Schlagwort-Archive: Graf

Der Fuchs brachte Uns ein Stöckchen, oder: Holzverarbeitung.

Regelwerk:

Erwähne die Person, die dich getaggt hat.
Das wäre dann die bezaubernde Inari.
Beantworte die 24 folgenden Fragen.
Tagge 5 weitere Blogger.

Graf: Ich werde meine Antworten in Kursiv verfassen.
Prinzessin: Antwort darunter.

1. Hast du Haustiere?

Hier möchte ich nun für Uns beide sprechen; Einen Wolpertinger.

2. Nenne 3 Dinge in deiner Nähe.

Absinth, einen fünfarmigen Messingkerzenhalter und meinen Zylinder.
MeineGeorge, Gina & Lucy-Tasche, eine Selterflasche und mein Diensthandy.

3. Hast du einen Führerschein? Wenn ja, hast du schon einmal einen Unfall gebaut?

 Nein.
Ja, nein.

4. Wann bist du heute aufgewacht?

Aufgewacht, oder aufgestanden? Kurz nach 6 Uhr…?
Mit dem ersten Wecker, gegen 5 Uhr.

5. Was war der letzte Film, den du gesehen hast?

Piraten, ein Haufen merkwürdiger Typen!
Piraten!

6. Was sagt deine letzte SMS?

„Ihre Vertragsänderung wurde bestätigt“
„Ihre Vertragsänderung ist beantragt.“

7. Wann hast du das letzte Mal geduscht?

Gestern.
Montag nach dem Schwimmen.

8. Wie hört sich dein Klingelton an?

Ich habe nur Vibrationsalarm, da meine Boxen vom Iphone defekt sind.
Ich glaube, „Shut up and swallow“ von Combichrist. Mich ruft aber nie jemand an.

9. Bist du jemals in ein anderes Land gefahren/ geflogen?

 Durchaus! Schweden, Österreich, Dänemark… allerdings bisher nur gefahren, da man beim fliegen auch sterben kann, hab ich gehört.
Dänemark, Österreich, Norwegen, Holland. Gefahren. Geflogen nur innerhalb Deutschlands.

10. Liebst du Sushi?

Kommt drauf an, ob es frisch ist, wenn ja, dann auf jeden Fall! Sushi ist eines meiner vielen Lieblingsgerichte. (Werden hier wo ich wohne leider nicht gemacht…)
Bisher einmal probiert und eher so gar nicht meins.

11. Wo kaufst du deine Lebensmittel?

Ich lasse kaufen. Früher allerdings als ich kaum was aß nur das Beste: Metzter, Bäcker, Wochenmarkt…
Sky, LIDL, Aldi, Edeka… was auf dem Weg liegt. Wochenmarkt ist Freitag Morgens, passt also nicht.

12. Hast du jemals schon etwas genommen, um besser einschlafen zu können?

Mit nichten.
Nein.

13. Wieviel Geschwister hast du?

Ich habe eine Schwester…ein wahrer Sonnenschein…
Eine jüngere Schwester.

14. Laptop oder PC?

Weder noch, neumodischer Kram! …Ich hab ein Netbook…
Hat beides seine Vorteile. Momentan am Liebsten Tablet zum Surfen und PC zum Coden.

15. Wie alt wirst du an deinem nächsten Geburtstag?

Ich bin stattliche 291 Jahre alt.
24.

16. Trägst du Brille oder Kontaktlinsen?

Ab und an eine farbige Kontaktlinse, brauche jedoch keinen Sehverstärker.
Brille. Gar nicht mal so sehr wegen der Stärke, eher wegen der Achsen. Ich schiele sonst lustig vor mich hin.

17. Färbst du deine Haare?

Jedes Jahr zum WGT.
Immer mal wieder.

18. Sag, was du heute planst zu tun?

Da es fast 23 Uhr ist, werde ich gleich ausfliegen und für meine Liebste und mich ein Paar Opfer suchen um Blut zu trinken.
Arbeiten bis 16 Uhr, nach Hause fahren, schwimmen, kochen, lesen, kuscheln.

19. Wann hast du das letzte Mal geweint?

Gerade eben. Beim gähnen.
Mitte Januar.

20. Was ist für dich der perfekte Pizzabelag?

Fleisch.
Blumenkohl, Sauce Hollondaise legere, Hähnchenbrust.

21. Welchen Burger hast du lieber? Hamburger oder Cheeseburger?

Da Cheeseburger nur bessere Hamburger sind ist das eigentlich Wumpe. Aber ich bevorzuge das mit dem zusätzlichen Milchprodukt.
Mag ich beides nicht so. Bevorzuge Chicken.

22. Hattest du schon einmal einen Allnighter?

Bitte was?

23. Welche Augenfarbe hast du?

Braun.
Grün-Braun.

24. Kannst du Cola von Pepsi unterscheiden?

Nein, aber Blutgruppen.
Ja. (Trinke aber nur die Light Version.)

Wer mag, darf sich das Stöckchen nehmen.

Hochzeitsvorbereitungen. #Musik

Das wird vermutlich einer von wenigen Hochzeitsplanungsposts. Ich möchte damit nicht den Blog hier überschwemmen. Wer Interesse an unserer Planung hat, darf sich gerne melden, an anderer Stelle schreibe ich darüber ausführlicher.

Seit ich meinen neuen mp3-Player für’s Schwimmen habe, mache ich mir Gedanken über die Musik bei unserer Hochzeit. Die Liste der Titel wächst und wächst, etliche Titel sind für mich schon jetzt unverzichtbar. Auf andere würde ich vermutlich so nicht kommen. Deswegen jetzt diese Frage:

Welche Songs dürfen denn bei einer Gruftie-Hochzeit auf gar keinen Fall fehlen?

Verlobt, verlobt, verlobt.

Für immer Wir!

Am Samstag war die Silberhochzeit meiner Eltern. Ich war schon Monate lang aufgeregt und freute mich. Auf die Familie, auf die Freunde, auf meine Eltern, auch alle anderen, auf die Musik, auf das Rausputzen, auf die Überraschungen für meine Eltern. Und dann wurde es einer der schönsten Tage in meinem Leben. Aber nicht nur wegen der Dinge, die ich eben aufzählte.

Nach dem Essen gab es die ersten Aufgaben für meine Eltern und den ersten Sketch. Wir haben uns gut amüsiert. Als es dann etwas ruhiger wurde und viele der Anwesenden schon an anderen Tischen saßen, fiel mir plötzlich auf, wie leer unser Tisch doch war. Es verschwanden Stück für Stück alle. Nur die Freundin meiner Schwester war noch da. Als ich mit ihr darüber sprach, lief es mir plötzlich eiskalt den Rücken hinunter. Ich hatte eine leise Vorahnung. Meine Ringe wanderten vom Ringfinger zum Mittelfinger und ich schmiss erstmal meine Cola halb um. Ich zitterte am ganzen Körper – worüber ich mit ihr gesprochen habe, weiß ich nicht mehr. Dann kam der Freund meiner Schwester um bat mich, mitzukommen. Ich verhedderte mich leicht im Kleid, lief mit heftigem Herzklopfen hinter ihm her. Durch den Saal, um die Ecke in die kleine Gaststube. Mir stockte der Atem – dort standen sie alle und vor ihnen mein Liebster. Er sprach folgende Worte, die ich nie wieder ohne Tränen in den Augen hören kann:

Mit dieser Hand nehme ich Kummer von dir fort.
Dein Becher wird sich niemals leer sein, denn ich werd sein dein Wein.
Mit dieser Kerze erleuchte ich deinen Weg mit hellem Schein.
Mit diesem Ring bitt ich dich zu werden mein.

Ringtausch

Dazu sank er auf die Knie. Ich war vollkommen überwältigt. Auf diesen Moment habe ich schon so lange gewartet – mit dem Wissen, er würde irgendwann jetzt passieren. Ich zog ihn in meine Arme, küsste ihn und sagte natürlich ja! Er steckte den Ring an meinen Finger und nach einem weiteren Kuss waren wir nicht mehr alleine in unserer kleinen, magischen Welt. Mein Eltern, seine Eltern, meine beiden Großeltern, Schwester, ihr Freund, Tanten… einfach alle gratulierten uns. Teilweise mit Tränen in den Augen.

Der Ring ist so wunderschön. Der schwarze Stein ist einfach perfekt. Innen ist graviert: „Für immer Wir!“

Familie kann man sich ja nicht aussuchen – aber hätte ich es dürfen, ich hätte genau diese Familie ausgewählt. Meine, sowie seine. Die jetzt unsere wird. Das ist so aufregend. Und so verdammt toll!

Ich freu mich so sehr und schwebe auf einer kleinen Wolke. Jedes Mal, wenn mein Blick auf den Ring fällt, muss ich an den wunderbarsten Mensch der Welt denken: Mein Verlobter<3

Wir heiraten!

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Und weil es so schön war, noch ein paar Bilder.

 

 

 

 

Der Graf & die Prinzessin <3

 

Zirkusadel unterwegs: Schädelkult in Schleswig.

Vor zwei Wochen waren wir in Schleswig und auf dem Weg zur Schädelkult-Ausstellung. In unserer Zeitung war eine Woche vorher ein großer Bericht über die Ausstellung und ich erinnerte mich an einen Blogeintrag von der bezaubernden Shan Dark. Die Ausstellung war vorher in Mannheim und ist jetzt bis zum Oktober in Schloss Gottorf.

Das Wetter war perfekt für einen Museumsbesuch – mit mehr Zeit hätten wir uns noch den Rest des Schlosses angeschaut, aber das werden wir bei anderer Gelegenheit machen.

Die Karten für die Ausstellung bekommt man direkt an der Kasse am Eingang vor dem Schloss. Eintritt kostet normal 9€, ermäßigt 4,50€. Ich hatte leider meinen Schülerausweis nicht mit, aber die Dame an der Kasse war trotzdem bereit, mir für den Schülerpreis eine Karte zu verkaufen.

In der Ausstellung war es entgegen der Schilder erlaubt, Fotos zu machen. Der Aufpasser dort war sogar erfreut und ermutigte mich.

Das lasse ich mir natürlich nicht zwei Mal sagen. Ich habe leider nicht mehr alle Erklärungen parat, deswegen lasse ich einfach die Bilder sprechen.

Die ganze Ausstellung war von einem Audioguide begleitet, ein kleiner Player, der auf Knopfdruck zu den Exponaten kurze Informationen gab. Das war im Eintrittspreis enthalten.

Diese Schädel waren aufwändig bemalt. Davon gab es noch mehr in der Ausstellung.

Ein Schädel aus der Wissenschaft – es war wirklich interessant zu sehen, wo die Menschen früher die Seele und andere Sinne zu finden meinten.

Dann natürlich die schon genannte X-Tra-X-Werbe-Vitrine. Nun ja. Ähem.

Und Schädel heute bei St. Pauli.

Die Ausstellung ist wirklich interessant und die Nord-Gruftschnecken sollten sich das unbedingt anschauen. Abgesehen davon ist Schleswig auch eine Reise wert. Ich habe bei Thors Schmiede gleich als Erinnerung an das WGT zwei Flaschen Wikingerblut erstanden, hihi.

Ich bin verliebt.

So richtig. Bis über beide Ohren. Wenn ich das jetzt nicht mal aufschreibe, verfärben sich meine Augen vermutlich rosa.

(Bevor ihr euch jetzt fragt, was für Drogen ich eigentlich konsumiert habe: Es ist nicht alles toll, perfekt, rosarot. Machmal entliebt es sich. Wird etwas verdrängt, vergessen. Aber das ist jetzt einfach egal. Für den Moment. Ausgeblendet. Weil das sein muss. Machmal muss man einfach verliebt sein. Oder es einfach zeigen. Man merkt schließlich nur dann, wenn es auch mal abwärts geht, wie hoch man wirklich fliegt.)

Ich bin verliebt…

♥ in meinen Grafen: Weil er der wundervollste Mann ist, der mir begnet ist. Seine Stimme, seine Augen, seine Hand auf meiner Hand. Jeder Blick fesselt mich und ich möchte ihn unentwegt verliebt anstarren, wenn wir unterwegs sind. Wenn er mir von seinen Träumen erzählt, wenn wir über unsere Zukunft sprechen, wenn wir wie zwei kleine Kinder rumalbern. Verliebt. Verliebt. Verliebt.

♥ in Dithmarschen: Es ist so schön hier. Ich liebe die Windmühlen, die Ruhe, die Schreie der Zugvögel. Wenn ich morgens zum Auto gehe, höre ich sie wieder. Tausende Vögel, die mit ihren Flügeln schlagen und auf der Durchreise sind. Jedes Jahr ein überwältigendes Gefühl. Dazu der Sonnenaufgang, der das Land langsam erweckt. Die Millionen von Windrädern, die sich untentwegt drehen. Die Solaranlagen, die glitzern wie Traumwelten. Aber auch unser Volk an sich. Die Geschichte Dithmarschens, das Wesen der Menschen hier, die Sprache. Verliebt. Verliebt. Verliebt.

♥ in mein Meer: Die Nordsee direkt vor der Tür, der Blick aufs Wasser jeden Tag. Wenn es ruhig ist und glitzert. Wenn es uns unsere Grenzen bei Sturmfluten zeigt. Das Meer nimmt, das Meer gibt. Wattwandern bei Ebbe. Sonne ins Gesicht, das Rauschen im Ohr, die Schafe blöken vor sich hin. Rodeln im Winter, Sonnen im Sommer. Der Salzgeschmack auf den Lippen. Verliebt. Verliebt. Verliebt.

♥ in den Frühling: Ich bin eigentlich durch und durch Winterkind. Es war viel zu wenig Schnee für mich. Aber so wie momentan alles wieder anfängt zu leben – das ist einfach wundervoll. Es wird langsam wärmer, aber noch nicht zu warm. Angenehm. Die Sonne scheint, kann mir aber noch nichts anhaben. (Was erfahrungsgemäß nicht lange anhält.) Es ist wieder länger hell und ich sehe die Sonne aufgehen jeden Morgen. Verliebt. Verliebt. Verliebt.

♥ in mein Leben: Es läuft. Es läuft besser, als ich es erhofft hatte. Viele Freundschaften haben sich aufgelöst, andere umso mehr gefestigt. Ich habe erkannt, wen ich in meinem Leben haben möchte. Es ist alles unglaublich bunt. Schwarzbunt. Die Farben sind so leuchtend, wie schon lange nicht mehr. Ich habe einen Plan. Wir haben einen Plan. Für uns. Unsere Zukunft. Das ist so aufregend. Der Sommer wird toll. Der Herbst auch. Der Winter sowieso. Aufgewacht aus dem Winterschlaf oder so. Hach. Verliebt. Verliebt. Verliebt.

Coppelius Hilft!

Wir schreiben das Datum des 22.01.2012. Es ist ein Sonntag an dem ein Konzert von Coppelius stattfinden soll. Aber…ich greife vor…

Nachdem ich aus der Dusche trat betrachtete ich mein Spiegelbild…ich sollte mir den Bart stutzen, damit es ein wenig „Chick“ in die Sache bringt. So nahm ich mein Barbiermesser und gab dem ganzen Form. Mit ein wenig moralischer Unterstützung zog ich mich an und machte ich mich dann fertig. Schick wollt ich zum einen sein, weil ich mit meiner Liebsten und Ihrem Herrn Vater Essen gehen wollten. Und zum zweiten wollte ich nicht wie ein Penner, man verzeihe mir den Ausdruck, bei einem Coppelius-Konzert sein. Wie gesagt, ich hatte mich soweit zurechtgemacht und machte mich auf den Weg zum Restaurant. Um etwas vorzugreifen, ich war zu spät. Dank der freundlichkeit der Öffentlichen Verkehrsmittel. Ich wurde unter aller Kanone behandelt…aber lassen Wir das…

Das Essen war schön, ich hatte meine Liebste lange nicht gesehn…Ihre schönen Augen…Ihr Lächeln…ich schmolz nur so dahin, hatte demnach Mühe, mich mit anstand auf der Stuhl zu halten. (Zum Glück bekam ich kein Nasenbluten…) °Hust° Nun ja. Nach dem Essen und einigen schönen Gesprächen sollte es für die Beiden Heimwärts gehen und für mich zu Coppelius.

Ich war auch pünklich zum Einlass um 20 Uhr da. Ich ging am Verkaufsstand vorbei und wurde herzlich begrüßt. „Guten Tag, mein Herr, darf ich Ihnen was zeigen?“ Entgegnete mir Fräulein von Talermark. Ich fragte nach diversen T-shirts, doch sollte es für diesen Moment nicht mein Glück sein. Ich kaufte stattdessen die beiden Gazetten, die ich immer schon bestellen wollt, und 2 der letzten 3 Stofftaschentücher, die noch da waren. Vorerst werden keine mehr produziert. Und ich finde die so klasse! Nachdem ich also meinen Einkauf getätigt hatte auf in die Halle, ich wollt gern ganz vorn sein…

So war es dann auch. Ich stand in der Mitte! Ganz vorn…ich legte meinen Zylinder ab…auf die Fläche wo stand „Bitte keine Getränke draufstellen“ stand.  Dieser Teil schien wohl zur Bühne zu gehören. Provokativ und um zu sehen, wie Sie reagieren, frech den Hut dahingelegt.

Um 20:30Uhr dann kam „Cellolitis“ auf die Bühne. Eine „Ein-Mann-Band“ der aber gehörig was auf dem Kasten hatte. Mit einem Gerät, wo Er ständig drauftrat, könnte Er gespielte Passagen aufnehmen und in dauerschleife wiedergeben. Großartig! Sowas hatte ich Live nie gesehen. Nach einer zu kurzen halben Stunde und Gefühlsschwankungen zwischen Träumen und Rocken dann ging Er von der Bühne. (Mit Le Comte Caspar hat Er ein Stück gespielt, das, hätte ich ein Bild dazu zeichnen sollen, ein See im Nebel wär…)

Der langersehnte Moment war gekommen! Coppelius traten auf die Bühne. Bzw. Ihr Butler, der erstmal etwas Staub wischte…Dann kamen die Herren hinterher. Wahnsinn! Und ich vorne, Mitte! Nach zwei Titeln die Sie spielten machte Le Comte Caspar Ihren Butler doch darauf aufmerksam, das mein Hut doch auf der Bühne läge…Kurzerhand nahm Butler Bastille MEINEN Hut und setzte Ihn galant auf den Garderobenständer der Bühne. Mein Hut, bei den großen Hüten der Herren mit dabei! Man, was bin ich stolz!

Nach einigen zauberhaften Performances sollte dann eine Kerze entzündet werden und es wurde nach Feuer gefragt. Wozu ich immer Streichhölzer bei mir trage? Ganz einfach; für solche Momente! Gut, ich reichte Ihm mein Zippo, weil ich nich so schnell an meine Streichhölzer gekommen wär. Nach kurzen wühlen in meiner Hosentasche bot ich Ihm diese auch an. Butler Bastille fragte mich ganz neugierig:“Ist das eins dieser neumodischen Dinger?“ und drehte mein Feuerzeug in den Händen.

Bei dem Lied „Damen“ bekam Bastille dann eine Gerbera. Nachdem Er Uns mit den Blütenblättern bewarf biss Er der Blume den Kopf ab, zer…kleinerte es ein wenig und spuckte den Rest auf die Bühne. Geniale Aktion, wenn auch ein wenig eklig. Zum Lied „Time-Zeit“ suchen die Herren sich ja immer einen aus, der auf die Bühne kommt. Was war ich Überrascht, als Bastille mich auswählte…MICH! Ein Traum! Bei meiner absoluten Lieblingsband auf der Bühne stehen und mitmusizieren…gut. Man schlägt da Oben nur einmal auf die Triangel…aber es ist ein Teil des Liedes. Wosch! Ich war total geflasht. Er fragte nach meinem Namen, stellte mich vor und bedankte sich, nach getaner „arbeit“ mit einer Verbeugung. Sowas…und das mir…

Zu „Ade, mein Lieb“ fing ich an zu Träumen…da Wir alle saßen legte ich meine Arme auf die Bühne, da wo vorher mein Zylinder lag. Auf diese legte ich meinen Kopf…um zu träumen…von meiner Liebsten träumte ich…von Ihren bezauberndem Lächeln…Ihrer zarten, glatten Hand die sanft über mein Gesicht streicht…und vor allem…ich träumte Sie zu mir. Nichts, aber auch garnichts hätte diesen Abend schöner gemacht, als Sie an meiner Seite zu haben…

Ich machte Bastille auf meinen fehlenden Hut aufmerksam und Er wurde mir promt gereicht. Da kam mir eine Idee. Wenn der Hut doch schon bei Ihnen war, wird doch auch eine Unterschrift darin möglich sein, oder? Ich sprach Graf Lindorf und auch Sissy Voß darauf an. Beide willigten ein. Mit großen, läuchtenden Augen wartete ich also. Herr Caspar unterschrieb und Herr Lindorf tat es Ihm nach. Die anderen sollte ich noch im Konzertsaal finden. Auch Max Coppela, Sissy Voß und Butler Bastille unterschrieben. Herr Coppela und Herr Voß gingen schon vor und ich wartete noch auf die vollendigung der Unterschrift von Bastille. Ich bedankte mich höflich und kehrte mich zum gehen um, da sprach Er mich an. „Komm gut Heim…und einen schönen Abend noch…“ – „Ja, Herr Bastille, das wünsch ich Ihnen auch, es war gorßartig!“ – „Vielen Dank, Herr“  Geflasht zog ich von dannen…das war so dieser Moment wie in Filmen, wenn einer von zu Haus auszieht und von einem Freund gesagt bekommt „Pass gut auf Dich auf…“ *.*

Es gibt an dieser Stelle wohl nurnoch eins für mich zu sagen.

Coppelius Hilft!

Gute Nacht, mein Herz VI

Der Graf wachte im großen Himmelbett auf…seine Feen-gleiche Prinzessin schlief noch neben Ihm. Er stand leise auf, gab Ihr noch einen Kuss, nahm den Kerzenhalter und ging durch die Tür in den Ahnenflur.
In diesem Flur hingen Portraits von Ihm und seiner Prinzessin, deren Vorfahren und den Kindern. Etwas schlaftrunken stupste der Graf eine Tür auf, in diesem Raum waren viele wunderschön aufgestellte Musikinstrumente. Der Sohn der beiden saß am Cembalo und übte fleißig. Er wünschte dem Grafen einen „Guten Morgen“ und umarmte Ihn.
Weiter zur Küche tapste der Graf dann in die Bibliothek. Er ging zum großen Schreibttisch, wo seine Seekarten ausgebreitet waren, nahm sein Absinthglas und ging weiter. In der Küche angekommen traf Er auf die gemeinsame Tochter. Sie saß zum Frühstück. Der Graf stellte das Absinthglas ab und Sie umarmte Ihn von hinten:“Guten Morgen“ lachte Sie Ihm entgegen.
„Guten Morgen, hast Du schon viel gegessen?“ – „Nein, Papa, ich bin eben erst aufgestanden“ Sie küsste Ihn auf die Wange.
„Ich möchte Rührei machen und deine Mama mit eine Frühstück im Bett überraschen, hilfst Du mir?“ Lächelnd stimmte Sie zu und holte ein Tablett, Teller und Besteck. Der Graf stellte sich an den Herd und begann zu kochen. Seine Tochter schaute Ihm gespannt zu. „Irgendwann kann ich bestimmt auch so gut kochen wie Du!“ – „Mit Sicherheit!“ lachte der Graf.
Sie stellte eine Käse und eine Wurstplatte zusammen und füllte Marmeladen in kleine Schälchen. „Holst Du schonmal deinen Bruder? Schließlich soll Er mitessen.“ Leise grummelnd ging Sie ins Musikzimmer.
Man hörte das Gezanke der beiden, während der Graf das fertige Rührei in eine Schüssel füllte, es aufs Tablett stellte und es langsam Richtung Schlafzimmer trug. Jetzt erst hörte Er, worum es diesmal beim Streit ging, nämlich darum Wer denn besser Musik machen könne.
Beide öffneten die Tür und kuschelten die Prinzessin sanft wach. Mit dem Tablett in der Hand ging der Graf zum Bett und bereitete alles für das bevorstehende Frühstück vor. Er entzündete den Kamin und kuschelte sich dazu…

Zirkusadel V

Sylem? Hier steckst Du! Ich hatte Dich gesucht und schon fast die Hoffnung aufgegeben, das Du noch hier bist. Hier, Wasser, Brot, Käse und Wurst für Dich. Far Falla und Nina Luna habe ich eben schon gefunden. Ich glaube, Unser Messerwerfer hat ein Auge auf die kleine Drahtseilkünstlerin geworfen. Ich hatte Ihm nicht gesagt, das Sie rothaarig ist. Du hättest seine leuchtenden Augen sehen sollen und Ihre abfällige Handbewegung. Zum brüllen komisch! Mittlerweile haben Sie sich wohl angefreundet. Du isst ja garnicht…hast Du keinen hunger? Schau nicht so, ich habe selbst kaum Geld um mir mehr als das zu leisten…Ah, da kommen die beiden ja schon. Sie haben in den letzten Wochen viel trainiert. Far Falla wirft nun mit verbundenen Augen. Und Nina Luna hat sich das Trapez noch zu eigen gemacht. Du solltest es Dir mal ansehen, diese beiden sind großartig! Ich selbst habe wärend meiner Abwesenheit auch ordentlich trainiert. Ich werde wohl als Feuerspucker auftreten. Was? Warum ich nichtmehr die Ansagen mache? Nun…ich erhielt vor kurzem einen Brief…von einem sehr Wortgewandten Sandläufer. Er kann verdammt nochmal mit Worten umgehen. Als Er wieder zu sich kam, erzählte Er:

Die Luft hat ihr Flirren längst verloren. Der Sand flüstert in anderen Stimmen hier. Es ist seltsam so fern von daheim, spricht alles andere Sprachen, nicht nur die Menschen. So oft ich auch lerne, so oft ich auch schaue, es ist doch immer ein Schimmer des Fremden so fern … so fern. Doch der Wind ruft stetig meinen Namen. ‚Dajin‘ flüstert er und ich folge auf den Schwingen der Erde. Grenzen bedeuten nichts, wenn man Freiheit im Blut trägt, aufgemalte lächerliche Linien nur, doch manche Grenzen sind in mir, in uns allen – und dann spüren wir sie. Der Mond durchwandert seinen Zenit als das Schaudern solcher Grenzen Alejo unruhiger traben lässt. Es ist Zeit zu schlafen, doch das Flüstern lässt nicht nach. So lange schon geht es voran, dass ich das Braun meiner Augen, das Schwarz der Haare, des Bartes, erkennen könnte, sei das Wasser noch so seicht. Schmerz und Dreck und lange Tage haben sich gesammelt auf Antlitz und Haar. Ich hadere, Zeit gegen Vernunft, Vernunft gegen den Ruf. Es kann nicht weit sein, das Lager das ich suche. Sollich besser ein eigenes aufschlagen? Aufgeben für heute? Es bleibt mir nicht viel Wahl. Die Möglichkeit von Wärme treibt mich weiter, ein wenig noch. Ich spüre Alejo spöttelt, mit seinem eigenen Wesen, ich erspüre es im Klang seines Ganges, in einer Unregelmäßigkeit die niemand sehen würde. Niemand würde es glauben, nicht in dieser Welt. Hinter den Grenzen des Sandes glauben die Menschen nicht mehr daran, dass der Geist auch in den Tieren wohnt. Wolken vor meinem einzigen Licht, dem stetigen Auge Leylas, machen mich fast blind, doch Alejo weiß wohin, wir sind wie eins, so geht es weiter, er findet den Boden bei jedem Tritt, sicheren Grund, wo ich schon verloren stolpern würde. Die Finger zittern, das Wasser fehlt, die Stunden der Ruhe. Wieder nicke ich ein, Sekunden nur, dann noch eine Sekunde – und der Mond ist schon wieder weitergezogen. Alejo fängt mich mit einem Schritt zur Seite als ich beinahe falle. Ich falle nie vom Pferd … niemals … was ist los? Es geht kaum noch … bin ich je soweit gereist ohne eine Pause, so viele Stunden geritten ohne Wasser, Brot, Schlaf? Schlaf. Es gibt nichts seligeres als den Schlaf in diesen Sekunden. Alejo stockt, stoppt, senkt den Hals, wartet, ich taumle hinab, kann nicht recht erkennen. Ein Zelt? Ich weiß es nicht, schlage ein Plane zurück. Ein Traum? Bin ich letztendlich doch eingeschlafen? Unser Volk ist so klein, im Gegensatz zu den Menschen hier. Er muss wohl einen Kopf größer sein als ich. Ein Fremder, wie alles hier fremd. Er stürzt auf mich zu, als wäre ich fast tot, als müsste man mich fangen. Ich kann nicht einmal mehr lachen vor Ironie. Mich fangen? Krieger fallen eher, als dass sie gefangen werden. Ich falle, es ist Sand unter mir. Sand … Sand … bin ich doch daheim? Wo sonst ist solcher Sand zu finden?

Sein voller Name lautet glaube ich „Dajin al´Hamed Horas a´l Djoran al´Zud Zumanim Zumanid…oder so. Dir dann bekannt als Dajin. Das reicht. Ich brachte Ihn sofort ins Bett. In letzter Zeit habe ich oft mit Ihm gesprochen und mit Ihm einen Pakt geschlossen. Er wohnt von nunan hier. Nina Luna wird das Zelt mit Ihm teilen. Dafür das Er bei Uns wohnt, bekomme ich ab und an alte Märchen von Ihm. Er sagt, das Münzen nicht in seiner Kultur von belang sind. Deshalb würde Er einen Gefallen mit einem Gefallen bezahlen. Er hätte auch einem von Euch das reiten beigebracht. Aber Sylem…Du auf einem Pferd? Dieser Gedanke ließ mich doch schmunzeln. Wie dem auch sei, Er soll bei Uns die Ansagen machen, da Er mit dem Wort besser umgehen kann als ich. Ja Sylem. Es gibt wohl Menschen die Sachen besser können als ich…ich war auch verdutzt. Guck nicht so! Das war ein Scherz. Jeder sollte das tun, was Er am besten kann. Und das tun hier alle! Nun aber eile. Ab Morgen wird hier wieder gearbeitet! Der Meister ist zu Haus! Und Er bringt Ideen und Arbeit mit! Gute Nacht, Sylem. Far Falla, Nina Luna? Ab in Eure Zelte! Es wird bald wieder aufgestanden!