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Gothic Friday 2011 – September: Ist Gothic (D)ein Lebensstil?

Woah, schon September. (Das ist der einzige Satz, den WordPress gespeichert hatte, dankeschön. Also noch mal neu.)

Der neunte Gothic Friday. Wie schnell die Zeit vergeht. Inzwischen die einzigen regelmäßigen Artikel hier von mir, aber das ändert sich bald hoffentlich wieder. Diesen Monat geht es um meinen Lebensstil. Gothic oder nicht?

Ich denke schon. Zumindest in großen Teilen. Es gibt einfach mal ein paar Bilder. Natürlich kann man jetzt sagen, dass das einfach Deko ist – ist es auch. Aber es zeigt mich. Ich schrieb schon mehrfach, ich sei schwarz und rundherum muss es bunt sein. Halbwahrheit. Mal mehr, mal weniger.

Das ist zum Beispiel mein Fenster mit bunter Lichterkette. Ich bin kein Kellerkind, ich wohne im ersten Stock.


Mein rotes Billy – Hüter vieler Bücher, DVDs, Schminkkram und Haarspangen. Rot vor Wand in orange.


Die Lampe ist selbstangemalt, die Kettenaufbewahrung mal als Provisorium gebastelt. Nichts hält länger…

Das Bild bekam ich zu meinem 19. Geburtstag von den damaligen Freunden. Viele habe ich schon über zwei Jahre nicht gesehen. Aber das Bild ist mir noch immer verdammt wichtig. Es beschreibt mich schon sehr – heute wie auch vor drei Jahren.


Ein Stück meiner Erinnerungswand. Was mich ausmacht. Was meinen Lebensstil irgendwie auszeichnet. Musik ist ein sehr großer Teil. Das merkt man überall.


Natürlich steckt in mir auch die kleine Vampirin, die abends bevor sie in ihren Sarg kriecht ihre Tasse Blut zu sich nimmt. Aus einem Katzenbecher.

Vielleicht mag es nach Außen hin nicht so aussehen, aber mit jedem Konzert, jedem Festival, jedem WGT, jedem Treffen mit Freunden, jedem Gespräch, wird mir klarer, dass ich genau so leben möchte. Schwarz. Gruftig. Ich habe in Zuhause für mein Zuhause gefunden. Quasi.

Gothic Friday; Gothic ist ein Lebensstil?!

Ob Gothic für mich ein Lebenstil ist?…

Da muss ich nicht lang darüber nachgrübeln. Definitiv!

Warum das so ist? Keine Ahnung. Es kam einfach mit der Zeit. Der Geschmack musste sich in irgendeiner Art ausbreiten. Und so versuchte ich mich auszudrücken. Meine erste „Schwarzphase“ hatte ich mitten in meinem Streit mit Mutter und Vater. Ich trug danach ausschließlich schwarz. In dieser Zeit verloren meine Eltern auch die Vorbildfunktion für mich. Ich suchte mir etwas neues. Meine Wahl viel auf einen Anzugtragenden Smutje, der stets gute Manieren Bewies. Sein Anzug war immer ´chic´ Schwarz. Und somit fing es an, das ich in Hemd und Krawatte durch die Gegend stolzierte. Natürlich schwarz.

Da hatte ich keine Ahnung von der Musikrichtung oder einer Art Lebenseinstellung. Ich lernte nach und nach den Atheismus kennen. Der mir in soweit gefiel, das es gegenan ging. Ich wollte wohl anders sein. Meine erste Band dann schließlich war Samsas Traum. Mir gefiel besonders diese Gedanken, die mir diese Musik bescherte. Schwarze Gedanken. Zur schwarzen Kleidung gesellte sich nun also langsam auch eine gewisse Härte im Alltag. Selbstbewusstsein mit einem kräftigen Schuss schwarzem Humor. Lachen, wenn andere anfangen zu weinen. Sagen, was andere sich nicht zu sagen trauen. Ich stumpfte ab. Ich wollte mehr von den „Albträumen“, den schwarzen Gedanken, wollte erfahren, wie die schlimmsten sind. Ohne vorweggreifen zu wollen, ich hab meinen persönlichen Albtraum immernochnicht erlebt. Bzw. andere Albträume erleben und Urteilen. Aber ich schweife ab…

„Ich bin der Dunkelgraf.“ Dieser Adelstitel hat mich mehr als geprägt. Ich drückte mich ja immer schon gewählt aus, so sagte Mutter mir Gestern erst wieder. Totenköpfe, schwarze Drachen und selbige Kerzen sind nette Accesoires. Aber wenn ich das Jemand X-Beliebigen schenken würde, hätte der auch nur Deko von. Kerzen allerdings, sind ein gutes Stichwort. Ich sitze am liebsten im Kerzenschein, lesend, ruhe genießend, trinkend, hauptsache kein elektrisches Licht. Ich mag kein elektrisches Licht. Das würde ich zu meinem Gothic-Lebensstil zählen. Kajal, Eyeliner und farbige Kontaktlinsen sind zu einer schönen Ausdrucksform für mich geworden. Die „alte Schule“, wie sie häufig genannt wird, zelebrier ich immernoch. Natürlich in feinen, schwarzen Dresscode. Coppelius prägte dann zusätzlich noch. Und mit Coppelius kam der Absinth.  Ansonsten…die schwarze Kleidung, ja, trag ich Privat schon noch, auf Arbeit mittlerweile nichtmehr.

Der nächste Lebensabschnitt, den ich als mein Gothic-Lebensstil jetzt bezeichnen würde ist mein „Zirkusadel“. Eine Idee, die auf dem WGT entstanden ist. Seitdem hat sich meine Musikkenntnis erweitert. Ich weiß jetzt, was ich will, lerne auch immer wieder potenzielle neue Bands kennen, aber der Kern ist da. Zurück zum Zirkusadel. Es kam so, das ich mittlerweile 3 Hosen haben, die komplett gestreift sind. Eine ins Schwarz/Grau und zwei in Schwarz/Rot. Letztere waren Schuld am Zirkusadel. Meine Liebste hat ein Kleid in diesem Stil. Den einen Tag auf dem WGT liefen Wir also so durch die Stadt. Oft schon bekam ich für die Hosen den Spruch:“Aus welchen Zirkus ist der denn ausgebrochen?“  Und da ich nunmal der Graf bin, war Zirkusadel Perfekt. Dies lässt sich auch in meinen anderen Artikeln lesen. Zirkusadel, muss ich wohl hier nicht weiter erklären.

Gothic Friday 2011 – August: Top of the Goth (2)

Ich bin mal wieder herrlich spät mit meinem Artikel, aber das liegt auch eher an den zwei Wochen Urlaub und den Festivals. Nun ja. Gerade noch geschafft, würde ich jetzt mal behaupten.

Thema dieses Mal: Bücher. Ich kralle mir dann mal die Top 5 der dunkelsten Bücher, mit Sachbüchern habe ich es eher gar nicht. Wobei man meine Drachenbücher da zuzählen könnte. Aber fünf Drachenbücher? Ist nicht so abwechslungsreich.

Reihenfolge ist eher wahllos. Wie es mir in den Sinn kommt.

Sookie Stackhouse von Charlaine Harris – Ich steh auf Vampire und Gestaltenwandler und den ganzen Kram. Die Bücher stehen inzwischen dank meiner Tante bis Teil 6 auf Englisch in meinem Regal und warten darauf, dass ich sie lese. Den ersten Teil habe ich nahezu verschlungen. Eigentlich hatte ich diese Bücher eher weiter hinten auf meiner Liste, weil ich die Serienfassung dazu „True Blood“ sehe – aber die Bücher sind doch recht anders.

Rachel Morgan, Ivy & Jenks von Kim Harrison – Oh, in die Bücher habe ich mich dermaßen verleibt! Die kleine Hexe Rachel stolpert von einem Abenteuer in’s nächste und landet in jeden Buch 3-5 Mal vor einer lebensgefährlichen Aufgabe. Oder bringt sich selbst in Lebensgefahr. Gerade Jenks – ein kampfeslustiger Pixi – hat es mir angetan. Ich hätte sooo gerne eine Pixi-Familie in unserem Garten! Auch hier hat meiner Tante mir 4 weitere Bücher auf Englisch vermacht – die sind vorallem viel handlicher als die riesigen Ausgaben auf Deutsch.

Betsy Taylor von Mary Janice Davidson – Krkr. Sex, Vampire & Designerschuhe. Ich mag die Reihe. So für Zwischendurch. Nicht ganz so verzwickt und immer mit vielen Momenten zum Lachen. Aber definitiv eher was für Frauen.

Genug mit Serien.

Thomas Sabottka – Rewind
Sollte man unbedingt gelesen haben! Wunderschöne, aufregende Geschichte über eine Gothic-Band aus den 80er, die dann so langsam zerfällt. Klasse Ende, klasse geschrieben – lesen! Thomas Sabottka ist sowieso einer meiner liebsten Autoren. Wenn man die Chance hat, ihn live zu sehen – hin da! Der Mann hat eine Theaterausbildung und weiß genau, wie er mit dem Publikum spielen kann.

Paolo Giordano – Die Einsamkeit der Primzahlen
Nicht gruftig, sieht auch eher unspektakulär aus – aber als ich eben mit meinem Blick über das Bücherregel glitt, sprang mir das Buch einfach in’s Gedächtnis.  Das Buch handelt von Schmerz – die Protagonisten sind so einsam wie Primzahlen. Die Geschichte ist einfach so traurig und wunderschön. Das Buch habe ich in einem Rutsch durchgelesen, es hat mich danach wochenlang nicht gehen lassen. Wie oft ich einzelne Passagen erneut gelesen habe – ich weiß es nicht.

Ich lese übrigens nur Taschenbücher. Gebundene wirklich unheimlich selten. Warum? Ich lese abends im Bett sehr gerne und wenn einem Taschenbücher auf die Nase fallen gibt das nicht so schnell hässliche blaue Flecken. Blaues Auge vom Lesen hatte ich schon. Das Buch, welches daran Schuld war, war auch noch richtig mies. Auch lese ich Bücher eigentlich nie mehrmals. Dafür habe ich hier einfach zu viel Auswahl.

Gothic Friday, Top of the Goth (2)

Auch in meinen Gemächern finden sich Bücher. Es sind nicht viele, aber sie sind…

Top 1. Ich bin eher ein Manga-Fan. Lese gern mit Bildern. Vor kurzen fing ich an Black Butler zu lesen. Ein junger Herr, ich glaube so 12 Jahre alt, verlor seine Eltern. Schloss ein packt mit dem Teufel, der von nun an sein Butler ist. Der kleine Earl Ciel Phantomhive trägt eine Augenklappe. Denn als Er den Packt schloss, musste Er, wie auch sein neuer Butler, das Mal tragen. In seinem Auge trägt Er es. Ciel Phantomhive arbeitet in England für Ihre Majestät. Schoßhund der Königin wird Er genannt. Er soll dafür sorgen, das Mörder etc. aus dem Weg geräumt werden.

Interessant wurde es für mich allerdings erst nach dem WGT. Nachdem ich mich für den Zirkusadel entschied und Sie dort anfingen, einen Mysteriösen Zirkus zu bearbeiten.

 

Top 4. Auch liebe ich klassische Literatur. Somit habe ich Bände der schönsten Balladen in meinem Regal. „Der Knabe im Moor“, „Erlkönig“, „Der Totentanz“ oder gar „Der Handschuh“. Von Goethe über Schiller bis hin zu von Eichendorf. Ich finde, diese Literatur sollte man kennen. Die Deutsche frühere Literatur ist wundervoll und es ist für jeden etwas dabei.

 

Top 3. Zwei Leckerbissen für zwischendurch sind für mich zum einen das Tagebuch des Teufel und das Tagebuch von Graf Darcula. In beiden Büchern, die im Eichborn-Verlag erschienen sind, handelt es von besagten Personen und Ihren hoch und tiefs.

Tagebuch des Teufels-Zitat:

Letzter Tag, letzter Monat, 1655, Die Erbsünde war DIE Geschäftsidee! Auf der ganzen Welt steigt die Geburtenrate. Wollust ist der absolute Kassenschlager, aber auch die anderen „Sünden“ laufen gut.

Himmel und Hölle mal als Geschäft betrachten. Auf der ersten Seite befindet sich ein Vertrag. „Der Packt“ in dem erklärt wird, was man alles darf, wenn man Ihm seine Seele überschreibt.

Tagebuch des Graf Dracula-Zitat:

25. April, Ich weiß nicht, was ich an Opern und Operetten am meisten liebe – die Gefühlsausbrüche, die wogenden Busen, die knackigen Mädels in den Logen oder die fulminanten Arien.

Ein junger Herr, der immernoch bei Mutti wohnt. Trinken, Frauen und Feste zeichnen seinen Weg. Und unendliche Geschäftsideen…

 

Top 2. Interessiert bin ich auch an der deutschen Mentalität. Was sind Wir, vielleicht sogar Wer? Oder Warum? Unzählige dieser Fragen und nochmehr werden in diesen Buch, so gut wie möglich, nicht behandelt. Oder doch?

Die bekloppte Republick – von Diethmar Wischmeyer

Großer Komedian und noch größerer Denker Unserer Zeit. Seine Ansichten teile ich zumeist und seine Art, mehr Fremdwörter in einen Satz zu packen, als verständlich wäre, haben mich fasziniert.

 

Top 5. Arto Paasilinna – Im Jenseits ist die Hölle los

In diesem Buch geht es um den plötzlichen Tod eines Finnen.

Mein Tod kam für mich völlig überraschend.

Mal kurz nicht aufgepasst und schon wird man überfahren. Wie werden meine angehörigen die Nachricht auffassen? Als „Geist“ nun also durch Finnland zu wandern und etliche Personen aus der Zeit treffen, Gespräche zu führen, Menschen zu ärgern oder einfach nur Ihre Gedanken lesen…

 

Ich lese somit viel mit Humor, das ist mir wichtig, es soll nicht nur fesseln, sondern auch manchmal über und unter der Gürtellinie sein.

Gothic Friday; Symbole

Ich unterhielt mich Samstag Vormittag mit Herr Spontis. Nach kurzer plauderei dann wollte ich auch beim Gothic Friday mitmachen. Mir schien es schon fast unverschämt, das nicht vorher schon getan zu haben. Gut, also Symbole oder Sinnbilder, die ich verwende?

Da fällt mir zuerst mal mein Tattoo ein. Mein Tattoo besteht aus einem Drudenfuß und dem gesamten Runenalphabet. Einst bekam ich einen Runenbeutel geschenk, was dazu führte, das ich lernte, Sie zu legen und aus Ihnen zu lesen.  An den Zacken des Pentgramms befindet sich jeweils ein Kreis mit einer weiteren Rune darin. Dies sind die 5 Buchstaben, die in meinem Namen vorkommen. Über dem Stern steht „Erbe Loki“. Die Aussage ist Programm. Loki ist mein Patron. Unter dem Fünfzackigen steht dann weiter „Monster und stolz drauf“. Ich bin ein Monster und das ist verdammt auch gut so.

Totenschädel trage ich auch viele auf meinen Klamotten. Aber eigentlich auch nur, weil ich die dann „hübsch“ finde.

Mein Pik-Ass-Ring ist noch ein Symbol für mich. Er symbolisiert für mich zockerbereitschaft, mal Sachen zu wagen, die völlig irrsinnig schein. Ich bin ein verdammter Träumer, und manchmal sind Risiken was tolles. Im allgemeinen finde ich alle Zeichen der Spielkarten interessant.

Weste, Zylinder, Krawatte und Taschenuhr empfinde ich noch als ein Symbol für mich. Als Symbol für Anstand und Würde, für etwas höheres. Für Adel. Einfach Graf.

 

Gothic Friday 2011 – Juli: Symbol und Sinnbild.

Neues Thema beim Gothic Friday. Und ich hab vor mir nur den blinken Cursor. Symbole? Benutze ich eigentlich kaum. Hm. Wenn ich so durch meinen Schmuck gehe, sind da keine Symbole, die mehr als zwei Mal auftauchen. Ich besitze ein umgedrehtes Kreuz, ein normales Kreuz. Aber nur, weil ich die Ketten hübsch fand. Was vermehrt bei mir im Schmucknetz und auch im Zimmer auftaucht sind Fledermäuse, Drachen und Schmetterlinge. In allen Formen und Farben. Es müssen aber immer freundliche Wesen sein! Böse Gestalten gibt es schon genug, bei mir wird gelächelt. Was mich an all diesen Wesen fasziniert: Sie können fliegen. Wenn es ihnen an einem Ort nicht passt, geht es halt woanders hin. Wenn sie geärgert werden, fliegen sie weg. Trotzdem sind sie alle wahnsinnig verletzlich. Schmetterlinge sollte man nicht anfassen, dann können sie nicht mehr fliegen. Und wenn keiner mehr an Drachen glaubt, werden auch die Drachen verschwinden.

Fledermäuse
Wisst ihr eigentlich, wie schwer es ist, einen Fledermausanhänger zu finden, bei der das Flügeltier nicht super grausam aussieht? Meine erste Fledermauskette hat meine Mum mir von einem Weihnachtsmarkt vor Jahren mitgebracht. Sie ist einfach goldig und zu allem tragbar.

Außerdem besitze ich noch ein Ketten-Ohrringe-Set von Bijou Brigitte – mit Wackelaugen! Sooo süß. Gab es zu Halloween vor ein paar Jahren. Damals habe ich aus der Kollektion auch noch die zweite Kette mitgenommen, aber habe sie vielleicht zwei Mal getragen bis jetzt.

In der Schulzeit durften wir mal eine verletzte Fledermaus einen Tag betreuen – so ein armes, kleines Wesen. Aber sie hats geschafft und wurde wieder fit. Als ich klein war, hatte ich noch panische Angst vor ihnen – inzwischen freue ich mich im Sommer sehr, wenn sie bei uns im Garten umherfliegen. Gerade das leise Fiepen lässt mein Herz ein wenig höher schlagen und ich starre dann solange in den Himmel, bis ich sie entdeckt habe.

Meine Vorliebe für Fledermäuse ist auch anderen bekannt und deswegen hat mir meine Tante diese Laterne geschenkt, die meine Cousinen nur ein Jahr zum Laterne laufen mitnehmen wollten. Irgendwann bastel ich da noch mal eine Lichterkette hinein.

Mein neuestes Familienmitglied ist diese flauschige Fledermaus. Im Amphi-Artikel dazu mehr.

Schmetterlinge

Das war das erste, was ich vernünftig zeichnen konnte – ein Schmetterling. Das ist auch noch immer mein Lieblings-Kinderschmink-Bild. Keine Ahnung, wie oft ich das bisher geschminkt habe. Die Flatterdinger sind einfach wirklich überall. Ohrringe, Ketten, Armbänder, auf Shirts – überall. Es war wohl auch ein Zeichen, dass die WGT-Karte letztes Jahr in Form eines Schmetterlings war. Mein Nick schmetterding kommt auch nicht von ungefähr. Dass meine Lieblingsband dann auch noch einen Schmetterling als Symbol hat – perfekt. Die Planungen für mein erstes Tattoo gehen auch deutlich in Richtung Schmetterling.

Drachen

Die letzten Wesen im Bunde. Gibt es Drachen? Natürlich! Angefangen hat alles mit Tabaluga & Lilli. Als ich 5 oder 6 war, ging es mit meinen Eltern zu Tabaluga nach Kiel. Das ist Ewigkeiten her – doch einzelne Szenen sehe ich heute noch. Vom Mitsprechen ganz zu schweigen. Vor ein paar Jahren waren wir erneut bei Tabaluga – Tabaluga und das verschenkte Glück. Ich war so happy wie lange nicht mehr. Ein neuer Teil ist ja sogar in Planung, da werde ich auch wieder hin. Auch Fuchur begleitet mich schon seit ich klein bin.

Drachen sitzen bei mir eher „nur“ im Zimmer. Oder fliegen umher. Ketten habe ich auch, trage ich aber nur noch ganz selten. Ganz besonders mag ich meine beiden Legodrachen. Einen schönen Platz haben sie momentan leider nicht, aber das ändert sich bald.

Weil ich mich so viel auf Festivals rumtreibe & meine neue Kamera noch nicht da ist, gibts leider nur die schlechten Handyfotos gerade. Sorry.

Gothic Friday 2011 – Juni: Mein schönstes Live-Erlebnis.

Neue Runde, neues Glück. Oder so. Bei der Aktion Gothic Friday, von Spontis & dem schwarzen Planeten geht es diesen Monat um mein schönstes Live-Erlebnis.

Ich war schon wirklich auf vielen Konzerten. Mit nur wenigen Besuchern bis hin zu 80.000. Für lau oder für 120€. Im Freien. In der Halle. Im Schwimmbad. Alleine. Zu zweit. Mit Freunden. Mit Fremden. Mit Familie. Ich kann jetzt wirklich nicht sagen, welches das schönste Erlebnis war.

Deine Lakaien letztes Jahr in der Großen Freiheit 36 haben mich sehr beeindruckt. Danach bin ich quasi aus dem Gebäude geschwebt & der Zustand hielt noch ein paar Tage an. Das erste gruftige Konzert war 2005 ASP. Das hat mich sowieso erst komplett so gemacht, wie ich jetzt bin. Am meisten geflasht worden bin ich von Robbie Williams & Depeche Mode.

Welche Band mich bis jetzt immer absolut überzeugt hat, ist Welle:Erdball. 2009 bei uns auf dem Dungeon Open Air – im strömenden Regen bei kalten Temperaturen vor knapp 50 Leuten – die aber die vollen zwei Stunden Party gemacht haben. Das war sowas von großartig! Ich habe von dem Abend noch so Glitzerzeug an meiner Wand hängen und jedes Mal, wenn sich das durch Wind bewegt, muss ich an diesen traumhaften Abend denken.

Gothic Friday 2011 – Mai: Do Goth Yourself!

Nächste Runde im Gothic Friday. Dieses Mal mit etwas mehr Druck, weil der Herr Spontis mich schon in seinem Artikel erwähnte. Also muss ich ja wieder was zaubern. (Eigentlich ist das auch verdammt gut so, sonst hätte ich den Kram niemals zum WGT fertig gehabt!)

Ausgangszustand: Ich habe mein Eis.Prinzessin 2.0 Outfit. Der neue Überrock ist soweit fertig, das Korsett da. Aber irgendwie… fehlte noch etwas. Der alte Schleier war sehr störrisch und ich habe vor ein paar Monaten in HH wundervolle Schleier gesehen, aber 40€ waren mir einfach viel zu teuer. Tja, wie der Zufall es will, bekam ich jede Menge weißen, weichen Tüll. Das war ehemals ein Müchennetz von IKEA, das man an einem Ring übers Bett gehängt hat. Aber das lag hier nur noch rum. Stoff gewaschen und dann lag er hier rum. Mit dem Ziel, etwas Hübsches zu werden. Also los geht’s!

Ausgangszustand
Ausgangszustand

Erstmal den Stoff ausbreiten. Ich brauche nur eine kleine Ecke erstmal. Außerdem habe ich nicht wirklich viel Platz.

Löcher
Löcher

Leider habe ich beim Ausbreiten viele kleine Löcher im Stoff gefunden. Mit ein bisschen Aufwand hätte ich bestimmt auch eine Ecke ohne Löcher gefunden, aber eigentlich keimte da schon eine andere Idee.

Lösung
Lösung

Es wird ein Fetzenschleier! Denn ordentlich kann ja jeder.

Zugeschnitten
Zugeschnitten

Der Schleier soll aus zwei Schichten bestehen. Vorne etwas versetzt. Hinten auch eine Schicht länger als die andere. Die Seiten unordentlich geschnitten.

Kräuselband
Kräuselband

Weil ich einfach unheimlich faul eine Nähmaschine habe, die gerne mal Faden reißen lässt und Stiche auslässt, habe ich jetzt Kräuselband verwendet. Bisschen hin und her geschoben und die Stelle für die beste empfunden.

Nadeln
Nadeln

Brav feststecken. Auf das Band habe ich noch ein Stück von einer Kante lose mit gesteckt, um ihn nachher auch von der anderen Seite tragen zu können. Dann festgenäht und geflucht, weil die Maschine jede Menge Stiche ausgelassen hat. Auch nur eine Seite festgenäht, aber das reichte.

Kräuseln
Kräuseln

Bänder festziehen und somit den Tüll raffen. Bänder an beiden Seiten verknoten. Dann habe ich noch einmal mit der Hand drüber genäht, weil ich nicht wollte, dass ich mich wieder so mit der Maschine ärgere. Das war es dann auch schon.

Doppelt nach vorne.
Doppelt nach vorne.

Fertig! Es sieht sogar von beiden Seiten tragbar aus. Hier ist er jetzt nur lose aufgelegt, später werde ich ihn mit ein paar Spangen feststecken. Ich habe eine blaue Zombiehand dafür gemacht, hätte aber auch noch silberne Sterne und silberne Rosen.

Einfach nach vorne.
Einfach nach vorne.

Andere Tragevariante. So, mit kurzer Seite vor den Augen.

Rückseite.
Rückseite.

Schon ein bisschen fetzig, oder? Eventuell werde ich ihn noch kürzen oder ein bisschen mehr Löcher fabrizieren.

Vielleicht hat ja jemand Lust, den Schleier nachzubasteln. Der Tüll ist jetzt sehr, sehr weich und damit auch super leicht. Man spürt es kaum, wenn er in den Haaren ist. Mit festerem Tüll bauscht das natürlich mehr. Aber genau das wollte ich nicht, so einen Schleier habe ich bereits.

Gebraucht habe ich dafür ungefähr eine Folge Nip/Tuck, also ~45 Minuten.

Gothic Friday 2011 – Februar: Musik und Leidenschaft.

Los geht’s mit der zweiten Runde. Dieses Mal ist das Thema Musik & Leidenschaft. Für mich untrennbar miteinander verbunden. Ein Lied in Verbindung mit einem Kuss – das ist die Welt für mich.

Lesenswert ist auch das Fazit zur letzten Runde und die Beiträge der anderen Gruftschnecken auf Spontis.de

Was bedeu­tet Musik für Dich? Wie wich­tig ist sie Dir?
Musik ist wahnsinnig wichtig für mich. In jeder Lebenslage gibt es quasi einen Song, der in meinem Kopf läuft. Mir gefällt es, Musik zu hören. Immer und überall. Nur nachts sollte es bitte still sein. Ohne Musik fehlt mir was. Nur dann, wenn es mir körperlich wirklich schlecht geht, höre ich keine Musik.
Es muss auch nicht immer an die Stimmung angepasste Musik sein. Hauptsache etwas, auf das ich meine Gedanken fokussieren kann. Mir ist Musik sehr viel wert. Ich gebe dafür auch viel Geld aus. Das mache ich aber auch sehr gerne. Downloaden ist nicht das Wahre für mich, eine schöne CD, am liebsten noch hübsch verpackt – das muss es schon sein. Wobei ich als ASP-Fan da auch etwas verwöhnt bin.

Wel­che Rich­tun­gen »schwar­zer Musik« hörst du? Nenne ein Bei­spiel, das für Dich deine Bedeu­tung des Genre am bes­ten Wie­der­gibt.
Ich höre im Grunde querbeet sehr viel. Von ASP über Nachtmahr zu The Sisters Of Mercy. In den Zwischenstufen sind noch etliche andere Bands einzusetzen und somit auch Richtungen. Zu Hause und im Auto ist das dann meistens der von ASP betitelte Gothic Novel Rock.

Wie wür­dest deine musi­ka­li­sche Lauf­bahn beschrei­ben? Über wel­che Rich­tung der Musik bist Du in die Szene gekom­men, wel­che hast hin­zu­ge­won­nen, wel­chen hast du abge­schwo­ren und was hörst du heute?
Über die Mittelaltermusik bin ich in die Szene gekommen um kurzzeitig sehr Richtung Metal zu driften. Aber das ging sehr schnell vorbei. Ab und an höre ich vereinzelt noch Metal, aber dort auch nur Bands, bei denen ich den Sänger und die Texte verstehen kann. Musik lebt nicht nur von den Klängen allein, für mich muss auch der Text etwas aussagen. (In den meisten Fällen.) Zwischenzeitlich hatte ich einen „Mittelalterkoller“ und skippe noch jetzt bei Saltatio Mortis oder Schandmaul oft weg. Aber die pure Abneigung hat sich gelegt und auch die Vorfreude auf die diesjährige Marktsaison haben dazu beigetragen. Komplett für mich in den letzten beiden Jahren entdeckt habe ich die Ur-Szene-Bands. The Cure, Depeche Mode & Bands in die Richtung. Oftmals kenne ich nur einzelne Lieder, bei denen ich nur durch Glück und Twitter den Interpreten kenne. Wie bei Shock Therapy – Hate Is Just A Four Letter Word. Letztes Jahr auf dem Mera Luna Sisters Of Mercy live zu sehen war schon ein großes Erlebnis irgendwie.

Wie und wo hörst du Musik am liebs­ten?
Über die Teufel-Anlage im Wohnzimmer. Bei uns zu Hause wurde schon immer viel Wert auf Musik gelegt, nicht selber zu spielen, aber CD’s zu hören und dafür auch die richtige Ausstattung zu haben. Meine Schwester & ich bekamen früh gute CD-Player, die auch durchaus laut gedreht werden durften und sollten. Die Anlange meines Vaters war immer noch ein bisschen lauter. Ruhige Musik zu hören war für mich dann nur möglich, wenn mein Vater nicht gerade Rammstein hörte. Von ihm habe ich vermutlich auch die Leidenschaft für Musik und vorallem CD’s.
Ansonsten höre ich sehr viel Musik im Auto, weil ich viel Zeit damit verbringe, in meinem kleinen Schwarzen durch due Gegend zu kurven. Es gibt aber nichts schöneres, als auf einer der Bänke am Deich zu liegen, leichte Sonnenstrahlen im Gesicht, im Hintergrund das Rauschen des Meeres & die Lieblingslieder im Ohr. Wahlweise das ganze auch mit Sturm.

Wel­che Musik hörst du außer­halb der typi­schen dunk­len Musik noch?
Oh, jetzt wird’s interessant. Achtung: Ich steh total auf Robbie Williams. Ich war 2006 bei dem zweiten der beiden Hamburg Konzerte. Nun ja. Wir sind damals um 6 Uhr mit dem Zug nach HH und haben ab 9 Uhr vor den Eingängen der Trabrennbahn gewartet. Dafür bekam ich auch ein rotes 1. Welle-Band und stand direkt in der zwei Reihe. Bei 80.000 Menschen. Der Wahnsinn. Das war allerdings auch der Sonnenbrand, den ich mir an dem Tag einfing. Den weißen Strich des Trägers konnte man bis letztes Jahr immer noch sehen, wenn ich zu heiß duschte. Aber das war es wert.
Ansonsten liebe ich Rosenstolz. War schon etliche Male auf Konzerten und finde die Musik einfach wunderschön. So gefühlsgeladen und wahr, mitten ins Herz. (Ich hätte auch gerne jetzt ein Video von Rosenstolz eingebunden, aber das ist in meinem Land nicht verfügbar. Lieblingslieder: Der größte Trick, Ich komm an dir nicht weiter, Sex im Hotel oder Schlampenfieber.)

Was außerdem immer geht: die ärzte, die toten Hosen, Placebo, Editors, die fantastischen Vier, Thomas D., Farin Urlaub oder die Wise Guys.


Mal ange­nom­men, Du könn­test ein Instru­ment spie­len, hät­test eine tolle Stimme und wür­dest zusam­men mit Freun­den eine Band grün­den. Wel­che Rolle in der Band wäre Deine?
Ich wäre vermutlich eher Roadie und Merchtante. Das aber mit großem Spaß & viel Elan.

Nenne 5 dei­ner Alben die für Dich unver­zicht­bar mit Szene ver­bun­den sind.
ASP – Weltunter
Deine Lakaien – Kasmodiah
Depeche Mode – Exciter
L’Âme Immortelle – Als die Liebe starb
Welle:Erdball – Die Wunderwelt der Technik

Wel­che musi­ka­li­schen Eigen­schaf­ten hat für dich das ideale Lied?
Es darf mir nicht mehr aus dem Kopf gehen. Der Text sollte auch beim hundertsten Hören noch etwas hergeben und die Musik muss mich berühren. Das klappt bei mir immer dann besonders gut, wenn die Stimme männlich ist, es ab und zu ordentlich knallt und tolle Basslinien vorhanden sind. Oder schöne Keyboards. Hach.

Wel­che Band oder wel­chen Musiker/in wür­dest Du gern mal inter­viewen und auf wel­chen Frage musst Du dabei unbe­dingt eine Ant­wort haben?
Ich finde es immer interessant mit Musikern über andere Bands zu sprechen. Und dann gar nicht auf die Musik abzielend, jeder hat schließlich seinen eigenen Geschmack, sondern das Auftreten, die Umgehensweise mit den Fans, die Veröffentlichung von Tonträgern und die Merchangebote zu diskutieren. Aus der Sicht der Musiker ist da wirklich Interessantes zu erfahren.

Wer oder was reprä­sen­tiert für die Dich die Zukunft der »schwar­zen« Musik?
Hm, ich habe im letzten Jahr wenig neue Bands für mich entdeckt. Fast gar keine. Sehr interessant finde ich das neue Projekt von Oswald Henke, das einfach schlicht HENKE heißt. Die erste EP erscheint aber erst Ende Februar. Wer mit live überzeugt hat und ich vorher nicht kannte, waren Re:Legion. Sehr tanzbar, auch mit Gummistiefeln auf durchweichtem Acker. Außerdem noch super angenehme Leute.
Re:Legion