht mehr halten. Er schläft direkt nach dem Mittagessen und bekommt jetzt dann auch dort eine Wegwerfwindel. Also sind wir bei 2+1 in der Krippe. Am Wochenende stopfe ich die Windel einfach anders – dann hält die Stoffwindel auch dann.

So wickeln wir. Vielleicht habe ich ja jemanden jetzt darauf gebracht, es in Erwägung zu ziehen. Oder zumindest zu überlegen, bevor ein dummer Spruch gebracht wird.

Liebste Ophealia…

Vater,
Sag den Katzen, sie sollen nicht auf meinem Weg gehen
Sag den Katzen, sie sollen mir nichts vorschreiben
Es ist egal was ich vorhabe, was ich sage…
Vater…

Mutter…
Wir leben in wunderschöner Dunkelheit,
ab und an sich schlafend vor der Welt verbergen…
Oh, Mutter…

Vater…
geh mit deiner Tochter heute Abend aus
ich zeig dir meine Welt…

Vater…
sieh mein Licht
Aber wenn wir meine Hölle finden wollen

zeig ich dir, wie sie ist

Ich habe nicht vor, Ihr Licht zu sehen…

Mutter…
Sag den Katzen, sie sollen meine Pfote nicht halten
Sag den Katzen, sie brauchen nicht zu verstehen
Oh, Mutter… Vater…

Oh, Vater…
Wollen wir heute Abend zusammen kämpfen?
Wir zeigen ihnen, was sie fühlen können…
Oh, Vater…

Ich habe nicht vor, Ihre Lüge zu sehen
Aber wenn Sie Hölle mit mir finden wollen
Ich kann Ihnen den Weg jetzt zeigen…

Der Originaltext ist von Lissie – Mother …

ich hab den Text so verändert wie ich glaube, das er auf unser wundervolles Kätzchen passen könnte…

Ophealia… du fehlst uns! <3

„Das ist ja jetzt auch das schönste Alter!“

Der Wolf wird in zwei Wochen ein Jahr alt. Wie auch immer das so schnell passieren konnte. Das ganze letzte Jahr war eine wundervolle Reise, die in einem Tempo statt fand, welches ich manchmal kaum fassen konnte.

Vor einem Jahr saß ich hier, kugelte vor mich hin und hoffte, dass es bald los gehen möchte. Ich wollte den Wolf doch endlich im Arm halten. Konnte ja keiner ahnen, dass er erst eine Woche nach dem errechneten Termin schlüpft.

Momentan bekomme ich immer wieder zu hören, der Wolf sei ja jetzt im schönsten Alter überhaupt. Hmm. Nein, das würde ich so nicht unterschreiben. Ich liebe es unglaublich, wie er jetzt mit uns schon kommunizieren kann und wie er jeden Tag etwas Neues lernt. Aber jeder Monat – ja, jede Woche! – war bisher so schön. Natürlich gibt es immer wieder Tage, die anstrengender sind als andere. Oder Nächte mit weniger Schlaf. Das wussten wir vorher, das haben wir erwartet. Es gibt keine schönste Zeit. Jede Zeit ist schön, wenn man es zulässt.

Meine Liebe für dieses Wunderwesen wächst jeden Tag. Ich wusste nicht, wie viel man auf einmal empfinden kann, wenn eine kleine nasse Schnute ein Kuss auf meine Wange drückt.

Eigentlich hätte ich die Wochen, in denen der Wolf schon im Kindergarten ist und ich noch nicht arbeite, gerne genutzt um mehr zu nähen, zu plottern, zu lesen. Tja. Stattdessen packe ich Umzugskartons. In zwei Wochen ziehen wir um. Keine Ahnung, wie wir das ohne meine Elternzeit hätten schaffen sollen. Aber wir machen das ja gerne in eigentlich nicht so passenden Momenten.

Das Familiengefühl, was sich in mir immer breiter macht, ist so wundervoll. Wir sind jetzt eine richtige Familie. Vater, Mutter, Kind, Katze. Liebe.

Zirkusadel-Familie.

Her mit dem schönen Leben. 

So ein kleines Wunderwesen verändert einen zwangsläufig. Ziemlich sogar. Ich hoffe, hauptsächlich zum Guten. 

Was ich in den Stunden, in denen ich nur leise Dinge machen kann, weil der Wolf schläft, gemacht habe, hat viel mit schönem Leben zu tun. Auch wenn sich das erst nicht so anhört. Ich habe es endlich geschafft, viele „Rumpelecken“ neu zu ordnen, aufzuräumen und dabei Dinge auszusortieren. Der Vorratsschrank ist wesentlich kleiner geworden – damit weniger abläuft, weil ich die Dose doch vergesse. In einer Zeit, in der die Supermärkte bis 22 Uhr geöffnet haben, muss ich nicht so viele Dinge gebunkert haben. Mein Kleiderschrank ist schon ewig auf meiner Liste, da habe ich es immerhin geschafft, die ersten Fächer zu sortieren. Einige Klamotten sind schon aussortiert, da wird aber noch was folgen. So viele Stücke, die ich ewig nicht trug und wohl auch nie wieder tragen werde. Ich möchte nur noch Stücke im Schrank haben, die ich wirklich richtig gerne mag. Mein Kleiderkreisel-Account hat sich gefreut. Genau wie der Mamikreisel-Account. Ein paar Umstandskleider habe ich direkt verkauft, weil ich sie gar nicht getragen hatte. Die anderen Umstandsklamotten sind in einen Karton gewandert. Hauptsache raus aus dem Schrank. Wer weiß, wann und ob ich die noch mal brauche. Die ersten drei Kartons Kindersachen sind auch schon verschenkt. Was nicht alles ist. Lieblingsstücke füllen hier schon zwei Kisten. Wir haben sehr viel noch geschenkt bekommen, also habe ich die Dinge, die ich in den Kleidungspaketen noch ersteigert hatte, aussortiert. Es war gut, so viel zu haben – da musste ich am Anfang nicht so oft waschen.

Am liebsten ziehe ich dem Wolf sowieso die Hosen an, die ich selber genäht habe. Weil sie ihm super stehen und weil ich auch stolz darauf bin, das gezaubert zu haben. Irgendwann traue ich mich an eine Jacke für mich. 

Es ist so schön, wenn man Zeit für Dinge hat, die einem gut tun. Natürlich hat es gedauert, bis sich hier alles eingespielt hat und Routine gibt es eher selten. Mir fehlte das Musikhören sehr – das habe ich erst in den letzten Wochen gemerkt. Das kann ich jetzt, wenn der Wolf im Kinderwagen beim Spaziergang einschläft. Auch habe ich seit Oktober nur ein Buch gelesen – weil mir die Konzentration fehlte. Das kommt jetzt gerade zurück. Schön. 

Mein Mut zum Dinge ausprobieren ist langsam wieder da. Dank blöder Unverträglichkeiten habe ich mich ewig nicht mehr an andere Früchte außer Apfel, Banane, Birne und Kiwi getraut. In geringeren Mengen kann ich aber auch Ananas, Melone, Orange, Erdbeeren und Mango ab! Unfassbar, wie glücklich mich sowas machen kann. Pur Essen ist zwar nach wie vor schwierig, aber im Smoothie geht’s. 

Der Wolf hat mir gezeigt, wie wertvoll Zeit ist. Wie schnell ein paar Wochen und Monate vorbei sind. Wie viel Neues man in kurzer Zeit lernen kann. 

Nicht so viel nachdenken, mehr genießen. Mehr möchten als wollen. Her mit dem schönen Leben! 

Ganz große Liebe.

Heute sind wir 161 Tage zu dritt. Der kleine Wolf ist genau 23 Wochen alt. An einem Mittwoch um 08:44 Uhr ist er geboren – wie lange ich wohl um diese Zeit noch jeden Mittwoch daran denken muss? 

Wir haben so einen zauberhaften Jungen – der sich wundervoll in unsere Familie gefügt hat. Als wäre er das coolste Addon zu einem Spiel ever. Die Liebe zu diesem Geschöpf wird jeden Tag größer – mit jedem Entwicklungsschritt, den er macht. Ich habe bis heute nur das Hypnobirthing-Buch gelesen – keine Ratgeber oder Bücher, die mir erzählen sollen, wie mein Baby ist. Das zeigt uns der kleine Wolf schon von ganz alleine. 

Wir probieren viele Dinge aus und ich bin wahnsinnig froh, dass wir das auch können. Wir tragen unseren Sohn in der Ergobaby, Emeibaby und im Tuch, aber auch der Kinderwagen ist nicht mehr so ein Grund zum Weinen wie am Anfang. Ich genieße das sehr, wenn wir spazieren gehen und das Gebrabbel vom kleinen Wolf langsam leiser wird, sich sein Gewicht verlagert und er an mich gekuschelt einschläft. Das Einbinden im Tuch hätte ich gerne schon im Krankenhaus gekonnt, dort mochte er ohne Körperkontakt nicht viel Zeit verbringen, was schnell zu lahmen Armen bei mir führte. Bisher habe ich noch keinen negativen Kommentar bekommen, was ich eigentlich gerade hier auf dem Land doch irgendwie erwartet hatte. Ich wickle den Kleinen sowohl mit Wegwerfwindeln als auch mit Stoffwindeln, je nach unseren Vorhanden am jeweiligen Tage. Die Stoffwindeln sind wunderbar bunt und es macht mir wirklich Spaß damit zu wickeln. (Was für Mengen an Müll bei Wegwerfwindeln entsteht und wie die teilweise riechen – unglaublich. Kleiner Muschelpo.) 

Egal, wo wir ankommen – unser Sohn steht sofort im Mittelpunkt und wir sind abgemeldet. Aber das ist auch okay so. Unsere Familien sind alle unglaublich glücklich, wenn der kleine Wolf zu Besuch ist. Gerade für seine Urgroßeltern ist er Medizin. Plötzlich können sie sich wieder bücken oder sich verdrehen, um ihn zu sehen. Das ist so schön zu sehen. 

Wenn man sich etwas schon sehr lange wünscht, das dann in Erfüllung geht und es einfach noch viel schöner ist, als auch nur ansatzweise erträumt – dann ist das so unfassbares Glück. Glück, das unglaublich kostbar ist. 

Momentan warten wir auf Post vom Kindergarten. In 6 1/2 Monaten will ich wieder anfangen zu arbeiten. Maximal 30 Stunden darf ich während der Elternzeit arbeiten, mal sehen wie das dann wird. Irgendwas zwischen 25 und 30 habe ich jedenfalls angepeilt. Ein Plan B, falls wir keinen Platz bekommen, haben wir in der Hinterhand und sonst gibt es ja auch noch Plan C, D… 

Mein Traum von zwei Kindern ist immer noch mein Traum – wann (und ob) es ein Geschwisterchen für den kleinen Wolf geben wird, geht aber niemanden außer uns etwas an. Erstmal hat der Kleine unsere ungeteilte Aufmerksamkeit. 

Kleiner Wolf, du bist das Beste, was uns passieren konnte. <3