Archiv der Kategorie: Prinzessin

WGT 2017 – Gedanken.

Woohoo, neues Jahr, neuer Kalender, neues planen! Vorfreude ahoi!
WGT – To Do:

[x] Unterkunft: Hotel ist von unserer Glitzerelfe aus Ghosthacht gebucht. Direkt in der Stadt. Also im nördlichen Teil der Stadt. 350 Meter zum Hauptbahnhof, 850 Meter zur Moritzbastei. Wenn das mal nicht perfekt ist. Auto wird wieder am Hauptbahnhof ins Parkhaus gestellt.

[ ] Outfits: Mein Hochzeitskleid passt wieder! Also werde ich es auch anziehen. Bei den Korsetts passen auch wieder mehr. Das ist so cool. Den Wickelrock vom letzten Jahr habe ich nicht getragen und der muss auch noch anders.

[ ] Frisur: Blondiert sind sie seit einiger Zeit. Bunt auch. Welche Farbe vor dem WGT reinkommt, hängt von meiner Outfitplanung ab.

[ ] Nähen: Ich weiß noch nicht. Vielleicht möchte ich noch etwas nähen, mal sehen.

[ ] Basteln: Die Libelle ist repariert, wenn ich dazu jetzt noch ein Outfit basteln könnte. Meine Flügel. Hm.

[ ] Readymade: Es gibt so viele Dinge, die durchgeschaut werden müssen.

[ ] Bestellen: Karten. Eventuell Haarfarbe.

[x] Schuhe: Pikes, Dr. Martens. Sind jetzt meine erste Wahl auf Festivals.

[ ] Tasche: Da meine Gürteltasche leider auch unserem Schimmel-Problem zum Opfer gefallen ist, wird es die Anki-Tasche richten müssen. Oder meine neue Dänemark-Tasche.

[ ] Korsetts: Da freue ich mich schon drauf.

[x] Kamera: Mitgenommen wird sie.

[ ] Make-Up: Jedes Jahr vor dem WGT gibt es Kajal, Wimperntusche und Eyeliner neu. Irgendwann im Mai also.

[ ] Kleiner Wolf: Wenn alles klappt, bleibt er bei Oma.

Gothic Friday Mai 2016: Schwarz wie Ebenholz und weiß wie Schnee.

War ich sonst immer schnell mit dem Beitrag, muss ich dieses Mal die Teilnahmezeit fast ausreizen. Dank WGT, Urlaub und krankem Kind, gibt es erst jetzt was zu lesen. Mehr Einträge hier bei Robert.

Das optische Zelebrieren des Gruftieseins also. Schwarz und fertig – oder wie? Bei mir wohl eher nicht. Nur schwarz mag ich zwar auch -aber das ist mir irgendwie ein bisschen zu langweilig. Ich liebe Farben! Allerdings wohldosiert und in winzigen Mengen.

Wie hat sich euer Stil über die Jahre verändert?

Da lasse ich doch mal Bilder sprechen. Für die richtige Reihenfolge kann ich nicht so ganz garantieren, meine digitalen Bilder reichen nur bis 2009 und um bei meinen Eltern in den Festplatten zu wühlen fehlt mir leider die Zeit. Deswegen ein paar Bilder abfotografiert.

Mein Stil wanderte zwischendurch kurz auch Richtung Military, davon habe ich aber jetzt keine Bilder gefunden. Das war allerdings auch nur kurz der Fall. Im Grunde trage ich auch jetzt noch Stücke, die ich bereits seit zehn Jahren im Schrank habe.

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Zum 18. bekam ich drei Fotoalben – das ist die Titelseite. Das untere Foto ist im Mai 2006 entstanden. Im Juli ließ ich mir die Haare sehr kurz schneiden. Das bereue ich heute noch.
Weihnachten 2006.
Weihnachten 2006. Da waren die Haare schon wieder etwas länger.
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2008?
Schminkübung oder so.
2009 Schminkübung oder so.
Auf dem Plage Noire.
Auf dem Plage Noire 2009.
Auf meinem ersten WGT, 2010.
Auf meinem ersten WGT, 2010.
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Kurz nach dem WGT.
Mai 2010.
Oktober 2010. Nur echt mit Sprühluftschlangen von Welle:Erdball. (Bei diesem Konzert war der Liebste auch – nur fingen wir erst ein paar Tage danach wieder an zu schreiben. Wir standen fast nebeneinander. Auf meinen Konzertfotos ist er sogar drauf.)
Dezember 2010.
Dezember 2010.
März 2011.
März 2011.
EisPrinzessin 2.0, fürs WGT 2011.
EisPrinzessin 2.0, fürs WGT 2011.
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WGT 2011.
Ebenfalls 2011.
Ebenfalls 2011.

 

Dänemark 2011.
Dänemark 2011. Mein Alltags-Ich ist inzwischen auch mehr oder weniger komplett schwarz. Immer öfter mit Kleid.
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Mera Luna 2011.
Cave Control 2012.
Cave Control 2012. Irgendwann Ende 2011 habe ich mich von meinem bunten Pony verabschiedet. Dafür hatte ich noch zwei Strähnen an der Seite, die blondiert waren. Aber auch nicht mehr lange.
Vampirdiner 2012.
Vampirdiner 2012.
Ätherzirkus 2013.
Ätherzirkus 2013.

 

WGT 2013.
WGT 2013.
Unsere Hochzeit 2013.
Unsere Hochzeit 2013.
Hochzeitsoutfit bei der Modenschau eine Woche nach der Hochzeit.
Hochzeitsoutfit bei der Modenschau eine Woche nach der Hochzeit.
WGT 2014.
WGT 2014.
Solange der Bauch noch ins Netzshirt passte, wurde das auch getragen.
Solange der Bauch noch ins Netzshirt passte, wurde das auch getragen.
Oktober 2014. Immerhin ein paar Bandshirts passen noch.
Oktober 2014. Immerhin ein paar Bandshirts passen noch.
2015. Eher praktisch unterwegs.
2015. Eher praktisch unterwegs.
WGT 2015 - immerhin mit Pikes.
WGT 2015 – immerhin mit Pikes.
2015. Auch als Mutter bleibt man meistens seiner Farbvorliebe treu.
2015. Auch als Mutter bleibt man meistens seiner Farbvorliebe treu.
März 2016.
März 2016. Endlich wieder richtig rumgruften, ohne dass die Klamotten nach zwei Minuten dreckig sind.
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WGT 2016. Endlich wieder bunte Haare! Korsett!
Mai 2016. Quasi heute.
Mai 2016. Quasi heute.

Oder wie würdet ihr euch gerne herrichten, gäbe es keine Hindernisse welcher Art auch immer (vom Zeitmangel über den konservativen Chef bis hin zur nicht kooperativen/vorhandenen Haarpracht)?

Ohne Zeitmangel würde ich tatsächlich öfter stärker geschminkt aus dem Haus gehen. Ohne einen Job, wie ich in habe, würde ich mehr Röcke und Kleider tragen. Bei meinen Haaren habe ich gerade wieder den Schritt zu blondiertem Pony gewagt – durch die Schwangerschaft sind sie sowieso an mehreren Stelle ziemlich abgebrochen, also habe ich eigentlich nichts zu verlieren. Ich liebe es jetzt schon.

Habt ihr Styling-Vorbilder oder Inspirationen?

Nicht direkt. Ich schaue gerne bei Pinterest nach Anregungen – wenn ich anfangen zu nähen oder zu schminken, wird da sehr schnell etwas komplett anderes draus. Meistens gefällt mir das dann aber sogar noch besser. Steampunk finde ich auch immer noch sehr interessant, bleibe aber bei meiner Elektroschrott-Bastel-Leidenschaft.

Welche Accessoires sind unumgänglich?

Das einzige, was ich ständig trage, sind meine Ringe und meine drei Armbänder. Ohrringe und Ketten waren lange mein ständiger Begleiter, allerdings störte das den Wolf sehr – ich fange also erst langsam wieder damit an. Vielleicht bin ich ein wenig „einfach“ geworden, seit ich Mutter bin, aber schlecht finde ich das nun nicht unbedingt. Mein Kleiderschrank ist wieder etwas schwärzer geworden – Umstandsmode gibt es teilweise echt nur in gruseligen Farben.

Für alle weniger visuell Orientierten: Ist das alles überhaupt wichtig? Empfindet ihr das alles als Teil der Szene?

Gerade das letzte WGT hat mir gezeigt, dass die Grundfarbe schwarz einfach reicht – egal in welcher Ausprägung die Person das nach Außen hin lebt. (Oder auch nur im Inneren!) Uns verbindet mehr als das. Es ist einfacher, sich zu finden und die Grundstimmung zu erkennen – und ich liebe es, die verschiedenen Outfits und Schminkkünste anderer zu bewundern. Gerade am Montag, als die Fußballfans durch die Stadt strömten – eigentlich hat man nur am Blick erkannt, ob WGT’ler oder RB-Fan.

Mein WGT 2016.

So lange wie wir darauf gewartet haben, so schnell war es vorbei. Aber es war richtig schön.

Mittwoch

Mittags holte ich unsere Freundin vom Bahnhof ab. Wir kauften noch kurz ein und fuhren zum Kindergarten, den Wolf abholen. Zuhause ging dann das Packen und Vorbereiten weiter. Eine andere Freundin war noch da und es wurde munter Modenschau gespielt. Auf unser Auto klebte ich ein paar Fledermäuse – was halt so sein muss, wenn eigentlich gar keine Zeit für gar nichts ist. Aber schick sieht es aus. Die Männer spielten währenddessen mit der Wasserbahn und der kleine Mann durfte danach eine Runde baden. Abends gab es Nudeln mit Tomatenhacksoße und ich zauberte noch Spaghetti-Muffins und Schokomuffins für den nächsten Tag.

Der Plan um zehn im Bett zu liegen, ging gehörig schief. Es mussten noch tausend Dinge gepackt werden und nebenbei auch noch ein Schriftzug geplottet. Mit „den Rest mach ich morgen“ um 23:55 Uhr meinte ich eigentlich etwas anderes. Naja. Schnell ins Bett.

Donnerstag

Acht Uhr Abfahrt – so war es abgemacht. Ähem. Viertel vor neun haben wir aber immerhin geschafft. (Was irgendwie zu vermeiden gilt: Schale mit Biomüll in der Küche stehen lassen. Es begrüßte mich am Dienstag eine flauschige, stinkende Schachtel. Hmpf.) Alles im Auto und los. Wir kamen mit drei Pausen auch ganz gut durch. Der Wolf schlief immer wieder und lies sich sonst mit Reiswaffeln oder Spielzeug beschäftigen. Ein bisschen Stau hatten wir auch – wie immer. Gehört wohl schon dazu.

Hotel gefunden, eingecheckt, Zimmer vollgekrümelt. Innerhalb einer halben Stunde. Der Zirkusadel machte sich dann zu Fuß auf den Weg in die Stadt. 15 Minuten und wir waren bei den Höfen am Brühl. Ein paar Kleinigkeiten bei DM, Primark und im Legostore gekauft. Zurück im Hotel waren die restlichen Badasses inzwischen auch angekommen. Irgendwie wurde es später und später und wir waren noch immer nicht unterwegs. Also fertig gemacht, alles wieder ins Auto geladen und zum Belantis gefahren.

Dort war es unglaublich surreal. Die Sohne ging unter, überall schwarze Gestalten, Grufti-Musik, beleuchtete Attraktionen und absolute Fröhlichkeit. Das war echt sehr bizarr. Aber schön! Unfassbar schön! Wir schlenderten mit unserer Gruppe Richtung Achterbahn und stellten uns an. Warteten. Warteten. Warteten. So zehn Minuten, bevor wir dran gewesen wären, wurde die Bahn geschlossen. Eine Stunde absolut umsonst gewartet. Wegen des Feuerwerks musste die Ecke des Parks gesperrt werden. Das war ja großartig organisert. Man hätte dann ja auch schon etwas früher dafür sorgen können, dass sich keiner mehr anstellt, oder? Ziemlich angenervt sind wir dann zurück und waren unschlüssig, von wo man das dann am Besten beobachtet. Tja, da wo wir dann standen, war es optimal. Das Feuerwerk war wirklich großartig. (Da weiß man dann auch, wo das zusätzlichge Geld der Ticketpreise hingeflossen ist…) Als es vorbei war, wollte wir Richtung Schiffsschaukel – wir waren schließlich noch auf keiner Attraktion. Da gab es dann die nächsten Abstimmungsprobleme und die Ordner wollten uns nicht über eine Brück lassen, obwohl von der anderen Seite schon Besucher kamen. Entnervt und mit einem sehr müdem Wolf sind wir dann gegangen. Immerhin war die Bändchenschlange nicht mehr so lang wie gegen 21 Uhr. Lila Bändchen abgeholt.

Mein Fazit zum Belantis: Schöne Idee, schlechte Umsetzung. Eine Location zu finden, bei der möglichst viele Teilnehmer Einlass finden, ist nicht leicht, das leuchtet mir wirklich ein. Dafür war das Belantis eigentlich wirklich optimal. Nur die Umsetzung… ach. Ach, ach.

Vor dem Hotel war natürlich kein Parkplatz mehr frei, also die Mitfahrer abgesetzt und zum Parkhaus West am Hauptbahnhof gefahren und das Auto dort geparkt. (Kostet 3€/Tag – an der Rezeption vom Hotel wurde uns das Parkhaus am Zoo ans Herz gelegt, das kostete allerdings das Doppelte. Ich würde immer wieder am HBF parken.) Noch kurz was zu Essen gejagt und zurück zum Hotel gelaufen.

Freitag


Erster richtiger Festivaltag. Wir waren doch noch etwas müde – haben aber bis 8 Uhr schlafen können. Den Vormittag etwas im Hotel rumgelegen und uns langsam fertig gemacht. Gegen Mittag wurde der Wolf müde und wir machten einen Spaziergang durch die Gegend ums Hotel. Bei Konsum ein paar Kleinigkeiten eingekauft – Getränke, Eiscafe… Wolf dank Fahrstuhl schlafend in unser Zimmer geschoben und in ein anderen Zimmer zum Klönen verzogen. Tagesplanung besprochen, beim Schminken zugeschaut, Blödsinn gemacht. Halt das, was passiert, wenn ein Haufen toller, verrückter Menschen in einem Zimmer stecken.

Als der Wolf wieder wach war, haben wir uns zu viert auf den Weg in die Stadt gemacht. Ein wenig gebummelt, etwas gegessen und schon trennten sich unsere Wege. Mein Graf und die Zauberschlampe sind zu Herrn von Aster, Prinzessin und Wolf kurz zurück ins Hotel und dann zur Agra.

Der Wolf machte mit Frau Dorphin Seifenblasen und lief freudig durch die Gegend, während wir auf den Rest warteten. Abney Park spielten in der Agra. Durch blöde Menschen, die anderen Menschen in falsche Straßenbahnen schickten, konnte ich nur drei Songs in der Halle erleben. Dafür hat der Wolf vorher noch 20 Minuten mit mir vor dem Einlass zur Halle zur Musik getanzt und getobt. Das war wirklich schön. Er hat den Ordnern immer wieder ein freundliches „Hallo!“ entgegengerufen und bekam das dann auch mehrstimmig zurück. Am Eingang trafen wir ein paar andere Freunde, die später auch noch in der Halle auf uns warteten. Nach dem Konzert fuhren wir zurück ins Hotel. Der Wolf schlief unterwegs im Buggy schon ein und wurde erst nach ein paar Stunden wieder kurz wach.

Samstag


Der Wolf war wieder früher wach und damit der Graf sich in Ruhe fertig machen konnte, bin ich mit dem Wolf in Begleitung von Frau Dorphin zum Hauptbahnhof. Eine Flasche Pfeffi gekauft – natürlich die große Flasche, ich wusste ja, mit wem ich unterwegs bin. Bei Rossmann noch ein bischen Knabberzeugs für den Wolf und roten Blechkuchen mit Fledermauskeksen. Zurück im Hotel haben wir dann gefrühstückt. Kuchen. Wie sich das halt gehört.

Der Liebste ist wieder zu Herrn von Aster aufgebrochen und ich bin noch mal durch die Stadt. In der Hoffnung, den Wolf zum Schlafen zu bekommen, was nicht so klappte. Also in die Tram und auf ins Heidnische Dorf. Dort schlief der Wolf im größten Trubel zufrieden fast zwei Stunden. Ich lief erst durch die Gegend, traf dann noch die Fledermama mit Famile und zum Schluss wieder den Mann plus andere Gruftschnecken aus unserer Reisgruppe. Kurz was gegessen, noch eine kleine Runde gedreht, rübergeschlendert in die Agra-Verkaufshalle und gebummelt. Es gab wieder mehr kleine Stände, mit unglaublich schönen Stücken. Das Fehlen von x-tra-x und Zillo war nicht mehr so sichtbar wie die letzten Jahre. Wir waren aber doch recht kaputt und fuhren zurück ins Hotel.

Sonntag

Frühstücksüberlegungen: Absinth-Frühstück oder Bagel Brothers? Ersteres wurde es. Also machten wir uns zu 5. auf den Weg zur Le Petit Absintherie. Die kooperieren mit dem Papa Hemmingway und am Tag zuvor wurde uns dort recht gutes Buffet versprochen. Nun ja. Das war es definitiv nicht. 13€/Person für lauwarmes, ständig leeres Rührei, Aufbackbrötchen von LIDL, zwei Sorten Aufschnitt, zwei Sorten Käse, 1x Marmelade, Honig, Nusspli und Obst – welches nicht wirklich schmeckte. Getränke kamen extra. Dafür auch erst, als wir schon mit dem Frühstück durch waren. Werden wir nicht wieder machen. Dafür erstand der Liebste in der Absintherie noch eine Absinthfontäne für 35€! Auf so eine ist es schon ewig scharf gewesen – schön, dass er Glück hatte. Er brachte sie zurück ins Hotel und ich schlenderte mit dem Wolf durch die Stadt. Wir wollten uns am Stadtgeschichtlichen Museum treffen, möglichst mit schlafendem Wolf. Leider wurde das Wetter immer wechselhafter und dementsprechend voll war es im Museum. Mit Buggy sind wir dort nicht durchgekommen, also wieder raus und zur Agra. Halbwegs trocken angekommen, erstmal Shopping-Tour. Wir hatten gestern ein paar Dinge gesehen, die wir uns noch mal genauer anschauen wollten. Jetzt haben wir jeder schon mal ein Geschenk für den anderen zum Geburtstag. Bei Killerkirsche musste ich spontan ein Petticoat-Kleid anprobieren. Wollte ich schon immer mal, aber war mir mit der Größe einfach unsicher – und ob mir das steht. Das tut es. Sehr sogar. (Kurz habe ich mich mal wieder über die Größen geärgert – 48 entspricht hier 4XL. Hallo?!) Ich besitze jetzt also ein schwarzes Kleid mit roten Punkten. Das Wetter sah aus, als ob es jetzt etwas trocknener wird – ausgenutzt, um noch mal ins Heidnische Dorf zu gehen. Dort was gegessen und dann zurück zum Hotel. Es kamen uns Massen an Menschen entgegen – Timing perfekt.

Im Hotel habe ich mich dann umgezogen. Meine Versuche, die Zauberschlampe zu überreden mitzukommen, waren nicht erfolgreich. Es gab Milch mit Pfeffi und viel Glitzer auf die Augen. Korsett geschnürt, mehrere Schichten Klamotten übereinander und dann war ich ausgehfein.

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Solar Fake & Welle:Erdball – Vorfreude riesig. Der Wolf und sein Papa sind im Hotel geblieben und er schlief wohl auch schnell. An unserer Haltestelle hielt auch die Tram, die bis zum Kohlrabizirkus fuhr. Wie praktisch. Kaum war ich in der Halle, fing es so richtig an zu regnen. Eine knappe Stunde vor Solar Fake war ich da – die Halle war schon recht voll. Zwischendrin auch Einlassstopp, wie ich mitbekam. Solar Fake waren wirklich großartig. Nicht zu laut, nicht zu eng – ein paar andere Songs hätte ich mir noch gewünscht, aber auch so hab ich das Konzert genossen. Danach spielten mesh – joah. Ganz okay, aber nicht so wirklich mein Fall. Mich beeindruckte eine Frau, die durch die komplette Seite des Publikums tanzte – immer dort, wo gerade Platz war. Das war so schön. Genau wie die anderen tanzenden Menschen. Kurz war ich noch vor der Halle, aber es regnete immer noch und die Schlange am Handbrotstand viel zu lang. Also lieber schon mal nach vorne pirschen, um bei Welle einen guten Platz zu bekommen.

Hat auch geklappt, stand in der zweiten Reihe. Yeah. Das Konzert war wieder beeindruckend. Bühnenpräsenz wie keine zweite Band. Spaß, Kritik, Nostalgie. Ledider drängelte sich zwischendrin ein Betrunkener an mir vorbei, was mir ein verdrehtes Knie einbrachte. Nach der Hälfte des Konzertes ging ich nach hinten und dann auch bald zur Tram. Die Konfetti-Kanonen habe ich gar nicht mehr mitbekommen. Welle:Erdball-Konzerte sich immer wieder so toll – nur mein Mann hat gefehlt. Mit ihm wäre es noch schöner gewesen, da bin ich mir sicher. Den Badasses im Hotel hatte ich schon Bescheid gegeben – sie haben Pizza bestellt!

Dadurch, dass ich schon früher ging, habe ich die Tram nach zehn Minuten bekommen – die nächste kam laut Anzeige erst weiter 20 Minuten später. Um Mitternacht war ich am Hauptbahnhof und lief dann der Rest der Strecke, was mein Knie nicht so lustig fand. Aber noch mal 20 Minuten in der Kälte warten? Nein. Im Hotel mussten wir dann noch etwas warten, bis die Pizza kam – aber sie war sehr lecker. Danach ging es sofort ins Land der Träume.

Montag

Der Wolf war schon um 7:20 Uhr wach – ich eher nicht so. Nun ja. Hilft ja nichts. Bisschen mit ihm gespielt und die Frau Dorphin verabschiedet, die schon nach Hause musste. Im Hauptbahnhof die leeren Flaschen versucht abzugeben, leider hatte der Rewe dicht. Woanders hat es dann doch noch geklappt. Eine Brezel für den Wolf gekauft, Geld geholt und zurück zum Hotel. Neuer Versuch mit Frühstück bei Bagel Brothers.


Sehr optimistisch haben wir uns draußen hingesetzt. Nach der Hälfte des Bagels sind wir doch in den Laden umgezogen. Es regnete ordentlich. Frühstück war sehr lecker. Der Wolf schlief auf dem Weg ins Stadtgeschichtliche Museum ein und im zweiten Versuch konnten wir uns die „25 Jahre WGT“-Ausstellung anschauen.

Sehr schön gemacht und das Buch zur Ausstellung ist auch super interessant. Inzwischen trudelten Bagel Bestellungen ein und nach einem erneuten Abstecher zu Bagel Brothers lieferten wir Bagel ins Hotel. Es war der Tag der Aufstiegsfeier der roten Bullen – die Innenstadt war voller (betrunkener) RB Leipzig Fans. Das hatte ich nicht bedacht, als ich in die Tram wollte. Kein Platz für Buggy und mich. Also bis zum HBF gelaufen und dort eine Tram gesucht. Unnötig zu erwähnen, dass ich eigentlich eh schon spät dran war. Trotzdem dann das Spontis-Treffen gefunden und eine sehr schöne Zeit dort verbracht. Viele Menschen (wieder) getroffen, ein tolles Foto gemacht und den Kindern beim Spielen zugeschaut.


Zwei Gläser Sekt in der Sonne – hui! Das Wölfchen wurde müde und wir sind zurück zum Hotel. Bisschen umgezogen, Schuhe gewechselt und los ein letztes Mal ins Heidnische.


Der Liebste ist noch „kurz“ zum Geldautomaten… Das dauerte dann etwas länger. Ich habe in der Zeit mit Wolf auf dem Arm zu Eric Fish getanzt, bis wir wieder zu dritt waren. Das Dort war wunderbar schwarz und leer. Die Tagesgäste alle weg, einige Stände auch schon leer, Wetter inzwischen wieder gut. Wir aßen noch etwas, machten eine gemütliche Runde und stöberten bei den Ständen. Der Liebste war noch verabredet – also machte ich mich mit dem Wolf alleine auf den Weg ins Hotel. Dort schlief er schon beim Wickeln fast wieder ein – ich dann auch recht früh. Was auch gut war.

Dienstag

Der Graf kam erst sehr spät ins Hotel, da habe ich schon tief und fest geschlafen. Er hatte aber wohl viel Spaß, genau wie der Rest der Bande. Ich zog mich und den Wolf an und nachdem schon die ersten Dinge in den Koffer gewandert waren, fuhren wir noch mal mit dem Buggy los. Es gab eine Brezeln für den Kleinen und ich brachte die Pfandflaschen weg.


Bisschen wehmütig lief ich zurück zum Hotel, irgendwie war ich noch nicht bereit, nach Hause zu fahren. Aber hilft ja nichts… Rest im Hotel gepackt, alles in die Lobby geschafft und los, Auto aus dem Parkhaus holen. Eigentlich wollten wir noch gemeinsam etwas essen, aber wegen verschiedener Termine und akuter Unlust dank Katerstimmung ließen wir das ausfallen. Unser Gepäck ins Auto getetrist und ab ging es nach Hause. Der Wolf war etwas angeschlagen und verschlief einen Großteil der Fahrt, so dass wir nur in Bad Fallingbostel kurz Pause machten.


Die Zauberschlampe wurde in Stellingen aus dem Auto gelassen und ratzfatz waren wir wieder Zuhause. Leider.

Und, wie war es?

Wundervoll. Traumhaft. Sehr schön. Endlich wieder die schwarze Familie getroffen. Die Lage des Hotels hätte auch kaum besser sein können. (Nun ja. Für nächstes Jahr ist es noch ein bisschen besser geworden. Die Dame mit der Parkplatzfee hat auch noch eine Hotelbrokerin, die ähnlich zauberhafte Fähigkeiten hat.) Mehr Konzerte als letztes Jahr mitbekommen – mehr tolle Menschen getroffen und neu kennengelernt. Ich war entspannter und konnte alles mehr genießen. Nur viel zu schnell vorbei war es. Jetzt heißt es wieder, Tage zählen bist nächstes Jahr…

Prinzessin kocht: Gestopte Kartoffeln! #happygirlontravel

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Das Reisemädchen feiert den 5. Geburtstag ihres Blogs – herzlichen Glückwunsch! Doch das allein reicht nicht, gibt es doch auch einen Aufruf, Omas Klassiker neu zu interpretieren. Ich habe lange überlegt, was ich dann mal kochen könnte – Mehlbüddel war eigentlich mein Favorit, aber weil ich das Rezept nicht verändern möchte – es ist einfach so gut, wie es ist! – habe ich mich für gestopte Kartoffeln entschieden.

Gekocht habe ich das bisher noch nicht – aber das Rezept hängt schon lange an meiner Pinnwand. Es ist das Essen, was es häufig bei meiner Oma gibt, weil es einfach super lecker ist. Genau wie Kirschsuppe mit Klößen & der Duft von Lavendel – das verbinde ich mit meiner einen Oma.

Nach einem kurzen Rezept-Check bin ich los, Zutaten kaufen. Etwas grübelnd stand ich im Supermarkt, weil es mehr als ein Kräutersalz gibt. Wer lief mir über den Weg? Meine Oma. Genau die, die auch immer die Kartoffeln kocht. Wenn das man nicht ein treffender Zufall ist. Also auch gleich das Salz gekauft, was sie immer nimmt. Yeah!

Meine Zutatenliste:

  • Kartoffeln
  • Butter
  • Sahne
  • Kräutersalz
  • rote Currypaste

Los gehts. Erstmal die Kartoffeln in den Topf geworfen und gekocht. Das geht mit Salzkartoffeln oder Pellkartoffeln. Ich pelle Kartoffeln lieber, als sie zu schälen.

Als nächstes einen Becher Sahne mit einem Löffel Butter und einem Teelöffel Kräutersalz kurz aufkochen. Die Kattoffeln in Scheiben schneiden und in die Sahne geben. 10 Minuten köcheln lassen. Unbedingt weiter umrühren, es brennt sonst leicht an. 


Hier endet das Original-Rezept. Etwas Petersilie auf die Kartoffeln auf dem Teller – so schmeckt es bei Oma. Ich habe jetzt noch einen halben Teelöffel rote Currypaste untergerührt. Das war auch sehr lecker. 


Guten Hunger!

Gothic Friday 2016: SchwarzArbeit – Zwischen Beruf und Berufung.

Neues Thema für den Gothic Friday von Spontis – dieses Mal kann ich auch keinen alten Beitrag verlinken, es ist ein komplett neues Thema. Und sehr spannend. Es sind vier Fragen gestellt, die mir das Schreiben etwas einfacher machen.

Welchen Beruf übst du aus oder strebst du an?

Ich habe nach meinem Abitur 2009 eine Ausbildung zur Fachinformatikerin für Systemintegration angefangen. Einige Bewerbungen für den Ausbildungsplatz hatte ich abgeschickt, wäre das nichts geworden, hätte ich wohl Lehramt studiert. Ich hatte aber zum Schluss drei Angebote für einen Ausbildungsplatz.

Weil ich doch ganz gut war, habe ich mit einem Schulkameraden ein halbes Jahr verkürzt und bin seit Januar 2012 staatlich geprüfte Fachinformatikerin.

(Wie) Lassen sich Gothic und Beruf verbinden und ist das überhaupt wichtig?

In meinem Beruf ist das recht einfach. Hätte ich studiert, wäre das wohl anders geworden. Meinen Pfingsturlaub macht mir keiner streitig und auch sonst gibt es wenig Probleme. Es gibt aber irgendwie auch nicht viele Punkte, wo ich das als Problem sehe. Gothic ist ein Teil von mir, ich bin einfach eine Gruftschnecke. Das hört nicht auf, wenn ich mit morgens an der Zeiterfassung einbuche. Wenn ich die Wahl habe, entscheide ich mich für den schwarzen Monitor statt dem weißen – weil ich es schöner finde. Wenn ich Dinge personalisieren kann, dann ist es eher gruftig. Soweit es geht und soweit es die Kollegen auch haben. Viel mehr Berührungspunkte gibt es auch eigentlich nicht. Büro ist Büro, Zuhause ist Zuhause.

Welche Abstriche nimmst du bei deinem Äußeren im Kauf oder würdest du in Kauf nehmen?

Ich trage aus praktischen Gründen keine Röcke oder Kleider bei der Arbeit – dafür krabbel ich zu häufig unter Tische oder steige auf Leitern. Ansonsten schminke ich mich nicht so stark wie zu anderen Gelegenheiten. Was eventuell auch am Zeitdruck morgens liegt. Da kein Kundenkontakt besteht, ist trotz Anstellung im öffentlichen Dienst vieles möglich. Ich bin schon mit sehr bunten Haaren arbeiten gewesen, das fanden sogar viele Kollegen recht schick. Die Schuhwahl ist durch die Auflage, Sicherheitsschuhe in vielen Bereichen zu tragen, recht eingeschränkt. Finde ich aber auch nicht schlimm. Die Wetterschutzjacke mit schicker oranger Schulterpartie… nun ja. Sie hält mich trocken und warm. Das ist hier am Kanal schon von Vorteil. In der Freizeit greife ich da lieber zu dezenteren Schwarztönen.

Welche Vorurteile oder Probleme tauchen im Umgang mit Chefs, Kollegen oder Kunden auf?

Wenige. Wobei mein Job auch eine Männerdomäne ist – ich bin allein mit vielen Männern in der Abteilung. Ab und zu mal ein Spruch, wenn die Haare wieder bunt waren – das aber auch eher freundlich und anerkennenen. Immerhin wusste immer sofort jeder, wer gemeint war, wenn es hieß „die Dame mit den bunten Haaren war hier“ – auch gut. Schwarze Kleidung ist kein Problem, das machen die anderen Metalheads hier ja auch. Ich achte natürlich darauf, welche Bandshirts ich anziehe. Auswahl ist zum Glück in ausreichender Menge vorhanden. Meine Urlaubsvorlieben sind auch akzeptiert – Pfingsten ist nun mal fest. Dafür bin ich dann auch in anderen Ferien oder an Feiertagen bereit zu arbeiten oder Bereitschaft zu machen. Geht alles.

Liebste Ophealia…

Vater,
Sag den Katzen, sie sollen nicht auf meinem Weg gehen
Sag den Katzen, sie sollen mir nichts vorschreiben
Es ist egal was ich vorhabe, was ich sage…
Vater…

Mutter…
Wir leben in wunderschöner Dunkelheit,
ab und an sich schlafend vor der Welt verbergen…
Oh, Mutter…

Vater…
geh mit deiner Tochter heute Abend aus
ich zeig dir meine Welt…

Vater…
sieh mein Licht
Aber wenn wir meine Hölle finden wollen

zeig ich dir, wie sie ist

Ich habe nicht vor, Ihr Licht zu sehen…

Mutter…
Sag den Katzen, sie sollen meine Pfote nicht halten
Sag den Katzen, sie brauchen nicht zu verstehen
Oh, Mutter… Vater…

Oh, Vater…
Wollen wir heute Abend zusammen kämpfen?
Wir zeigen ihnen, was sie fühlen können…
Oh, Vater…

Ich habe nicht vor, Ihre Lüge zu sehen
Aber wenn Sie Hölle mit mir finden wollen
Ich kann Ihnen den Weg jetzt zeigen…

Der Originaltext ist von Lissie – Mother …

ich hab den Text so verändert wie ich glaube, das er auf unser wundervolles Kätzchen passen könnte…

Ophealia… du fehlst uns! <3

Unser 2014.

Ich sitze gerade mit Schokopudding in der tollen neuen Küche, in der wir gestern Silvester feierten. Es ist nicht meine Küche, aber definitiv eine meiner Lieblingsküchen. Also nutze ich doch mal die paar Minuten, die der kleine Wolf mit seinem Papa Blödsinn macht. Kursive Antworten sind vom Grafen. 

Zugenommen oder abgenommen? Erst zu, dann ab. Durch die Schwangerschaft und dann durch die Geburt. – ZUGENOMMEN! Gemerkt durch eine geeichte Waage für Lasten auf Arbeit…

Haare länger oder kürzer? Länger. War vor dem WGT beim Frisör, aber nur für Strähnchen, gar nicht geschnitten. – Länger, weil ich mich entschied, sie nun wachsen zu lassen…

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Kurzsichtig, noch immer die Brille, die ich mir im Juni 2007 ausgesucht habe. – Ich denke sowieso nur von 12-Mittag…

Mehr bewegt oder weniger? Anfang des Jahres noch mehr, als ich dann kugeliger wurde immer weniger – da ging außer Schwimmbad nicht mehr so viel ohne Schmerzen. – Viel bewegung, arbeitsbedingt…

Mehr ausgegeben oder weniger? Weniger als das Jahr davor. Aber genug, Anschaffungen für den kleinen Wolf. – VÖLLEREI!

Der hirnrissigste Plan? Im neunten Monat schwanger ins Legoland zu fahren. – DER HUMMELFELLUMHANG!

Die gefährlichste Unternehmung? Da fällt mir spontan wenig ein. Bis auf andere Autofahrer, die uns gerne von der Straße haben wollten. – CNC-Fräsentechnisch, das mir ein Werkstück spontan von der Maschine flog…

Die teuerste Anschaffung? Der Omniblend. – Skylanders Trap Team, was, welches ich hier nochmal betonen möchte, ich eigentlich nicht haben wollte 😀

Das leckerste Essen? Alles, was ich überhaupt bei mir behalten habe, in der ersten Jahreshälfte. In der zweiten… Raclette an Weihnachten und kurz davor war schon sehr lecker. – Chinesisches Essen im Tam Tam in Harrislee 😀

Das beeindruckenste Buch? Beeindruckend war teilweise das Hypnobirthing-Buch. So viel habe ich sonst auch nicht gelesen. – Die Gruft, Satanshamster Edition

Der ergreifendste Film? Lego Movie! – Guardians of the Galaxie!

Die beste CD? L’Âme Immortelle – Drahtseilakt. – Marc-Uwe Kling – Die Känguruoffenbahrung

Das schönste Konzert? Oomph! auf dem WGT und das Robbie Williams Swing Konzert. – Nicht dieses Jahr…

Die meiste Zeit verbracht mit…? Dem Zirkusbaby. Erst in mir, dann auf mir. Und mit meinem wunderbaren Mann.  – Meiner geliebten Frau

Die schönste Zeit verbracht damit…? Bei Freunden und der Familie zu sein. – Mit guten Freunden in fremden Welten oder eben mit meiner Frau <3

Vorherrschendes Gefühl 2014? Vorfreude auf das Zirkusbaby. – Ich hab hunger…

2014 zum ersten Mal getan? Mutter geworden. – Mit einem Autoren gefrühstückt…

2014 nach langer Zeit wieder getan? Länger als drei Wochen am Stück nicht gearbeitet. – Mit einem guten Bekannten einen getrunken

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? Andere Menschen, die mein Auto kaputt machten; Symphysenschmerzen; Stau. – Arbeit, Arbeit, Arbeit…

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Wir schaffen das als Familie. Sind nicht zu jung. – „Kaufen sie meinen Plunder, ist guter Plunder!“

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? Das Baby, was mir mein Mann geschenkt hat. – Meine Frau hat mir ein selbstgemachtes Kind geschenkt…

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat? „Ja, da ist ein hauchzarter Strich!“ – „Du bist doch schon im 2ten Semester Kryptozoologie, oder?“

2014 war mit 1 Wort…? Traumhaft. – Zweitausendvierzehn

Plötzlich tatsächlich.

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Ende Januar habe ich über mich in zehn Jahren gebloggt. Solche Ideen und Pläne sind ja meistens sehr vage. Aber zumindest einen Punkt muss ich jetzt auf jeden Fall schon überarbeiten. Um mich und den Grafen wird dann auf jeden Fall ein 9-Jähriger Junge toben. Wie es mit dem Rest der Familie aussieht – schauen wir mal.

Der kleine Wolf in meinem Bauch ist auch der Grund für ausbleibende Postings. Erst war mir schlecht, dann habe ich gekotzt und in den letzten Monaten nicht viel angestellt. Wir waren nur zum WGT, die anderen Festivals haben wir uns geschenkt. Nach sechs Jahren das erste Jahr ohne Mera Luna – das war schon komisch. Der Livestream vom NDR hats dann doch aushaltbar gemacht. Mittelalter war dieses Jahr auch nicht viel – MPS Luhmühlen und Marktfrieden, wobei wir da nicht lagerten.

Ab nächstem Mittwoch bin ich dann im Mutterschutz – und wenn der kleine mich lässt, zeige ich vielleicht noch ein paar Bilder vom Dänemark Urlaub. Ein, zwei sind da bestimmt was geworden. Und keine Angst – das hier wird kein Babyblog. Da lasse ich mich an anderer Stelle aus.

Und gerade als ich merkte wie ich fertig mich das macht,
da hatte ich es plötzlich tatsächlich geschafft.
[Muff Potter]

WGT 2014 – Gedanken.

Huch, es sind inzwischen weniger als 30 Tage bist zum WGT. Wie ist das denn passiert? Aber was wäre ein WGT ohne einen Gedanken-Post?

WGT – To Do:

[x] Unterkunft: Ferienwohnung, von der ich nur noch die genau Adresse brauche. Aber das klären wir kurz vorher.
[  ] Outfits: Da wird es sehr leicht dieses Jahr. Schwarz, schlicht, das was mir aus meinem Kleiderschrank noch passt. Ähem. Ich hoffe auf wärmeres Wetter, so dass ich einfach mit Tshirt-Kleidchen rumrennen kann.
[  ] Frisur: Ich werde kurz vorher zum Frisör gehen und mir rote Strähnchen machen lassen. Selber färben ist erstmal gestrichen. Mein Ansatz sieht gruselig aus und um das etwas aufzulockern, gibts Strähnchen. Was noch für Farbe sorgen könnte, wäre die Haarkreide. Wenn ich das bis dahin denn mal getestet habe.
[  ] Nähen: Wohl eher nichts mehr.
[  ] Basteln: Das schon eher. Meine Nerf steampunken oder so.
[  ] Readymade: Vielleicht noch ein neues Shirt bemalen. „Zirkusbaby inside“ oder so.
[  ] Bestellen: Die Karten werden Ende der Woche bestellt, ein oder zwei Kleider haben es mir noch angetan.
[  ] Schuhe: Hauptsache bequem. Pikes, Dr. Martens. Reicht.
[x] Tasche: Noch immer die Eastpack-Schultertasche. Da passt so viel rein und der Schultergurt ist angenehm breit.
[x] Korsetts: Bleiben komplett auf meinem Schrank.
[  ] Kamera: Kommt wohl mit, mal sehen mit welchem Objektiv.
[  ] Make-Up: Ist dann wohl das einzige, wobei ich mich richtig austoben kann. Freu ich mich drauf.

Zu meiner Vorbereitung neben der Spotify-WGT-2014-Liste gehören die Blogs von Shan Dark und Spontis, speziell dieser Artikel hier: 15 Tipps fürs WGT auf dem schwarzen Planeten. Bei Robert stöber ich gerne in alten Berichten, Vorfreude-Artikeln und Spontis-Family-Berichten.

Was ich mir da schon so rausgelesen habe:
– Frühstück oder Brunch im 100Wasser
– Frühstück im Café Stein – dort tobt ein Großteil der Twitterconnection gerne rum, soweit ich mich erinnern kann.
– Frühstück oder auch so mal im Café Puschkin essen
– Natürlich Pizza im Rizzi! Da waren wir bisher jedes Jahr.
– Außerdem muss das neue Zuhause der Absintherie Sixtina begutachtet werden.

Warum ich so viele Möglichkeiten für Nahrungsaufname poste? Damit ich jetzt mal ein paar Antworten parat habe, falls wir nicht wissen, wo wir hin sollen. Vermutlich brauche ich sowieso mehr Pausen als die letzten Jahre, also – aufgeschrieben, gemerkt!

Es kribbelt schon sehr. Ich freu mich darauf, wenn das Program draußen ist und ich planen kann. Von den Bands gibts bisher viel, was ich vielleicht gerne sehen würde. Unbedingt mit Ausrufezeichen sind es zwei. Wahrscheinlich spielen die dann auch noch parallel. Aber – so ist das nun mal mit dem WGT. Am meisten freue ich mich eh darauf, meine ganze geliebte Bande Gruftschnecken zu treffen, die ich das Jahr über nur im Netz lese. <3

Vor fünf Jahren.

2009 habe ich mein Abitur gemacht. Am 18. Juni war meine mündliche Prüfung. Das ist jetzt 5 Jahre her. Wenn man mich damals gefragt hat, wie ich mir mein Leben in fünf Jahren vorstelle, habe ich viel erzählt. Jetzt – fünf Jahre später – kann ich nur sagen: Mein Leben ist schöner, als ich es mir je erträumt habe.

Es war Sommer, ich hatte sechs Wochen freie Zeit vor mir, bevor meine Ausbildung anfing. War seit einem Monat Single, kannte mehrere interessante Menschen, bei denen mein Interesse nicht nur einseitig war. Es war ein toller Sommer, mit Urlaub, Festivals, Freunden, Sonne und Zeit. Die letzten sechs Wochen, die ich bisher nur für mich hatte.

Vor fünf Jahren sagte ich, ich wünsche mir für jetzt einen Job, wenn möglich mit Aussicht auf Festanstellung. In Hamburg, Kiel oder weiter weg. Eine schnuckelige Wohnung, nur für mich. Einen liebevollen Menschen an meiner Seite. Eine Katze, wenn möglich. Ein kleines Auto. Freunde, die mit mir zu Festivals fahren.

Einige Dinge hatte ich zwischendurch. Zwei Katzen in der WG, eine 13-monatige Beziehung, im ersten Jahr auch noch regelmäßige Treffen mit Freunden aus der Schule, Festivalbesuche, Urlaube. Davon blieb nur ein Teil. Vieles musste erstmal kaputt gehen, bis etwas Neues entstehen konnte. Einiges pausierte für die Zeit der Ausbildung, anderes schlief komplett ein.

Und jetzt? Jetzt bin ich mit dem tollsten Mann der Welt verheiratet, habe unser Zirkusbaby im Bauch, bin Katzenmama, festangestellt im öffentlichen Dienst, fahre einen Kombi, wohne mit meinem Mann zusammen in einer wundervollen Wohnung, bin regelmäßig mittelaltern, lebe wieder in Meldorf, treffe regelmäßig Freunde, habe über Twitter tolle Leute kennengelernt, blogge auf 5 verschiedenen aktuellen Blogs (und habe damit wohl tatsächlich teilweise mehr Leser als die Mitschüler, die Journalismus studieren…), mache Fotos, fahre zu Festivals, liebe unsere Szenen und genieße einfach das Leben.

Das hätte ich absolut nie gedacht. Es macht mich unfassbar glücklich und ich genieße nahezu jede Sekunde. Es kommt oft anders, als man denkt. Das ist verdammt gut so.