Her mit dem schönen Leben. 

So ein kleines Wunderwesen verändert einen zwangsläufig. Ziemlich sogar. Ich hoffe, hauptsächlich zum Guten. 

Was ich in den Stunden, in denen ich nur leise Dinge machen kann, weil der Wolf schläft, gemacht habe, hat viel mit schönem Leben zu tun. Auch wenn sich das erst nicht so anhört. Ich habe es endlich geschafft, viele „Rumpelecken“ neu zu ordnen, aufzuräumen und dabei Dinge auszusortieren. Der Vorratsschrank ist wesentlich kleiner geworden – damit weniger abläuft, weil ich die Dose doch vergesse. In einer Zeit, in der die Supermärkte bis 22 Uhr geöffnet haben, muss ich nicht so viele Dinge gebunkert haben. Mein Kleiderschrank ist schon ewig auf meiner Liste, da habe ich es immerhin geschafft, die ersten Fächer zu sortieren. Einige Klamotten sind schon aussortiert, da wird aber noch was folgen. So viele Stücke, die ich ewig nicht trug und wohl auch nie wieder tragen werde. Ich möchte nur noch Stücke im Schrank haben, die ich wirklich richtig gerne mag. Mein Kleiderkreisel-Account hat sich gefreut. Genau wie der Mamikreisel-Account. Ein paar Umstandskleider habe ich direkt verkauft, weil ich sie gar nicht getragen hatte. Die anderen Umstandsklamotten sind in einen Karton gewandert. Hauptsache raus aus dem Schrank. Wer weiß, wann und ob ich die noch mal brauche. Die ersten drei Kartons Kindersachen sind auch schon verschenkt. Was nicht alles ist. Lieblingsstücke füllen hier schon zwei Kisten. Wir haben sehr viel noch geschenkt bekommen, also habe ich die Dinge, die ich in den Kleidungspaketen noch ersteigert hatte, aussortiert. Es war gut, so viel zu haben – da musste ich am Anfang nicht so oft waschen.

Am liebsten ziehe ich dem Wolf sowieso die Hosen an, die ich selber genäht habe. Weil sie ihm super stehen und weil ich auch stolz darauf bin, das gezaubert zu haben. Irgendwann traue ich mich an eine Jacke für mich. 

Es ist so schön, wenn man Zeit für Dinge hat, die einem gut tun. Natürlich hat es gedauert, bis sich hier alles eingespielt hat und Routine gibt es eher selten. Mir fehlte das Musikhören sehr – das habe ich erst in den letzten Wochen gemerkt. Das kann ich jetzt, wenn der Wolf im Kinderwagen beim Spaziergang einschläft. Auch habe ich seit Oktober nur ein Buch gelesen – weil mir die Konzentration fehlte. Das kommt jetzt gerade zurück. Schön. 

Mein Mut zum Dinge ausprobieren ist langsam wieder da. Dank blöder Unverträglichkeiten habe ich mich ewig nicht mehr an andere Früchte außer Apfel, Banane, Birne und Kiwi getraut. In geringeren Mengen kann ich aber auch Ananas, Melone, Orange, Erdbeeren und Mango ab! Unfassbar, wie glücklich mich sowas machen kann. Pur Essen ist zwar nach wie vor schwierig, aber im Smoothie geht’s. 

Der Wolf hat mir gezeigt, wie wertvoll Zeit ist. Wie schnell ein paar Wochen und Monate vorbei sind. Wie viel Neues man in kurzer Zeit lernen kann. 

Nicht so viel nachdenken, mehr genießen. Mehr möchten als wollen. Her mit dem schönen Leben! 

750 Jahre Meldorf – 750 Kilometer Schwimmen. 

Wow. So kann man das wohl ziemlich treffend beschreiben. Es kribbelt noch immer. 

Aber von Anfang an: 2015 ist Jubiläumsjahr in unserer Stadt. 750 Jahre ist Meldorf alt. Zu diesem Jubiläum gab und gibt es noch viele Veranstaltungen. Eine davon startete am Samstag um 10 Uhr und endete Sonntag um 10 Uhr. 24 Stunden konnte im Hallen- und im Freibad geschwommen werden. Jeder Teilnehmer bekam eine Startnummer und eine Startkarte, auf der von Helfern am Bahnrand gezählt wurde, wie viele Bahnen er oder sie geschwommen ist. Gemeinsames Ziel waren 750 Kilometer. 

Die Rahmenbedingungen waren also klar – eineinhalb Jahre Planung für diese Veranstaltung. Die Spannung, ob es überhaupt schaffbar ist, konnte man am Samstag förmlich spüren. Und dann entwickelte sich eine unglaublich schöne Atmosphäre im ganzen Bad. Ehrgeiz und Freude war fast greifbar. 

Durch unseren kleinen Wolf hatte ich zugesagt tagsüber zu helfen. Wir zwei haben dann am Samstag von 10 Uhr bis 18 Uhr die Anmeldung so gut es ging unterstützt. Dabei Startnummern auf Hände und Arme geschrieben, den Ablauf erklärt, Urkunden geschrieben, Karten aufbewahrt und der Wolf hat fleißig motivierend gelächelt. Schon nach ein paar Stunden konnten wir die ersten Medaillen und Urkunden verleihen. 

  
Als ich um 18 Uhr nach Hause fuhr, war ich völlig geflasht. Der Zwischstand lag bei 400 km um 16 Uhr, also waren wir auf einem guten Weg. Gegen halb zehn bin ich dann selber noch zurück ins Schwimmbad. Bei knapp 20°C 800 Meter im Freibad geschwommen und eine Bronzemedaille gewonnen, yeah! Um 21:21 Uhr waren es schon 800 km, Ziel erreicht. Das würde mit Raketen gefeiert. Von meinem Vater bekam ich um halb zwei ein Bild geschickt – er war auch noch geschwommen. 

Heute Morgen kamen manche Schwimmer dann schon das 3., 4. oder 5. Mal und schwammen weiter. Jeder so, wie er es konnte – wobei fast alle förmlich über sich hinaus gewachsen sind. Kinder, die gerade zwei Wochen Freischwimmer hatten, schwammen 3 Kilometer. Andere kamen mit Zweifeln, ob sie die 750 Meter für Bronze schafften – und erreichten Silber, was 2550 Meter entspricht. Alle waren so glücklich, wenn die Urkunde überreicht wurde. Ingesamt waren über 400 Teilnehmer im Wasser.

Die Helfer waren aus verschiedenen Vereinen – und ein absolut großartiges Team. Solche Veranstaltungen machen mir schon seit meiner aktiven DLRG-Zeit sehr viel Spaß. Die Nacht habe ich zwar dieses Mal nicht durchgemacht (das mache ich wieder, wenn der Wolf größer ist), aber trotzdem bin ich mehr als kaputt. Aber dieses wundervolle, gute, erfüllte kaputt. Es ist etwas zauberhaftes, wenn man Teil von so etwas sein kann.  Ab und zu vermisse ich das. Nur kann ich mich schlecht teilen und wer weiß, was die Zukunft bringt. Solange helfe ich weiter gerne bei solchen Veranstaltungen. 

  
Meine Medaille werde ich mir ans Regal hängen, das ist eine tolle Erinnerung. Die letzte Medaille, die ich gewann, ist von 2000 – Vizekreismeisterin im Rettungsschwimmen. 

Wir sind die 750 Kilometer übrigens hin und zurück geschwommen. 1534 Kilometer. Absoluter Wahnsinn. 

WGT 2015 – Gedanken.

Nach dem Elfia in Holland, was unser erstes Festival zu dritt war, freue ich mich jetzt so richtig aufs WGT. Und um mal wieder einen Überblick zu haben, was noch fehlt, greife ich mal auf meine geliebte Liste zurück.

WGT – To Do:

[x] Unterkunft: Hotel. Gebucht irgendwann letztes Jahr. Adresse muss ich mir noch extra einspeichern und vielleicht die Tramverbindungen anschauen. Mache ich wie immer kurz vorher.
[x] Outfits: Ist dieses Jahr einfach: Die Klamotten, die passen und stilltauglich sind, in den Koffer werfen – fertig.
[  ] Frisur: Ich möchte vorher noch zum Frisör. Spitzen schneiden und eventuell rote Strähnchen. Das letzte Mal war ich kurz vorm letzten WGT beim Frisör.
[  ] Nähen: Da ich sowieso momentan fast nur für den Wolf nähe, springt vielleicht für ihn noch ein Outfit heraus.
[  ] Basteln: Ich würde gerne meine RAM-Libelle noch reparieren, wobei das Tragen wohl eher nicht klappt.
[  ] Readymade: Letzte Woche habe ich zwei schlichte schwarze T-Shirts gekauft, da soll noch was drauf.
[x] Bestellen: Karten sind schon da.
[x] Schuhe: Pikes, Dr. Martens. Passt.
[  ] Tasche: Da werde ich mich die nächste Woche intensiv mit beschäftigen – ein neuer Rucksack soll hier einziehen.
[x] Korsetts: Bleiben auch dieses Jahr hier.
[  ] Kamera: Wird eher hier bleiben. Überlege ich aber noch.
[  ] Make-Up: Habe letzte Woche alles durchsortiert und geschaut, was denn nicht eingetrocknet ist. Freue mich aufs Schminken.
[  ] Kleiner Wolf: Kommt mit. Lässt unser Gepäck quasi explodieren, ähem.

Es wird so schön werden. So viele Herzmenschen sind dabei – ich freue mich schon sehr.

  

  

Ganz große Liebe.

Heute sind wir 161 Tage zu dritt. Der kleine Wolf ist genau 23 Wochen alt. An einem Mittwoch um 08:44 Uhr ist er geboren – wie lange ich wohl um diese Zeit noch jeden Mittwoch daran denken muss? 

Wir haben so einen zauberhaften Jungen – der sich wundervoll in unsere Familie gefügt hat. Als wäre er das coolste Addon zu einem Spiel ever. Die Liebe zu diesem Geschöpf wird jeden Tag größer – mit jedem Entwicklungsschritt, den er macht. Ich habe bis heute nur das Hypnobirthing-Buch gelesen – keine Ratgeber oder Bücher, die mir erzählen sollen, wie mein Baby ist. Das zeigt uns der kleine Wolf schon von ganz alleine. 

Wir probieren viele Dinge aus und ich bin wahnsinnig froh, dass wir das auch können. Wir tragen unseren Sohn in der Ergobaby, Emeibaby und im Tuch, aber auch der Kinderwagen ist nicht mehr so ein Grund zum Weinen wie am Anfang. Ich genieße das sehr, wenn wir spazieren gehen und das Gebrabbel vom kleinen Wolf langsam leiser wird, sich sein Gewicht verlagert und er an mich gekuschelt einschläft. Das Einbinden im Tuch hätte ich gerne schon im Krankenhaus gekonnt, dort mochte er ohne Körperkontakt nicht viel Zeit verbringen, was schnell zu lahmen Armen bei mir führte. Bisher habe ich noch keinen negativen Kommentar bekommen, was ich eigentlich gerade hier auf dem Land doch irgendwie erwartet hatte. Ich wickle den Kleinen sowohl mit Wegwerfwindeln als auch mit Stoffwindeln, je nach unseren Vorhanden am jeweiligen Tage. Die Stoffwindeln sind wunderbar bunt und es macht mir wirklich Spaß damit zu wickeln. (Was für Mengen an Müll bei Wegwerfwindeln entsteht und wie die teilweise riechen – unglaublich. Kleiner Muschelpo.) 

Egal, wo wir ankommen – unser Sohn steht sofort im Mittelpunkt und wir sind abgemeldet. Aber das ist auch okay so. Unsere Familien sind alle unglaublich glücklich, wenn der kleine Wolf zu Besuch ist. Gerade für seine Urgroßeltern ist er Medizin. Plötzlich können sie sich wieder bücken oder sich verdrehen, um ihn zu sehen. Das ist so schön zu sehen. 

Wenn man sich etwas schon sehr lange wünscht, das dann in Erfüllung geht und es einfach noch viel schöner ist, als auch nur ansatzweise erträumt – dann ist das so unfassbares Glück. Glück, das unglaublich kostbar ist. 

Momentan warten wir auf Post vom Kindergarten. In 6 1/2 Monaten will ich wieder anfangen zu arbeiten. Maximal 30 Stunden darf ich während der Elternzeit arbeiten, mal sehen wie das dann wird. Irgendwas zwischen 25 und 30 habe ich jedenfalls angepeilt. Ein Plan B, falls wir keinen Platz bekommen, haben wir in der Hinterhand und sonst gibt es ja auch noch Plan C, D… 

Mein Traum von zwei Kindern ist immer noch mein Traum – wann (und ob) es ein Geschwisterchen für den kleinen Wolf geben wird, geht aber niemanden außer uns etwas an. Erstmal hat der Kleine unsere ungeteilte Aufmerksamkeit. 

Kleiner Wolf, du bist das Beste, was uns passieren konnte. <3

Unser 2014.

Ich sitze gerade mit Schokopudding in der tollen neuen Küche, in der wir gestern Silvester feierten. Es ist nicht meine Küche, aber definitiv eine meiner Lieblingsküchen. Also nutze ich doch mal die paar Minuten, die der kleine Wolf mit seinem Papa Blödsinn macht. Kursive Antworten sind vom Grafen. 

Zugenommen oder abgenommen? Erst zu, dann ab. Durch die Schwangerschaft und dann durch die Geburt. – ZUGENOMMEN! Gemerkt durch eine geeichte Waage für Lasten auf Arbeit…

Haare länger oder kürzer? Länger. War vor dem WGT beim Frisör, aber nur für Strähnchen, gar nicht geschnitten. – Länger, weil ich mich entschied, sie nun wachsen zu lassen…

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Kurzsichtig, noch immer die Brille, die ich mir im Juni 2007 ausgesucht habe. – Ich denke sowieso nur von 12-Mittag…

Mehr bewegt oder weniger? Anfang des Jahres noch mehr, als ich dann kugeliger wurde immer weniger – da ging außer Schwimmbad nicht mehr so viel ohne Schmerzen. – Viel bewegung, arbeitsbedingt…

Mehr ausgegeben oder weniger? Weniger als das Jahr davor. Aber genug, Anschaffungen für den kleinen Wolf. – VÖLLEREI!

Der hirnrissigste Plan? Im neunten Monat schwanger ins Legoland zu fahren. – DER HUMMELFELLUMHANG!

Die gefährlichste Unternehmung? Da fällt mir spontan wenig ein. Bis auf andere Autofahrer, die uns gerne von der Straße haben wollten. – CNC-Fräsentechnisch, das mir ein Werkstück spontan von der Maschine flog…

Die teuerste Anschaffung? Der Omniblend. – Skylanders Trap Team, was, welches ich hier nochmal betonen möchte, ich eigentlich nicht haben wollte 😀

Das leckerste Essen? Alles, was ich überhaupt bei mir behalten habe, in der ersten Jahreshälfte. In der zweiten… Raclette an Weihnachten und kurz davor war schon sehr lecker. – Chinesisches Essen im Tam Tam in Harrislee 😀

Das beeindruckenste Buch? Beeindruckend war teilweise das Hypnobirthing-Buch. So viel habe ich sonst auch nicht gelesen. – Die Gruft, Satanshamster Edition

Der ergreifendste Film? Lego Movie! – Guardians of the Galaxie!

Die beste CD? L’Âme Immortelle – Drahtseilakt. – Marc-Uwe Kling – Die Känguruoffenbahrung

Das schönste Konzert? Oomph! auf dem WGT und das Robbie Williams Swing Konzert. – Nicht dieses Jahr…

Die meiste Zeit verbracht mit…? Dem Zirkusbaby. Erst in mir, dann auf mir. Und mit meinem wunderbaren Mann.  – Meiner geliebten Frau

Die schönste Zeit verbracht damit…? Bei Freunden und der Familie zu sein. – Mit guten Freunden in fremden Welten oder eben mit meiner Frau <3

Vorherrschendes Gefühl 2014? Vorfreude auf das Zirkusbaby. – Ich hab hunger…

2014 zum ersten Mal getan? Mutter geworden. – Mit einem Autoren gefrühstückt…

2014 nach langer Zeit wieder getan? Länger als drei Wochen am Stück nicht gearbeitet. – Mit einem guten Bekannten einen getrunken

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? Andere Menschen, die mein Auto kaputt machten; Symphysenschmerzen; Stau. – Arbeit, Arbeit, Arbeit…

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Wir schaffen das als Familie. Sind nicht zu jung. – „Kaufen sie meinen Plunder, ist guter Plunder!“

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? Das Baby, was mir mein Mann geschenkt hat. – Meine Frau hat mir ein selbstgemachtes Kind geschenkt…

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat? „Ja, da ist ein hauchzarter Strich!“ – „Du bist doch schon im 2ten Semester Kryptozoologie, oder?“

2014 war mit 1 Wort…? Traumhaft. – Zweitausendvierzehn

Plötzlich tatsächlich.

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Ende Januar habe ich über mich in zehn Jahren gebloggt. Solche Ideen und Pläne sind ja meistens sehr vage. Aber zumindest einen Punkt muss ich jetzt auf jeden Fall schon überarbeiten. Um mich und den Grafen wird dann auf jeden Fall ein 9-Jähriger Junge toben. Wie es mit dem Rest der Familie aussieht – schauen wir mal.

Der kleine Wolf in meinem Bauch ist auch der Grund für ausbleibende Postings. Erst war mir schlecht, dann habe ich gekotzt und in den letzten Monaten nicht viel angestellt. Wir waren nur zum WGT, die anderen Festivals haben wir uns geschenkt. Nach sechs Jahren das erste Jahr ohne Mera Luna – das war schon komisch. Der Livestream vom NDR hats dann doch aushaltbar gemacht. Mittelalter war dieses Jahr auch nicht viel – MPS Luhmühlen und Marktfrieden, wobei wir da nicht lagerten.

Ab nächstem Mittwoch bin ich dann im Mutterschutz – und wenn der kleine mich lässt, zeige ich vielleicht noch ein paar Bilder vom Dänemark Urlaub. Ein, zwei sind da bestimmt was geworden. Und keine Angst – das hier wird kein Babyblog. Da lasse ich mich an anderer Stelle aus.

Und gerade als ich merkte wie ich fertig mich das macht,
da hatte ich es plötzlich tatsächlich geschafft.
[Muff Potter]

Mein WGT 2014.

So schnell, wie der Tag der Abfahrt letztendlich da war, so schnell waren wir irgendwie auch wieder zurück. Es war wirklich heiß, aber auch traumhaft schön. Auf eine Party haben wir es mal wieder nicht geschafft – und das obwohl es so ab 20 Uhr immer recht angenehm war. Konzerte habe ich nur 2 komplett gesehen – aber genau die wollte ich auch so sehr. Apoptygma Berzerk am Freitag und Oomph! am Montag. Beide waren der Knaller. Und ich weiß inzwischen, dass ich doch gar nicht die einzige mit Oomph!-Fieber im Freundeskreis bin. Yeah.

Ansonsten war ich tatsächlich das erste Mal beim viktorianischen Picknick – und habe durch die ganzen Eindrücke nicht ein Foto gemacht. Es waren so traumhaft schöne Gewänder dazwischen… Viele Ideen gesammelt, davon noch mehr wieder vergessen – nur der Rettungswesten-Reifrock hat sich wohl für immer in mein Hirn gebrannt. In gelb. Spannend wäre der bei Nacht und Beleuchtung gewesen. So saß ich schön auf einer Decke, aß Kekse und staunte einfach. Auch über die „Normalos“, die am Rand mehr oder weniger freundlich standen.

Samstag war dann Steampunk-Picknick. An einem ruhigen Ort, beim Parkschlösschen. Wieder auf der Decke gelegen, gestaunt, Kekse gegessen. Ich hatte meine Computerteile im Haar und so langsam kann ich mich auch mit den Steampunk-Farben arangieren. Vielleicht bastel ich für nächstes Jahr dann doch mal ein Outfit in die Richtung. Lust hätte ich inzwischen. Die Männer haben noch eine lustige Fotoserie mit Nerfs und dem Papproboter „Robbie“ gezaubert – mal sehen, was ich aus den Bildern noch machen kann. Danach gab es leckere Geburtstagspizza im Rizzi – zum Glück hatten wir einen Tisch drinnen, draußen spielte ein Herbert Grönemeyer-Double auf der Stadtfestbühne. Im heidnischen Dorf haben wir dann auch den kleinen Wikinger kurz getroffen. Es war ziemlich laut und wir alle irgendwie auch ziemlich matschig – alos zurück in die Wohnung und ab ins Bett.

Sonntag war die zweite Lesung beim Bundesverband verwaister Eltern eV von Cynx und vorher war Christian von Aster dort zu Gast. Wieder viel gelernt über das Gruftie-sein an sich. Wir suchen uns das nämlich gar nicht aus! Wir sind alle Flohfick-Opfer! Die Lesung aus Neuschwabenland war auch sehr interessant – ich frage mich noch immer, wo Cynx seine Reichsflugscheibe geparkt hat. Außerdem bin ich mir sicher, dass der Pinguin zwischendurch gezwinkert hat. Nach der Lesung hatte ich den kleinen Wikinger noch etwas auf dem Arm. Und im Bauch rumpelte es gleich 🙂 Der Plan in der Sixtina einzukehren wurde dann doch verworfen – dort war gerade Konzert von Schneewittchen und es war abartig warm… Zur Stärkung sind wir zur Moritzbastei und von dort in die Stand, Eis essen. The 69 Eyes war eigentlich der nächste Programmpunkt, aber ich bin dann doch lieber etwas durch die Agra-Verkaufshalle geschlendert. Danach landeten wir wieder im heidnischen Dorf und beendeten den Tag.

Montag wollten wir eigentlich zur Lesung von Christian von Aster ins Cinestar. Einlass sollte um 12 sein. Der Graf ist gegen 11 los, um Karten zu besorgen. Als er dort ankam, hieß es dann, nur 1 Karte/Person. Hmpf. Super beeilt, aber leider nicht genug. Sind dann in die Stadt gefahren und nach einem kurzen Besuch in einem Gothic Store mit einem Plausch mit Sonja von L’Âme Immortelle haben wir bei Bagel Brothers gefrühstückt. Das war btw das einzige der Frühstückslokalitäten von meiner Liste, die wir getestet haben. Ich bin jedenfalls ziemlich begeistert davon und fands sehr lecker. Ein bisschen durch die Stadt geschlendert und in der Milchbar einen Milchshake vernichtet, bis der Graf begeistert wieder zu uns stieß. Den Rest des Tages verbrachten wir auf einer Decke vor der Agra und wanderten mit dem Schatten. Kurz vor Oomph! verabschiedeten wir schon einige Freunde. In der Agra waren es inzwischen gefühlte 50°C. Uff. Auf unserer Stammseite war es dann etwas besser. den Großteil des Konzertes verbrachte ich auf der Decke auf dem Boden – was es nicht zu einem weniger tollen Konzert machte. Dero! Die Stimme! Hach!

Und dann war es auch schon fast vorbei… Dienstag sind wir recht früh aus den Federn gekrochen – wir waren noch zum Frühstück verabredet. Bagel Brothers, die zweite! Nomnomnom. Ich bin immer wieder absolut beeindruckt, wie aus einer kleinen Handpuppe, die jetzt seit fast zwei Jahren bei uns wohnt, solche Verbindungen entstehen können. Und wie mein Mann es immer wieder hinbekommt, auf solche interessante und tolle Menschen zu treffen.

So. Meine Worte zum WGT 2014. Und was habe ich am Wochenende gemacht? Hotel gebucht für 2015. Recht weit im Norden – aber stornierbar bis einen Tag vorher. Ich werde also weiter Ferienwohnungen anschreiben. Aber in dem Hotel wohnt dann auch Chrissy – das wird toll. Mal sehen, wie wir das dann so mit den Karten machen, aber auch mit Zirkusbaby wird das ganz bestimmt toll. Wir freuen uns sehr.

WGT 2014 – Gedanken II.

Whoop, whoop, whoop! Noch zehn Tage, bis wir uns auf den Weg nach Leipzig machen! Das ist ja im Grunde irgendwie gar nichts. Jetzt muss nur noch mein Magen etwas ruhiger werden und dann wird alles total toll. So richtig.

WGT – To Do:

[x] Unterkunft: Ferienwohnung, von der ich nur noch die genau Adresse brauche. Adresse ist schon notiert.
[x] Outfits: Es sind noch zwei schwarze Kleider dazu gekommen, sowie eine schwarze Hose. Perfekt.
[  ] Frisur: Frisör ist nächste Woche eingeplant und Haarkreide teste ich auch noch am Wochenende.
[  ] Nähen: Wohl eher nichts mehr.
[  ] Basteln: Das schon eher. Meine Nerf steampunken oder so. Das scheitert wohl an der Farbe. Mal sehen, wie meine restlichen Mini-Hütchen so aussehen.
[  ] Readymade: Vielleicht noch ein neues Shirt bemalen. “Zirkusbaby inside” oder so. Habe ein Bauchband bestellt, mal sehen wann das hier eintrudelt.
[x] Bestellen: Karten sind da, Kleid auch da.
[x] Schuhe: Hauptsache bequem. Pikes, Dr. Martens. Reicht.
[x] Tasche: Noch immer die Eastpack-Schultertasche. Habe sie sogar entmüllt und aufgeräumt. Dabei das WGT-Bändchen vom letzten Jahr rausgenommen.
[x] Korsetts: Bleiben komplett auf meinem Schrank.
[  ] Kamera: Kommt wohl mit, mal sehen mit welchem Objektiv.
[  ] Make-Up: Ist dann wohl das einzige, wobei ich mich richtig austoben kann. Freu ich mich drauf.

Momentan grübel ich, was ich denn noch backen könnte fürs Steampunkpicknick. Müsste dann von Donnerstag bis Samstag durchhalten und noch immer schmecken. Und gut zu transportieren sein. Vielleicht kalter Hund im Glas? Oder Brownies? Wobei die so krümeln… Bin unschlüssig. Vielleicht packe ich auch einfach noch ein paar Zutaten ein, um morgens in der Wohnung eben schnell was zu zaubern. Wraps oder Sandwiches oder so.

WGT 2014 – Gedanken.

Huch, es sind inzwischen weniger als 30 Tage bist zum WGT. Wie ist das denn passiert? Aber was wäre ein WGT ohne einen Gedanken-Post?

WGT – To Do:

[x] Unterkunft: Ferienwohnung, von der ich nur noch die genau Adresse brauche. Aber das klären wir kurz vorher.
[  ] Outfits: Da wird es sehr leicht dieses Jahr. Schwarz, schlicht, das was mir aus meinem Kleiderschrank noch passt. Ähem. Ich hoffe auf wärmeres Wetter, so dass ich einfach mit Tshirt-Kleidchen rumrennen kann.
[  ] Frisur: Ich werde kurz vorher zum Frisör gehen und mir rote Strähnchen machen lassen. Selber färben ist erstmal gestrichen. Mein Ansatz sieht gruselig aus und um das etwas aufzulockern, gibts Strähnchen. Was noch für Farbe sorgen könnte, wäre die Haarkreide. Wenn ich das bis dahin denn mal getestet habe.
[  ] Nähen: Wohl eher nichts mehr.
[  ] Basteln: Das schon eher. Meine Nerf steampunken oder so.
[  ] Readymade: Vielleicht noch ein neues Shirt bemalen. „Zirkusbaby inside“ oder so.
[  ] Bestellen: Die Karten werden Ende der Woche bestellt, ein oder zwei Kleider haben es mir noch angetan.
[  ] Schuhe: Hauptsache bequem. Pikes, Dr. Martens. Reicht.
[x] Tasche: Noch immer die Eastpack-Schultertasche. Da passt so viel rein und der Schultergurt ist angenehm breit.
[x] Korsetts: Bleiben komplett auf meinem Schrank.
[  ] Kamera: Kommt wohl mit, mal sehen mit welchem Objektiv.
[  ] Make-Up: Ist dann wohl das einzige, wobei ich mich richtig austoben kann. Freu ich mich drauf.

Zu meiner Vorbereitung neben der Spotify-WGT-2014-Liste gehören die Blogs von Shan Dark und Spontis, speziell dieser Artikel hier: 15 Tipps fürs WGT auf dem schwarzen Planeten. Bei Robert stöber ich gerne in alten Berichten, Vorfreude-Artikeln und Spontis-Family-Berichten.

Was ich mir da schon so rausgelesen habe:
– Frühstück oder Brunch im 100Wasser
– Frühstück im Café Stein – dort tobt ein Großteil der Twitterconnection gerne rum, soweit ich mich erinnern kann.
– Frühstück oder auch so mal im Café Puschkin essen
– Natürlich Pizza im Rizzi! Da waren wir bisher jedes Jahr.
– Außerdem muss das neue Zuhause der Absintherie Sixtina begutachtet werden.

Warum ich so viele Möglichkeiten für Nahrungsaufname poste? Damit ich jetzt mal ein paar Antworten parat habe, falls wir nicht wissen, wo wir hin sollen. Vermutlich brauche ich sowieso mehr Pausen als die letzten Jahre, also – aufgeschrieben, gemerkt!

Es kribbelt schon sehr. Ich freu mich darauf, wenn das Program draußen ist und ich planen kann. Von den Bands gibts bisher viel, was ich vielleicht gerne sehen würde. Unbedingt mit Ausrufezeichen sind es zwei. Wahrscheinlich spielen die dann auch noch parallel. Aber – so ist das nun mal mit dem WGT. Am meisten freue ich mich eh darauf, meine ganze geliebte Bande Gruftschnecken zu treffen, die ich das Jahr über nur im Netz lese. <3

Vor fünf Jahren.

2009 habe ich mein Abitur gemacht. Am 18. Juni war meine mündliche Prüfung. Das ist jetzt 5 Jahre her. Wenn man mich damals gefragt hat, wie ich mir mein Leben in fünf Jahren vorstelle, habe ich viel erzählt. Jetzt – fünf Jahre später – kann ich nur sagen: Mein Leben ist schöner, als ich es mir je erträumt habe.

Es war Sommer, ich hatte sechs Wochen freie Zeit vor mir, bevor meine Ausbildung anfing. War seit einem Monat Single, kannte mehrere interessante Menschen, bei denen mein Interesse nicht nur einseitig war. Es war ein toller Sommer, mit Urlaub, Festivals, Freunden, Sonne und Zeit. Die letzten sechs Wochen, die ich bisher nur für mich hatte.

Vor fünf Jahren sagte ich, ich wünsche mir für jetzt einen Job, wenn möglich mit Aussicht auf Festanstellung. In Hamburg, Kiel oder weiter weg. Eine schnuckelige Wohnung, nur für mich. Einen liebevollen Menschen an meiner Seite. Eine Katze, wenn möglich. Ein kleines Auto. Freunde, die mit mir zu Festivals fahren.

Einige Dinge hatte ich zwischendurch. Zwei Katzen in der WG, eine 13-monatige Beziehung, im ersten Jahr auch noch regelmäßige Treffen mit Freunden aus der Schule, Festivalbesuche, Urlaube. Davon blieb nur ein Teil. Vieles musste erstmal kaputt gehen, bis etwas Neues entstehen konnte. Einiges pausierte für die Zeit der Ausbildung, anderes schlief komplett ein.

Und jetzt? Jetzt bin ich mit dem tollsten Mann der Welt verheiratet, habe unser Zirkusbaby im Bauch, bin Katzenmama, festangestellt im öffentlichen Dienst, fahre einen Kombi, wohne mit meinem Mann zusammen in einer wundervollen Wohnung, bin regelmäßig mittelaltern, lebe wieder in Meldorf, treffe regelmäßig Freunde, habe über Twitter tolle Leute kennengelernt, blogge auf 5 verschiedenen aktuellen Blogs (und habe damit wohl tatsächlich teilweise mehr Leser als die Mitschüler, die Journalismus studieren…), mache Fotos, fahre zu Festivals, liebe unsere Szenen und genieße einfach das Leben.

Das hätte ich absolut nie gedacht. Es macht mich unfassbar glücklich und ich genieße nahezu jede Sekunde. Es kommt oft anders, als man denkt. Das ist verdammt gut so.

Der Graf & die Prinzessin mit dem kleinen Wolf.