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Liebste Ophealia…

Vater,
Sag den Katzen, sie sollen nicht auf meinem Weg gehen
Sag den Katzen, sie sollen mir nichts vorschreiben
Es ist egal was ich vorhabe, was ich sage…
Vater…

Mutter…
Wir leben in wunderschöner Dunkelheit,
ab und an sich schlafend vor der Welt verbergen…
Oh, Mutter…

Vater…
geh mit deiner Tochter heute Abend aus
ich zeig dir meine Welt…

Vater…
sieh mein Licht
Aber wenn wir meine Hölle finden wollen

zeig ich dir, wie sie ist

Ich habe nicht vor, Ihr Licht zu sehen…

Mutter…
Sag den Katzen, sie sollen meine Pfote nicht halten
Sag den Katzen, sie brauchen nicht zu verstehen
Oh, Mutter… Vater…

Oh, Vater…
Wollen wir heute Abend zusammen kämpfen?
Wir zeigen ihnen, was sie fühlen können…
Oh, Vater…

Ich habe nicht vor, Ihre Lüge zu sehen
Aber wenn Sie Hölle mit mir finden wollen
Ich kann Ihnen den Weg jetzt zeigen…

Der Originaltext ist von Lissie – Mother …

ich hab den Text so verändert wie ich glaube, das er auf unser wundervolles Kätzchen passen könnte…

Ophealia… du fehlst uns! <3

Zaubermenschen.

Es gibt da eine Reihe von Menschen in meinem Leben, die ich unheimlich stark liebe. Auf meine Art. Bis vor zwei Jahren habe ich das auch nicht so gezeigt. Dann starben innerhalb von zwei Wochen zwei junge Menschen. Viel zu früh. Das Bewusstsein, dass jeder Tag der letzte sein könnte, ist wieder deutlich geworden. In der Zeit danach habe ich öfter Menschen einfach so eine kleine Freude gemacht. Sie plötzlich umarmt. Kleine Überraschungen verteilt. Mir mehr Zeit für sie genommen. Den Grundgedanken dahinter verfolge ich noch immer. Jede Sekunde wird intensiver genossen. Vorhin las ich, dass ein junger Mann, den ich auf einem Festival im Sommer kennen lernte, gestorben ist. Da sind dann die Gedanken wieder da. Wir genießen viel zu wenig. Immer nur Stress, Zeitdruck, Eile. Ich habe mit ihm wirklich tolle Tage verbracht und bin traurig, ihn nie näher kennen zu dürfen. Genau damit werde ich ihn trotzdem immer verbinden: Mit meinem ersten Amphi, bei dem mein Zelt abgesoffen ist und er mich auslachte. Wo auch immer er jetzt ist, ich hoffe er hat ein wasserdichtes Zelt. Das ist meine Art, damit umzugehen. Die guten Erinnerungen ab und zu hervorzukramen. Zu grinsen, weil ich genau weiß, was für ein Kommentar von einer Person in diesem Moment gekommen wäre. Sie einfach nicht zu vergessen.

Intensiver zu leben. Wenn es denn geht.

Alles.Nichts.Oder.Gedankensplitter.

Es ist momentan Zeit der Veränderung. Da ich momentan einfach nur Adel bin, ist es wohl an der Zeit. Soll ich meine Wohnung verlassen? Zurück zu meinen Wurzeln? Ich lebte einst in einem beschaulichen Nest, wo sich jeder kannte. Will ich dahin zurück? Oder anders gefragt, warum eigentlich nicht? Ist es wegen der schlechten Busverbindung? Stimmt, man sollte hier ein Fahrrad besitzen. Ich hab sogar, wenn ich mich recht entsinne, 3 im Keller stehen. Wovon eins…ach lassen Wir das.

Zumindest ist es seltsam dort. Alles alte Menschen, die einem sagen wie sehr man doch dem Vater ähnelt. Ich bin wenigstens nicht adoptiert, auch wenn meine Schwester mir das oft weis machen wollt. Ich könne das kleine Zimmer haben, dort wo ich größtenteils aufwuchs. Es ist klein und eng. Nicht besonders meinen Ansprüchen genügend…

Im Schwimmbad eben starrte ich gedankenversunken auf meine Füße…ich dachte die ganze Zeit an meinen bisherigen Werdegang. „Ich erinnerte mich an die Zeit als ich vergeblich versuchte einen Beruf zu erlernen…“ Eine Entscheidung, die ich treffen sollte, musste also her. Will ich nun zurück oder nicht? Es würde einiges an Geld sparen. Geld, was Wir möglicherweise brauchen werden. Sogar ganz bestimmt. Mutter würde sich mehr als freuen und Vater, nunja, wenn Er bereits davon weiß, würd Er sich sicher auch freuen.

Meine Prinzessin würde es besser finden, wenn ich nicht mehr allein zu Haus wär. Kann ich ja nichts dafür wenn das Personal abhaut! Aber genug der Scherze. Die ganzen Möbel, diese kleine Existenz. Muss diese erst fort, damit das Wir leben kann? Ja. Muss Sie. Und das wird Sie. Für Uns! Weil Sie mir mein Leben ist. Und ich Sie über alles liebe, meine wunderschöne Prinzessin! Damit sei mein Entschluss wohl gefasst. Ich ziehe aus. Suche mir, wie ein Einsiedlerkrebs, ein neues Schneckenhaus. Von meinem neuen zu Haus dann können Wir überall hin ziehen. Sobald ich einen neuen Platz habe. Wohin Uns der Wind weht, quasi.

Kleine Prinzessin.

Ich bin nicht wirklich groß, knapp 166 cm. Aber das ist hiermit nicht gemeint. Es gibt für mich momentan zwei Zustände. Die kleine und die große Prinzessin. Die schwache und die starke Prinzessin. Das gab es schon immer und oftmals hat die große Prinzessin einfach das Kommando übernommen. Aber heute ist ein kleiner Tag. Ich fühle mich nicht wohl, habe Schmerzen, möchte mich zusammen rollen und in eine Ecke verkriechen. Das war früher in der Schule einfacher, da musste ich wenn überhaupt nur bis 14:40 Uhr durchhalten. Hatte regelmäßig Pausen, in denen ich mich kurzzeitg verkriechen konnte. Vorallem hatte ich Menschen um mich, die den Tag aufregend gemacht haben. Interessant. Lustig. Traurig. Spannend. Absurd. Es war einfach mehr Abwechslung. Jetzt sitze ich den ganzen Tag alleine in meinem Büro. Arbeite. Telefoniere. Aber in den meisten Fällen alleine. Ich habe oft das Gefühl, nicht mehr weiter zu kommen. Möchte ich das? Für immer? Büroalltag, in der IT hätte eventuell durch den fehlenden Kundenkontakt den Vorteil, meine Haare weiter bunt tragen zu können. Das ist für mich momentan irgendwie der einzige Vorteil, den ich sehe. Geregelte Arbeitszeiten als IT’ler sind eher die Ausnahme. Also – einfach irgendwie nächstes Jahr eine Stelle suchen und arbeiten? Oder die Chance nutzen und eventuell eine zweite Ausbildung machen? Auf jeden Fall müsste das dann etwas mit Kundenkontakt sein. Kundenkontakt – ich! Wie sehr ich das nicht wollte. Wie sehr es mir jetzt fehlt. Noch ist Zeit, darüber nachzudenken. Ab August beginnt ja die Ausbildungssaison quasi. Ist noch etwas Zeit. Aber alleine der Gedanke daran lässt mich etwas hoffnungsvoller in die Zukunkt blicken. Die kleine Prinzessin hat Angst davor. Möchte, dass alles wieder einfach ist. Aber die große Prinzessin wird sich jetzt darum kümmern.