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Zirkusadel II

Sylem? Sylem? Ahh…da bist Du ja…ich habe Dich schon gesucht. Wir haben großes vor, vergiss das nicht! Hier, nimm den Eimer. Hol Wasser. Wir werden es später noch brauchen. Ich habe mir das Gelände angesehn. Mein Zelt gefunden und das, worin Du schlafen wirst. Hast Du Dich auch umgesehn? Großer Platz, ich weiß. Und bis Wir alles soweit haben…aber egal. Wir bräuchten hier Strom, meinst Du nicht? Ich habe unter meinem Zelt eine Kellertür gefunden und Du kannst Dir garnicht vorstellen, was da war…ich werde es Dir zeigen…bald. Jetzt hol Wasser! Na los, wirds bald! Das Wasser holt sich nicht von allein. Ich werde hier auf Dich warten…dann…werden Wir hinunter gehen und ich zeige Dir…wie Wir Strom erzeugen…

Hast Du das Wasser? Gut gemacht. Dann können Wir weitermachen. Folge mir, komm hier. Durch die Manege über den Rasenplatz…ist das nicht eine herrliche Vollmondnacht? Ich weiß…leicht gruselig mit dem Nebel hier überall…und wie ich auch sah…ach…pass einfach auf wo Du hin trittst. Schlammiger Boden, würd mich nicht wundern, wenn hier Moor ist. Siehst Du das Zelt da vorn? Es sind nur ca. 5 min von der Manege. Achte nicht auf das was Du hier im Hintergrund hörst. Es könnte Dir einmal zum Verhängnis werden. Ich habe eine Kiste mit hier rein genommen. Du machst immernoch kein allzu glückliches Gesicht. Ist das, weil Du nicht weißt, was passiert? Ob Du mir Vertrauen kannst? Ich kann das verstehen. Ich werde Dich aber allein entscheiden lassen, was Du tust. Doch solange Du hier bist, gebe ich Dir die Anweisungen. Also hop, runter mit Dir, ich habe keine Lust Spinnenweben anzusetzten. Warte! Hier, die Kerze wird Uns Licht geben. Siehst Du, was ich sehe? Den alten Käfig? Mit einem Laufrad, erst dachte ich, große Nagetiere, aber ich wüsste nicht, woher…dann dämmerte es mir. Kipp doch eben mal den Eimer Wasser in den Trog. Ich mach derweil die Tür hinter Dir zu… Einen bösen Blick hast Du also auch? Fantastisch, das wird Uns sicher irgendwann nochmal helfen. Den großen Kasten da, mit dem Laken drüber, das ist eine Art Dynamo. Lauf, und erzeuge Strom! Schon bald wird Dein böser Blick sich in Verzweiflung umschlagen. Aber erstmal machst Du jetzt Strom… Muss ich Dich erst mit einem glühenden Stab kitzeln? Wirds bald?! Na also. Wenn Wir erstmal mehr Leute haben, wirst Du das auch nichtmehr so häufig tun müssen. Bis dahin, lauf fleißig! Ich werde mich schlafend legen. Ich komme wieder…gääähn…sobald ich wach bin, oder so. Ich hoffe für Dich, das Wasser ist kühl…ich zumindest, mag kein warmes Wasser. Ich lasse für Dich auch die Luke auf, dann hast Du etwas Mondlicht hier. Ich bin ein großartiger Arbeitgeber oder? Du schüttelst mit dem Kopf…Du wirst sehen…wirst erkennen…was ich alles kann…

WGT 2011 – Morgen!

Morgen geht es also los nach Leipzig. Endlich. Fieber ein halbes Jahr daraufhin und jetzt ist es so weit. Ich komme noch mal zurück zu meiner Liste.

GT – To Do:
[x] bei der Pension dem Hotel anrufen (ab wann können wir kommen? Richtige Tage eingetragen?)
Zu dem Chaos hatte ich ja schon einen Zwischeneintrag geschrieben. Dafür weiß ich jetzt auch mehr: Frühstück würde noch mal 5€ kosten – dafür können wir uns auch selber verköstigen und müssen nicht auf Zwang dort essen. Das ist gut. Einchecken ist ab 12 Uhr Mittag möglich, aber auch später kein Problem – sehr gut. Wer kann schon bei 500 km Fahrt sagen, wann genau wir dort sind? Außerdem gibt es wohl tatsächlich kostenfreies WLAN – Netbook wird eingepackt, dann kann ich die Eindrücke eventuell noch ein bisschen frischer festhalten.
Wir haben jetzt privat eine Unterkunft. 5 Haltestellen weg von der Agra – direkt an der richtigen Tramlinie. Über das WGT-Forum gebucht. Dank Shintaura gefunden. Wir werden die erste Nacht mit einem anderen Twitterer plus Freundin und dann den Rest mit ihr und den Kids dort verbringen. Ist eine kleine 2-Zimmer Wohnung, aber wir sind ja eh nur zum Schlafen da. Kostet uns dann 70€ pro Nase – noch mal ein Stück günstiger. Handynummern habe ich alle – mit unserem Vermieter auch noch vorgestern telefoniert. Alles fein. Hotel ist storniert.

[ ] Outfits planen (ist ja noch ein Tag mehr dieses Jahr)
Bin ich noch immer nicht weiter. Ich weiß, was ich mitnehme, das ist auch so alles im Koffer. Aber was ich so wann anziehe… Mal sehen.

[x] Frisur planen (Haare färben?)
Pony ist türkis-blau, untere Haare sind schwarz, Rest mit neuen roten Strähnchen.

[x] Nähen
Schleier ist fertig \o/

[x] Zubehör basteln (Zombiehände)
Werden heute Abend geklebt.

[ ] Tasche?!?
Auswahl eingeschränkt. Da wir vermutlich eh mehrfach wieder an unserer Unterkunft vorbei kommen, ist das auch kein so großes Problem mehr. Außerdem ist meine Gürteltasche wunderbar!

[x] Oma nach ihrem Navi fragen – das ist einfach neuer als meins
Check!

[ ] Korsetts reinigen – wo zur Hölle kommen die ganzen Flecken her? Und wie bekomme ich die sauber?
Teilweise sauberer, aber noch nicht komplett.
[x] Schminken üben! Also wieder öfter geschminkt umher laufen.
Hab ich. Zwar nicht so viel, wie ich wollte, aber habe es definitiv nicht verlernt.

 

[x] Strumpfhosen präparieren und einige heile besorgen.
Doch noch welche gefunden \o/ Außerdem wegen des Wetters noch normale Hosen zum Unterziehen auf die Liste gesetzt.
[ ] Schuhe putzen
Sind eher noch dreckiger…
[ ] Straßenkarte besorgen
Wird nachher ausgedruckt.

Momentan liege ich noch bei meinem Herzen im Bett. Er wird wohl so in einer Stunde hier sein, dann packt er den Rest und wir fahren zu mir. Da packe ich dann, wir schlafen noch eine Runde und morgen früh gehts denn schnell und kurz einkaufen und looooooos nach Leipzig. Ich bin jetzt schon den ganzen Tag mit Susi und meinem UMTS-Stick online – klappt wunderbar. Kommt also mit. Tolle mobile Pages habe ich auch schon gefunden, also wird das schon alles so klappen. Nur mit Homo Futura… Die werde ich mir nur in der Sixtina anschauen können, Montag 23:30 müssen wir schon auf dem Rückweg sein. Also nachher noch fix den Necroweb-Planer ausrucken, alle Tweetups/Treffenzeiten aufschreiben & dann darf ich rumhibbeln 🙂

„Stöckchen“

Ohne Ankündigung gekam ich heute Morgen von der Windprinzessin ein Stöckchen zugeworfen. Ein virtuelles. Ich verstand erst nicht, aber dann kam die Erklärung dazu. Es sind Fragen, die man anderen stellt und in Form eines Stöckchens weiterwerfen kann.

 

1. Bist du diesen Sommer auf irgendwelchen Festivals zugegen? Wenn ja auf welchen?

Ich werde dieses Jahr wohl nur auf dem WGT sein. Für mehr ist keine Zeit. Leider!

2. Milcheis oder Wassereis?

Kommt auf die Situation drauf an, aber ich würde spontan Milcheis sagen.

3. Fährst du in Urlaub? Wie lange und wohin gehts denn?

Mein Urlaub wird in erster Linie das WGT sein. Eventuell noch im August nach Dänemark für zwei Wochen.

4. Lässt du dich gerne in der prallen Sonne braten oder schwörst du auf vornehme Blässe und bleibst lieber im Schatten?

Vornehme Blässe ist wichtig! aber wenn ich im T-shirt rausgehe cremé ich mich nicht extra ein. Die Bräune ist dann so, aber Blass mag ich mich lieber. Bin sowieso kein Sonnenmensch.

5. Was genau magst du am Sommer?

Schatten?!

6. Welches war dein persönliches Highlight des letzten Sommers?

An den letzten Sommer kann ich mich nicht erinnern.

7. Mit wem wirst/willst du diesen Sommer am meisten Zeit verbringen?

Welch seltsame und eindeutige Frage! Mit meiner Prinzessin natürlich! <3

8. Bist du ein Sommerkind? Oder fühlst du dich bei Schnee, Eis und Minusgraden doch wohler?

Weder noch, ich fühle mich im Herbst am wohlsten. Wenn die blätter von den Bäumen fallen und man lange im Wald spazieren gehen kann.

9. Was ist dein absolutes Lieblingsgetränk für heiße Sommertage?

Ein kalter Absinth!

10. Was treibst du im Sommer am liebsten?

Sonnenuntergänge am Strand ansehen.

 

Ich möchte dies natürlich weiterführen. Somit gebe ich meine Fragen weiter an Miss Inari, Lady Sintaura und Herr Verosatre.

1. Was müssen Sie diesen Sommer unbedingt erledigen?

2. Welches Getränk darf gereicht werden?

3. Eine lieblings Speise im Sommer?

4. Wo verbringt Ihr am liebsten die Zeit im Sommer?

5. Heißer oder milder Sommer genehm?

6. Bikini oder Badeanzug? Bzw. Badehose oder Badeshorts?

7. Schwimmflügel oder lieber Flossen?


Ein erfüllter Traum…

Es war Samstag, genauer gesagt Samstag, den 16.04.2011. Meine Prinzessin fragte mich ca. vor einem Monat, ob Wir zwei Beide nicht nach Hamburg zu Coppelius wollen. Coppelius ist meine Lieblingsband. Sagt alles, oder?

Wir standen recht spät auf, wollten ja aber noch nach Hamburg. So gegen 13:30 saßen Wir dann auch im Auto. Ich mag Hamburg, kann man nicht anders sagen. Erstmal; Stadtbummel. Wir besuchten einzelne Lädchen hie und da. Sahen in Schaufenster und kauften Kleinigkeiten. Das eine Kleidchen bei Colours hats mir besonders angetan…Rot/Schwarz gestreift…passt zu meiner Hose. Also quasie Partnerlook. Wärend Wir so bummelten, wurde ich meist argwöhnisch angesehn, belächelt oder bestaunt. Dabei empfinde ich mein Auftreten als angemessen.

Wir wollten ausgehen, somit gehört zu den Schwarz/Weißen Springerschuhen auch ein weißes Hemd mit schwarzer Frackweste drüber. Der Zylinder darf natürlich nicht fehlen. Ich hielt mich also, die Hose ist Grau/Schwarz gestreift, in Schwarz/Grau/Weiß.

Die eine junge Dame, die an Uns vorbei ging meinte; „Guck mal, der bringt Glück!“ – Ja,junge Dame, dies ist Korrekt. Allerdings beschrenkt sich dieses Glück auf meine Liebste. <3

Nunja, es war dann zeitlich soweit. Wir brachten Unsere Sachen zu Ihrer kleinen Kutsche und machten Uns langsam auf den Weg zum Konzert. Vorerst noch von einem Pyromanen eingeladen, Seine Feuershow zu begutachten. Mit der Frisur? Erleichtert sah ich nach dem Konzert, das Er noch lebte. Aber ich greife vor…

Kurz vor kauf der Eintrittskarten, eine Diskusion; „Ich kann meine Karte selbst kaufen!“ – „Davon geh ich aus, musst Du aber nicht ;)“

Schnell bezahlt und gesagt bekommen; „Wehe, da sind nach dem Konzert weiße Hasen oder Tauben im Raum.“ – Öh…Ach, die Security spielte auf meinen Zylinder an. Entgegnete dann trocken; „Das wäre Ihr Abendessen gewesen“ – Nun also rein. Schon unentschlossen…Jetzt zum Merch-Stand oder später…Nein…ich wollte jetzt. So begrüßte ich höflichst die Dame am Stand und gab meine ´Bestellung`auf. „Mich gelüstet es nach der Collektorsbox, die drei Poster, die Triangel, das T-Shirt [Ruhe Bitte]/[Applaus] und sind das alle Stofftaschentücher, die Ihr da habt?“ – Sie zeigte mir, was sie noch so da hatte. Als der kauf abgewickelt war, fragte Sie nach meinem Namen, ich Antwortete natürlich mit Graf Blackage. Erstaunen Ihrerseits…kennt Sie meinen Namen? In Flensburg bin ich in einigen Ecken bekannt ja…aber Hamburg, Nein.

Rein in den kleinen Konzertsaal. Es war recht warm. Vogelfrey. Nungut, als Vorband so zu ertragen und mit genug Absinth in der Blutbahn ists wohl auch erträglich. Als diese dann doch sehr in der Zeit zurückgebliebenden Herren die Bühne räumten, trat Le Comte Caspar auf die Bühne, vermummt. Aufbauen. Als alles aufgebaut war, sollte es los gehen. „Konzertante Reise zum Ruhme des Zinnobers“. Ihr Butler Bastille trat auf die Bühne. Begrüßte Uns. Ich sah Ihn ja zum ersten mal und war begeistert. So wie die Herren aussehen kann man sagen,man sei begeistert gewesen. Da alle, laut der Biographie im 19 Jahrhundert geboren sind. Bastille nun, hatte kaputte Klamotten an, die Handschuhe*.* Ich glaube es war nurnoch ein Finger vom Handschuh komplett, alle anderen zerfetzt. Sie spielten somit auf. Ein Kontrabass, ein Cello, zwei Klarinetten, Schlagzeug und in einem Stück auch ein Cembalo. Wärend die Herren Coppelius nach und nach Ihre Hüte entweder verloren oder abnahmen, hatte ich meinen stehts auf dem Kopf. Nicht ganz; Bei zwei Liedern nahm ich diesjenigen vor die Brust, um Respekt zu zollen. Die Lieder waren „Stetig Fromm“ und „Ade,mein Lieb“. Le Comte Caspar beobachtete mich die ganze Zeit, verzog aber keine Mine, wie fast alle. Es war mein bisher geilstes Konzert! Wenn man mir hier mal diesen Ausdruck erlaubt… Ich bin weder Tänzer noch bin ich bisher zu Musik abgerockt. Hier war das was anderes; Ich war im Takt gefangen! Ich musste mitmachen,meine Textsicherheit gab mir halt beim „tanzen“. Ich gröhlte mit, nicht unbedingt meine Art. Aber es war großartig. Sowas mal zu erleben. All dies hab ich meiner holden Prinzessin zu verdanken…und ich bin Ihr tausendfach dankbar, das Sie mich dort mithin nahm.

Die Herren Coppelius spielten alle meine Lieblingslieder[alle]. Als es sich zum Ende neigte, da es Max Coppela müdete, gingen Sie nunmehr von der Bühne. Alle riefen „Da capo“!. Bastille trat vor, wollte zu einem großartigen Da capo aufrufen, als ein zwischenruf kam. Gefasst stand der Butler am Mikrofon. Bevor Er blitzschnell den Zeigefinger auf den Zwischenrufer richtete und ein schrilles „RAUS!“ ertönte. Der Herr bekam die Gelegenheit, sich zu entschuldigen. Dann spielten Sie noch einmal für Uns, als letztes Stück „Ade,mein Lieb“. Alle knieten sich hin. Und eine Kerze ging durch den Raum…Es war ein traumhaftes Bild.

Das Sie mir diese Erfahrung möglich machte, werde ich Ihr nie vergessen, wie alles,was Sie bereits für mich tat…

Live: Vogelfrey & Coppelius

Am Samstag waren wir zu zweit in HH. Erst gemütlich shoppen, dann wollten wir noch etwas Essen, bevor es zur Markthalle gehen sollte. Erster Anlauf: City Kumpir. Es war Viertel vor Sechs – aber die Dame hatte nur noch eine Kartoffel. Bisschen wenig. Da wir schon recht platt waren, entschieden wir uns gegen das Vapiano und für Schweinske. Lag mehr auf dem Weg. Ich versuchte noch schnell an der Ticketbox im HBF zwei Karten zu erstehen, aber genau in dem Moment gingen sie aus dem Verkauf. Perfektes Timing. Also gegessen, schnell zum Auto und die Errungenschaften verstaut, Korsett geschnürt und ab in die Markthalle.

Am Samstag war in HH Nacht der Museen und dementsprechend war es ziemlich lebhaft zwischen der Kunsthalle und den Deichtorhallen. Ein Feuerkünstler lud uns zu um elf ein, seine Feuershow zu bestaunen und wir unterhielten uns noch kurz.

In der Markthalle noch kurz am Merchstand gestöbert und rein in’s Marx. Es gibt dort Ventilatoren an der Decke! Ohne wäre es vermutlich schon vor Beginn sehr warm gewesen. Ich suchte mir ein Plätzchen recht weit Vorne, aber direkt mit Fensterbank im Rücken. Meine Knie wollten nicht mehr so und anlehnen war doch eine gute Idee. Später war das dann meine Rettung: Vom Fenster her kam unter den Vorhängen kalte Luft hinein. Lehnte ich mich 30cm vor, waren es bestimm 40 Grad. Allerdings zog es auch etwas, was mein Nacken nicht so lustig fand. Bin halt nicht mehr die Jüngste. Es waren so hübsche Menschen im Publikum, Stilrichtungen von Mittelalter über Gothic zu Steampunk. Mehrere Zylinder gesichtet.

Es begann dann mit Vogelfrey. Mittelalter/Metal-Mischung. Die Lieder gefielen mir, aber nur die, bei denen der Gesang zu verstehen war.

Allerdings haben sie dann beim letzten Lied alles versaut: Feen sind zum Essen da. Niemals.

Beim Singen verfingen sich die Haare des Sänger im Mikro und waren leicht verknotet – das war die Rache der Feen!

Dann wurde umgebaut und schon mit den Herren von Coppelius geflachst.

Gegen 21:45 Uhr ging es dann endlich los – und war traumhaft! Die Herren haben den Abend zu einem ganz besonderen gemacht. Schlagzeug, ein bis zwei Klarinetten, Cello, Kontrabass und Cembalo – was sie daraus gemacht haben, war sensationell. Der Butler hat es mir ganz besonders angetan, die anderen redeten nicht viel. Aber der Herr… hach!

Seine Stimme ist echt wundervoll und ich muss sagen, die meisten Stücke klangen live viel besser als von der CD.

Die Herren sollten unbedingt ein Live-Album veröffentlichen.

Ich freu mich schon jetzt auf die weiteren Konzerte, die dieses Jahr noch folgen werden. Was mit das Schönste war: Mein Graf hat sich so über das Konzert gefreut. Es hat mich so glücklich gemacht, wie ich ihn damit glücklich machen konnte.

Dänemark.

Ich liebe dieses Land. Vollkommen. Vielleicht liegt es an der Nähe zur Grenze – 97 km. Wir haben schon immer oft Urlaub in Dänemark gemacht. Schon als ich ganz klein war mit drei Familien in einem Poolhause. Immer in den Osterferien. Das waren immer traumhafte Tage. Schwimmen vor dem Frühstück, riesig viel Platz zum Toben, Freunde zum Spielen, Erwachsene die Zeit hatten, Legoland, Farup, Schwimmbäder, Strand.

Auch heute schätze ich genau diese Punkte an Dänemark. Ruhe, Sandstrand, Wind, Gemütlichkeit. Zu Dänemark gehört für mich einfach grillen, Hot Dogs, Matilde-Schokoshakes und Sand. Teile davon finden sich auch schon in Flensburg und ich freue mich jedes Mal, wenn ich jemanden Dänisch reden höre. Was in Flensburg oft der Fall ist.

So, warum jetzt ein Eintrag über Dänemark? Meine Mum hat einen akuten Sehnsuchtsanfall ausgelöst. Sie erzählte ganz nebenbei, dass der Feriehausvermittler mit den schönsten Poolhäusern überhaupt seine Häuser in der D-Zeit auch von Montag bis Freitag vermietet. Da bekommt man dann ein Häuschen mit Pool, Whirlpool, nicht weit vom Strand mit Platz für 8-12 Personen für 140-240 Euro. Das ist quasi nichts irgendwie. Ein bisschen Geratter im Köpfchen und vergleichen der Ferientermine mit dem Saisonkalender ergibt: Dieses Jahr wird das nichts. Jetzt habe ich am Dienstag Schule, ab August am Freitag. Aber ab Januar ist das ja alles geschafft. Wir werden einfach mal schauen, wie meine Schwester dann Schule hat und wie die Semesterferien so liegen und dann vielleicht mit 4-6 Leuten nach Dänemark fahren. Auch wenn wir am Ende nur zu zweit sind – es wird klappen. Bei dem Preis ist das dann sogar zu zweit okay.

Dänemark, du bist einfach mein Lieblingsland.

Tapetenwechsel.

Nun ist es doch soweit. Nach meiner nichtmal ein monatigen Blogkarriere die Fusion. Die Prinzessin und der Graf. Auf einer Seite. Traumverliebt. Träume haben Wir. Und gemeinsam werden Wir Uns diese auch erfüllen.  Oft denke ich an diese Worte, mit denen ich meinen ersten eigenen Eintrag einleiten.

 

Wo kommen Wir denn da hin, wenn Menschen wie ich keine Träume mehr haben? Die Spinnen doch! Menschen wie ich werden immer Träumen, Ja, Unsere Träume sterben nie, hab ich recht? Es ist nunmal nicht leicht, der bessere zu sein!

-Blackbeard, alias Marshall D. Teach

Tanzen, feiern, leben.

Am Samstag war ich zur Return of the living Dead in der Markthallte in Hamburg. Bin bei einem Freund mitgefahren und wir haben schon nachmittags in der Stadt noch eine Freundin getroffen. Bisschen gestöbert in den Geschäften und bei Schweinske lecker gegessen. Dann wollte ich bei McDonald’s noch ein Eis – pfffft, Gerät kaputt. Dort trafen wir dann noch zwei Tweeties und um halb elf sind wir los zu Halle. Ich war total Candy. Hab mich sehr wohl gefühlt so.

Die Party war ganz okay. Es waren nicht so viele Bekannte dort wie letzte Woche im Ela, aber das ist in Hamburg ja immer so. Auch tanzen ist Glücksspiel, auf den Tanzflächen wird ja auch so einiges durcheinander gespielt. Es war nicht so warm oben, fein. Es war nicht so voll – konnte also schön ausufernd tanzen teilweise. Was toll war: Mein weißes Korsett <3 Es war sehr angenehm damit zu tanzen. Es sah toll aus. Mein ganzes Outfit war süß. Ich liebe Locken! Es hat sogar ohne Haarspray gut gehalten.

Trotzdem hat einer gefehlt. Mein Graf. Eigentlich bin ich absolut freiheitsliebend, die perfekte Frau für eine Fernbeziehung. Ich brauche meinen Freiraum. Aber inzwischen lebe ich nur noch so auf Sparflamme, wenn ich meine Zeit nicht mit ihm verbringe. Kann es kaum erwarten bis Freitag ist. Er kommt her. Wann ist endlich Freitag?

Der Graf & die Prinzessin. Das erste Wiedersehen.

Kurz noch zu Büsum, verehrte Prinzessin.

Wir verbrachten einen wundervollen Tag dort. Der Markt war zwar sehr klein, aber schön. Recht schnell haben Wir uns von meinem Begleitungen abgekapselt und waren den Deich entlang gegangen. An einem etwas Windgeschützteren Ort setzten Wir Uns und redeten. Über Uns im einzelnen, was Wir noch so vorhaben etc.

Später am Abend, oder eher gegen Nacht, sahen Wir eine verdammt spektakuläre Feuershow. Schöner noch; Ich nahm die Prinzessin unter meinen Mantel und es wurde gekuschelt. Ich machte den ersten Versuch; einen Kuss auf die Wange…Danach wurde ein Lagerfeuer entzündet. Und ich wurde belohnt. Wir küssten Uns immer wieder zärtlich und vorsichtig, voller Gefühl.

Danach war Brieffreundschaft angesagt. Wir schrieben viel, bis ich Stress mit der Arbeit bekam nichtmehr schrieb, leider.

Nach langer Zeit und nachdem ich mir endlich Internet anschaffte, schaute ich mal wieder bei ICQ rein. Und Wer empfing mich? Die Prinzessin. Wir verstanden Uns wieder auf anhieb. Wir schrieben viel über die vergagenge Zeit und über alles, was so passiert war. Bald kam der Wunsch, nach einem Treffen. Unverbindlich. Mal wieder beschnuppern. Einen Film sehen und was Essen. Ich sorgte auch für Unterkunft, hätte gar, auf Ihren Wunsch, im Wohnzimmer geschlafen. Aber dann kam es anders. Schon die Begrüßung war…anders. Sie sah so wahnsinnig toll aus!<3

Wir sahen den Film, aßen La Flute (von mir selbstgemacht, versteht sich) und unterhielten Uns prächtig. Wir sahen Uns tief in die Augen. Und Unsere Lippen trafen sich, voller Lust und Begierde. Es war ein großartiges Gefühl. Und das ist es heute mindestens noch genauso. Wir landeten schnell im Schlafzimmer, wo Wir…

Es war Traumhaft. Für die Prinzessin war klar, dies sei einmalig gewesen. Ich akzeptierte das. Ein kleines techtel-mechtel. Aber eigentlich…so meine Gedanken…das war verdammt schön…mehr…

 

 

 

Der Graf & die Prinzessin. Der Anfang.

Mein Graf. Wie fing das mit uns an? In Hohenweststedt auf dem Mittelalterlich Spectaculum 2009. Zu der Zeit war ich noch mit Freund3 zusammen. Er ließ mich das ganze Wochenende alleine, ging in andere Lager und betrank sich, jammerte wegen Rückenschmerzen rum und benahm sich koplett daneben. Auf der Rückfahrt trennten wir uns damals. Es muss Samstag oder Sonntag gewesen sein, ich tippe auf Samstag. Ich saß in unserem Lager und hatte einen Hundewelpen auf meinem Schoß. Es war inzwischen ziemlich kalt und der Kleine fror erbärmlich. Eingekuschelt auf meinem Schoß in meinen Umhang war er gerade eingeschlafen, als der Graf mit seinen Begleitern und der sonderbaren Kiste auf Rädern an unserem Lager vorbei zog. Ich wartete etwas ungeduldig auf unsere Ablöse – die Pest rief schon. Trotzdem war ich neugierig, was denn in der Kiste sei, fragte ich einfach. Die Antwort brachte mich zum Lachen, was ich das bisherige Wochenende nicht so oft getan hatte. Dann zogen sie weiter und ich blieb zurück im Lager. Als endlich die Lagerwachenablösung kam, wurde es auch schon Zeit. Die Blase drängt und ich musste unbedingt zur Pest. Als ich zu den Stallungen verschwand, sah ich ihn nicht weit entfernt stehen. Auf dem Rückweg sprach er mich an – eine Telefonnummer? Handy rauskramen war mit zitternden, hektischen Fingern nicht drin, Nummer kannte ich auch nicht auswändig – also schnell die ICQ Nr. gegeben, bevor ich dann wirklich zur Pest entschwand. Bei dem Pestumzug sah ich dann meinen Freund1. Er war sichtlich überrascht, aber ich war schnell an ihm vorbei. Die restliches Zeit dort wanderten meine Gedanken immer wieder zu der Begegnung mit dem Grafen.

Die Wut im Bauch für das verkorkste Wochenende dank nun Exfreund3 verrauchte und ein Kribbeln machte sich breit – schreibt er mir?

Nach eininge ICQ Nachrichten haben wir Handynummern ausgetauscht und uns dann Mitte Juni auf dem Büsumer Markt getroffen. Abi in der Tasche, Single, Ferien vor mir, das Leben genießen.