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Stöckchen: Fünf Fragen.

Geworfen von der bezaubernden Sintaura, hab ich dieses Stöckchen gekonnt gefangen und beantworte dann mal diese Fragen.

1. Welches Körperteil von dir hätte Chancen auf eine Modelkarriere und warum empfindest du das so?

Wenn überhaupt die Haare, Augen oder Lippen. Die Augen vermutlich. Meine Augen sind wirklich schön geformt und lassen sich gut schminken. Auch meine Augenfarbe ist recht schön.

2. Du hast eine Woche Urlaub vor dir. Ohne Verpflichtungen, ohne Internet und ggf. ohne Kinder. Wie viele Bücher packst du ein und welche Genres finden sich? Gibt es gar einen Stapel Bücher bei dir der nur auf eine derartige Gelegenheit wartet?

Oh ja. Traumhaft. Und ich zähle schon die Tage – in 19 Tagen verschwinde ich nach DK. Eine Woche. Ob ich Internet habe, weiß ich nicht genau. Aber ich vermute eher nicht. Ich habe sehr viele Bücher, die nur darauf warten, endlich gelesen zu werden. Mitkommen würden 1-2 Bücher der Sookie Stackhouse-Serie, ein Fantasy-Roman der seit Weihnachten bei mir ist und vielleicht noch ein Krimi aus dem Regal meiner Eltern.

3. Gibt es etwas Aufregendes was du schon immer mal tun wolltest? Bsp. Bungeejumping, zum Mond fliegen, tauchen oder ähnliches?

Hm, eigentlich nicht. Ich bin nicht so ein Adrenalinjunkie.

4. In wieweit würdest du deinen Partner und/oder Kind frei entscheiden lassen über Frisur und Klamotten und wo wäre bei dir eine Grenze erreicht bei der du Einfluss nehmen wollen würdest?

Hihi, ich fürchte, ich werde kaum Einfluss nehmen können – schließlich habe ich auch schon fast alles durch. Also ich würde wohl sagen, wenn mir etwas nicht gefällt, aber gerade mein Kind würde ich es vermutlich sogar animieren, alles auszuprobieren. Nur Dreads finde ich nicht so toll. Solange sie gepflegt werden, wäre auch das okay.

5. Welche Sprache würdest du gerne sprechen und wieso?

Dänisch, weil wir so oft dort sind. Und weil ich den Klang einfach mag.

(Ich werfe jetzt einfach mal nicht weiter, aber vielleicht mag der Graf ja noch diese Fragen auch beantworten?)

Veränderungen. Erinnerungen.

Ich bin schon ewig im Internet unterwegs. Genau genommen seit 2004. In dieser langen Zeit habe ich unheimlich viele Menschen kennen gelernt. Menschen, die mir verdammt wichtig waren. Es noch immer sind. Es immer werden. Ein paar habe ich live getroffen. Ein paar hätte ich gerne live getroffen. Eine Dame werde ich Morgen endlich treffen. Viele Menschen haben mich für eine Zeit lang begleitet. Mir geholfen. Ich habe ihnen geholfen. Es war immer jemand da. Im Internet ist man nie alleine. Teilweise waren es Jahre, teilweise nur Wochen. Was ist jetzt mit ihnen? Haben sie es geschafft? Die Sache mit dem Job? Mit der Schule? Mit dem Studium? Mit der Klinik? Mit der Ausbildung? Mit dem Kind? Mit dem Mann? Mit der Frau? Mit ihrem Leben?

Manchmal findet man ganz plötzlich Lebenszeichen. Denkt zurück an die Zeit mit ihnen und freut sich. Oder auch nicht. Aber mischt sich nicht mehr ein. Unsere Lebensansichten haben sich vielleicht geändert. Die Freunde. Die Ziele. Vielleicht habe ich schon lange welche von damals getroffen – ohne es zu wissen. Vermutlich erinnert sich kaum noch jemand an mich. ~Schwarz Rose~, Bonnie, Eis.Prinzessin, Nette-Zicke89… Da gab es noch mehr. Manche Nicks nur einmal benutzt, andere ewig. Einige wenige sind geblieben. Wenn auch mit weniger Kontakt, aber ich weiß, wo sie sind. Wenn ich sie brauche. Wenn sie mich brauchen. Ich weiß auch, dass hier noch ein paar derer lesen. Das freut mich.

Wir kennen das ja eigentlich alles. PC Crash, ICQ Nummer weg, neue Mailadresse. So verlaufen sich dann bestimmte Kontakte. Auch wenn man sich das anders gewünscht hat. Das kann man einfach nicht verhindern. Aber das ist nicht nur im Internet so. Das passiert genau gleich im realen Leben. In dem anfassbaren Leben. Menschen, die Freunde waren. Weit weg jetzt. Plötzlich merkt man, welche Freundschaft wirklich wichtig war. Es noch immer ist.

Dann lernt man neue Menschen kennen. Ganz stupide über das Internet. Oder über den Freundeskreis. Der inzwischen verdammt verstreut ist. Es beginnt wieder von Neuem. Man kennt sich nicht. Lernt sich kennen. Lernt sich mögen. Lernt sich zu vertrauen. Möchte nicht mehr auf einander verzichten. Muss es aber auch nicht. Und das ist verdammt toll. Dafür liebe ich mein Leben. Die Menschen, die jetzt Morgen zu mir kommen, sind die Menschen, für die ich durchs Feuer gehen würde. Weil sie mich kennen. Mich trotzdem mögen. In den vergangenen Jahren habe ich gemerkt, wie schnell das Leben vorbei sein kann. Also sollten wir es genießen. Das mache ich. Vollkommen. Versuche, diesen Menschen zu zeigen, wie sehr ich sie mag. Verrückte Aktionen inklusive.

Zwei meiner Freunde sagten mir mal, wie viel es ihnen gegeben hätte, als ich sie so stürmisch umarmt habe, als wir uns nach einer bestimmten Zeit wieder gesehen haben. Vielleicht weil man es von mir nicht kennt, dass ich zu solchen Gefühlsausbrüchen fähig bin. Aber das bekommen auch nur die Personen zu spüren, die ich wirklich mag. Die mir wichtig sind. Die das verdient haben.
Ich habe viel gelernt in den sieben Jahren. Bin verändert. Durch euch.

Danke dafür.