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Coppelius Hilft!

Wir schreiben das Datum des 22.01.2012. Es ist ein Sonntag an dem ein Konzert von Coppelius stattfinden soll. Aber…ich greife vor…

Nachdem ich aus der Dusche trat betrachtete ich mein Spiegelbild…ich sollte mir den Bart stutzen, damit es ein wenig „Chick“ in die Sache bringt. So nahm ich mein Barbiermesser und gab dem ganzen Form. Mit ein wenig moralischer Unterstützung zog ich mich an und machte ich mich dann fertig. Schick wollt ich zum einen sein, weil ich mit meiner Liebsten und Ihrem Herrn Vater Essen gehen wollten. Und zum zweiten wollte ich nicht wie ein Penner, man verzeihe mir den Ausdruck, bei einem Coppelius-Konzert sein. Wie gesagt, ich hatte mich soweit zurechtgemacht und machte mich auf den Weg zum Restaurant. Um etwas vorzugreifen, ich war zu spät. Dank der freundlichkeit der Öffentlichen Verkehrsmittel. Ich wurde unter aller Kanone behandelt…aber lassen Wir das…

Das Essen war schön, ich hatte meine Liebste lange nicht gesehn…Ihre schönen Augen…Ihr Lächeln…ich schmolz nur so dahin, hatte demnach Mühe, mich mit anstand auf der Stuhl zu halten. (Zum Glück bekam ich kein Nasenbluten…) °Hust° Nun ja. Nach dem Essen und einigen schönen Gesprächen sollte es für die Beiden Heimwärts gehen und für mich zu Coppelius.

Ich war auch pünklich zum Einlass um 20 Uhr da. Ich ging am Verkaufsstand vorbei und wurde herzlich begrüßt. „Guten Tag, mein Herr, darf ich Ihnen was zeigen?“ Entgegnete mir Fräulein von Talermark. Ich fragte nach diversen T-shirts, doch sollte es für diesen Moment nicht mein Glück sein. Ich kaufte stattdessen die beiden Gazetten, die ich immer schon bestellen wollt, und 2 der letzten 3 Stofftaschentücher, die noch da waren. Vorerst werden keine mehr produziert. Und ich finde die so klasse! Nachdem ich also meinen Einkauf getätigt hatte auf in die Halle, ich wollt gern ganz vorn sein…

So war es dann auch. Ich stand in der Mitte! Ganz vorn…ich legte meinen Zylinder ab…auf die Fläche wo stand „Bitte keine Getränke draufstellen“ stand.  Dieser Teil schien wohl zur Bühne zu gehören. Provokativ und um zu sehen, wie Sie reagieren, frech den Hut dahingelegt.

Um 20:30Uhr dann kam „Cellolitis“ auf die Bühne. Eine „Ein-Mann-Band“ der aber gehörig was auf dem Kasten hatte. Mit einem Gerät, wo Er ständig drauftrat, könnte Er gespielte Passagen aufnehmen und in dauerschleife wiedergeben. Großartig! Sowas hatte ich Live nie gesehen. Nach einer zu kurzen halben Stunde und Gefühlsschwankungen zwischen Träumen und Rocken dann ging Er von der Bühne. (Mit Le Comte Caspar hat Er ein Stück gespielt, das, hätte ich ein Bild dazu zeichnen sollen, ein See im Nebel wär…)

Der langersehnte Moment war gekommen! Coppelius traten auf die Bühne. Bzw. Ihr Butler, der erstmal etwas Staub wischte…Dann kamen die Herren hinterher. Wahnsinn! Und ich vorne, Mitte! Nach zwei Titeln die Sie spielten machte Le Comte Caspar Ihren Butler doch darauf aufmerksam, das mein Hut doch auf der Bühne läge…Kurzerhand nahm Butler Bastille MEINEN Hut und setzte Ihn galant auf den Garderobenständer der Bühne. Mein Hut, bei den großen Hüten der Herren mit dabei! Man, was bin ich stolz!

Nach einigen zauberhaften Performances sollte dann eine Kerze entzündet werden und es wurde nach Feuer gefragt. Wozu ich immer Streichhölzer bei mir trage? Ganz einfach; für solche Momente! Gut, ich reichte Ihm mein Zippo, weil ich nich so schnell an meine Streichhölzer gekommen wär. Nach kurzen wühlen in meiner Hosentasche bot ich Ihm diese auch an. Butler Bastille fragte mich ganz neugierig:“Ist das eins dieser neumodischen Dinger?“ und drehte mein Feuerzeug in den Händen.

Bei dem Lied „Damen“ bekam Bastille dann eine Gerbera. Nachdem Er Uns mit den Blütenblättern bewarf biss Er der Blume den Kopf ab, zer…kleinerte es ein wenig und spuckte den Rest auf die Bühne. Geniale Aktion, wenn auch ein wenig eklig. Zum Lied „Time-Zeit“ suchen die Herren sich ja immer einen aus, der auf die Bühne kommt. Was war ich Überrascht, als Bastille mich auswählte…MICH! Ein Traum! Bei meiner absoluten Lieblingsband auf der Bühne stehen und mitmusizieren…gut. Man schlägt da Oben nur einmal auf die Triangel…aber es ist ein Teil des Liedes. Wosch! Ich war total geflasht. Er fragte nach meinem Namen, stellte mich vor und bedankte sich, nach getaner „arbeit“ mit einer Verbeugung. Sowas…und das mir…

Zu „Ade, mein Lieb“ fing ich an zu Träumen…da Wir alle saßen legte ich meine Arme auf die Bühne, da wo vorher mein Zylinder lag. Auf diese legte ich meinen Kopf…um zu träumen…von meiner Liebsten träumte ich…von Ihren bezauberndem Lächeln…Ihrer zarten, glatten Hand die sanft über mein Gesicht streicht…und vor allem…ich träumte Sie zu mir. Nichts, aber auch garnichts hätte diesen Abend schöner gemacht, als Sie an meiner Seite zu haben…

Ich machte Bastille auf meinen fehlenden Hut aufmerksam und Er wurde mir promt gereicht. Da kam mir eine Idee. Wenn der Hut doch schon bei Ihnen war, wird doch auch eine Unterschrift darin möglich sein, oder? Ich sprach Graf Lindorf und auch Sissy Voß darauf an. Beide willigten ein. Mit großen, läuchtenden Augen wartete ich also. Herr Caspar unterschrieb und Herr Lindorf tat es Ihm nach. Die anderen sollte ich noch im Konzertsaal finden. Auch Max Coppela, Sissy Voß und Butler Bastille unterschrieben. Herr Coppela und Herr Voß gingen schon vor und ich wartete noch auf die vollendigung der Unterschrift von Bastille. Ich bedankte mich höflich und kehrte mich zum gehen um, da sprach Er mich an. „Komm gut Heim…und einen schönen Abend noch…“ – „Ja, Herr Bastille, das wünsch ich Ihnen auch, es war gorßartig!“ – „Vielen Dank, Herr“  Geflasht zog ich von dannen…das war so dieser Moment wie in Filmen, wenn einer von zu Haus auszieht und von einem Freund gesagt bekommt „Pass gut auf Dich auf…“ *.*

Es gibt an dieser Stelle wohl nurnoch eins für mich zu sagen.

Coppelius Hilft!

52 Songs: Klingelton

Ich habe meist mein Smartphone auf „Vibration“ eingestellt, aber für den Fall, das ich es doch mal auf „Laut“ haben sollte habe ich natürlich auch Klingeltöne.

Da Klingeltöne ja nur kurz erklingen (sollten!), sollte das Lied ja meiner Meinung nach ein schönes Intro haben. Und die Instrumente müssen stimmen. All dies habe ich bei Coppelius immer.  Hier nun also „Schöne Augen“

Ja, es ist wiedermal Coppelius, aber Sie sind einfach großartig. Aber auch andere Bands sind bei mir schon Klingeltöne geworden, wie z.B.:

  • Abney Park – And of Days
  • GHOSTFIRE – The Last Steampunk Waltz

Gothic Friday; Gothic ist ein Lebensstil?!

Ob Gothic für mich ein Lebenstil ist?…

Da muss ich nicht lang darüber nachgrübeln. Definitiv!

Warum das so ist? Keine Ahnung. Es kam einfach mit der Zeit. Der Geschmack musste sich in irgendeiner Art ausbreiten. Und so versuchte ich mich auszudrücken. Meine erste „Schwarzphase“ hatte ich mitten in meinem Streit mit Mutter und Vater. Ich trug danach ausschließlich schwarz. In dieser Zeit verloren meine Eltern auch die Vorbildfunktion für mich. Ich suchte mir etwas neues. Meine Wahl viel auf einen Anzugtragenden Smutje, der stets gute Manieren Bewies. Sein Anzug war immer ´chic´ Schwarz. Und somit fing es an, das ich in Hemd und Krawatte durch die Gegend stolzierte. Natürlich schwarz.

Da hatte ich keine Ahnung von der Musikrichtung oder einer Art Lebenseinstellung. Ich lernte nach und nach den Atheismus kennen. Der mir in soweit gefiel, das es gegenan ging. Ich wollte wohl anders sein. Meine erste Band dann schließlich war Samsas Traum. Mir gefiel besonders diese Gedanken, die mir diese Musik bescherte. Schwarze Gedanken. Zur schwarzen Kleidung gesellte sich nun also langsam auch eine gewisse Härte im Alltag. Selbstbewusstsein mit einem kräftigen Schuss schwarzem Humor. Lachen, wenn andere anfangen zu weinen. Sagen, was andere sich nicht zu sagen trauen. Ich stumpfte ab. Ich wollte mehr von den „Albträumen“, den schwarzen Gedanken, wollte erfahren, wie die schlimmsten sind. Ohne vorweggreifen zu wollen, ich hab meinen persönlichen Albtraum immernochnicht erlebt. Bzw. andere Albträume erleben und Urteilen. Aber ich schweife ab…

„Ich bin der Dunkelgraf.“ Dieser Adelstitel hat mich mehr als geprägt. Ich drückte mich ja immer schon gewählt aus, so sagte Mutter mir Gestern erst wieder. Totenköpfe, schwarze Drachen und selbige Kerzen sind nette Accesoires. Aber wenn ich das Jemand X-Beliebigen schenken würde, hätte der auch nur Deko von. Kerzen allerdings, sind ein gutes Stichwort. Ich sitze am liebsten im Kerzenschein, lesend, ruhe genießend, trinkend, hauptsache kein elektrisches Licht. Ich mag kein elektrisches Licht. Das würde ich zu meinem Gothic-Lebensstil zählen. Kajal, Eyeliner und farbige Kontaktlinsen sind zu einer schönen Ausdrucksform für mich geworden. Die „alte Schule“, wie sie häufig genannt wird, zelebrier ich immernoch. Natürlich in feinen, schwarzen Dresscode. Coppelius prägte dann zusätzlich noch. Und mit Coppelius kam der Absinth.  Ansonsten…die schwarze Kleidung, ja, trag ich Privat schon noch, auf Arbeit mittlerweile nichtmehr.

Der nächste Lebensabschnitt, den ich als mein Gothic-Lebensstil jetzt bezeichnen würde ist mein „Zirkusadel“. Eine Idee, die auf dem WGT entstanden ist. Seitdem hat sich meine Musikkenntnis erweitert. Ich weiß jetzt, was ich will, lerne auch immer wieder potenzielle neue Bands kennen, aber der Kern ist da. Zurück zum Zirkusadel. Es kam so, das ich mittlerweile 3 Hosen haben, die komplett gestreift sind. Eine ins Schwarz/Grau und zwei in Schwarz/Rot. Letztere waren Schuld am Zirkusadel. Meine Liebste hat ein Kleid in diesem Stil. Den einen Tag auf dem WGT liefen Wir also so durch die Stadt. Oft schon bekam ich für die Hosen den Spruch:“Aus welchen Zirkus ist der denn ausgebrochen?“  Und da ich nunmal der Graf bin, war Zirkusadel Perfekt. Dies lässt sich auch in meinen anderen Artikeln lesen. Zirkusadel, muss ich wohl hier nicht weiter erklären.

52 Songs: Luftgitarre

Luftgitarre, ja. Lang überlegen musst ich jetzt nicht, da ich täglich auf dem Weg zur, oder von der, Arbeit meine „Luftgitarre“ schwinge.  Allerdings ist es ein „Luftcello“ oder manchmal auch eine „Luftgeige“. Da ich unheimlich gern Geigen, Cellos oder Kontrabass höre, ist es für mich ´schöner´, diese Instrumente zu spielen. Richtig abgehen, ich „swing“ der Musik die Finger bewegen.

Meine Wahl viel diesmal wieder auf Coppelius. „Schöne Augen“ Schneller Song, der in meine Finger geht. Da will ich jedesmal wieder zum“Luftcello“ oder „Luftkontrabass“ greifen.

Mein erstes Konzert bei den Herren Coppelius wart in Hamburg gewesen. Meine Prinzessin fragte mich, ob Wir nicht hin wollen. Klar wollen Wir! Und schon dort kribbelte es in meinen Fingern.

Musik-Stöckchen

 

Nachdem ich mit der http://albtraumfrau.wordpress.com/ mich unterhielt, worüber man denn blogen könnt, sah ich, das Sie ein Stöckchen gemacht hatte. Bzw. mitgemacht. Und sowas möcht ich auch machen, und nach längerer Unterhaltung kamen Wir auf das Thema Musik. Eine „Top Ten Liste“ einmal von Euren Bands und einmal von Euren Lieblingsliedern.

Bands:

  1. Coppelius
  2. ASP
  3. Welle:Erdball
  4. Stillste Stund
  5. Janus
  6. Goethes Erben/ Fetisch:Mensch/ Henke eben…
  7. Abney Park
  8. Nox Arcana
  9. Apocalyptica
  10. Samsas Traum

Lieder:

  1. Coppelius – Der Handschuh
  2. Apocalyptica – Nothing else Matters
  3. Welle:Erdball – 1000 weiße Lilien
  4. Fetisch:Mensch – Lass mich…
  5. Janus – Auferstehung
  6. Goethes Erben – Zwischenzeit
  7. Coppelius – Stetig fromm
  8. Samsas Traum – Zwei Gelsen und ein Strick
  9. Stillste Stund – Sternwacht
  10. Coppelius – Ade, mein Lieb

Selbstverständlich ist es schwierig, eine Rangordnung der Lieder zu finden, da ich ja auch durch Gefühlsschwankungen das ein oder andere vorziehe. Aber ich denke, so ist es erstmal richtig.

 

52 Songs: Neubeginn

Einen Neubeginn, also etwas anderes machen, als zuvor. Etwas neues wagen, wie oft schon stand ich davor…und es fehlte immer nur ein Stück überwindung. Das letzte bisschen…was von bedeutung… Somit ist der Song den ich mit „Neubeginn“ verbinde, das Lied „Risiko“ von Coppelius.

In diesem Song geht es um eben diese Überwindung. Ein Risiko eingehen, egal wie hoch es ist.

Coppelius, so schon öfter erwähnt, sind in Sachen Musik meine eindeutigen Favoriten. Beim nächsten Konzert hier oben im hohen Norden werde ich sicherlich dabei sein.

Gothic Friday; Symbole

Ich unterhielt mich Samstag Vormittag mit Herr Spontis. Nach kurzer plauderei dann wollte ich auch beim Gothic Friday mitmachen. Mir schien es schon fast unverschämt, das nicht vorher schon getan zu haben. Gut, also Symbole oder Sinnbilder, die ich verwende?

Da fällt mir zuerst mal mein Tattoo ein. Mein Tattoo besteht aus einem Drudenfuß und dem gesamten Runenalphabet. Einst bekam ich einen Runenbeutel geschenk, was dazu führte, das ich lernte, Sie zu legen und aus Ihnen zu lesen.  An den Zacken des Pentgramms befindet sich jeweils ein Kreis mit einer weiteren Rune darin. Dies sind die 5 Buchstaben, die in meinem Namen vorkommen. Über dem Stern steht „Erbe Loki“. Die Aussage ist Programm. Loki ist mein Patron. Unter dem Fünfzackigen steht dann weiter „Monster und stolz drauf“. Ich bin ein Monster und das ist verdammt auch gut so.

Totenschädel trage ich auch viele auf meinen Klamotten. Aber eigentlich auch nur, weil ich die dann „hübsch“ finde.

Mein Pik-Ass-Ring ist noch ein Symbol für mich. Er symbolisiert für mich zockerbereitschaft, mal Sachen zu wagen, die völlig irrsinnig schein. Ich bin ein verdammter Träumer, und manchmal sind Risiken was tolles. Im allgemeinen finde ich alle Zeichen der Spielkarten interessant.

Weste, Zylinder, Krawatte und Taschenuhr empfinde ich noch als ein Symbol für mich. Als Symbol für Anstand und Würde, für etwas höheres. Für Adel. Einfach Graf.

 

Ein erfüllter Traum…

Es war Samstag, genauer gesagt Samstag, den 16.04.2011. Meine Prinzessin fragte mich ca. vor einem Monat, ob Wir zwei Beide nicht nach Hamburg zu Coppelius wollen. Coppelius ist meine Lieblingsband. Sagt alles, oder?

Wir standen recht spät auf, wollten ja aber noch nach Hamburg. So gegen 13:30 saßen Wir dann auch im Auto. Ich mag Hamburg, kann man nicht anders sagen. Erstmal; Stadtbummel. Wir besuchten einzelne Lädchen hie und da. Sahen in Schaufenster und kauften Kleinigkeiten. Das eine Kleidchen bei Colours hats mir besonders angetan…Rot/Schwarz gestreift…passt zu meiner Hose. Also quasie Partnerlook. Wärend Wir so bummelten, wurde ich meist argwöhnisch angesehn, belächelt oder bestaunt. Dabei empfinde ich mein Auftreten als angemessen.

Wir wollten ausgehen, somit gehört zu den Schwarz/Weißen Springerschuhen auch ein weißes Hemd mit schwarzer Frackweste drüber. Der Zylinder darf natürlich nicht fehlen. Ich hielt mich also, die Hose ist Grau/Schwarz gestreift, in Schwarz/Grau/Weiß.

Die eine junge Dame, die an Uns vorbei ging meinte; „Guck mal, der bringt Glück!“ – Ja,junge Dame, dies ist Korrekt. Allerdings beschrenkt sich dieses Glück auf meine Liebste. <3

Nunja, es war dann zeitlich soweit. Wir brachten Unsere Sachen zu Ihrer kleinen Kutsche und machten Uns langsam auf den Weg zum Konzert. Vorerst noch von einem Pyromanen eingeladen, Seine Feuershow zu begutachten. Mit der Frisur? Erleichtert sah ich nach dem Konzert, das Er noch lebte. Aber ich greife vor…

Kurz vor kauf der Eintrittskarten, eine Diskusion; „Ich kann meine Karte selbst kaufen!“ – „Davon geh ich aus, musst Du aber nicht ;)“

Schnell bezahlt und gesagt bekommen; „Wehe, da sind nach dem Konzert weiße Hasen oder Tauben im Raum.“ – Öh…Ach, die Security spielte auf meinen Zylinder an. Entgegnete dann trocken; „Das wäre Ihr Abendessen gewesen“ – Nun also rein. Schon unentschlossen…Jetzt zum Merch-Stand oder später…Nein…ich wollte jetzt. So begrüßte ich höflichst die Dame am Stand und gab meine ´Bestellung`auf. „Mich gelüstet es nach der Collektorsbox, die drei Poster, die Triangel, das T-Shirt [Ruhe Bitte]/[Applaus] und sind das alle Stofftaschentücher, die Ihr da habt?“ – Sie zeigte mir, was sie noch so da hatte. Als der kauf abgewickelt war, fragte Sie nach meinem Namen, ich Antwortete natürlich mit Graf Blackage. Erstaunen Ihrerseits…kennt Sie meinen Namen? In Flensburg bin ich in einigen Ecken bekannt ja…aber Hamburg, Nein.

Rein in den kleinen Konzertsaal. Es war recht warm. Vogelfrey. Nungut, als Vorband so zu ertragen und mit genug Absinth in der Blutbahn ists wohl auch erträglich. Als diese dann doch sehr in der Zeit zurückgebliebenden Herren die Bühne räumten, trat Le Comte Caspar auf die Bühne, vermummt. Aufbauen. Als alles aufgebaut war, sollte es los gehen. „Konzertante Reise zum Ruhme des Zinnobers“. Ihr Butler Bastille trat auf die Bühne. Begrüßte Uns. Ich sah Ihn ja zum ersten mal und war begeistert. So wie die Herren aussehen kann man sagen,man sei begeistert gewesen. Da alle, laut der Biographie im 19 Jahrhundert geboren sind. Bastille nun, hatte kaputte Klamotten an, die Handschuhe*.* Ich glaube es war nurnoch ein Finger vom Handschuh komplett, alle anderen zerfetzt. Sie spielten somit auf. Ein Kontrabass, ein Cello, zwei Klarinetten, Schlagzeug und in einem Stück auch ein Cembalo. Wärend die Herren Coppelius nach und nach Ihre Hüte entweder verloren oder abnahmen, hatte ich meinen stehts auf dem Kopf. Nicht ganz; Bei zwei Liedern nahm ich diesjenigen vor die Brust, um Respekt zu zollen. Die Lieder waren „Stetig Fromm“ und „Ade,mein Lieb“. Le Comte Caspar beobachtete mich die ganze Zeit, verzog aber keine Mine, wie fast alle. Es war mein bisher geilstes Konzert! Wenn man mir hier mal diesen Ausdruck erlaubt… Ich bin weder Tänzer noch bin ich bisher zu Musik abgerockt. Hier war das was anderes; Ich war im Takt gefangen! Ich musste mitmachen,meine Textsicherheit gab mir halt beim „tanzen“. Ich gröhlte mit, nicht unbedingt meine Art. Aber es war großartig. Sowas mal zu erleben. All dies hab ich meiner holden Prinzessin zu verdanken…und ich bin Ihr tausendfach dankbar, das Sie mich dort mithin nahm.

Die Herren Coppelius spielten alle meine Lieblingslieder[alle]. Als es sich zum Ende neigte, da es Max Coppela müdete, gingen Sie nunmehr von der Bühne. Alle riefen „Da capo“!. Bastille trat vor, wollte zu einem großartigen Da capo aufrufen, als ein zwischenruf kam. Gefasst stand der Butler am Mikrofon. Bevor Er blitzschnell den Zeigefinger auf den Zwischenrufer richtete und ein schrilles „RAUS!“ ertönte. Der Herr bekam die Gelegenheit, sich zu entschuldigen. Dann spielten Sie noch einmal für Uns, als letztes Stück „Ade,mein Lieb“. Alle knieten sich hin. Und eine Kerze ging durch den Raum…Es war ein traumhaftes Bild.

Das Sie mir diese Erfahrung möglich machte, werde ich Ihr nie vergessen, wie alles,was Sie bereits für mich tat…

Live: Vogelfrey & Coppelius

Am Samstag waren wir zu zweit in HH. Erst gemütlich shoppen, dann wollten wir noch etwas Essen, bevor es zur Markthalle gehen sollte. Erster Anlauf: City Kumpir. Es war Viertel vor Sechs – aber die Dame hatte nur noch eine Kartoffel. Bisschen wenig. Da wir schon recht platt waren, entschieden wir uns gegen das Vapiano und für Schweinske. Lag mehr auf dem Weg. Ich versuchte noch schnell an der Ticketbox im HBF zwei Karten zu erstehen, aber genau in dem Moment gingen sie aus dem Verkauf. Perfektes Timing. Also gegessen, schnell zum Auto und die Errungenschaften verstaut, Korsett geschnürt und ab in die Markthalle.

Am Samstag war in HH Nacht der Museen und dementsprechend war es ziemlich lebhaft zwischen der Kunsthalle und den Deichtorhallen. Ein Feuerkünstler lud uns zu um elf ein, seine Feuershow zu bestaunen und wir unterhielten uns noch kurz.

In der Markthalle noch kurz am Merchstand gestöbert und rein in’s Marx. Es gibt dort Ventilatoren an der Decke! Ohne wäre es vermutlich schon vor Beginn sehr warm gewesen. Ich suchte mir ein Plätzchen recht weit Vorne, aber direkt mit Fensterbank im Rücken. Meine Knie wollten nicht mehr so und anlehnen war doch eine gute Idee. Später war das dann meine Rettung: Vom Fenster her kam unter den Vorhängen kalte Luft hinein. Lehnte ich mich 30cm vor, waren es bestimm 40 Grad. Allerdings zog es auch etwas, was mein Nacken nicht so lustig fand. Bin halt nicht mehr die Jüngste. Es waren so hübsche Menschen im Publikum, Stilrichtungen von Mittelalter über Gothic zu Steampunk. Mehrere Zylinder gesichtet.

Es begann dann mit Vogelfrey. Mittelalter/Metal-Mischung. Die Lieder gefielen mir, aber nur die, bei denen der Gesang zu verstehen war.

Allerdings haben sie dann beim letzten Lied alles versaut: Feen sind zum Essen da. Niemals.

Beim Singen verfingen sich die Haare des Sänger im Mikro und waren leicht verknotet – das war die Rache der Feen!

Dann wurde umgebaut und schon mit den Herren von Coppelius geflachst.

Gegen 21:45 Uhr ging es dann endlich los – und war traumhaft! Die Herren haben den Abend zu einem ganz besonderen gemacht. Schlagzeug, ein bis zwei Klarinetten, Cello, Kontrabass und Cembalo – was sie daraus gemacht haben, war sensationell. Der Butler hat es mir ganz besonders angetan, die anderen redeten nicht viel. Aber der Herr… hach!

Seine Stimme ist echt wundervoll und ich muss sagen, die meisten Stücke klangen live viel besser als von der CD.

Die Herren sollten unbedingt ein Live-Album veröffentlichen.

Ich freu mich schon jetzt auf die weiteren Konzerte, die dieses Jahr noch folgen werden. Was mit das Schönste war: Mein Graf hat sich so über das Konzert gefreut. Es hat mich so glücklich gemacht, wie ich ihn damit glücklich machen konnte.