Archiv der Kategorie: Zirkusadel

Verheiratet.

 

 

Es ist zwar jetzt schon sechs Wochen her – aber ich wollte keinen Post ohne Fotos veröffentlichen. Wir haben dank unserer wundervollen Fotografen über 1000 Fotos – und das ist schon die aussortierte Zahl. Es war ein traumhafter Tag. Einfach nur zauberhaft. Und jetzt sind wir verheiratet. Mann und Frau. Aber noch immer traumverliebt – das bleibt. Die Feier war grandios, die Musik ein Traum und sobald mein Blick auf meinen Ring fällt, denke ich an alle, die da waren. <3

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Standesamt, kurz vor dem Beginn.
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Verheiratet.
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Unsere Farben.
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Neu geschminkt vor der Feier.
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Ich wäre dann bereit…
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Die erste Begegnung.
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Traumverliebt.
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Meine Schwester mit dem Mettigel.
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Träumen…
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Ich halte dich, für immer.
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Vampir in der Sonne. Oh, wait…
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Unser Eisdrache!
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Au?
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Keine Worte, so toll!
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Red, red wine.
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Meine wunderbare Traumzeugin <3

Eine Woche nach der Hochzeit haben wir in Itzehoe an einer Modenschau teilgenommen und zwischendurch weitere Fotos gemacht.

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Vielen, vielen Dank an alle, die dort waren, an uns gedacht haben und uns auf welcher Art und Weise auch immer geholfen haben. Es war ein traumhafter Tag!

Umzug.

Durch einen erstaunten Blick am Samstag, als ich erwähnte, dass wir uns zur Hochzeit wohl eher Geld wünschen würden, weil wir für die neue Wohnung ein paar zusätzlich Möbelstücke bräuchten, wurde mir klar: Das wissen noch gar nicht alle. Also eher nur sehr wenige. Uuups.

Also: Wir ziehen um. Zum ersten September. Also eher Ende August. Die neue Wohnung ist auch in Meldorf, nur auf der anderen Seite der Bahn. 20 m² mehr. Mit Badewanne und Dusche. Küche als eigener Raum, kein Durchgangszimmer mehr. Schönem Wohnzimmer mit Abstellraum. Alles auf einer Etage. Erste Etage. Kleine Terrasse für uns im Garten. Unser Vermieter ist mein Arbeitskollege.

Das war alles so ein großer Zufall und passte perfekt.

Nun ja. Bis auf den Termin. Aber – wenn nicht jetzt, wann dann? Es gibt bestimmt besseres Timing als zwei Wochen vor der Hochzeit umzuziehen.

Wir machen sonst auch kaum etwas wie andere. Also ziehen wir dann um. Ich freu mich schon drauf und packe bereits.

Hochzeitsvorbereitungen. #Musik

Das wird vermutlich einer von wenigen Hochzeitsplanungsposts. Ich möchte damit nicht den Blog hier überschwemmen. Wer Interesse an unserer Planung hat, darf sich gerne melden, an anderer Stelle schreibe ich darüber ausführlicher.

Seit ich meinen neuen mp3-Player für’s Schwimmen habe, mache ich mir Gedanken über die Musik bei unserer Hochzeit. Die Liste der Titel wächst und wächst, etliche Titel sind für mich schon jetzt unverzichtbar. Auf andere würde ich vermutlich so nicht kommen. Deswegen jetzt diese Frage:

Welche Songs dürfen denn bei einer Gruftie-Hochzeit auf gar keinen Fall fehlen?

Verlobt, verlobt, verlobt.

Für immer Wir!

Am Samstag war die Silberhochzeit meiner Eltern. Ich war schon Monate lang aufgeregt und freute mich. Auf die Familie, auf die Freunde, auf meine Eltern, auch alle anderen, auf die Musik, auf das Rausputzen, auf die Überraschungen für meine Eltern. Und dann wurde es einer der schönsten Tage in meinem Leben. Aber nicht nur wegen der Dinge, die ich eben aufzählte.

Nach dem Essen gab es die ersten Aufgaben für meine Eltern und den ersten Sketch. Wir haben uns gut amüsiert. Als es dann etwas ruhiger wurde und viele der Anwesenden schon an anderen Tischen saßen, fiel mir plötzlich auf, wie leer unser Tisch doch war. Es verschwanden Stück für Stück alle. Nur die Freundin meiner Schwester war noch da. Als ich mit ihr darüber sprach, lief es mir plötzlich eiskalt den Rücken hinunter. Ich hatte eine leise Vorahnung. Meine Ringe wanderten vom Ringfinger zum Mittelfinger und ich schmiss erstmal meine Cola halb um. Ich zitterte am ganzen Körper – worüber ich mit ihr gesprochen habe, weiß ich nicht mehr. Dann kam der Freund meiner Schwester um bat mich, mitzukommen. Ich verhedderte mich leicht im Kleid, lief mit heftigem Herzklopfen hinter ihm her. Durch den Saal, um die Ecke in die kleine Gaststube. Mir stockte der Atem – dort standen sie alle und vor ihnen mein Liebster. Er sprach folgende Worte, die ich nie wieder ohne Tränen in den Augen hören kann:

Mit dieser Hand nehme ich Kummer von dir fort.
Dein Becher wird sich niemals leer sein, denn ich werd sein dein Wein.
Mit dieser Kerze erleuchte ich deinen Weg mit hellem Schein.
Mit diesem Ring bitt ich dich zu werden mein.

Ringtausch

Dazu sank er auf die Knie. Ich war vollkommen überwältigt. Auf diesen Moment habe ich schon so lange gewartet – mit dem Wissen, er würde irgendwann jetzt passieren. Ich zog ihn in meine Arme, küsste ihn und sagte natürlich ja! Er steckte den Ring an meinen Finger und nach einem weiteren Kuss waren wir nicht mehr alleine in unserer kleinen, magischen Welt. Mein Eltern, seine Eltern, meine beiden Großeltern, Schwester, ihr Freund, Tanten… einfach alle gratulierten uns. Teilweise mit Tränen in den Augen.

Der Ring ist so wunderschön. Der schwarze Stein ist einfach perfekt. Innen ist graviert: „Für immer Wir!“

Familie kann man sich ja nicht aussuchen – aber hätte ich es dürfen, ich hätte genau diese Familie ausgewählt. Meine, sowie seine. Die jetzt unsere wird. Das ist so aufregend. Und so verdammt toll!

Ich freu mich so sehr und schwebe auf einer kleinen Wolke. Jedes Mal, wenn mein Blick auf den Ring fällt, muss ich an den wunderbarsten Mensch der Welt denken: Mein Verlobter<3

Wir heiraten!

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Und weil es so schön war, noch ein paar Bilder.

 

 

 

 

Der Graf & die Prinzessin <3

 

Zirkusadel unterwegs: Schädelkult in Schleswig.

Vor zwei Wochen waren wir in Schleswig und auf dem Weg zur Schädelkult-Ausstellung. In unserer Zeitung war eine Woche vorher ein großer Bericht über die Ausstellung und ich erinnerte mich an einen Blogeintrag von der bezaubernden Shan Dark. Die Ausstellung war vorher in Mannheim und ist jetzt bis zum Oktober in Schloss Gottorf.

Das Wetter war perfekt für einen Museumsbesuch – mit mehr Zeit hätten wir uns noch den Rest des Schlosses angeschaut, aber das werden wir bei anderer Gelegenheit machen.

Die Karten für die Ausstellung bekommt man direkt an der Kasse am Eingang vor dem Schloss. Eintritt kostet normal 9€, ermäßigt 4,50€. Ich hatte leider meinen Schülerausweis nicht mit, aber die Dame an der Kasse war trotzdem bereit, mir für den Schülerpreis eine Karte zu verkaufen.

In der Ausstellung war es entgegen der Schilder erlaubt, Fotos zu machen. Der Aufpasser dort war sogar erfreut und ermutigte mich.

Das lasse ich mir natürlich nicht zwei Mal sagen. Ich habe leider nicht mehr alle Erklärungen parat, deswegen lasse ich einfach die Bilder sprechen.

Die ganze Ausstellung war von einem Audioguide begleitet, ein kleiner Player, der auf Knopfdruck zu den Exponaten kurze Informationen gab. Das war im Eintrittspreis enthalten.

Diese Schädel waren aufwändig bemalt. Davon gab es noch mehr in der Ausstellung.

Ein Schädel aus der Wissenschaft – es war wirklich interessant zu sehen, wo die Menschen früher die Seele und andere Sinne zu finden meinten.

Dann natürlich die schon genannte X-Tra-X-Werbe-Vitrine. Nun ja. Ähem.

Und Schädel heute bei St. Pauli.

Die Ausstellung ist wirklich interessant und die Nord-Gruftschnecken sollten sich das unbedingt anschauen. Abgesehen davon ist Schleswig auch eine Reise wert. Ich habe bei Thors Schmiede gleich als Erinnerung an das WGT zwei Flaschen Wikingerblut erstanden, hihi.

Der kalte Krieg

Wir macen Uns auf den Weg… Es ist ein langer Weg… Die Versammlung der besten Kämpfer des Landes wurde einberufen. Wir packten Unsere normale Ausrüstung zusammen. Egal was passieren würd, Wir sind vorbereitet. Zu Uns werden die vier Komandanten sprechen; Welle:Erdball.

Deutschland ist im Krieg, so viel wissen Wir. Zwar sind Wir momentan einem Schatz auf den Fersen… Aber wenn man nach Uns verlangt, versuchen Wirs ja einzurichten. Wollen doch mal hören, was Käpt’n Honey zu sagen hat.

 

Der Adel ist unterwegs…

Zirkusadel V

Sylem? Hier steckst Du! Ich hatte Dich gesucht und schon fast die Hoffnung aufgegeben, das Du noch hier bist. Hier, Wasser, Brot, Käse und Wurst für Dich. Far Falla und Nina Luna habe ich eben schon gefunden. Ich glaube, Unser Messerwerfer hat ein Auge auf die kleine Drahtseilkünstlerin geworfen. Ich hatte Ihm nicht gesagt, das Sie rothaarig ist. Du hättest seine leuchtenden Augen sehen sollen und Ihre abfällige Handbewegung. Zum brüllen komisch! Mittlerweile haben Sie sich wohl angefreundet. Du isst ja garnicht…hast Du keinen hunger? Schau nicht so, ich habe selbst kaum Geld um mir mehr als das zu leisten…Ah, da kommen die beiden ja schon. Sie haben in den letzten Wochen viel trainiert. Far Falla wirft nun mit verbundenen Augen. Und Nina Luna hat sich das Trapez noch zu eigen gemacht. Du solltest es Dir mal ansehen, diese beiden sind großartig! Ich selbst habe wärend meiner Abwesenheit auch ordentlich trainiert. Ich werde wohl als Feuerspucker auftreten. Was? Warum ich nichtmehr die Ansagen mache? Nun…ich erhielt vor kurzem einen Brief…von einem sehr Wortgewandten Sandläufer. Er kann verdammt nochmal mit Worten umgehen. Als Er wieder zu sich kam, erzählte Er:

Die Luft hat ihr Flirren längst verloren. Der Sand flüstert in anderen Stimmen hier. Es ist seltsam so fern von daheim, spricht alles andere Sprachen, nicht nur die Menschen. So oft ich auch lerne, so oft ich auch schaue, es ist doch immer ein Schimmer des Fremden so fern … so fern. Doch der Wind ruft stetig meinen Namen. ‚Dajin‘ flüstert er und ich folge auf den Schwingen der Erde. Grenzen bedeuten nichts, wenn man Freiheit im Blut trägt, aufgemalte lächerliche Linien nur, doch manche Grenzen sind in mir, in uns allen – und dann spüren wir sie. Der Mond durchwandert seinen Zenit als das Schaudern solcher Grenzen Alejo unruhiger traben lässt. Es ist Zeit zu schlafen, doch das Flüstern lässt nicht nach. So lange schon geht es voran, dass ich das Braun meiner Augen, das Schwarz der Haare, des Bartes, erkennen könnte, sei das Wasser noch so seicht. Schmerz und Dreck und lange Tage haben sich gesammelt auf Antlitz und Haar. Ich hadere, Zeit gegen Vernunft, Vernunft gegen den Ruf. Es kann nicht weit sein, das Lager das ich suche. Sollich besser ein eigenes aufschlagen? Aufgeben für heute? Es bleibt mir nicht viel Wahl. Die Möglichkeit von Wärme treibt mich weiter, ein wenig noch. Ich spüre Alejo spöttelt, mit seinem eigenen Wesen, ich erspüre es im Klang seines Ganges, in einer Unregelmäßigkeit die niemand sehen würde. Niemand würde es glauben, nicht in dieser Welt. Hinter den Grenzen des Sandes glauben die Menschen nicht mehr daran, dass der Geist auch in den Tieren wohnt. Wolken vor meinem einzigen Licht, dem stetigen Auge Leylas, machen mich fast blind, doch Alejo weiß wohin, wir sind wie eins, so geht es weiter, er findet den Boden bei jedem Tritt, sicheren Grund, wo ich schon verloren stolpern würde. Die Finger zittern, das Wasser fehlt, die Stunden der Ruhe. Wieder nicke ich ein, Sekunden nur, dann noch eine Sekunde – und der Mond ist schon wieder weitergezogen. Alejo fängt mich mit einem Schritt zur Seite als ich beinahe falle. Ich falle nie vom Pferd … niemals … was ist los? Es geht kaum noch … bin ich je soweit gereist ohne eine Pause, so viele Stunden geritten ohne Wasser, Brot, Schlaf? Schlaf. Es gibt nichts seligeres als den Schlaf in diesen Sekunden. Alejo stockt, stoppt, senkt den Hals, wartet, ich taumle hinab, kann nicht recht erkennen. Ein Zelt? Ich weiß es nicht, schlage ein Plane zurück. Ein Traum? Bin ich letztendlich doch eingeschlafen? Unser Volk ist so klein, im Gegensatz zu den Menschen hier. Er muss wohl einen Kopf größer sein als ich. Ein Fremder, wie alles hier fremd. Er stürzt auf mich zu, als wäre ich fast tot, als müsste man mich fangen. Ich kann nicht einmal mehr lachen vor Ironie. Mich fangen? Krieger fallen eher, als dass sie gefangen werden. Ich falle, es ist Sand unter mir. Sand … Sand … bin ich doch daheim? Wo sonst ist solcher Sand zu finden?

Sein voller Name lautet glaube ich „Dajin al´Hamed Horas a´l Djoran al´Zud Zumanim Zumanid…oder so. Dir dann bekannt als Dajin. Das reicht. Ich brachte Ihn sofort ins Bett. In letzter Zeit habe ich oft mit Ihm gesprochen und mit Ihm einen Pakt geschlossen. Er wohnt von nunan hier. Nina Luna wird das Zelt mit Ihm teilen. Dafür das Er bei Uns wohnt, bekomme ich ab und an alte Märchen von Ihm. Er sagt, das Münzen nicht in seiner Kultur von belang sind. Deshalb würde Er einen Gefallen mit einem Gefallen bezahlen. Er hätte auch einem von Euch das reiten beigebracht. Aber Sylem…Du auf einem Pferd? Dieser Gedanke ließ mich doch schmunzeln. Wie dem auch sei, Er soll bei Uns die Ansagen machen, da Er mit dem Wort besser umgehen kann als ich. Ja Sylem. Es gibt wohl Menschen die Sachen besser können als ich…ich war auch verdutzt. Guck nicht so! Das war ein Scherz. Jeder sollte das tun, was Er am besten kann. Und das tun hier alle! Nun aber eile. Ab Morgen wird hier wieder gearbeitet! Der Meister ist zu Haus! Und Er bringt Ideen und Arbeit mit! Gute Nacht, Sylem. Far Falla, Nina Luna? Ab in Eure Zelte! Es wird bald wieder aufgestanden!

Zirkusadel reist…

In den nächsten Tagen werde ich eine großartige Reise antreten. Warum ich schon vorher weiß, das sie großartig wird? Nun, ich fahre zu meiner Liebsten. Für 3 Wochen. Die freude ist kaum auszuhalten. Und so packte ich eben, liebestrunken, meinen Koffer. Fangen Wir mit der untersten Schicht an.

Natürlich dürfen meine guten Hosen nicht fehlen. Ich habe aber da unter noch, sagen Wir, unaufälligere Modelle.  Als nächstes also mal legere Kleidung. Nächste Schicht: T-Shirts.

 

 

Nun…Ich sag mal, Shirts sind nicht ganz so mein Ding, erst in letzter Zeit hab ich diese Art von Kleidung zu schätzen gelernt. Trotzdem, wohler fühl ich mich nunmal im Hemd. Und so kommen Wir auch zur dritten Schicht.

 

 

Ist wohl schlecht zu erkennen, aber es sind auch schwarze Hemden im Koffer. Dazu, für jede Gelegenheit, eine Krawatte. Jetzt nicht im Bild sind meine beiden Hosenträger, die ich ja schon im anderen Artikel vorstellte. Nächste Schicht. Vesten.

 

3 Westen sollten reichen um überall immer gut auszusehen.

Die letzte Schicht.

 

 

 

 

 

Bestehend aus; Streichhölzern, mein Amulett von Ihr, Krawattenkette, Armbanduhr, Schweißer-bzw. Fliegerbrille, Taschenuhr,Sonnenbrille, Eyeliner und Kajal, Nagelack, Nadeln, meine Ringe, mein Rasiermesser, Nähgarn, Kontaklinsen, ein Buch und ein Knopf. Das nötigste also nur.

So sieht das dann gepackt aus. Hier noch mein Bandana.

Alles in allem soll es ja für 3 Wochen reichen. Ich bin voller Sehnsucht nach Ihr, ich kann es kaum erwarten, mich in den Zug zu setzten um von Ihr dann abgeholt zu werden. Da Wir ja auch so einiges vorhaben, muss ich für alles gerüstet sein. Und das, so denke ich, bin ich.

Gothic Friday; Gothic ist ein Lebensstil?!

Ob Gothic für mich ein Lebenstil ist?…

Da muss ich nicht lang darüber nachgrübeln. Definitiv!

Warum das so ist? Keine Ahnung. Es kam einfach mit der Zeit. Der Geschmack musste sich in irgendeiner Art ausbreiten. Und so versuchte ich mich auszudrücken. Meine erste „Schwarzphase“ hatte ich mitten in meinem Streit mit Mutter und Vater. Ich trug danach ausschließlich schwarz. In dieser Zeit verloren meine Eltern auch die Vorbildfunktion für mich. Ich suchte mir etwas neues. Meine Wahl viel auf einen Anzugtragenden Smutje, der stets gute Manieren Bewies. Sein Anzug war immer ´chic´ Schwarz. Und somit fing es an, das ich in Hemd und Krawatte durch die Gegend stolzierte. Natürlich schwarz.

Da hatte ich keine Ahnung von der Musikrichtung oder einer Art Lebenseinstellung. Ich lernte nach und nach den Atheismus kennen. Der mir in soweit gefiel, das es gegenan ging. Ich wollte wohl anders sein. Meine erste Band dann schließlich war Samsas Traum. Mir gefiel besonders diese Gedanken, die mir diese Musik bescherte. Schwarze Gedanken. Zur schwarzen Kleidung gesellte sich nun also langsam auch eine gewisse Härte im Alltag. Selbstbewusstsein mit einem kräftigen Schuss schwarzem Humor. Lachen, wenn andere anfangen zu weinen. Sagen, was andere sich nicht zu sagen trauen. Ich stumpfte ab. Ich wollte mehr von den „Albträumen“, den schwarzen Gedanken, wollte erfahren, wie die schlimmsten sind. Ohne vorweggreifen zu wollen, ich hab meinen persönlichen Albtraum immernochnicht erlebt. Bzw. andere Albträume erleben und Urteilen. Aber ich schweife ab…

„Ich bin der Dunkelgraf.“ Dieser Adelstitel hat mich mehr als geprägt. Ich drückte mich ja immer schon gewählt aus, so sagte Mutter mir Gestern erst wieder. Totenköpfe, schwarze Drachen und selbige Kerzen sind nette Accesoires. Aber wenn ich das Jemand X-Beliebigen schenken würde, hätte der auch nur Deko von. Kerzen allerdings, sind ein gutes Stichwort. Ich sitze am liebsten im Kerzenschein, lesend, ruhe genießend, trinkend, hauptsache kein elektrisches Licht. Ich mag kein elektrisches Licht. Das würde ich zu meinem Gothic-Lebensstil zählen. Kajal, Eyeliner und farbige Kontaktlinsen sind zu einer schönen Ausdrucksform für mich geworden. Die „alte Schule“, wie sie häufig genannt wird, zelebrier ich immernoch. Natürlich in feinen, schwarzen Dresscode. Coppelius prägte dann zusätzlich noch. Und mit Coppelius kam der Absinth.  Ansonsten…die schwarze Kleidung, ja, trag ich Privat schon noch, auf Arbeit mittlerweile nichtmehr.

Der nächste Lebensabschnitt, den ich als mein Gothic-Lebensstil jetzt bezeichnen würde ist mein „Zirkusadel“. Eine Idee, die auf dem WGT entstanden ist. Seitdem hat sich meine Musikkenntnis erweitert. Ich weiß jetzt, was ich will, lerne auch immer wieder potenzielle neue Bands kennen, aber der Kern ist da. Zurück zum Zirkusadel. Es kam so, das ich mittlerweile 3 Hosen haben, die komplett gestreift sind. Eine ins Schwarz/Grau und zwei in Schwarz/Rot. Letztere waren Schuld am Zirkusadel. Meine Liebste hat ein Kleid in diesem Stil. Den einen Tag auf dem WGT liefen Wir also so durch die Stadt. Oft schon bekam ich für die Hosen den Spruch:“Aus welchen Zirkus ist der denn ausgebrochen?“  Und da ich nunmal der Graf bin, war Zirkusadel Perfekt. Dies lässt sich auch in meinen anderen Artikeln lesen. Zirkusadel, muss ich wohl hier nicht weiter erklären.

Zirkusadel Fragment

Mein Herz,

Vor kurzen erst sahen Wir Uns wieder, doch die Sehnsucht zerreißt mich schon wieder. Es war wunderschön mit Dir, wie immer, würden es viele vielleicht jetzt sagen, aber das finde ich ist nicht der rechte Ausdruck. Denn jedes treffen mit Dir, meine Schöne, ist traumhaft. Traumhaft auf eine ganz eigene und jedesmal besondere, andere Art. Aber immer betörend und Sehnsuchterweckend. Einfach zauberhaft, so wie Du, meine Liebe. Die Dinge, die Wir zusammen unternehmen bereiten mir sehr viel vergnügen. Weil ich dann bei Dir sein kann, Dir die Aufmerksamkeit schenken, die einer Prinzessin wie Dir gebührt. Ich will Dich mit Liebe überhäufen, also so weit Du das möchtest, will Dich ans Ende der Welt tragen, Dir die schönsten Sachen schenken…

…Doch stattdessen…sitze ich hier, allein. Fast allein. Ich sagte Dir, sobald mein Zirkus fertig ist, hol ich Dich, versprochen! Ich arbeite hart an der Fertigstellung. Sylem ist mir eine große Hilfe. Und auch meine anderen beiden Neuzugänge machen Ihre arbeit gut. Far Falla, mein Messerwerfer, kam nach Sylem zu mir. Schnell schwor Er mir treue. Die kleine Neue nenne ich Nina Luna. Sie ist unglaublich Gelenkig, als ich Sie auf dem Drahtseil getestet hat, ist Sie fast ohne zu zittern über das Seil gekommen, aber am besten ist Sie mit dem Reif. Sylem hingegen…nunja, Er arbeitet hart, aber ich weiß immernoch nicht, welche Atraktion Er sein könnte.

Bald, ich hole Dich! Dann sind Wir auf ewig vereint! Wir leiten diesen Zirkus dann und führen ein Traumleben, ganz nach Unseren wünschen! Es wird einige Zeit dauern, bis Wir Uns wiedersehen, Termine und so…aber ich bin bald wieder da. Bald, ganz bald!

In Liebe

Dein Graf Blackage