Archiv der Kategorie: Live

Der kalte Krieg

Wir macen Uns auf den Weg… Es ist ein langer Weg… Die Versammlung der besten Kämpfer des Landes wurde einberufen. Wir packten Unsere normale Ausrüstung zusammen. Egal was passieren würd, Wir sind vorbereitet. Zu Uns werden die vier Komandanten sprechen; Welle:Erdball.

Deutschland ist im Krieg, so viel wissen Wir. Zwar sind Wir momentan einem Schatz auf den Fersen… Aber wenn man nach Uns verlangt, versuchen Wirs ja einzurichten. Wollen doch mal hören, was Käpt’n Honey zu sagen hat.

 

Der Adel ist unterwegs…

Coppelius Hilft!

Wir schreiben das Datum des 22.01.2012. Es ist ein Sonntag an dem ein Konzert von Coppelius stattfinden soll. Aber…ich greife vor…

Nachdem ich aus der Dusche trat betrachtete ich mein Spiegelbild…ich sollte mir den Bart stutzen, damit es ein wenig „Chick“ in die Sache bringt. So nahm ich mein Barbiermesser und gab dem ganzen Form. Mit ein wenig moralischer Unterstützung zog ich mich an und machte ich mich dann fertig. Schick wollt ich zum einen sein, weil ich mit meiner Liebsten und Ihrem Herrn Vater Essen gehen wollten. Und zum zweiten wollte ich nicht wie ein Penner, man verzeihe mir den Ausdruck, bei einem Coppelius-Konzert sein. Wie gesagt, ich hatte mich soweit zurechtgemacht und machte mich auf den Weg zum Restaurant. Um etwas vorzugreifen, ich war zu spät. Dank der freundlichkeit der Öffentlichen Verkehrsmittel. Ich wurde unter aller Kanone behandelt…aber lassen Wir das…

Das Essen war schön, ich hatte meine Liebste lange nicht gesehn…Ihre schönen Augen…Ihr Lächeln…ich schmolz nur so dahin, hatte demnach Mühe, mich mit anstand auf der Stuhl zu halten. (Zum Glück bekam ich kein Nasenbluten…) °Hust° Nun ja. Nach dem Essen und einigen schönen Gesprächen sollte es für die Beiden Heimwärts gehen und für mich zu Coppelius.

Ich war auch pünklich zum Einlass um 20 Uhr da. Ich ging am Verkaufsstand vorbei und wurde herzlich begrüßt. „Guten Tag, mein Herr, darf ich Ihnen was zeigen?“ Entgegnete mir Fräulein von Talermark. Ich fragte nach diversen T-shirts, doch sollte es für diesen Moment nicht mein Glück sein. Ich kaufte stattdessen die beiden Gazetten, die ich immer schon bestellen wollt, und 2 der letzten 3 Stofftaschentücher, die noch da waren. Vorerst werden keine mehr produziert. Und ich finde die so klasse! Nachdem ich also meinen Einkauf getätigt hatte auf in die Halle, ich wollt gern ganz vorn sein…

So war es dann auch. Ich stand in der Mitte! Ganz vorn…ich legte meinen Zylinder ab…auf die Fläche wo stand „Bitte keine Getränke draufstellen“ stand.  Dieser Teil schien wohl zur Bühne zu gehören. Provokativ und um zu sehen, wie Sie reagieren, frech den Hut dahingelegt.

Um 20:30Uhr dann kam „Cellolitis“ auf die Bühne. Eine „Ein-Mann-Band“ der aber gehörig was auf dem Kasten hatte. Mit einem Gerät, wo Er ständig drauftrat, könnte Er gespielte Passagen aufnehmen und in dauerschleife wiedergeben. Großartig! Sowas hatte ich Live nie gesehen. Nach einer zu kurzen halben Stunde und Gefühlsschwankungen zwischen Träumen und Rocken dann ging Er von der Bühne. (Mit Le Comte Caspar hat Er ein Stück gespielt, das, hätte ich ein Bild dazu zeichnen sollen, ein See im Nebel wär…)

Der langersehnte Moment war gekommen! Coppelius traten auf die Bühne. Bzw. Ihr Butler, der erstmal etwas Staub wischte…Dann kamen die Herren hinterher. Wahnsinn! Und ich vorne, Mitte! Nach zwei Titeln die Sie spielten machte Le Comte Caspar Ihren Butler doch darauf aufmerksam, das mein Hut doch auf der Bühne läge…Kurzerhand nahm Butler Bastille MEINEN Hut und setzte Ihn galant auf den Garderobenständer der Bühne. Mein Hut, bei den großen Hüten der Herren mit dabei! Man, was bin ich stolz!

Nach einigen zauberhaften Performances sollte dann eine Kerze entzündet werden und es wurde nach Feuer gefragt. Wozu ich immer Streichhölzer bei mir trage? Ganz einfach; für solche Momente! Gut, ich reichte Ihm mein Zippo, weil ich nich so schnell an meine Streichhölzer gekommen wär. Nach kurzen wühlen in meiner Hosentasche bot ich Ihm diese auch an. Butler Bastille fragte mich ganz neugierig:“Ist das eins dieser neumodischen Dinger?“ und drehte mein Feuerzeug in den Händen.

Bei dem Lied „Damen“ bekam Bastille dann eine Gerbera. Nachdem Er Uns mit den Blütenblättern bewarf biss Er der Blume den Kopf ab, zer…kleinerte es ein wenig und spuckte den Rest auf die Bühne. Geniale Aktion, wenn auch ein wenig eklig. Zum Lied „Time-Zeit“ suchen die Herren sich ja immer einen aus, der auf die Bühne kommt. Was war ich Überrascht, als Bastille mich auswählte…MICH! Ein Traum! Bei meiner absoluten Lieblingsband auf der Bühne stehen und mitmusizieren…gut. Man schlägt da Oben nur einmal auf die Triangel…aber es ist ein Teil des Liedes. Wosch! Ich war total geflasht. Er fragte nach meinem Namen, stellte mich vor und bedankte sich, nach getaner „arbeit“ mit einer Verbeugung. Sowas…und das mir…

Zu „Ade, mein Lieb“ fing ich an zu Träumen…da Wir alle saßen legte ich meine Arme auf die Bühne, da wo vorher mein Zylinder lag. Auf diese legte ich meinen Kopf…um zu träumen…von meiner Liebsten träumte ich…von Ihren bezauberndem Lächeln…Ihrer zarten, glatten Hand die sanft über mein Gesicht streicht…und vor allem…ich träumte Sie zu mir. Nichts, aber auch garnichts hätte diesen Abend schöner gemacht, als Sie an meiner Seite zu haben…

Ich machte Bastille auf meinen fehlenden Hut aufmerksam und Er wurde mir promt gereicht. Da kam mir eine Idee. Wenn der Hut doch schon bei Ihnen war, wird doch auch eine Unterschrift darin möglich sein, oder? Ich sprach Graf Lindorf und auch Sissy Voß darauf an. Beide willigten ein. Mit großen, läuchtenden Augen wartete ich also. Herr Caspar unterschrieb und Herr Lindorf tat es Ihm nach. Die anderen sollte ich noch im Konzertsaal finden. Auch Max Coppela, Sissy Voß und Butler Bastille unterschrieben. Herr Coppela und Herr Voß gingen schon vor und ich wartete noch auf die vollendigung der Unterschrift von Bastille. Ich bedankte mich höflich und kehrte mich zum gehen um, da sprach Er mich an. „Komm gut Heim…und einen schönen Abend noch…“ – „Ja, Herr Bastille, das wünsch ich Ihnen auch, es war gorßartig!“ – „Vielen Dank, Herr“  Geflasht zog ich von dannen…das war so dieser Moment wie in Filmen, wenn einer von zu Haus auszieht und von einem Freund gesagt bekommt „Pass gut auf Dich auf…“ *.*

Es gibt an dieser Stelle wohl nurnoch eins für mich zu sagen.

Coppelius Hilft!

Festival-Dilemma.

Tja, da haben wir’s jetzt. ASP spielen beim Deichbrand. Da wollte ich doch nie wieder hin. Ihr erinnert euch an meinen Eintrag? Sonst einfach ein bisschen zurück blättern. Mein Kopf fängt schon jetzt an, das Bild des Festivals umzuzeichnen. Wenn man mit einem größeren Auto fahren könnte und darin übernachten könnte? Dann wäre es eventuell doch machbar. Also Karte kaufen und zur Not kurz vorher für viel Geld verkaufen? Kann ich das nächstes Jahr überhaupt? Fest steht für mich, dass es zu viele Festivals in diesem Jahr waren. Zu wenig Erholungszeit. Ich werde ja auch älter… Aber genau da liegt auch wieder das andere Problem. Wie viele Jahre mache ich das noch? Kann ich das noch? Also vielleicht doch lieber alles an Festivals mitnehmen, was geht. Wer weiß, wie viele Jahre ich das so frei noch kann.

Die Planungen für nächstes Jahr sind natürlich auch schon am Laufen. WGT und Amphi sind eigentlich so gut wie sicher. Beides mit Unterkunft. Beim WGT werden wir es wieder über das WGT-Forum probieren. Für das Amphi habe ich schon jede Menge Pensionen angeschrieben. Warum die meisten Inhaber mir entweder gar nicht antworteten oder schrieben, sie vergeben noch nicht für 2012, ist mir rätselhaft. Abwarten. (Oder wenn jemand ein schnuckeliges Zimmer zum Zeitpunkt des Amphis zu vergeben hat – gerne melden!)

Ich möchte mir nächstes Jahr eine Jahreskarte für das MPS kaufen. Rastede war so schön, da geht’s wieder hin und statt HH-Bahrenfeld gibt es ein Wochenende in Hohenlockstedt – sehr viel näher dran und schöner. Dann noch mindestens einen Tag nach Öjendorf und das Ticket habe ich wieder drin. Vermutlich werde ich auch das erste Mal seit 2008 nicht zum Mera sondern nach Sierhagen zum MPS. Aber so genau werde ich erst planen, wenn ich weiß wie es nächstes Jahr weiter geht. Das steht alles noch in weit entfernten Sternen. Vielleicht gehts ja auch ganz woanders hin. Wer weiß das schon?

Deichbrand 2011 – das war grauenvoll.

Bin wieder da. Nach einer Dusche und Schlaf im kuscheligen Bett geht es mir auch wieder viel besser. Es wird keinen ausführlichen Festivalbericht geben. Das hier wird ein reiner Meckerpost. Weil es nötig ist. Vorweg: Ich war noch nie auf einem Festival, welches so schlecht organisiert war. Einfach grauenvoll. Vermutlich kommt das jetzt so rüber, als wenn ich völlig abdrehe. Aber mal im Ernst – nach Duisburg bekommt jedes Festival jede Menge neue Auflagen und hier ist alles viel schlimmer als es bei den anderen überhaupt jemals nur ansatzweise so war? Da kann doch was nicht stimmen!

Ich habe einfach mal den Geländeplan mit Nummern versehen. Macht das Erklären etwas einfacher. Fangen wir einfach mal bei meiner Nummer 1 an: Green Camp. Eigentlich ja eine ganz feine Sache. Nur – es war nicht dort, wo es eingezeichnet ist. Sondern bei der zweiten eins, hinter der Autobahn. Fußweg bestimm 20 Minuten, mit Gepäck 30. Dahinter befand sich auch der Parkplatz Südost – von deren Existenz keiner wusste. Als die normalen Campingplätze voll waren, wurden alle Camper wieder zurück zum Green Camp geschickt. Nett, oder? Das einzige positive daran war eigentlich, dass sie an allen vier Seiten des Camps 7 Dixis und zwei Toilettencontainer hatten. Abgesoffen sind sie wohl auch dort. Weiter mit Nummer 2: Parkplatz. Wir sind auf Parkplatz Süd gelandet und hatten damit ziemlich Glück. Der Weg zum Camp war okay, wir haben allerdings auch nicht allzu weit auf dem Gelände gezeltet. Allerdings versank der Parkplatz Sonntag dann völlig im Matsch. Gegen das Wetter kann natürlich keine Festival-Orga was unternehmen – aber wenn schon Holzspäne an matschigen Stellen verteilt werden – warum dann nicht auch an der Stelle direkt vorm Eingang? Es sind dort sooo viele Autos stecken geblieben. Möchte nicht wissen, wie das Montag war. Die Holzspäne waren übrigens eine hervorragende Idee! Allerdings auch irgendwie die einzige. Der Parkplatz war noch dazu fast komplett dunkel. Dunkel. Matsch. Juchu. Aber auch ohne Matsch – einen komplett dunklen Parkplatz ohne Hinweistafeln zum Eingang/Ausgang – bedenklich. Nummer 3: Unser Camp. Ungefähr dort haben wir gecampt. Direkt am Weg, kurz vor Ende des Campinggrounds. Dahinter fing ein Maisfeld an. Wir bauten unsere Zelt auf einem Stoppelfeld auf. Sandboden. Jegliche Heringe sind bei leichtem Luftzug aus dem Boden geflogen. Es hat gestürmt ohne Ende. Nachdem mir Samstagmorgen das Zelt um die Ohren geflogen ist, habe ich abgebaut und die Nacht darauf im Auto geschlafen. Es war sowieso abartig laut auf dem Campinggelände. Und auch hier komplett dunkel. Keine Scheinwerfer, nichts. Nummer 4: Einlass Gelände. Wir hatten die Wahl unten um das Gelände über den Campingplatz zu gehen oder oben rum auf befestigtem Weg. War ungefähr gleich weit zu laufen. Bei den großen Bands war ich überall schon vorher af dem Gelände – ich möchte nicht wissen, wie lang die Schlangen am Einlass sonst waren. Es waren vier oder fünf Schleusen dort. Daneben ein Ausgang der ungefähr 3m breit war. Gedrängelt wurde schon bei wenig Andrang. Das war alles andere als schön. Die Ordner haben eigentlich nur nach den Bändchen geschaut, abgetastet wurde ich nicht einmal. In die Taschen schaute man nur am Anfang. Also hatten auch quasi alle Besucher nicht nur die erlaubten Tetrapaks sondern auch jede Menge Dosen mit auf dem Gelände. Nun ja. Nummer 5: Weg zum Parkplatz. Hinter dem Gelände mussten alle Besucher lang, die zum Green Camp wollten, zu den Parkplätzen oder zum normalen Campingplatz. Der Weg war meist 2m breit, an einigen Stellen durch Bauzäune aber auch mal eben nur 1m. Geschiebe und Gedränge, vorallem am Sonntag, weil die Müllsäcke für den Müllpfand am Eingang Nord abgegeben werden sollten. Warum haben sie die paar Nightliner nicht einfach zwei Meter weiter gestellt? Verstehe ich einfach nicht. Platz war dort defintiv genug. Außerdem war der ganze Weg komplett unbeleuchtet. Es war einfach stockdunkel. Nebenan gleich ein Feld. Das geht einfach gar nicht! Parklplätze und Campingplätze nicht zu beleuchten ist eine Sache – aber den Weg? Gerade bei den ganzen stockbesoffenen Menschen halte ich das für ein sehr großes Risiko. Nummer 6 &7: Toiletten & Duschen. OMG. War das ekelhaft. Es gab für den ganzen Campingplatz 20 Dixis. Plus 6 Container auf dem Festivalgelände. Die Container, die es auch beim Mera gibt und die dort immer recht gut sauber gehalten sind und an denen sich dort praktische Schlangen bilden. Das war hier aufgrund des fehlenden Platzes einfach nicht möglich. Unbeleuchtet waren sie auch. Außerdem sind diese Container in den ganzen Tagen nicht einmal sauber gemacht worden. Bei Schlamm und Regen sahen sie dann nachher auch dementsprechend aus. Wenigstens die Dixis wurden ab und an gereinigt – aber bei der geringen Zahl für knapp 14.000 Camper hat das nicht viel gebracht. Ich weiß nicht, ob es noch irgendwo weiter hinten auf dem Campingplatz Dixis gab – gesehen habe ich keine. Selbst auf dem Hörnerfest waren mehr Dixis! Noch nie habe ich mir so sehr gewünscht, ein Mann zu sein. Die sind dann immer schnell ins Maisfeld. Während wir Damen die 10 Minuten zu den Dixis laufen durften. Ich habe auch noch nie so viele männliche Geschlechtsteile gesehen. Man dreht sich natürlich kackfrech um, wenn man direkt neben unserem Camp an den Zaun pisst. Bäh. Duschen kosteten noch mal 2€ – finde ich schon ganz schön dreist. Die Karten sind schon teuer genug geworden – okay, im Vergleich zu andere Festivals war das eher günstig, aber trotzdem! Dann soll doch die Karte einfach 5€ mehr kosten, dafür dann bitte mehr Klos und kostenlose Duschen! Nummer 8: Festivalgelände. Es war irgendwie ziemlich klein. Bei guten Wetter hätte sich das Glände bestimmt gut zum chillender Weise Bands hören geeignet. War ja aber nicht. Ungefähr da, wo meine 8 gelandet ist, war das größte Nadelöhr. Nach In Extremo wollte ich zu den Toiletten – und bin dort fast zerquetscht worden. Alle drücken von vorne, von hinten, von den Seiten. Noch dazu mega besoffene Spacken rundherum. Kurz vor Panik habe ich es dann doch an der Seite rausgeschafft. Mit einer geschickt platzierten Schleuse um den Ein-/Ausgangsbereich etwas zu trennen, wäre das nicht passiert.

Noch ein paar allgemeine Gedanken, dann höre ich auch auf.

Security: Es gab unheimlich viel Security – nur kaum jemand mit Ahnung. Wenn man eine einfache, berechtigte Frage stellte, wurde man schon angeraunzt dafür. Kompetenz? Kaum vorhanden. Eingänge wahllos öffnen und schließen und dann die Besucher anpampen, warum sie denn falsch gehen. Toll.

Eingang: Personalausweis! Warum denn das? Meine Schwester hatte ihren nicht mit – aus Angst vor Schusseligkeit das Ding zu verlieren. Ihr wollten sie erst gar kein Bändchen geben. Zur Alterkontrolle – meinetwegen. Aber dann hätten sie ihr ja beide Schnippsel abschneiden können und sie quasi als „unter 16“ reingehen lassen können. Nun ja. Bisschen diskutiert und sie hat ihr Band bekommen. Es steht btw nicht auf der Homepage, dass der Perso gebraucht wird. Hatte ich bisher auch noch nie. Die Alterskontrolle über die Bändchen ist auch eher nicht passiert. Es reicht immer, wenn die Ordner kurz das Orange gesehen haben.

Polizei: Schön, dass so viel Polizei vor Ort war. Aber müssen sie mit ihren Pferden wirklich über den Campingplatz und aufs Festivalgelände? Die Tiere waren unheimlich nervös und es war wirklich sehr anstrengend für sie. Muss dass denn sein? Eines der Pferde hatte sich auf dem Campingplatz mit dem Huf im Absperrband verheddert – man merkte, wie es panischer wurde. Auch am Sonntagabend sind sie mit den Pferden auf dem Gelände gewesen – beim Soundcheck für Die Happy. Zum Glück nur ganz kurz.

Menschen: Ich bin noch nie so oft und so dumm angemacht worden, wie an diesem Wochenende. Ich habe blaue Haare – na und? Wayne? Es waren so viele Besoffene unterwegs – die teilweise nicht mal mehr stehen konnten. Das war echt bäh. Grufties trinken irgendwie immer nur so viel, dass sie auf ihren Plateauschuhen noch laufen können. Das Publikum war Szenemäßig sehr gemischt – vereinzelt Grufties, Metal, Alternative, Indie, Rock, Hip-Hop – trotzdem wurde verdammt viel gelästert. „Wie scheiße siehst du denn aus?“ – „Geh nächstes mal außen rum, so was Hässliches soll nicht vor unserem Zelt laufen!“ – „Kommst du vom Friedhof, oder was?“ Ging nicht alles gegen mich, einfach aufgeschnappt.

Ach ja, Bands waren auch da. Gesehen habe ich Freitag kurz Frida Gold – tolle Stimme! Donots – gerockt. Bullet for my Valentine – viel zu leise. Samstag: Bosse – großartig wie immer! Kettcar – einfach hach. In Extremo – mein Highlight, auch wenn sie zehn Minuten vor angekündigtem Beginn angefangen sind und ich deswegen zwei Lieder nur auf dem Weg hören konnte. Pennywise – fand ich schlecht, habe nur ganz kurz reingehört. Guano Apes nur gehört – war irgendwie auch nicht so. Sonntag: Skunk Anansie – Wow! Bad Religion – geil! Die Happy – gerockt! Die Fantastischen Vier – absolut würdiger Abschluss, da war es dann auch sowas von egal, dass wir patschnass waren, die waren mal wieder großartig!

Das ganze Festival ist wohl zu schnell zu groß geworden. Man hätte definitiv 3000 Karten weniger verkaufen sollen. Mindestens. Dann ist es halt früher ausverkauft – na und? Und wenn es nicht genug Geld ist – macht die Karten halt teurer! Aber hört gefälligst auf an der Sicherheit zu sparen!

Also, wenn jemand zum Deichbrand fahren möchte – dann macht das bitte nur der Bands wegen! Für schönes Campen und mit Freunden feiern – sucht euch da lieber ein anderes Festival.

Amphi 2011 – das war’s.

What a weekend. Fuck yeah! Es war großartig. Nass. Kalt. Warm. Sonne. Regen. Allein. Zu zweit. Zu dritt. Zu viert.

Fahrt hat dank Stauumfahrung ganz gut geklappt, Parkplatz haben wir auch noch bekommen – sogar irgendwie in der kostenlosen Reihe. Vom Parkplatz zum Campingplatz war das dann aber auch schon ein Stückchen zu laufen und zu schleppen. Dort Bändchen bekommen – LILA! Plus gelbes Papiercampingband. Platz für die Zelte gesucht und einfach mal direkt an den Gang vor ein paar andere Zelte gestellt. Mein Minizeltchen aufgebaut und prompt ausgelacht worden. Pah. Nachbarn kennengelernt und beschlossen, zusammen zur Warm-Up-Party zu gehen.

Hübsch gemacht, geschminkt – gewartet. Losgelaufen. Direkt am Rhein war es echt wunderschön. Die dunkle Stadt, hübsch beleuchtet. Über eine Brücke mit vielen Schlössern.

Das sah echt beeindruckend aus. Aber auch der Gedanke ist schon berechtigt.

Dann am alten Wartesaal angekommen – ich WILL diese Location hier bei uns! Das war echt schön. Noch dazu Depeche Mode-Party auf dem einen Floor. So viele Menschen, die zu der Musik tanzten, die ich so liebe! Das kenne ich einfach hier bei uns nicht. Hach, es war traumhaft. Die Rückfahrt eher nicht. Wir hatten uns zu viert ein Taxi genommen und der Taxifahrer wollte uns wohl zeigen, wie Köln so ist. Mit 80 durch die Stadt gebrettert, Schlangenlinien und Vollbremsungen inklusive. Irgendwann waren wir dann irgendwo – nur froh, endlich aus diesem Auto zu kommen. Luftlinie 50m zum Campingplatz. Wenn da nicht das Messegelände gewesen wäre… Wir liefen im Endeffekt länger, als wenn wir vom alten Wartesaal direkt gelaufen wären. Aber ich hatte sehr viel Spaß mit unserer Campingbekanntschaft. Den ganzen Weg nur gekichert und gelacht. Krkr. Im Zelt dann kaum schlafen können, weil noch immer so viel Adrenalin durch Blut schwappte.

Samstag dann mit Wecker wach geworden – schließlich hatte ich ja ein Tweetup angeleiert. Um elf. Hust. Gute Idee. Ab unter die etwas wärmer als eiskalte Dusche und dann hübsch gemacht. In LILA! Lila ist das neue schwarz und so. Mit pinker Netzstrumpfhose.

Leider waren die Lidschattenfarben nicht so schön, hätte vielleicht doch die Glitzerpalette mitnehmen sollen. Okay, zwischendrin noch gefrühstückt und dann mit Steffen los Richtung Gelände. Uff war das weit.

Pünktlich am Treffpunkt gewesen – @rothorsekid kam auch recht schnell. Dann trudelte noch @zorbla ein mit Anhang.

Das war’s dann aber auch. Zu viert sind wir zur Beachbar und habe da chillender Weise X-RX ignoriert. „Das sieht ja aus wie eine Schlangengrube, wie die da tanzen.“ „Was hat er gesagt? Taschenlampe?“ – „Nee! Tanz, Schlampe!“

Auch als Staubkind spielte waren wir noch dort. Es war halt einfach super gemütlich und angenehm und hören konnten wir auch alles.

Kurz danach ging es dann in’s Theater zum C64 Porno Vortrag von Honey. War sehr klasse. Krkr. Danach liefen mir dann @VHopscotchV und @AlsterNerd über den Weg. Bisschen geschnackt und zu Zeraphine. Leider habe ich irgendwie meine Kopfschmerztabletten nicht wieder in die Tasche gepackt und nach einem kurzen Besuch beim Merchstand und drei Songs Zeraphine bin ich deutlich benebelt Richtung Zeltplatz. Auf der Wiese vor dem Ausgang saßen @Xavadon, @Alex_Page87 & @istani – mehr als kurzes Hallo sagen war für mich da aber nicht mehr drin. Also zurück zum Zelt. Immerhin stand der Wind so treffend, dass ich Zeraphine die ganze Zeit hören konnte. Im Zelt die ersehnte Ibu geschluckt und schnell noch ein paar Spaghetti gegessen. Ohne mich einzusauen – Sensation. Als die Wirkung einsetzt, war das besser als jede Droge. Plötzlich war mein Kopf wieder klar. Dann zurück zu den liebsten Twitterern und auf der Wiese vor dem Gelände inzwischen auch mit drei weiteren den Rest Tanzwut und dann Samsas Traum gehört. Selten so einen schlechten Auftritt von Herrn Kaschte mitbekommen. Stimmlich sowas von mies und auch seine Ansagen, nun ja. Irgendwann aufgebrochen, die @Tanwethwen getroffen und in’s Staatenhaus. Dort an den Ständen langgeschlendert, die letzten zehn Sekunden von Zauberschloss von In Strict Confidence mitbekommen und Frau @Mary_Sew getroffen. Draußen fing es langsam an zu regnen. Eine Kette gekauft mit einem Octopus – der hat Wackelaugen und umklammert einen Stein.

Als nächstes zum X-Tra-X-Stand gehuscht – der war trocken. Tja, dort dann ein bisschen gestöbert. Die Fledermausrucksäcke angeschaut. Eine ganze Wand voll. Aber 29€ war mir irgendwie zu viel. Gegenüber hingen dann noch mal ein paar – huch, 25€? Tatsächlich war genau EINE mit 25€ ausgezeichnet. Sie schaute mich dann auch an und sagte „Mama!“ – jetzt ist sie meine. Wir haben dann auch zusammen Die Krupps und Deine Lakaien angesehen. Schön trocken unter dem Schirm während die welt im Regen versunken ist. Es war traumhaft. Die Krupps waren echt mein Fall und Deine Lakaien genauso top wie im Oktober. Danach war ich dann auf dem Weg von der Bühne zum Staatenhaus schon pitschnass und habe mich auf den Rückweg zum Campingground gemacht. 20 Minuten durch einen stockdunklen Park im strömenden Regen. Bin zum Glück eher kein Angsthase. Angekommen am Zelt habe ich dann leider schon das Unheil entdeckt: Mein Zelt ist abgesoffen. So richtig. Schlafsack, Isomatte, Regenjacke – patschnass. Habe dann die trockenen Sachen in Plastikverpackt, mir einen dicken Pulli angezogen und mich in Fleecedecken und Plasitplane eingewickelt. Es tropfte schön weiter ins Zelt, aber ich war so gut es ging trocken.

Dann kam der Sonntag. Geschlafen habe ich vielleicht zwei Stunden richtig, als es dann gegen 6 aufgehört hat zu regnen. Ab unter die Dusche, mit der Hoffnung, dass die Nackenschmerzen of hell besser werden. War nicht der Fall. Der Plan Rock, Korsett, Top hatte sich dann auch erledigt – ich blieb bei Festivalshirt, Hose und Gummistiefeln. Als es dann wieder anfing zu regnen, setzt ich mich zu den beiden Damen ins Zelt, die langsam wach wurden. Da flossen dann so einige Sturzbäche durch das Zelt… Beschlossen, dass wir am Abend noch fahren. Auf dem Weg zur Funkhausgruppe noch @Martin_Black getroffen.

Funkhausgruppe waren klasse! So viele Menschen auf der Bühne, die einfach Spaß hatten, an dem was sie machten.

Honey warf noch so kleine bunte Stressbälle und Monopolygeld in’s Publikum.
Etwas schade waren die Mikroprobleme. Aber die CD wird definitiv bald gekauft.

Kurz ins Staatenhaus und @rothorsekid & @zorbla getroffen.

Zurück zum Camp und alles abgebaut. Zum Auto verfrachtet. Passte alles. Als wir dann wieder zum Platz wollten, bekam ich noch mit, dass @VHopscotchV und @Alsternerd wieder da waren. Allerdings ohne Karte, also saß ich noch einen Augenblick bei ihnen auf der Bank. Schnell noch den Sampler besorgt und kurz bevor sie dann los sind, stieß @rothorsekid wieder zu uns. Gab ihm sein mobiles Ladegerät – ich war voll, er auch. Bei ihm aber durch Bier. Dort dann noch Agonoize gehört. Also sehen muss ich die auch nicht unbedingt. Dann zu zweit wieder rein, Das Ich anschauen. Meine Begleitung war dann erfreut, dass Myk Jung mitgesungen hat – ich freute mich auch über Sven Friedrich. Der ganze Auftritt war schon cool, ich möchte sie aber eigentlich auch gerne noch mal in Originalbesetzung sehen. Als nächstes dann Nitzer Ebb. Ich hatte hunger und merkte, wie mein Kreislauf nicht mehr so ganz wollte und kaufte mir dann das einzige mal den Wochenende was zu essen auf dem Gelände. VIER € für ein Leberkäse-Brötchen. Nun ja, vermutlich war das noch das beste Preis/Leistungsverhältnis dort. Tag zuvor zahlte ich ebenfalls vier € für 0,5l Cola – immerhin konnte ich die Flasche dann immer wieder nutzen und habe sie auf dem Zeltplatz gefüllt. Bei Nitzer Ebb dann den @rothorekid wieder getroffen, mit seinen beiden Freunden.

Auch @chrismaestro war kurz da – lustige Fotos entstanden. Ich bin die einzige Frau, die Gummistiefel tragen darf, fuck yeah!

Hach, als letztes Lied gab es dann noch mal The Machineries of Joy, wie schon am Tag zuvor bei den Krupps – dieses Mal beide Bands zusammen. Großartig! Von Subway habe ich dann noch ein paar Lieder gehört und dann ging es rein in’s Staatenhaus zu Covenant.

Wow. Absolut geflasht. Es war so(!) genial! Wenn die hier irgendwann in der Nähe sind, werde ich definitiv da hin. Leider hatte ich meiner Fahrerin versprochen nach Subway rauszukommen – Convenant spielten noch weiter. Nun ja, war halt so. Dann Rückweg. Ging stautechnisch auch. Um viertel vor acht zu Hause ins Bett gefallen.

Ich war viel mit @rothorsekid unterwegs – und hatte verdammt viel Spaß! Wie er schon so treffend sagte, wir haben in der Gothicszene irgendwie alles aufgenommen, was so in unsere Richtung ging – Cyber, Miltär, Mittelalter, Steampunk. Wäre nur schön, wenn diese Gestalten dann auch in die andere Richtung tolerant wären. Nur war das gerade jetzt beim Amphi eher nicht so der Fall.

Mein Fazit vom Wochenende: Essen/Trinken VIEL zu teuer, Campingplatz unendlich weit weg, Duschen kurz vor kalt – schönes Gelände, viel drumherum, toller Beachclub, großes Café im Staatenhause, tolles Bands.
Sollte ich nächstes Jahr wieder fahren, dann mit meinem Grafen, einem Hotelzimmer und meiner großen Kamera. Wir bräuchten dank meiner Verwandten auch eigentlich nur eine Übernachtung – dann kann man sich das Campingticket für 18€ auch sparen.

Gothic Friday 2011 – Juni: Mein schönstes Live-Erlebnis.

Neue Runde, neues Glück. Oder so. Bei der Aktion Gothic Friday, von Spontis & dem schwarzen Planeten geht es diesen Monat um mein schönstes Live-Erlebnis.

Ich war schon wirklich auf vielen Konzerten. Mit nur wenigen Besuchern bis hin zu 80.000. Für lau oder für 120€. Im Freien. In der Halle. Im Schwimmbad. Alleine. Zu zweit. Mit Freunden. Mit Fremden. Mit Familie. Ich kann jetzt wirklich nicht sagen, welches das schönste Erlebnis war.

Deine Lakaien letztes Jahr in der Großen Freiheit 36 haben mich sehr beeindruckt. Danach bin ich quasi aus dem Gebäude geschwebt & der Zustand hielt noch ein paar Tage an. Das erste gruftige Konzert war 2005 ASP. Das hat mich sowieso erst komplett so gemacht, wie ich jetzt bin. Am meisten geflasht worden bin ich von Robbie Williams & Depeche Mode.

Welche Band mich bis jetzt immer absolut überzeugt hat, ist Welle:Erdball. 2009 bei uns auf dem Dungeon Open Air – im strömenden Regen bei kalten Temperaturen vor knapp 50 Leuten – die aber die vollen zwei Stunden Party gemacht haben. Das war sowas von großartig! Ich habe von dem Abend noch so Glitzerzeug an meiner Wand hängen und jedes Mal, wenn sich das durch Wind bewegt, muss ich an diesen traumhaften Abend denken.

Live: HENKE

Am Freitag ging es nach Hamburg ins Logo. Ich war vorher noch nie da, hatte deswegen auch ein leicht mulmiges Gefühl was die Parksituation anbelangt. Die Fahrt dahin war dank Feiertag ziemlich stressfrei und nach zwei Mal um den Block fahren, hatte ich dann auch einen Parkplatz. Zwar mit etwas Fußweg, aber das war okay. Viertel nach sieben war ich dann beim Logo, schließlich war laut Facebook-Post um sieben Einlass. Pustekuchen, war erst um acht. Nun ja. Also noch mal eben zum Bahnhof Dammtor gelaufen und ein Eis bei McD. gekauft. Natürlich inklusive T-Shirt vollkleckern. Egal.

Rein in den dunklen Saal. Zuerst CD und vorbestelltes Shirt gekauft. Schon da fast bei einem zweiten Shirt schwach geworden. Erstmal gelassen und auf die Stufe vor dem Billiardtisch gesetzt. Capote war zwar ganz okay, aber nicht wirklich mein Fall. Also die Zeit dann auch lieber sitzen geblieben. Ich trug meine 30-Loch das erste Mal – waren allerdings etwas zu fest geschnürt, zwei Scheuerstellen auf dem Fuß. Ansonsten echt bequem.

Dann begann gegen 21:45 Henke. Wow. Gleich zwei Knaller von der Seelenfütterung rausgehauen. Dann kam Vermisster Traum von Goethes Erben. Prinzessin schwebte dann so langsam davon. Langsam wurde es wärmer und zu Der Eissturm gab es dann Schnee! Alles war weiß… Und warum? Weil ich es kann – sagte Herr Henke und spielte dann den dazugehörigen Song. Der ist schon auf CD wirklich toll – live einfach wunderbar! Da fiel dann auch der Entschluss, das Shirt dazu wird auch gekauft. Ich kam gar nicht mehr runter. Dann gab es ein Cover: David Bowies großartiger Song Heroes/Helden – ich liebe es! Ich liebe dieses Lied über alles! Das Cover von ihm mit der absolut sympathischen Dame war einfach traumhaft. Auch wenn ihr Mikro leider versagt und sie sich andere schnappen musste.

Es folgten weitere Lieder von HENKE, Goethes Erben und Erblast. Findenzoo, Wo ist Iphigenie, Manisch Aggressiv, Zinnsoldaten, Liebling der Götter. Alle bekomme ich nicht mehr zusammen. Dazu dann das Meer aus Kerzen – hach! Gespielt haben sie so bis 23:45. Mit zwei Zugaben.

Der ganze Abend war wahnsinnig gefühlbetont. Trauer, Wut, Angst, Liebe, Hass, Vetrautheit… Wow! Ich schwebte dann zurück zum Auto und ärgerte mich ein bisschen, dass ich zu jung bin, um noch Goether Erben Konzerte miterlebt haben zu dürfen. Das Publikum war auch hauptsächlich schon älter – es wurde teilweise viel und ausschweifend getanzt. Fotos habe ich zwar ein paar gemacht, aber die sind nach dem ersten Sichten alle viel zu verwackelt und unscharf. Lieber keine Bilder als schlechte. Wenn sich herausstellt, dass sie doch vorzeigbar sind, poste ich sie nachträglich.

Ein erfüllter Traum…

Es war Samstag, genauer gesagt Samstag, den 16.04.2011. Meine Prinzessin fragte mich ca. vor einem Monat, ob Wir zwei Beide nicht nach Hamburg zu Coppelius wollen. Coppelius ist meine Lieblingsband. Sagt alles, oder?

Wir standen recht spät auf, wollten ja aber noch nach Hamburg. So gegen 13:30 saßen Wir dann auch im Auto. Ich mag Hamburg, kann man nicht anders sagen. Erstmal; Stadtbummel. Wir besuchten einzelne Lädchen hie und da. Sahen in Schaufenster und kauften Kleinigkeiten. Das eine Kleidchen bei Colours hats mir besonders angetan…Rot/Schwarz gestreift…passt zu meiner Hose. Also quasie Partnerlook. Wärend Wir so bummelten, wurde ich meist argwöhnisch angesehn, belächelt oder bestaunt. Dabei empfinde ich mein Auftreten als angemessen.

Wir wollten ausgehen, somit gehört zu den Schwarz/Weißen Springerschuhen auch ein weißes Hemd mit schwarzer Frackweste drüber. Der Zylinder darf natürlich nicht fehlen. Ich hielt mich also, die Hose ist Grau/Schwarz gestreift, in Schwarz/Grau/Weiß.

Die eine junge Dame, die an Uns vorbei ging meinte; „Guck mal, der bringt Glück!“ – Ja,junge Dame, dies ist Korrekt. Allerdings beschrenkt sich dieses Glück auf meine Liebste. <3

Nunja, es war dann zeitlich soweit. Wir brachten Unsere Sachen zu Ihrer kleinen Kutsche und machten Uns langsam auf den Weg zum Konzert. Vorerst noch von einem Pyromanen eingeladen, Seine Feuershow zu begutachten. Mit der Frisur? Erleichtert sah ich nach dem Konzert, das Er noch lebte. Aber ich greife vor…

Kurz vor kauf der Eintrittskarten, eine Diskusion; „Ich kann meine Karte selbst kaufen!“ – „Davon geh ich aus, musst Du aber nicht ;)“

Schnell bezahlt und gesagt bekommen; „Wehe, da sind nach dem Konzert weiße Hasen oder Tauben im Raum.“ – Öh…Ach, die Security spielte auf meinen Zylinder an. Entgegnete dann trocken; „Das wäre Ihr Abendessen gewesen“ – Nun also rein. Schon unentschlossen…Jetzt zum Merch-Stand oder später…Nein…ich wollte jetzt. So begrüßte ich höflichst die Dame am Stand und gab meine ´Bestellung`auf. „Mich gelüstet es nach der Collektorsbox, die drei Poster, die Triangel, das T-Shirt [Ruhe Bitte]/[Applaus] und sind das alle Stofftaschentücher, die Ihr da habt?“ – Sie zeigte mir, was sie noch so da hatte. Als der kauf abgewickelt war, fragte Sie nach meinem Namen, ich Antwortete natürlich mit Graf Blackage. Erstaunen Ihrerseits…kennt Sie meinen Namen? In Flensburg bin ich in einigen Ecken bekannt ja…aber Hamburg, Nein.

Rein in den kleinen Konzertsaal. Es war recht warm. Vogelfrey. Nungut, als Vorband so zu ertragen und mit genug Absinth in der Blutbahn ists wohl auch erträglich. Als diese dann doch sehr in der Zeit zurückgebliebenden Herren die Bühne räumten, trat Le Comte Caspar auf die Bühne, vermummt. Aufbauen. Als alles aufgebaut war, sollte es los gehen. „Konzertante Reise zum Ruhme des Zinnobers“. Ihr Butler Bastille trat auf die Bühne. Begrüßte Uns. Ich sah Ihn ja zum ersten mal und war begeistert. So wie die Herren aussehen kann man sagen,man sei begeistert gewesen. Da alle, laut der Biographie im 19 Jahrhundert geboren sind. Bastille nun, hatte kaputte Klamotten an, die Handschuhe*.* Ich glaube es war nurnoch ein Finger vom Handschuh komplett, alle anderen zerfetzt. Sie spielten somit auf. Ein Kontrabass, ein Cello, zwei Klarinetten, Schlagzeug und in einem Stück auch ein Cembalo. Wärend die Herren Coppelius nach und nach Ihre Hüte entweder verloren oder abnahmen, hatte ich meinen stehts auf dem Kopf. Nicht ganz; Bei zwei Liedern nahm ich diesjenigen vor die Brust, um Respekt zu zollen. Die Lieder waren „Stetig Fromm“ und „Ade,mein Lieb“. Le Comte Caspar beobachtete mich die ganze Zeit, verzog aber keine Mine, wie fast alle. Es war mein bisher geilstes Konzert! Wenn man mir hier mal diesen Ausdruck erlaubt… Ich bin weder Tänzer noch bin ich bisher zu Musik abgerockt. Hier war das was anderes; Ich war im Takt gefangen! Ich musste mitmachen,meine Textsicherheit gab mir halt beim „tanzen“. Ich gröhlte mit, nicht unbedingt meine Art. Aber es war großartig. Sowas mal zu erleben. All dies hab ich meiner holden Prinzessin zu verdanken…und ich bin Ihr tausendfach dankbar, das Sie mich dort mithin nahm.

Die Herren Coppelius spielten alle meine Lieblingslieder[alle]. Als es sich zum Ende neigte, da es Max Coppela müdete, gingen Sie nunmehr von der Bühne. Alle riefen „Da capo“!. Bastille trat vor, wollte zu einem großartigen Da capo aufrufen, als ein zwischenruf kam. Gefasst stand der Butler am Mikrofon. Bevor Er blitzschnell den Zeigefinger auf den Zwischenrufer richtete und ein schrilles „RAUS!“ ertönte. Der Herr bekam die Gelegenheit, sich zu entschuldigen. Dann spielten Sie noch einmal für Uns, als letztes Stück „Ade,mein Lieb“. Alle knieten sich hin. Und eine Kerze ging durch den Raum…Es war ein traumhaftes Bild.

Das Sie mir diese Erfahrung möglich machte, werde ich Ihr nie vergessen, wie alles,was Sie bereits für mich tat…

Live: Vogelfrey & Coppelius

Am Samstag waren wir zu zweit in HH. Erst gemütlich shoppen, dann wollten wir noch etwas Essen, bevor es zur Markthalle gehen sollte. Erster Anlauf: City Kumpir. Es war Viertel vor Sechs – aber die Dame hatte nur noch eine Kartoffel. Bisschen wenig. Da wir schon recht platt waren, entschieden wir uns gegen das Vapiano und für Schweinske. Lag mehr auf dem Weg. Ich versuchte noch schnell an der Ticketbox im HBF zwei Karten zu erstehen, aber genau in dem Moment gingen sie aus dem Verkauf. Perfektes Timing. Also gegessen, schnell zum Auto und die Errungenschaften verstaut, Korsett geschnürt und ab in die Markthalle.

Am Samstag war in HH Nacht der Museen und dementsprechend war es ziemlich lebhaft zwischen der Kunsthalle und den Deichtorhallen. Ein Feuerkünstler lud uns zu um elf ein, seine Feuershow zu bestaunen und wir unterhielten uns noch kurz.

In der Markthalle noch kurz am Merchstand gestöbert und rein in’s Marx. Es gibt dort Ventilatoren an der Decke! Ohne wäre es vermutlich schon vor Beginn sehr warm gewesen. Ich suchte mir ein Plätzchen recht weit Vorne, aber direkt mit Fensterbank im Rücken. Meine Knie wollten nicht mehr so und anlehnen war doch eine gute Idee. Später war das dann meine Rettung: Vom Fenster her kam unter den Vorhängen kalte Luft hinein. Lehnte ich mich 30cm vor, waren es bestimm 40 Grad. Allerdings zog es auch etwas, was mein Nacken nicht so lustig fand. Bin halt nicht mehr die Jüngste. Es waren so hübsche Menschen im Publikum, Stilrichtungen von Mittelalter über Gothic zu Steampunk. Mehrere Zylinder gesichtet.

Es begann dann mit Vogelfrey. Mittelalter/Metal-Mischung. Die Lieder gefielen mir, aber nur die, bei denen der Gesang zu verstehen war.

Allerdings haben sie dann beim letzten Lied alles versaut: Feen sind zum Essen da. Niemals.

Beim Singen verfingen sich die Haare des Sänger im Mikro und waren leicht verknotet – das war die Rache der Feen!

Dann wurde umgebaut und schon mit den Herren von Coppelius geflachst.

Gegen 21:45 Uhr ging es dann endlich los – und war traumhaft! Die Herren haben den Abend zu einem ganz besonderen gemacht. Schlagzeug, ein bis zwei Klarinetten, Cello, Kontrabass und Cembalo – was sie daraus gemacht haben, war sensationell. Der Butler hat es mir ganz besonders angetan, die anderen redeten nicht viel. Aber der Herr… hach!

Seine Stimme ist echt wundervoll und ich muss sagen, die meisten Stücke klangen live viel besser als von der CD.

Die Herren sollten unbedingt ein Live-Album veröffentlichen.

Ich freu mich schon jetzt auf die weiteren Konzerte, die dieses Jahr noch folgen werden. Was mit das Schönste war: Mein Graf hat sich so über das Konzert gefreut. Es hat mich so glücklich gemacht, wie ich ihn damit glücklich machen konnte.