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30 Day Music Challenge

Hier also nun die erste Hälfte meiner Herrausforderung:

Tag 1.: Ein Song den ich mag mit einer Farbe im Titel

Stillste Stund ~ Licht frisst Stille, Schwarz frisst Licht

Großartig! Bei dieser Band habe ich stets wieder und wieder Gänsehaut.

Tag 2.: Ein Song den ich mag mit einer Nummer im Titel

In Extremo ~ Sieben Köche

Hierbei fiel es mir echt schwer etwas zu finden… Das Lied habe ich oft gehört als ich noch Koch werden wollte…

Tag 3.: Ein Song der mich an den Sommer erinnert

First Aid Kit ~ My Silver Lining

Überstunden, Sommer, Entscheidungen… eben nicht die leichte Rolle…

Tag 4.: Ein Song der mich eine Person erinnert, die ich lieber vergessen würde

Versengold ~ Frey und vernarrt

So manches mal verfolgt mich das noch…

Tag 5.: Ein Song der LAUT gespielt werden MUSS

The Living Tombstone ~ Die in a Fire

Der Titel sagt alles, Wut rauf, Lautstärke rauf, alles rauslassen

Tag 6.: Ein Song zu dem ich tanzen möchte

Fredrik Georg Eriksson ~ The Woodwork

Jedesmal wenn ich von der Arbeit komme 😀

Tag 7.: Ein Song zum fahren

The Black Eyed Peas ~ Meet me Halfway

In GTA V ein Muss zum Fahren für mich

Tag 8.: Ein Song über Drogen und Alkohol

Knasterbart ~ Mein Körper ist ein Tempel

So ist es halt bei Wikingern… 😀

Tag 9.: Ein Song der mich glücklich macht

Percival Schuttenbach ~ Drink Up, There`s More!

Ein Satz, der mich bei guten geistigen Getränken immer sehr glücklich macht!

Tag 10.: Ein Song der mich traurig macht

Finn Seliger ~ Ein bisschen mehr Enthusiasmus (Deponia)

Erinnert mich an meine verstorbenen Vorfahren 

Tag 11.: Ein Song dem ich nie überdrüssig werde

Sonny Rhodes ~ The Ballad Of Serenity

Wer hat nicht den Wunsch mit einem Raumschiff einfach von hier abzuhauen und frei für sich zu leben?

Tag 12.: Ein Song aus der Zeit in der ich zwischen 9 und 12 Jahre alt war

Donkes Kong Country ~ Mining Melancholie

Ohrwurm, stets und ständig, ich weiß nicht wie oft ich diese Level gespielt habe…

Tag 13.: Eines meiner Lieblingssongs aus den 70er

Westernhagen ~ Johnny Walker

Das war vor meiner Zeit schon großartig

Tag 14.: Einen Song den ich gerne auf meiner Hochzeit hören würde

KONGOS ~ Come with me now

„KOMM MIT! ODER MUSS ICH DICH ERST HEIRATEN?!“

Tag 15.: Ein Cover-Song eines anderen Künstlers

Lissie ~ Mother (Danzig Cover)

Ophealia…<3

Die Prinzessin und ihre Ohrstöpsel.

Ich gehe bekannterweise gerne auf Konzerte. Oft, laut, drinnen, draußen, alleine, mit Freunden oder Familie. Seit ziemlich genau drei Jahren befinden sich Stöpsel in meiner Tasche. Ich kann und will bitte nie wieder ohne. Zuerst trug ich normale Oropax, bekam dann zu Weihnachten als kleines Geschenk von den Schwärmern etwas komfortablere. Nach dem Konzert gestern überlege ich jetzt, mir vielleicht noch ein Paar etwas bessere anzuschaffen.

Wir waren gestern in den Flens-Arena bei den ärzten. Großartiges Konzert, viel Blödsinn – war ein sehr toller Abend. Aber schon nach den ersten Klängen tat es mir in den Ohren so weh, dass ich mir mit der einen Hand das Ohr zur Bühne hin zuhielt und mit der anderen panisch die Stöpsel aus der Tasche fischte. Meistens warte ich ein paar Minuten ab, bevor ich entscheide ob ich sie trage. Diese Entscheidung war gestern sehr schnell gefällt. Ohne hätte ich vermutlich sehr viel weiter nach hinten gehen müssen, wenn nicht sogar ganz raus. Meine Schwestern und mein Vater waren beide der Meinung, es wäre nicht sonderlich laut gewesen. Nun ja. An manchen Tagen bin ich tatsächlich sehr viel lärmempfindlicher als an anderen. Vielleicht war gestern so ein Tag.

Durch die Ohrstöpsel höre ich die Musik zwar gedämpft, aber ohne Schmerzen und ich verstehe trotzdem alles. Den Bass im Magen fühle ich ja sowieso. Ich kann nur sagen: Vielen Dank an den Erfinder. Und: Warum muss Musik bei Konzerten so abartig laut sein?

Mein WGT 2013.

Drei Wochen ist es jetzt schon her. Oh man. Die Zeit verging viel zu schnell. Aber es war so schön! Dieses Jahr habe ich für Festivalhopper geschreiben und meine Berichte sind dort auch zeitnah online gegangen.

Freitag stand im Zeichen der Anreise. Wiederkehren. In Stimmung kommen.

Samstag war irgendwie nass. Aber gemütlich.

Sonntag fand das Spontis-Family-Treffen statt. Und es wurde im Tüllmonster getanzt.

Montag = Abschiedstag, obwohl wir bis Dienstag geblieben sind.

Fotos habe ich fast keine gemacht – war auch mal schön. Trotdem finde ich es schade, jetzt keine zu haben. Naja, nächstes Jahr wieder.

Morgen in einem Jahr ist es schon wieder so weit. Ich freu mich drauf <3

Oswald Henke, Chris Pohl, Sven Friedrich, Honey – einer ist immer über.

Es gibt da so eine These, die ich vor knapp 3 Jahren aufgestellt habe und die mich nicht mehr los lässt. Mal sehen, wie ich das möglichst verständlich formuliert bekomme.

Hauptbestandteil dieser These sind die Herren Oswald Henke (Mastermind von Goethes Erben, Henke, fetisch:Mensch, …), Chris Pohl (BlutEngel, Terminal Choice, …), Sven Friedrich (Dreadful Shadows, Zeraphine, Solar Fake, …) und Honey (Welle:Erdball, Funkhausgruppe, Homo Futura). Alles irgendwie Grundbausteine der Gruftmusik. Der aktuellen wie auch der älteren Gruftmusik.

Meine Abneigung gegenüber Chris Pohl ist ja schon, ähem, einige Male deutlich geworden und wer mich mal zu einem Festival begleiten durfte, kennt meine Kommentare. Nun. Genau das kenne ich auch von anderen zu den drei anderen oben aufgeführten Herren. Ich stelle damit jetzt mal eine These auf:

Man kann sie nicht alle mögen – einer muss immer die Anti-Person sein.

Dabei ist es nicht zwangsläufig die Person, vielleicht auch die Musik. Oder umgekehrt. Muss das einfach so? Braucht man eine Art Feind in der eigenen Szene? Ich weiß es nicht. Aber mich würde interessieren, wie das so bei anderen ist. Es gibt noch einige Musiker, die vielleicht mit in die Aufzählung passen würden, wie Thilo Wolff oder Thomas Rainer. Aber ich denke, die vier Herren oben reichen erstmal. Die Festivalsaison beginnt ja bald, ich werde mich weiter umhören. Mal sehen, was für Meinungen mir noch begegnen werden.

(Aus taktischen Gründen habe ich den Grafen von Unheilig aus dieser Behauptung ausgeklammert – damit wäre meine These ja von Anfang an bestätigt gewesen.)

Meine Liebe zur Musik.

Es gibt so Momente, in denen vieles in den Hintergrund rückt. In Vergessenheit mag ich nicht sagen. Aber halt nicht mehr auf der Prioritätenliste ganz oben. Und dann ganz plötzlich, wenn es vielleicht schon am Ende der Liste steht, erinnere ich mich wieder. Dann passiert immer etwas Wunderbares: Ich verliebe mich neu. Quasi. Auffrischen alter Liebe kann man das nicht mehr nennen, das ist einfach ein anderes Gefühl. Mir geht es sehr, sehr häufig mit Musik so. Ich höre jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit Radio. Ist ja eigentlich nicht verwerflich, aber quält meine Ohren doch manchmal sehr. Auf der Rückfahrt von der Arbeit bin ich meistens aufmerksam genug, um vor der Abfahrt noch meine Musik anzuschließen. Aber auch das habe ich lange schleifen lassen. Bis letzte Woche.

Eigentlich bin ich ziemlich tolerant, was Musik im Auto oder auf der Arbeit angeht. Eigentlich. Bis ich jetzt mit Welle Nord konfrontiert wurde. Das ist eigentlich immer nur zu Weihnachten nötig, wenn ich bei Oma den Baum aufstelle. Dann ist sogar Welle Nord aushaltbar, weil viele Weihnachtslieder gespielt werden. Momentan nicht. So gar nicht. Ich wusste nicht, wie viel schlechten deutschen Schlager es wirklich gibt. Mein Kollege meint, es würde ihn entspannen. Mich macht es unglaublich angespannt. Ich achte auf die Texte und meine Nackenhaare sträuben sich.

Das Resultat: Ich höre wieder mehr Musik. Meine Musik. Im Auto. Im Schwimmbad. Am Pc. Und entdecke meine Musik wieder neu. Ein paar Bands habe ich vor Jahren sehr geliebt, dann aber links liegen gelassen, weil Exfreunde sie mir schlecht geredet haben. Damit ist es jetzt Schluss. Ich höre mich durch Musik, die ich ewig nicht gehört habe. Die natürlich noch Erinnerungen gespeichert haben. Versuche aber, diese langsam abzulegen und die Musik wieder als Musik zu sehen. Das ist sie ja schließlich. Aktuelles Beispiel: Samsas Traum. (Nur und ausschließlich die Musik. Den Kaschte kann ich einfach nicht mehr ernst nehmen.) Es werden da noch ein paar andere Bands folgen, denke ich.

Wie verrückt. Jetzt führt mich Welle Nord zurück zu meiner Lieblingsmusik. (Blutengel werde ich deswegen trotzdem niemals mögen. Das hat mir keiner mies gemacht, das ist und bleibt einfach unglaublich schlecht.)

Generationsgedanken.

Gestern Abend sprach ich mit meinem Vater über die Konzerte, auf denen wir in den letzten Wochen waren. Zum einen ASP in Kiel, zum anderen Kettcar in Hamburg, sowie Basta in Brunsbüttel. Seine Kollegen kannten die Bands fast alle nicht. ASP – okay, verständlich. Kettcar – bitte?! Hier in Norddeutschland ist doch quasi jedes Lied irgendwie eine Hymne geworden. Zumindest „Deiche“ oder „Landungsbrücken raus“ werden beim Hören dann zum Glück noch erkannt. Basta – da verstehe ich das. Diese Band findet man ja quasi auch nur, wenn man sich mit der Materie Acapella beschäftigt.

Aber ganz ehrlich? Das finde ich traurig. Wie kann man sich denn eigentlich mit der normalen Radio-Musik abfinden? Mit der geringen Anzahl von Stücken und Bands, die dort gespielt werden? Was ist mit dem Abenteuer, wenn man eine interessante Band entdeckt, mehr wissen möchte, recherchiert, Musik hört, sie live sehen möchte? Das tolle Gefühl, wenn man einen Song endlich einer band zuordnen kann?

Musik macht mich glücklich. Genau diese kleinen oder großen Glückserlebnisse, wenn man ein neues oder altes (endlich gefundenes) Album in den Händen hält und hören kann. Egal wie traurig die Musik sein mag, sie macht mich trotzdem glücklich. Zufrieden. Ausgeglichen.

Umso trauriger bin ich, wenn ich überlege, was ich so alles verpasst habe. Goethes Erben live. Depeche Mode in der Anfangszeit. LP-CD-Tauschbörsen. LPs an sich! 80er. Veranstaltungen, die ich nur vom Schwärmen der älteren Freunde kenne… Weil ich zu jung bin. Als ich das meinem Vater erzählte, fing er an zu überlegen und sagte dann, dass er auch vieles nicht mitbekommen hat. Weil er zu alt ist. Festivals zum Beispiel. Oder wirklichen Gothic Rock in seiner Jugend. Auf Konzerten war er schon immer viel, aber die Gruftie-Konzerte hat er jetzt erst durch mich entdeckt.

Das machte mich doch nachdenklich. Eigentlich erlebe ich wirklich viel. Viel, was früher nicht möglich gewesen wäre. Hier auf dem platten Land würde ich ohne die Verbindung über das Internet vermutlich kaum was mitbekommen. Über Freunde, ja. Aber auch nur in einem gewissen Kreise. Also freue ich mich, wenn ich mir Geschichten anhören darf, die sie erzählen und genieße es doch auch, wie einfach ich es jetzt habe. Vorallem: Wie cool ist es bitte, mit seinem Vater zum Rammstein- oder ASP-Konzert zu gehen?