Prinzessin kocht: Gestopte Kartoffeln! #happygirlontravel

16zu9_Bloggeburtstag

Das Reisemädchen feiert den 5. Geburtstag ihres Blogs – herzlichen Glückwunsch! Doch das allein reicht nicht, gibt es doch auch einen Aufruf, Omas Klassiker neu zu interpretieren. Ich habe lange überlegt, was ich dann mal kochen könnte – Mehlbüddel war eigentlich mein Favorit, aber weil ich das Rezept nicht verändern möchte – es ist einfach so gut, wie es ist! – habe ich mich für gestopte Kartoffeln entschieden.

Gekocht habe ich das bisher noch nicht – aber das Rezept hängt schon lange an meiner Pinnwand. Es ist das Essen, was es häufig bei meiner Oma gibt, weil es einfach super lecker ist. Genau wie Kirschsuppe mit Klößen & der Duft von Lavendel – das verbinde ich mit meiner einen Oma.

Nach einem kurzen Rezept-Check bin ich los, Zutaten kaufen. Etwas grübelnd stand ich im Supermarkt, weil es mehr als ein Kräutersalz gibt. Wer lief mir über den Weg? Meine Oma. Genau die, die auch immer die Kartoffeln kocht. Wenn das man nicht ein treffender Zufall ist. Also auch gleich das Salz gekauft, was sie immer nimmt. Yeah!

Meine Zutatenliste:

  • Kartoffeln
  • Butter
  • Sahne
  • Kräutersalz
  • rote Currypaste

Los gehts. Erstmal die Kartoffeln in den Topf geworfen und gekocht. Das geht mit Salzkartoffeln oder Pellkartoffeln. Ich pelle Kartoffeln lieber, als sie zu schälen.

Als nächstes einen Becher Sahne mit einem Löffel Butter und einem Teelöffel Kräutersalz kurz aufkochen. Die Kattoffeln in Scheiben schneiden und in die Sahne geben. 10 Minuten köcheln lassen. Unbedingt weiter umrühren, es brennt sonst leicht an. 


Hier endet das Original-Rezept. Etwas Petersilie auf die Kartoffeln auf dem Teller – so schmeckt es bei Oma. Ich habe jetzt noch einen halben Teelöffel rote Currypaste untergerührt. Das war auch sehr lecker. 


Guten Hunger!

WGT 2016 – Gedanken II.

Die Vorfreude steigt mit jedem Tag. Jetzt sind auch noch Abney Park und Solar Fake bestätigt – ich hoffe, ich schaffe es zu einem von beiden.

WGT – To Do:

[x] Unterkunft: Hotel. Nicht so furchtbar weit weg wie letztes Jahr. Zusammen mit dem Rest der Breaking Badasses. Eine Tramstation entfernt vom Hauptbahnhof – eine Entfernung, die auch zu Fuß zu meistern ist, sollten wir mit dem Buggy nicht in die Tram passen. Oder nachts zurücktorkeln. Tatsächlich habe ich schon geschaut, wo das Hotel genau ist und wo wir parken können. Außerdem bin ich mit Streetview ein bisschen durch die Gegend spaziert und habe direkt vor der Tür einen Bäcker entdeckt – voll super.
[  ] Outfits: Ein Fetzen-Wickelrock liegt unter meiner Nähmaschine. Also das Grundgerüst dafür. Ich will das schon ewig machen – hoffentlich wird der so toll, wie ich es mir vorstelle. Ansonsten freue ich mich schon wie sonstwar, endlich wieder Korsett und Reifrock tragen zu können. Und vielleicht auch das Hochzeitskleid? Der Rock ist so ganz anders, als gedacht. Aber ich glaube, er ist auch toll. Ein Korsett habe ich schon mal probiert: Es geht wieder zu, yeah. (Eins. Von sehr vielen.)
[  ] Frisur: Letzten Jahr war ich gar nicht mehr los, also ist es tatsächlich fast zwei Jahr her. Spitzen müssen unbedingt geschnitten werden. Hell freezes over, ich war beim Frisör! Meine Haare sind jetzt wieder auf einer Länge und sehen viel schöner aus. Jetzt stellt sich die Frage, ob ich blondieren wage.
[  ] Nähen: Siehe oben. Dann sollen noch für den Wolf Hosen dazu kommen. Oder ein Shirt oder so.
[  ] Basteln: Meine Liebelle habe ich letztes Jahr nicht repariert, ich hoffe das klappt dieses Jahr. Meine Flügel warten auch noch darauf, dass ich weiter bastle. 
[  ] Readymade: Der Schneide-Plotter und ich werden immer bessere Freunde. Da gibts schon viele Ideen für Shirts für den Wolf. Das Gruftschneckchen-Shirt muss auf jeden Fall noch mal geplottet werden. Mal sehen, wann ich das schaffe.
[/] Bestellen: Karten. Plotterfolie. Halbes Kreuz. Karten sind da. Plotterfolie werde ich wohl nicht mehr kaufen. 
[x] Schuhe: Pikes, Dr. Martens. War letztes Jahr super, wird dieses Jahr auch super sein.
[  ] Tasche: Der neue Rucksack kommt auf jeden Fall wieder mit. Dazu habe ich jetzt auch eine schöne Gürteltasche. Mal sehen, wie das zusammenpasst. Die Gürteltasche ist eher eine Hüfttasche und hat sich bei drei Konzerten bisher ganz gut bewährt. Auch in Kombination mit Rock.
[  ] Korsetts: Ja! Unbedingt! Mal durchprobieren, welche passen. Eins geht immerhin zu. Richtig geschnürt wars noch nicht.
[x] Kamera: Vielleicht fürs Hotel oder so mitnehmen, mal schauen.
[  ] Make-Up: Voll Bock drauf! Da muss ich dringend durchsortieren. Ist blöd, wenn der Eyeliner nur noch für einen Lidstrich reicht.
[  ] Kleiner Wolf: Kommt wieder mit. Wir werden uns dann abwecheln, so dass ich vielleicht auch Konzerte sehen kann und endlich wieder tanzen. Freut sich bestimmt auch schon.

Gothic Friday 2016: SchwarzArbeit – Zwischen Beruf und Berufung.

Neues Thema für den Gothic Friday von Spontis – dieses Mal kann ich auch keinen alten Beitrag verlinken, es ist ein komplett neues Thema. Und sehr spannend. Es sind vier Fragen gestellt, die mir das Schreiben etwas einfacher machen.

Welchen Beruf übst du aus oder strebst du an?

Ich habe nach meinem Abitur 2009 eine Ausbildung zur Fachinformatikerin für Systemintegration angefangen. Einige Bewerbungen für den Ausbildungsplatz hatte ich abgeschickt, wäre das nichts geworden, hätte ich wohl Lehramt studiert. Ich hatte aber zum Schluss drei Angebote für einen Ausbildungsplatz.

Weil ich doch ganz gut war, habe ich mit einem Schulkameraden ein halbes Jahr verkürzt und bin seit Januar 2012 staatlich geprüfte Fachinformatikerin.

(Wie) Lassen sich Gothic und Beruf verbinden und ist das überhaupt wichtig?

In meinem Beruf ist das recht einfach. Hätte ich studiert, wäre das wohl anders geworden. Meinen Pfingsturlaub macht mir keiner streitig und auch sonst gibt es wenig Probleme. Es gibt aber irgendwie auch nicht viele Punkte, wo ich das als Problem sehe. Gothic ist ein Teil von mir, ich bin einfach eine Gruftschnecke. Das hört nicht auf, wenn ich mit morgens an der Zeiterfassung einbuche. Wenn ich die Wahl habe, entscheide ich mich für den schwarzen Monitor statt dem weißen – weil ich es schöner finde. Wenn ich Dinge personalisieren kann, dann ist es eher gruftig. Soweit es geht und soweit es die Kollegen auch haben. Viel mehr Berührungspunkte gibt es auch eigentlich nicht. Büro ist Büro, Zuhause ist Zuhause.

Welche Abstriche nimmst du bei deinem Äußeren im Kauf oder würdest du in Kauf nehmen?

Ich trage aus praktischen Gründen keine Röcke oder Kleider bei der Arbeit – dafür krabbel ich zu häufig unter Tische oder steige auf Leitern. Ansonsten schminke ich mich nicht so stark wie zu anderen Gelegenheiten. Was eventuell auch am Zeitdruck morgens liegt. Da kein Kundenkontakt besteht, ist trotz Anstellung im öffentlichen Dienst vieles möglich. Ich bin schon mit sehr bunten Haaren arbeiten gewesen, das fanden sogar viele Kollegen recht schick. Die Schuhwahl ist durch die Auflage, Sicherheitsschuhe in vielen Bereichen zu tragen, recht eingeschränkt. Finde ich aber auch nicht schlimm. Die Wetterschutzjacke mit schicker oranger Schulterpartie… nun ja. Sie hält mich trocken und warm. Das ist hier am Kanal schon von Vorteil. In der Freizeit greife ich da lieber zu dezenteren Schwarztönen.

Welche Vorurteile oder Probleme tauchen im Umgang mit Chefs, Kollegen oder Kunden auf?

Wenige. Wobei mein Job auch eine Männerdomäne ist – ich bin allein mit vielen Männern in der Abteilung. Ab und zu mal ein Spruch, wenn die Haare wieder bunt waren – das aber auch eher freundlich und anerkennenen. Immerhin wusste immer sofort jeder, wer gemeint war, wenn es hieß „die Dame mit den bunten Haaren war hier“ – auch gut. Schwarze Kleidung ist kein Problem, das machen die anderen Metalheads hier ja auch. Ich achte natürlich darauf, welche Bandshirts ich anziehe. Auswahl ist zum Glück in ausreichender Menge vorhanden. Meine Urlaubsvorlieben sind auch akzeptiert – Pfingsten ist nun mal fest. Dafür bin ich dann auch in anderen Ferien oder an Feiertagen bereit zu arbeiten oder Bereitschaft zu machen. Geht alles.

Projekt FlyingHigh.

Willkommen zu einer neuen Runde: Basteln mit der Prinzessin. Lange ist es her, dass ich Zeit, Lust und Ideen hatte. Das hier ist der erste Prototyp für mein Projekt Flügel – auch #FlyingHigh getauft.

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Ausgangsmaterial: Bügeleisen, Schneidematte, Backpapier, Geschenkfolie mit Muster und ohne, Papier, Zange, Blumendraht, Heißklebepistole (liegt unter dem Tisch) und LED-Glasfaser-Haarclip.IMG_6633[1]

Die Idee habe ich über Pinterest gefunden und erst noch mal ein bisschen auf meiner Projekt-Pinnwand dazu gestöbert.  Die erste Frage war: Welche Form möchte ich denn? Da es erstmal ein Probedurchgang werden sollte, habe ich mich für recht einfache Fledermausflügel entschieden. Beide habe ich gleichzeitig gebogen und einzelnd nachgearbeitet. Sind ziemlich gleich geworden.IMG_6634[1]

Genau an dem Tag gab es bei Aldi Geschenkfolie mit weißem Muster – das passte doch! (In den USA gibt es auch ganz tolle Folie, die schimmert… Hier habe ich die nur wirklich teuer gefunden. Hmpf.) Damit das nicht zu wild wird, ist die eine Schichte ganz normale durchsichtige Folie. In den anderen Anleitungen sind die Folien meist mit Sprühkleber etwas fixiert. Da ich noch immer keinen Sprühkleber habe, musste das so gehen.IMG_6635[1]

Jetzt wird es spannend! Das Bügeleisen war schnell heiß – zum Glück habe ich an eine zweite Lage Backpapier gedacht, sonst hätte das bei der ersten Berührung in den Müll gekonnt.

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Wow. Das ging viel schneller und besser als gedacht. An den Spitzen musste ich etwas flicken und nacharbeiten, mit Sprühkleber wäre das vermutlich einfacher gewesen. Der Draht wird übrigens ziemlich heiß… IMG_6637[1]

Als nächstes habe ich die Folie etwas in Form geschnitten und gekürzt. Ganz nah abschneiden war keine gute Idee, so fest war das nicht mit dem Gestell verbunden.

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Heißklebepistole angeheizt und die Enden schön um den Draht geklebt. (Etliche Male die Finger verbrannt..) IMG_6639[1]

Natürlich war dann der Klebenachschub leer. Zum Glück gibt es Tedi im Ort. Einen kleinen Spaziergang später konnte es weiter gehen. Die Glasfasern aufkleben. Mit dem Glitzerkleber habe ich die Kanten verschönert – das sah man leider überhaupt nicht.

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Fertig! So hell wie es auf den Bildern aussieht, ist es nicht. Dieses Haar-Clips-Dings habe ich am Mittelstück festgeklebt. Die Fasern dann auch mit Heißkleber – doofe Idee, da bricht sich dann schon das Licht.

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Fazit: Für einen Prototypen ziemlich cool. Also defintiv machbar. Die alternative Methode, den Draht mit Strumpfhose zu überziehen und die Glasfasern festzunähen, wird wohl besser klappen. Wenn ich die Fasern hier wieder gelöst bekomme, teste ich das. Ansonsten muss ich warten, bis meine beiden Ufo-Lampen ankommen. Meterware-Glasfaser wird dann vielleicht bestellt, wenn es wirklich so klappt, wie ich möchte. Was noch etwas Tüftelei erfordert, ist die Befestigung. Hinten ins Korsett stecken klappt nicht so schön, wie erhofft. Also wahrscheinlich Bänder. Die Lichtsteuerung muss auch geschickt verpackt werden. Mal sehen, wie ich das löse. Auch werde ich die Glasfasern in kleinere Bündel zusammenfügen müssen, damit sie schöner verteit sind. Ich hoffe, ich kann bald mit 2.0 anfangen.

(Falls jemand noch LWL-Kabel abzugeben hat: Hier! Ich nehme auch gerne defekte.)

Gothic Friday 2016 – März: Wie klingt deine musikalische Szene?

Neuer Monat – neues Thema beim Gothic Friday. Ein Thema, bei dem ich erstmal ordentlich schlucken musste. Tausend Bands und Lieder wanderten spontan durch meinen Kopf – ich hoffe, ich kann das ansatzweise  zu Papier bringen. Mehr Artikel zu dieser Reihe findet ihr bei Robert auf spontis.de – lesen lohnt sich. (Ich versuche immer erst dann bei anderen zu lesen, wenn mein eigener Artikel veröffentlicht ist – sonst werde ich nie fertig, weil weitere tausend Bands durch meinen Kopf zucken.)

Das Thema ist in drei Abschnitte aufgeteilt: Vergangenheit – die Tiefe – das Hier und Jetzt. Ohne Aufteilung wäre ich vermutlich schon jetzt gescheitert.

Die Vergangenheit

Meine Einstiegsdroge in die schwarze Szene war die Mittelaltermusik. Musik hat bei uns in der Familie schon immer eine große Rolle gespielt. Mein Papa hat eine sehr umfangreiche CD-Sammlung und ich habe oft als kleines Kind bei ihm im Arbeitszimmer gespielt, während die Ärzte, die toten Hosen oder Rammstein liefen. Die Grundrichtung war also ein wenig vorgegeben. Über die Mittelaltermusik schwappte mein Interesse dann zu Bands wie Subway to Sally, Schandmaul und irgendwann zu ASP. Mir gingen (und gehen immer noch!) die Flöten in der Mittelaltermusik dermaßen auf den Geist, dass ich nach anderen Bands suchte. Zu der Zeit habe ich erst als Hörerin, später auch als Moderatorin in einem Webradio meine Abende verbracht. Meine Liste mit interessanten Bands wuchs und wuchs – auf Myspace gab es zumindest ein bisschen was zum anfixen – mit Glück ein paar Clips auf Youtube. Die ein oder andere Youtube-Playlist hat das auch noch meinen Horizont erweitert. Durch mein erstes ASP-Konzert lernte ich Seelenzorn* kennen und damit dann die „elektronischere“ Seite der Musik. Durch meinen sich langsam erweiternden Freundeskreis ging es in die Clubs in der Umgebung. (Haha, wie niedlich Umgebung klingt. 100 km Fahrt eine Tour sind es immer gewesen.) Wir haben so einige Nächte durchgetanzt und dank dem Wissen meiner Freunde wanderte die ein oder andere Band auch in mein CD-Regal.

*(Bei den Recherchen zu diesem Artikel habe ich leider lesen müssen, dass der Sänger von Seelenzorn letztes Jahr verstorben ist. Ich habe sie zwar nur zwei Mal sehen dürfen, aber er und der Rest der Band haben mich schon beeindruckt. RIP Jens.)

Das war alles ein sehr schleichender Prozess. Es gab keinen Schalter, der umgelegt wurde. Viele Bands, die mich am Anfang faszinierten, mag ich inzwischen nicht mehr. Wobei das eher die Alben oder die Äußerungen der Bandmitglieder sind. Samsas Traum habe ich mit a.Ura und das Schnecken.haus kennen gelernt. Malerische, tolle Texte voller Phantasie… Mit dem Metal-Geschrammel danach war meine Begeisterung völlig weggeblasen. Nach zwei enttäuschenden Konzerten und zwei weiteren mittelmäßigen Platten habe ich mit dieser Band abgeschlossen. Die alten CDs höre ich noch gerne, die Ansichten von Kaschte und die neuen Sachen interessieren mich einfach nicht mehr. Ab und zu schwappt noch mal ein neuerer Song in meine Playlisten, schockverliebt war ich lange nicht mehr. Auch meine unglaubliche Liebe zu ASP ist deutlich abgekühlt. Das aktuelle Album habe ich noch nicht so häufig gehört, vielleicht muss sich das auch erst entwickeln.

Kurzzeitig ist die Industrial- und EBM-Musik in meinen Mittelpunkt gerückt. Combichrist, Wumpscut, die Krupps, Suicide Commando – alles was knallt und gut tanzbar ist. Höre ich auch jetzt noch – aber nur mal einen Song und dann ist auch wieder gut. Nachtmahr tauchte mit „Mädchen in Uniform“ genau dann auf, als ich sehr viel tanzen war. Inzwischen macht mir die Band und alles drumherum Angst. Das geht in eine gruselige Richtung. Dazu haben andere allerdings schon ausführlicher geschrieben.

Hängen geblieben bin ich eigentlich bei den klassischen Bands – Sisters of Mercy, the Cure, Silke Bischoff – aber auch Oomph!, L’Âme Immortelle, Covenant, Heppner, Solar Fake und Welle:Erdball. Ich bewegen mich auch noch gerne im Bereich Neue Deutsche Härte – das ist sehr tagesformabhängig.

Seit 2006 scrobbel ich meine gehörten Titel zu Last.fm – leider klappt das nicht so zuverlässig, wie ich mir das wünsche und natürlich sind da auch nicht die Tracks drin, die ich über meine große Anlage höre – aber dort findet sich eine schöne Übersicht über meine Musikvorlieben.

Die Tiefe

Manchmal möchte ich schreien, wenn im Radio Songs lustig daherplätschern, im Text aber (auf Englisch) nur über verschiedene Probleme mit Sex gesungen wird. Im normalen Programm. Texte sind so unglaublich bedeutend! Dass der Großteil der Radiohörer nunmal kaum richtig hinhört oder kein Englisch spricht, ist wohl das Glück der meisten Interpreten.

In 90% der Fälle sind für mich Text und Musik wichtig. Mein Englisch ist ausreichend, um zu verstehen, um was es in den meisten Songs geht. Wenn das nicht der Fall ist, suche ich mir auch die Texte und übersetze sie. Was vielleicht auch ein Grund dafür ist, dass ich mit fränzösischen, spanischen oder anderen Texten nicht viel anfangen kann. Wer weiß, worüber die da singen?

Ich bin kein Stück musikalisch – kann mich aber sehr gut in Melodien oder Rhythmen oder Stimmen verlieben. Es muss alles zusammen passen. Bevorzugt sind Bands mit männlichen Gesangsstimmen, Songs mit Text und ohne elendig lange Instrumentalteil. Ein treibender Beat ist schön – muss aber nicht immer sein. Was Instrumente angeht: Flöten nein danke. Streichinstumente, Klavier… [insert schnurren hier]

Für den Grafen und mich hat ein Song eine ziemlich besondere Bedeutung: Werben von ASP. Ich erinnere mich immer noch sehr daran, wie er mir beim Konzert im Kieler Schloss 2010 in die Augen sah und wir zusammen gesungen haben. Die Zeile „Für immer wir“ ist in unsere Verlobungsringe graviert. Der Song lief natürlich auch bei unserer alternativen Trauung.

Das Hier und Jetzt

Seit ein paar Jahren bin ich ziemlich Solar Fake verfallen. Das aktuellste Projekt von Sven Friedrich ist für mich eine gelungene Mischung aus Beats, Texten und seiner Stimme. Auch aus der Steampunk-Ecke kommt immer wieder Musik, die mir nicht mehr aus dem Kopf geht. Abney Park dürfte ja inzwischen bekannt sein, Steam-Powered Giraffe sind aber auch auf jeden Fall hörens- und sehenswert. Die Videos der Band sind großartig!

Zu meinen Everblacks gehören auf jeden Fall Stücke von den Sisters of Mercy, the Cure, Depeche Mode, Deine Lakaien oder Wolfsheim. An bestimmten Songs kann ich das gar nicht direkt festmachen. Ich freue mich immer wenn ich tanzen kann – oder wenn es mal einer dieser Songs ins Radio geschafft hat, wenn ich im Auto unterwegs bin.

Totgespielt in Clubs ist für mich eindeutig „Ich will brennen“ und „Schwarzes Blut“ von ASP. Wobei ich das auf Konzerten noch gerne höre. Ansonsten bin ich echt allergisch gegen Blutengel und alles, was nur stumpf aus 2-3 Textzeilen besteht. Noisuf-X gehört da teilweise zu oder x-Rx. Beleidigungen müssen irgendwie nicht unbedingt sein. Vorallem, wenn das dann auch noch auf jeder Party hört.

Meine aktuelle Top 5
Steam Powered Giraffe – Saturday Night
L’âme Immortelle – Fear
Oomph! – Jede Reise hat ein Ende
Avantasia – Draconian Love
Welle:Erdball – Die Liebe der 3. Art

Ewigen Top 5
Wolfsheim – The Sparrows And The Nightingales
Silke Bischoff – On the other side
Sisters of Mercy – You don’t see me
Abney Park – Airship Pirate
Covenant – Call the Ships to Port

Flop 5
Unheilig – alles ab 2010
Blutengel – alles. Damit eingeschlossen auch die anderen Bands um Chris Pohl.
Samsas Traum – Heiliges Herz
Welle:Erdball – 1000 Engel
Nachtmahr

Mit den Flop 5 habe ich mich sehr schwer getan. Wenn ich etwas nicht mag, höre ich auf es zu hören. Es gibt genug gute Musik, da bin ich nicht gezwungen, etwas mittelmäßiges abzuspielen. Bei manchen Bands bin ich nach wie vor traurig, wie sie sich entwickelt haben – dafür sind andere jetzt eher mein Fall. Auch mein Geschmack verändert sich. Das ist auch gut so! Viele Bands sind schon länger aktiv als ich Jahre alt bin. Wenn da nicht ab und zu etwas Neues in meine Playlisten kriechen würde, wäre ich sehr traurig.

Wer noch immer nicht genug hat, hier habe ich vor fünf Jahren über meinen Musikgeschmack geschrieben: Gothic Friday 2011 Februar: Musik und Leidenschaft.

(Am Samstag gehe ich mit meinem Papa zu L’âme Immortelle – Erziehung in Sachen Musik geht also auch in die Richtung, hihi.)

Gothic Friday 2016 – Februar: Warum bist Du immer noch in der Szene?

Vor fünf Jahren zog unser Blog gerade auf die eigenen Domain um – der Gothic Friday war eine der ersten Artikelserien, die wir hier veröffentlichten. Es ist viel passiert in der Zeit. Aber diesen Blog gibt es noch – also endlich wieder regelmäßige Einträge! Ich habe mich so sehr gefreut, als ich bei Robert davon las. Die alten Einträge bekommen auch noch immer viele Besucher, da ist das doch wirlich schön, neue Gedanken festhalten zu können.

Das erste Thema war: Wie bist du in die Szene gekommen? Den Beitrag hole ich gerne wieder hervor. Mit dem letzten Satz starte ich einfach mal in das neue Theman: Warum bist du immer noch in der Szene?

Also bin ich dann wohl als normales Mädchen in die Szene gestrauchelt und jetzt die glitzernde Gruftschnecke, die ich auch gerne bleiben mag.

Durch die Einträge vor fünf Jahren schlich sich der Begriff Gruftschnecke in meinen Sprachgebrauch. Und von dort in den der anderen Menschen um mich. Das hätte ich so nicht gedacht – es freut mich!

In den letzten fünf Jahren waren wir auf verschiedenen Festivals, Märkten, Treffen. Der Zirkusadel ist um ein Gruftschneckchen reicher geworden. Geheiratet wurde auch noch – das alles in schwarz. Ich habe mir nie bewusst die Frage gestellt, ob ich noch immer Gothic bin. Das ist einfach ein Teil von mir. Unsere Wohnung ist hauptsächlich schwarz/rot eingerichtet, meine Kleidung ist auch zu 90% schwarz – so bin ich einfach. (Zur Hochzeit waren meine Oma und Mama mit mir Brautkleider anschauen. Um ihnen zu beweisen, dass weiß mir einfach überhaupt nicht steht, probierte ich ein Kleid an. Stellte mich auf den Hocher, drehte mich… Sie schauten sich an und waren sich einig: Weiß passt nicht zu mir.)

Mein Musikgeschmack ist noch etwas elektronischer geworden, würde ich einfach mal behaupten. Wobei auch der Steampunk eine recht große Rolle für mich spielt. Nicht nur in der Musik, auch im Kleidungsstil. Mein Hochzeitskleid stammt von Alignor Aetherium, die mit ihrem Label Steampunk Decadence wundervolle Kleider und Anzüge zaubert. Eine Woche nach der Hochzeit haben wir für sie an der Modenschau zur Ausstellung Machina Nostalgica teilgenommen. Die Ausstellung ist wirklich schön – wenn es dieses Jahr Termine in eurer Nähe geben sollte – schaut sie euch an. Es ist unglaublich, wie viel Kreativität in manchen Menschen steckt – und wie andere Menschen dann der kleine Zündfunke sein können, der alles zum Lodern bringt.

Durch den Wolf war ich die letzten zwei Jahre nicht so viel unterwegs, wir ich vielleicht gerne gewesen wäre. Das macht die Vorfreude auf bestimmt Termine dann noch viel größer. Seit über zwei Jahren steckte ich nicht mehr in Korsett und Reifrock – es fehlt mir so sehr. Das ist eigentlich ein Zeichen für mich, dass die Gothic-Szene immer noch mein Zuhause ist. Freunde. Zufluchtsort. Familie. Ob und wann der Wolf uns dann für schrecklich komische Eltern hält, bleibt abzuwarten. Ich hoffe, wir können ihm später vermitteln, dass es viele verschiedene Arten zu leben gibt – und jeder auch so sein können sollte, wie er es gerne möchte. Denn das ist es ja eigentlich: Ich bin als Gruftschnecke so, wie es mir gefällt. Allerdings glitzere ich aus praktischen Gründen nicht mehr ganz so oft.

Ob ich in fünf Jahren auch noch so denke? Das sehen wir dann.

WGT 2016 – Gedanken.

Da dachte ich kurz, ich wäre mal fertig mit dem Eintrag, bevor man Karten bestellen kann – Pustekuchen. Aber nun ja. Auf geht’s!

WGT – To Do:

[x] Unterkunft: Hotel. Nicht so furchtbar weit weg wie letztes Jahr. Zusammen mit dem Rest der Breaking Badasses. Eine Tramstation entfernt vom Hauptbahnhof – eine Entfernung, die auch zu Fuß zu meistern ist, sollten wir mit dem Buggy nicht in die Tram passen. Oder nachts zurücktorkeln. Tatsächlich habe ich schon geschaut, wo das Hotel genau ist und wo wir parken können.
[  ] Outfits: Ein Fetzen-Wickelrock liegt unter meiner Nähmaschine. Also das Grundgerüst dafür. Ich will das schon ewig machen – hoffentlich wird der so toll, wie ich es mir vorstelle. Ansonsten freue ich mich schon wie sonstwar, endlich wieder Korsett und Reifrock tragen zu können. Und vielleicht auch das Hochzeitskleid?
[  ] Frisur: Letzten Jahr war ich gar nicht mehr los, also ist es tatsächlich fast zwei Jahr her. Spitzen müssen unbedingt geschnitten werden.
[  ] Nähen: Siehe oben. Dann sollen noch für den Wolf Hosen dazu kommen.
[  ] Basteln: Meine Liebelle habe ich letztes Jahr nicht repariert, ich hoffe das klappt dieses Jahr.
[  ] Readymade: Der Schneide-Plotter und ich werden immer bessere Freunde. Da gibts schon viele Ideen für Shirts für den Wolf. Das Gruftschneckchen-Shirt muss auf jeden Fall noch mal geplottet werden.
[  ] Bestellen: Karten. Plotterfolie.
[x] Schuhe: Pikes, Dr. Martens. War letztes Jahr super, wird dieses Jahr auch super sein.
[  ] Tasche: Der neue Rucksack kommt auf jeden Fall wieder mit. Dazu habe ich jetzt auch eine schöne Gürteltasche. Mal sehen, wie das zusammenpasst.
[  ] Korsetts: Ja! Unbedingt! Mal durchprobieren, welche passen.
[  ] Kamera: Vielleicht fürs Hotel oder so mitnehmen, mal schauen.
[  ] Make-Up: Voll Bock drauf!
[  ] Kleiner Wolf: Kommt wieder mit. Wir werden uns dann abwecheln, so dass ich vielleicht auch Konzerte sehen kann und endlich wieder tanzen.

Liebste Ophealia…

Vater,
Sag den Katzen, sie sollen nicht auf meinem Weg gehen
Sag den Katzen, sie sollen mir nichts vorschreiben
Es ist egal was ich vorhabe, was ich sage…
Vater…

Mutter…
Wir leben in wunderschöner Dunkelheit,
ab und an sich schlafend vor der Welt verbergen…
Oh, Mutter…

Vater…
geh mit deiner Tochter heute Abend aus
ich zeig dir meine Welt…

Vater…
sieh mein Licht
Aber wenn wir meine Hölle finden wollen

zeig ich dir, wie sie ist

Ich habe nicht vor, Ihr Licht zu sehen…

Mutter…
Sag den Katzen, sie sollen meine Pfote nicht halten
Sag den Katzen, sie brauchen nicht zu verstehen
Oh, Mutter… Vater…

Oh, Vater…
Wollen wir heute Abend zusammen kämpfen?
Wir zeigen ihnen, was sie fühlen können…
Oh, Vater…

Ich habe nicht vor, Ihre Lüge zu sehen
Aber wenn Sie Hölle mit mir finden wollen
Ich kann Ihnen den Weg jetzt zeigen…

Der Originaltext ist von Lissie – Mother …

ich hab den Text so verändert wie ich glaube, das er auf unser wundervolles Kätzchen passen könnte…

Ophealia… du fehlst uns! <3

„Das ist ja jetzt auch das schönste Alter!“

Der Wolf wird in zwei Wochen ein Jahr alt. Wie auch immer das so schnell passieren konnte. Das ganze letzte Jahr war eine wundervolle Reise, die in einem Tempo statt fand, welches ich manchmal kaum fassen konnte.

Vor einem Jahr saß ich hier, kugelte vor mich hin und hoffte, dass es bald los gehen möchte. Ich wollte den Wolf doch endlich im Arm halten. Konnte ja keiner ahnen, dass er erst eine Woche nach dem errechneten Termin schlüpft.

Momentan bekomme ich immer wieder zu hören, der Wolf sei ja jetzt im schönsten Alter überhaupt. Hmm. Nein, das würde ich so nicht unterschreiben. Ich liebe es unglaublich, wie er jetzt mit uns schon kommunizieren kann und wie er jeden Tag etwas Neues lernt. Aber jeder Monat – ja, jede Woche! – war bisher so schön. Natürlich gibt es immer wieder Tage, die anstrengender sind als andere. Oder Nächte mit weniger Schlaf. Das wussten wir vorher, das haben wir erwartet. Es gibt keine schönste Zeit. Jede Zeit ist schön, wenn man es zulässt.

Meine Liebe für dieses Wunderwesen wächst jeden Tag. Ich wusste nicht, wie viel man auf einmal empfinden kann, wenn eine kleine nasse Schnute ein Kuss auf meine Wange drückt.

Eigentlich hätte ich die Wochen, in denen der Wolf schon im Kindergarten ist und ich noch nicht arbeite, gerne genutzt um mehr zu nähen, zu plottern, zu lesen. Tja. Stattdessen packe ich Umzugskartons. In zwei Wochen ziehen wir um. Keine Ahnung, wie wir das ohne meine Elternzeit hätten schaffen sollen. Aber wir machen das ja gerne in eigentlich nicht so passenden Momenten.

Das Familiengefühl, was sich in mir immer breiter macht, ist so wundervoll. Wir sind jetzt eine richtige Familie. Vater, Mutter, Kind, Katze. Liebe.

Zirkusadel-Familie.

Her mit dem schönen Leben. 

So ein kleines Wunderwesen verändert einen zwangsläufig. Ziemlich sogar. Ich hoffe, hauptsächlich zum Guten. 

Was ich in den Stunden, in denen ich nur leise Dinge machen kann, weil der Wolf schläft, gemacht habe, hat viel mit schönem Leben zu tun. Auch wenn sich das erst nicht so anhört. Ich habe es endlich geschafft, viele „Rumpelecken“ neu zu ordnen, aufzuräumen und dabei Dinge auszusortieren. Der Vorratsschrank ist wesentlich kleiner geworden – damit weniger abläuft, weil ich die Dose doch vergesse. In einer Zeit, in der die Supermärkte bis 22 Uhr geöffnet haben, muss ich nicht so viele Dinge gebunkert haben. Mein Kleiderschrank ist schon ewig auf meiner Liste, da habe ich es immerhin geschafft, die ersten Fächer zu sortieren. Einige Klamotten sind schon aussortiert, da wird aber noch was folgen. So viele Stücke, die ich ewig nicht trug und wohl auch nie wieder tragen werde. Ich möchte nur noch Stücke im Schrank haben, die ich wirklich richtig gerne mag. Mein Kleiderkreisel-Account hat sich gefreut. Genau wie der Mamikreisel-Account. Ein paar Umstandskleider habe ich direkt verkauft, weil ich sie gar nicht getragen hatte. Die anderen Umstandsklamotten sind in einen Karton gewandert. Hauptsache raus aus dem Schrank. Wer weiß, wann und ob ich die noch mal brauche. Die ersten drei Kartons Kindersachen sind auch schon verschenkt. Was nicht alles ist. Lieblingsstücke füllen hier schon zwei Kisten. Wir haben sehr viel noch geschenkt bekommen, also habe ich die Dinge, die ich in den Kleidungspaketen noch ersteigert hatte, aussortiert. Es war gut, so viel zu haben – da musste ich am Anfang nicht so oft waschen.

Am liebsten ziehe ich dem Wolf sowieso die Hosen an, die ich selber genäht habe. Weil sie ihm super stehen und weil ich auch stolz darauf bin, das gezaubert zu haben. Irgendwann traue ich mich an eine Jacke für mich. 

Es ist so schön, wenn man Zeit für Dinge hat, die einem gut tun. Natürlich hat es gedauert, bis sich hier alles eingespielt hat und Routine gibt es eher selten. Mir fehlte das Musikhören sehr – das habe ich erst in den letzten Wochen gemerkt. Das kann ich jetzt, wenn der Wolf im Kinderwagen beim Spaziergang einschläft. Auch habe ich seit Oktober nur ein Buch gelesen – weil mir die Konzentration fehlte. Das kommt jetzt gerade zurück. Schön. 

Mein Mut zum Dinge ausprobieren ist langsam wieder da. Dank blöder Unverträglichkeiten habe ich mich ewig nicht mehr an andere Früchte außer Apfel, Banane, Birne und Kiwi getraut. In geringeren Mengen kann ich aber auch Ananas, Melone, Orange, Erdbeeren und Mango ab! Unfassbar, wie glücklich mich sowas machen kann. Pur Essen ist zwar nach wie vor schwierig, aber im Smoothie geht’s. 

Der Wolf hat mir gezeigt, wie wertvoll Zeit ist. Wie schnell ein paar Wochen und Monate vorbei sind. Wie viel Neues man in kurzer Zeit lernen kann. 

Nicht so viel nachdenken, mehr genießen. Mehr möchten als wollen. Her mit dem schönen Leben! 

Der Graf & die Prinzessin mit dem kleinen Wolf.