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30 Day Music Challenge

Hier also nun die erste Hälfte meiner Herrausforderung:

Tag 1.: Ein Song den ich mag mit einer Farbe im Titel

Stillste Stund ~ Licht frisst Stille, Schwarz frisst Licht

Großartig! Bei dieser Band habe ich stets wieder und wieder Gänsehaut.

Tag 2.: Ein Song den ich mag mit einer Nummer im Titel

In Extremo ~ Sieben Köche

Hierbei fiel es mir echt schwer etwas zu finden… Das Lied habe ich oft gehört als ich noch Koch werden wollte…

Tag 3.: Ein Song der mich an den Sommer erinnert

First Aid Kit ~ My Silver Lining

Überstunden, Sommer, Entscheidungen… eben nicht die leichte Rolle…

Tag 4.: Ein Song der mich eine Person erinnert, die ich lieber vergessen würde

Versengold ~ Frey und vernarrt

So manches mal verfolgt mich das noch…

Tag 5.: Ein Song der LAUT gespielt werden MUSS

The Living Tombstone ~ Die in a Fire

Der Titel sagt alles, Wut rauf, Lautstärke rauf, alles rauslassen

Tag 6.: Ein Song zu dem ich tanzen möchte

Fredrik Georg Eriksson ~ The Woodwork

Jedesmal wenn ich von der Arbeit komme 😀

Tag 7.: Ein Song zum fahren

The Black Eyed Peas ~ Meet me Halfway

In GTA V ein Muss zum Fahren für mich

Tag 8.: Ein Song über Drogen und Alkohol

Knasterbart ~ Mein Körper ist ein Tempel

So ist es halt bei Wikingern… 😀

Tag 9.: Ein Song der mich glücklich macht

Percival Schuttenbach ~ Drink Up, There`s More!

Ein Satz, der mich bei guten geistigen Getränken immer sehr glücklich macht!

Tag 10.: Ein Song der mich traurig macht

Finn Seliger ~ Ein bisschen mehr Enthusiasmus (Deponia)

Erinnert mich an meine verstorbenen Vorfahren 

Tag 11.: Ein Song dem ich nie überdrüssig werde

Sonny Rhodes ~ The Ballad Of Serenity

Wer hat nicht den Wunsch mit einem Raumschiff einfach von hier abzuhauen und frei für sich zu leben?

Tag 12.: Ein Song aus der Zeit in der ich zwischen 9 und 12 Jahre alt war

Donkes Kong Country ~ Mining Melancholie

Ohrwurm, stets und ständig, ich weiß nicht wie oft ich diese Level gespielt habe…

Tag 13.: Eines meiner Lieblingssongs aus den 70er

Westernhagen ~ Johnny Walker

Das war vor meiner Zeit schon großartig

Tag 14.: Einen Song den ich gerne auf meiner Hochzeit hören würde

KONGOS ~ Come with me now

„KOMM MIT! ODER MUSS ICH DICH ERST HEIRATEN?!“

Tag 15.: Ein Cover-Song eines anderen Künstlers

Lissie ~ Mother (Danzig Cover)

Ophealia…<3

Filterbubble.

Dieses Wort geistert schon in meiner Internetwelt herum, seit ich angefangen habe zu bloggen. Nicht nur hier, auch bei Twitter oder Facebook – ich suche mir die Themen aus, die ich lese. Lesen möchte. Interessant finde.

Stolpere trotzdem über neue Artikel oder Sichtweisen. Kann mich informieren, kann es aber auch lassen. Ich möchte behaupten, dass ich mir meine Welt ganz gemütlich eingerichtet habe. Trotzdem habe ich keinen Tunnelblick und bin mir sehr wohl bewusst, wie viele andere Meinungen es zu ein und demselben Thema gibt. Allerdings kann ich es ausblenden, wenn ich genug habe.

Warum zur Hölle geht das nicht auch im täglichen Leben?

Gothic Friday September 2016: Im Schatten des Netzes.

Im August war Gothic Friday Pause – ich hätte das zwischen Festivals und Urlaub auch gar nicht geschafft, meine Gedanken zu formulieren. Das Thema für diesen Monat ist das Internet. Mal sehen, was ich so zu den Fragen formuliert bekomme. Beitragssammlung gibt es hier auf Spontis.de – noch immer meine liebste schwarze Seite im Netz.

Internet & Schwarzsein – Inwiefern lassen sich für euch Internet und euer Schwarzsein vereinbaren? Ist das Internet bezogen auf Letzteres eine Bereicherung? Wenn ja, in welchen Bereichen? Zeigt sie uns! Seht ihr irgendwo Probleme und wenn ja, welche?

Definitiv eine unglaublich große Bereicherung! Ich wäre nicht so schwarz, wie ich es jetzt bin, ohne Internet. Ich kann mir aussuchen, wer und was in meiner Filterbubble bleibt  – bildlich gesehen hätte mein Wohnzimmer im Netz drei schwarz/rote Wände und eine glitzernde in Regenbogenfarben. Probleme tauchen leider auch oft auf – gerade die Kommentare bei Facebook driften gerne in Richtungen ab, so doof kann eine einzelne Person mit halbwegs klarem Verstand gar nicht denken. Da hilft leidern auch nur seine Filterbubble zu pflegen und darauf zu achten, was man liest. Wobei das im RL nicht anders ist. Vollhonks  möchte ich auch nicht in meinem Freundeskreis haben.

Auch im Internet gibt es „falsche Freunde“ – sei es Stalking, Mobbing in den Netzwerken oder Menschen, die gezielt andere zerstören wollen. Stichwort für mich ist hier Selbsthilfeforen. Wer dort ein bisschen gelesen hat, wird schnell merken, dass sich dort auch Pro-Denkende tummeln. Egal um was es geht, wenn der Kopf nur noch in eine Richtung denkt, ist es schwer zu erkennen, wer Gutes und wer Schlechtes erreichen will. Ganz schlimm ist es auch bei Instagram. Was sich dort an Pro-Anas, Pro-Mias oder Pro-Svvlern rumtreibt ist wirklich beängstigend.

Soziale Medien – Nutzt ihr Facebook, Whatsapp & Co? Wie wichtig sind sie euch hinsichtlich Kontaktaufnahme und -pflege? Gibt es Verweigerer unter euch, die sich bewusst gegen einen Gebrauch sozialer Medien entscheiden?

Schönes Thema. Ja, ich nutze Facebook, Whatsapp und Instagram. Habe einen Googleaccount. Bestelle bei Amazon. Ein Tuscheln geht durch die Menge… Allerdings achte ich schon darauf, was ich wo poste. Kinderfotos vom Wolf gibt es nur ohne Gesicht. Das soll mein Sohn später selber entscheiden dürfen, wo er etwas posten möchte. Facebook und Whatsapp nutze ich eigentlich aus Bequemlichkeit. Viele Freunde oder Familienmitglieder würde ich sonst nur viel schwerer erreichen. Natürlich möchte ich so einiges auch gar nicht wissen, was andere posten. Dafür gibt es ja aber auch Listenfunktionen. Da ist zwar immer wieder der Wunsch, den FB-Account zu löschen, aber was an Terminen etc ich inzwischen dadurch mitbekomme, ist leider nicht so einfach zu ersetzen.

Sinkendes Niveau und Selbstdarstellung – Mit dem Siegeszug der sozialen Medien wird häufig eine Verflachung der Diskussionskultur und an Narzissmus grenzende Selbstdarstellung verbunden. Wie seht ihr die Kritikpunkte bezogen auf die Schwarze Szene?

Jeder bastelt im Internet eine andere Figur von sich. Bei manchen ist es näher an dem, was er oder sie auch im täglichen Leben zeigt. Bei anderen ist es eine komplette Kunstfigur – aber das ist ja auch okay! Im RL bin ich als Mutter, Arbeitkollegin, Tochter, Gruftschnecke, Freundin oder Ehefrau auch immer ein Stückchen anders. Die Umgebung formt oder zwängt in Rollen. Toleranzgrenzen zieht jeder anders. Das ist in der schwarzen Szene nicht anders. Gerade die Diskussionskultur auf Spontis oder teilweise FB empfinde ich aber alles andere als abgeflacht. Das hängt dann wieder davon ab, mit dem man sich umgibt.

Bestandsaufnahme – Welche (schwarzen) Internetauftritte verfolgt ihr neben Spontis noch? Wovon handeln diese und wie seid ihr darauf aufmerksam geworden? Welchen Kanälen folgt auf YouTube oder Twitch?

Ziemlich wenige. Die Blogs, die beim Gothic Friday mitmachen klicke ich immer mal wieder durch. Beim schwarzen Glück war ich eine Zeit aktiv, genau wie in einem lokalen Forum. Das ist aber nicht mehr. Youtube finde ich ehrlich gesagt recht uninteressant. Dort schaue ich ab und zu DIY Videos, wenn ich eine neue Idee habe oder Hilfe brauche. [Meine zweite Internetwelt ist die Mutti-Blog-Szene. Da lese noch recht viel. Das ist aber hierfür nicht so relevant.]

Euer Teil des Netzes – Seid ihr selbst im Netz aktiv und kreativ? Was tut ihr dort und treibt euch dazu an? Betreibt ihr eigene Kanäle bei YouTube oder dreht ihr sogar eigene Videos?

Am aktivsten bin ich noch immer auf Twitter. Lustig, nachdenklich, den ein oder anderen kurzen Rant… Dann dieser Blog. Einzelne Posts bei Instagram. Pinterest nutze ich sehr viel für Ideensammlungen. Snapchat habe ich seit Pokemon Go fast nicht mehr geöffnet. Videos drehen ist nicht so mein Fall. Fotos mache ich gerne – aber auch lieber von anderen. Schöne Dinge oder Erlebnisse möchte ich festhalten – um mich daran zu erinnern und sie mit anderen teilen zu können.

 

Einer meiner Lieblingssätze ist: „Ich wohne quasi im Internet.“ Das stimmt auch nach wie vor. In meinem Smartphone sind alle Lieblingsmenschen genau gleich weit weg entfernt. Egal wie viele Kilometer dazwischen liegen. Das liebe ich so sehr daran. Wenn man sich dann trifft, ist es so, als wenn das letzte Treffen erst gestern war. Auch wenn es ein Jahr her ist. Vielleicht ist auch nicht das Internet an sich so toll, sondern die Menschen, die das zaubern, was es uns möglich macht uns nicht zu verlieren.

Gothic Friday 2016 Juni: Zu Pfingsten in Leipzig – Festival(v)erlebnisse.

Oh, Festivals. Ein schönes Thema. Gesammelte Beträge wie immer hier bei Robert zu finden.

Ich liebe Festivals. Also die Zeit vorher, die Planungen, die Aufregung, die Vorfreude. Welche Bands spielen? Kenne ich welche nicht? Sind die vielleicht total interessant? Was nehmen wir mit? Wer kommt alles mit? Zelt, Hotel oder Auto? Was zur Hölle ziehe ich an? Wie wird das Wetter? Die Fahrt dorthin. Das Kribbeln, wenn die Rastplätze immer schwärzer werden. Das Erspähen anderer schwarzer Autos. Die Dichte der Kennzeichen mit 666. Ankommen am Ort der Veranstaltung. Hotel oder Parkplatz suchen. Schlange stehen. Bändchen tauschen. Zimmer beziehen oder Zeltplatz suchen. Neue Leute treffen. Freunde endlich wieder in die Arme schließen. Spaß haben!

Warum fährst Du zum WGT? Oder warum fährst Du nicht?

Weil es inzwischen wirklich ein Familientreffen für mich geworden ist. Ich mag die ganze Stimmung in Leipzig, das Bummeln im Heidnischen Dorf, wie man immer wieder Bekannten über den Weg läuft. Die Konzerte machen es dann noch zu etwas Besonderem. Viele Menschen treffe ich leider nur 1x im Jahr – aber dann ist die Zeit umso schöner. Dadurch, dass es nicht ein großes Festivalgelände gibt, ist es mit dem Wolf auch sehr gut machbar. Eine ruhige Stelle findet sich immer und das Hotel war auch schnell erreicht. WGT ist also Familienfreundlich.

Wie war Dein letztes WGT?

Super schön. Die Herzmenschen dabei, andere getroffen, neue kennengelernt – Wetter war auch einigermaßen, mit dem Wolf hats gut geklappt. Ein paar Konzerte gesehen, gebummelt…

Wie Dein erstes?

Ganz anders als irgendwie vorgestellt. Ich war mit meinem Exfreund dort und er hatte einen ziemlich straffen Plan, welche Band er wann und wo sehen wollte. Ich bin deswegen viel alleine unterwegs gewesen und habe den Welle:Erdball-Film im Kino gesehen, war auf spontanen Twittertreffen und habe mich durch Leipzig treiben lassen. Da habe ich dann die ersten Menschen getroffen, die ich heute noch sehr sehr mag. Ich bin dankbar, dass mein Ex mich mitgenommen hat – sonst wäre ich wohl bis heute nicht dem WGT-Zauber erlegen. (Haha. Natürlich. Es hätte warscheinlich nur ein, zwei Jahre länger gedauert.)

Was ist Dein schönstes Festivalerlebnis?

Freunde treffen ist eigentlich immer so mit das schönste Erlebnis. Ewig lang draußen sitzen und zusammen Geschichten erzählen – dabei Wein trinken, das ist so ein bisschen meine liebste Mera-Erinnerung. Oder wie wir in Köln im Beachclub lagen, hinter uns spielte And One und die Sonne ging gerade unter… Schön war es auch beim Plague Noire abends auf der Party im Speisesaal – das war irgendwie bizarr durch die helle Aufmachung der ganzen Anlage und die schwarzen Menschen, die dort waren.

Was war Dein eindrücklichstes Konzert?

Deine Lakaien auf dem Plage Noire 2009. Akustik Set und einer der Auftritte, die mich vollkommen in den Bann gezogen haben.

Covenant auf dem Amphi 2011. Leider habe ich sie bis jetzt noch nicht wieder live sehen können.

HIM auf dem Mera Luna 2013. Gänsehaut noch immer.

Und: welche Festivals sind noch Teil Deines schwarzen Planeten?

Lange Jahre war es das Mera Luna. Von 2008-2013. Die letzten beiden Jahre waren wir nicht dort – hochschwanger wollte ich nicht, mit 9 Monatswolf konnte ich nicht. Dieses Jahr wird es auch nichts, wir kommen an dem Wochenende gerade aus dem Urlaub zurück. Mir fehlt das Mera. Das Campen. Die Musik. Naja, nächstes Jahr vielleicht.
(Eventuell fahre ich dieses Jahr. Das wäre wirklich schön.)

Ansonten war ich schon 2x beim Amphi, dorthin zieht es mich aber eher weniger. Mit Hostel war es okay, mit Zelten schrecklich. Das Blackfield war klasse, da wäre ich gerne noch mal hin. Gibt es ja leider genau wie das Plage Noire nicht mehr. Beim Deichbrand war ich 1x – Katastrophe. Ob es jetzt am Festival, am Wetter oder am komplett anderen Publikum lag – ich weiß es nicht. Zum Hörnerfest war ich ebenfalls 2x – das war sehr niedlich und echt schön. Allerdings sehr Metal-lastig, was nicht so ganz meins ist.

Ein bisschen Kribbeln ist da noch, wenn ich an das Hurricane denke. Vielleicht möchte ich irgendwann dort auch noch mal hin. Allerdings sind die Gruftie-Festivals mit 25.000 Menschen eigentlich schon wühlig genug. Es müssen nicht noch mehr sein.

WGT 2016 – Gedanken II.

Die Vorfreude steigt mit jedem Tag. Jetzt sind auch noch Abney Park und Solar Fake bestätigt – ich hoffe, ich schaffe es zu einem von beiden.

WGT – To Do:

[x] Unterkunft: Hotel. Nicht so furchtbar weit weg wie letztes Jahr. Zusammen mit dem Rest der Breaking Badasses. Eine Tramstation entfernt vom Hauptbahnhof – eine Entfernung, die auch zu Fuß zu meistern ist, sollten wir mit dem Buggy nicht in die Tram passen. Oder nachts zurücktorkeln. Tatsächlich habe ich schon geschaut, wo das Hotel genau ist und wo wir parken können. Außerdem bin ich mit Streetview ein bisschen durch die Gegend spaziert und habe direkt vor der Tür einen Bäcker entdeckt – voll super.
[  ] Outfits: Ein Fetzen-Wickelrock liegt unter meiner Nähmaschine. Also das Grundgerüst dafür. Ich will das schon ewig machen – hoffentlich wird der so toll, wie ich es mir vorstelle. Ansonsten freue ich mich schon wie sonstwar, endlich wieder Korsett und Reifrock tragen zu können. Und vielleicht auch das Hochzeitskleid? Der Rock ist so ganz anders, als gedacht. Aber ich glaube, er ist auch toll. Ein Korsett habe ich schon mal probiert: Es geht wieder zu, yeah. (Eins. Von sehr vielen.)
[  ] Frisur: Letzten Jahr war ich gar nicht mehr los, also ist es tatsächlich fast zwei Jahr her. Spitzen müssen unbedingt geschnitten werden. Hell freezes over, ich war beim Frisör! Meine Haare sind jetzt wieder auf einer Länge und sehen viel schöner aus. Jetzt stellt sich die Frage, ob ich blondieren wage.
[  ] Nähen: Siehe oben. Dann sollen noch für den Wolf Hosen dazu kommen. Oder ein Shirt oder so.
[  ] Basteln: Meine Liebelle habe ich letztes Jahr nicht repariert, ich hoffe das klappt dieses Jahr. Meine Flügel warten auch noch darauf, dass ich weiter bastle. 
[  ] Readymade: Der Schneide-Plotter und ich werden immer bessere Freunde. Da gibts schon viele Ideen für Shirts für den Wolf. Das Gruftschneckchen-Shirt muss auf jeden Fall noch mal geplottet werden. Mal sehen, wann ich das schaffe.
[/] Bestellen: Karten. Plotterfolie. Halbes Kreuz. Karten sind da. Plotterfolie werde ich wohl nicht mehr kaufen. 
[x] Schuhe: Pikes, Dr. Martens. War letztes Jahr super, wird dieses Jahr auch super sein.
[  ] Tasche: Der neue Rucksack kommt auf jeden Fall wieder mit. Dazu habe ich jetzt auch eine schöne Gürteltasche. Mal sehen, wie das zusammenpasst. Die Gürteltasche ist eher eine Hüfttasche und hat sich bei drei Konzerten bisher ganz gut bewährt. Auch in Kombination mit Rock.
[  ] Korsetts: Ja! Unbedingt! Mal durchprobieren, welche passen. Eins geht immerhin zu. Richtig geschnürt wars noch nicht.
[x] Kamera: Vielleicht fürs Hotel oder so mitnehmen, mal schauen.
[  ] Make-Up: Voll Bock drauf! Da muss ich dringend durchsortieren. Ist blöd, wenn der Eyeliner nur noch für einen Lidstrich reicht.
[  ] Kleiner Wolf: Kommt wieder mit. Wir werden uns dann abwecheln, so dass ich vielleicht auch Konzerte sehen kann und endlich wieder tanzen. Freut sich bestimmt auch schon.

Gothic Friday 2016: SchwarzArbeit – Zwischen Beruf und Berufung.

Neues Thema für den Gothic Friday von Spontis – dieses Mal kann ich auch keinen alten Beitrag verlinken, es ist ein komplett neues Thema. Und sehr spannend. Es sind vier Fragen gestellt, die mir das Schreiben etwas einfacher machen.

Welchen Beruf übst du aus oder strebst du an?

Ich habe nach meinem Abitur 2009 eine Ausbildung zur Fachinformatikerin für Systemintegration angefangen. Einige Bewerbungen für den Ausbildungsplatz hatte ich abgeschickt, wäre das nichts geworden, hätte ich wohl Lehramt studiert. Ich hatte aber zum Schluss drei Angebote für einen Ausbildungsplatz.

Weil ich doch ganz gut war, habe ich mit einem Schulkameraden ein halbes Jahr verkürzt und bin seit Januar 2012 staatlich geprüfte Fachinformatikerin.

(Wie) Lassen sich Gothic und Beruf verbinden und ist das überhaupt wichtig?

In meinem Beruf ist das recht einfach. Hätte ich studiert, wäre das wohl anders geworden. Meinen Pfingsturlaub macht mir keiner streitig und auch sonst gibt es wenig Probleme. Es gibt aber irgendwie auch nicht viele Punkte, wo ich das als Problem sehe. Gothic ist ein Teil von mir, ich bin einfach eine Gruftschnecke. Das hört nicht auf, wenn ich mit morgens an der Zeiterfassung einbuche. Wenn ich die Wahl habe, entscheide ich mich für den schwarzen Monitor statt dem weißen – weil ich es schöner finde. Wenn ich Dinge personalisieren kann, dann ist es eher gruftig. Soweit es geht und soweit es die Kollegen auch haben. Viel mehr Berührungspunkte gibt es auch eigentlich nicht. Büro ist Büro, Zuhause ist Zuhause.

Welche Abstriche nimmst du bei deinem Äußeren im Kauf oder würdest du in Kauf nehmen?

Ich trage aus praktischen Gründen keine Röcke oder Kleider bei der Arbeit – dafür krabbel ich zu häufig unter Tische oder steige auf Leitern. Ansonsten schminke ich mich nicht so stark wie zu anderen Gelegenheiten. Was eventuell auch am Zeitdruck morgens liegt. Da kein Kundenkontakt besteht, ist trotz Anstellung im öffentlichen Dienst vieles möglich. Ich bin schon mit sehr bunten Haaren arbeiten gewesen, das fanden sogar viele Kollegen recht schick. Die Schuhwahl ist durch die Auflage, Sicherheitsschuhe in vielen Bereichen zu tragen, recht eingeschränkt. Finde ich aber auch nicht schlimm. Die Wetterschutzjacke mit schicker oranger Schulterpartie… nun ja. Sie hält mich trocken und warm. Das ist hier am Kanal schon von Vorteil. In der Freizeit greife ich da lieber zu dezenteren Schwarztönen.

Welche Vorurteile oder Probleme tauchen im Umgang mit Chefs, Kollegen oder Kunden auf?

Wenige. Wobei mein Job auch eine Männerdomäne ist – ich bin allein mit vielen Männern in der Abteilung. Ab und zu mal ein Spruch, wenn die Haare wieder bunt waren – das aber auch eher freundlich und anerkennenen. Immerhin wusste immer sofort jeder, wer gemeint war, wenn es hieß „die Dame mit den bunten Haaren war hier“ – auch gut. Schwarze Kleidung ist kein Problem, das machen die anderen Metalheads hier ja auch. Ich achte natürlich darauf, welche Bandshirts ich anziehe. Auswahl ist zum Glück in ausreichender Menge vorhanden. Meine Urlaubsvorlieben sind auch akzeptiert – Pfingsten ist nun mal fest. Dafür bin ich dann auch in anderen Ferien oder an Feiertagen bereit zu arbeiten oder Bereitschaft zu machen. Geht alles.

Gothic Friday 2016 – März: Wie klingt deine musikalische Szene?

Neuer Monat – neues Thema beim Gothic Friday. Ein Thema, bei dem ich erstmal ordentlich schlucken musste. Tausend Bands und Lieder wanderten spontan durch meinen Kopf – ich hoffe, ich kann das ansatzweise  zu Papier bringen. Mehr Artikel zu dieser Reihe findet ihr bei Robert auf spontis.de – lesen lohnt sich. (Ich versuche immer erst dann bei anderen zu lesen, wenn mein eigener Artikel veröffentlicht ist – sonst werde ich nie fertig, weil weitere tausend Bands durch meinen Kopf zucken.)

Das Thema ist in drei Abschnitte aufgeteilt: Vergangenheit – die Tiefe – das Hier und Jetzt. Ohne Aufteilung wäre ich vermutlich schon jetzt gescheitert.

Die Vergangenheit

Meine Einstiegsdroge in die schwarze Szene war die Mittelaltermusik. Musik hat bei uns in der Familie schon immer eine große Rolle gespielt. Mein Papa hat eine sehr umfangreiche CD-Sammlung und ich habe oft als kleines Kind bei ihm im Arbeitszimmer gespielt, während die Ärzte, die toten Hosen oder Rammstein liefen. Die Grundrichtung war also ein wenig vorgegeben. Über die Mittelaltermusik schwappte mein Interesse dann zu Bands wie Subway to Sally, Schandmaul und irgendwann zu ASP. Mir gingen (und gehen immer noch!) die Flöten in der Mittelaltermusik dermaßen auf den Geist, dass ich nach anderen Bands suchte. Zu der Zeit habe ich erst als Hörerin, später auch als Moderatorin in einem Webradio meine Abende verbracht. Meine Liste mit interessanten Bands wuchs und wuchs – auf Myspace gab es zumindest ein bisschen was zum anfixen – mit Glück ein paar Clips auf Youtube. Die ein oder andere Youtube-Playlist hat das auch noch meinen Horizont erweitert. Durch mein erstes ASP-Konzert lernte ich Seelenzorn* kennen und damit dann die „elektronischere“ Seite der Musik. Durch meinen sich langsam erweiternden Freundeskreis ging es in die Clubs in der Umgebung. (Haha, wie niedlich Umgebung klingt. 100 km Fahrt eine Tour sind es immer gewesen.) Wir haben so einige Nächte durchgetanzt und dank dem Wissen meiner Freunde wanderte die ein oder andere Band auch in mein CD-Regal.

*(Bei den Recherchen zu diesem Artikel habe ich leider lesen müssen, dass der Sänger von Seelenzorn letztes Jahr verstorben ist. Ich habe sie zwar nur zwei Mal sehen dürfen, aber er und der Rest der Band haben mich schon beeindruckt. RIP Jens.)

Das war alles ein sehr schleichender Prozess. Es gab keinen Schalter, der umgelegt wurde. Viele Bands, die mich am Anfang faszinierten, mag ich inzwischen nicht mehr. Wobei das eher die Alben oder die Äußerungen der Bandmitglieder sind. Samsas Traum habe ich mit a.Ura und das Schnecken.haus kennen gelernt. Malerische, tolle Texte voller Phantasie… Mit dem Metal-Geschrammel danach war meine Begeisterung völlig weggeblasen. Nach zwei enttäuschenden Konzerten und zwei weiteren mittelmäßigen Platten habe ich mit dieser Band abgeschlossen. Die alten CDs höre ich noch gerne, die Ansichten von Kaschte und die neuen Sachen interessieren mich einfach nicht mehr. Ab und zu schwappt noch mal ein neuerer Song in meine Playlisten, schockverliebt war ich lange nicht mehr. Auch meine unglaubliche Liebe zu ASP ist deutlich abgekühlt. Das aktuelle Album habe ich noch nicht so häufig gehört, vielleicht muss sich das auch erst entwickeln.

Kurzzeitig ist die Industrial- und EBM-Musik in meinen Mittelpunkt gerückt. Combichrist, Wumpscut, die Krupps, Suicide Commando – alles was knallt und gut tanzbar ist. Höre ich auch jetzt noch – aber nur mal einen Song und dann ist auch wieder gut. Nachtmahr tauchte mit „Mädchen in Uniform“ genau dann auf, als ich sehr viel tanzen war. Inzwischen macht mir die Band und alles drumherum Angst. Das geht in eine gruselige Richtung. Dazu haben andere allerdings schon ausführlicher geschrieben.

Hängen geblieben bin ich eigentlich bei den klassischen Bands – Sisters of Mercy, the Cure, Silke Bischoff – aber auch Oomph!, L’Âme Immortelle, Covenant, Heppner, Solar Fake und Welle:Erdball. Ich bewegen mich auch noch gerne im Bereich Neue Deutsche Härte – das ist sehr tagesformabhängig.

Seit 2006 scrobbel ich meine gehörten Titel zu Last.fm – leider klappt das nicht so zuverlässig, wie ich mir das wünsche und natürlich sind da auch nicht die Tracks drin, die ich über meine große Anlage höre – aber dort findet sich eine schöne Übersicht über meine Musikvorlieben.

Die Tiefe

Manchmal möchte ich schreien, wenn im Radio Songs lustig daherplätschern, im Text aber (auf Englisch) nur über verschiedene Probleme mit Sex gesungen wird. Im normalen Programm. Texte sind so unglaublich bedeutend! Dass der Großteil der Radiohörer nunmal kaum richtig hinhört oder kein Englisch spricht, ist wohl das Glück der meisten Interpreten.

In 90% der Fälle sind für mich Text und Musik wichtig. Mein Englisch ist ausreichend, um zu verstehen, um was es in den meisten Songs geht. Wenn das nicht der Fall ist, suche ich mir auch die Texte und übersetze sie. Was vielleicht auch ein Grund dafür ist, dass ich mit fränzösischen, spanischen oder anderen Texten nicht viel anfangen kann. Wer weiß, worüber die da singen?

Ich bin kein Stück musikalisch – kann mich aber sehr gut in Melodien oder Rhythmen oder Stimmen verlieben. Es muss alles zusammen passen. Bevorzugt sind Bands mit männlichen Gesangsstimmen, Songs mit Text und ohne elendig lange Instrumentalteil. Ein treibender Beat ist schön – muss aber nicht immer sein. Was Instrumente angeht: Flöten nein danke. Streichinstumente, Klavier… [insert schnurren hier]

Für den Grafen und mich hat ein Song eine ziemlich besondere Bedeutung: Werben von ASP. Ich erinnere mich immer noch sehr daran, wie er mir beim Konzert im Kieler Schloss 2010 in die Augen sah und wir zusammen gesungen haben. Die Zeile „Für immer wir“ ist in unsere Verlobungsringe graviert. Der Song lief natürlich auch bei unserer alternativen Trauung.

Das Hier und Jetzt

Seit ein paar Jahren bin ich ziemlich Solar Fake verfallen. Das aktuellste Projekt von Sven Friedrich ist für mich eine gelungene Mischung aus Beats, Texten und seiner Stimme. Auch aus der Steampunk-Ecke kommt immer wieder Musik, die mir nicht mehr aus dem Kopf geht. Abney Park dürfte ja inzwischen bekannt sein, Steam-Powered Giraffe sind aber auch auf jeden Fall hörens- und sehenswert. Die Videos der Band sind großartig!

Zu meinen Everblacks gehören auf jeden Fall Stücke von den Sisters of Mercy, the Cure, Depeche Mode, Deine Lakaien oder Wolfsheim. An bestimmten Songs kann ich das gar nicht direkt festmachen. Ich freue mich immer wenn ich tanzen kann – oder wenn es mal einer dieser Songs ins Radio geschafft hat, wenn ich im Auto unterwegs bin.

Totgespielt in Clubs ist für mich eindeutig „Ich will brennen“ und „Schwarzes Blut“ von ASP. Wobei ich das auf Konzerten noch gerne höre. Ansonsten bin ich echt allergisch gegen Blutengel und alles, was nur stumpf aus 2-3 Textzeilen besteht. Noisuf-X gehört da teilweise zu oder x-Rx. Beleidigungen müssen irgendwie nicht unbedingt sein. Vorallem, wenn das dann auch noch auf jeder Party hört.

Meine aktuelle Top 5
Steam Powered Giraffe – Saturday Night
L’âme Immortelle – Fear
Oomph! – Jede Reise hat ein Ende
Avantasia – Draconian Love
Welle:Erdball – Die Liebe der 3. Art

Ewigen Top 5
Wolfsheim – The Sparrows And The Nightingales
Silke Bischoff – On the other side
Sisters of Mercy – You don’t see me
Abney Park – Airship Pirate
Covenant – Call the Ships to Port

Flop 5
Unheilig – alles ab 2010
Blutengel – alles. Damit eingeschlossen auch die anderen Bands um Chris Pohl.
Samsas Traum – Heiliges Herz
Welle:Erdball – 1000 Engel
Nachtmahr

Mit den Flop 5 habe ich mich sehr schwer getan. Wenn ich etwas nicht mag, höre ich auf es zu hören. Es gibt genug gute Musik, da bin ich nicht gezwungen, etwas mittelmäßiges abzuspielen. Bei manchen Bands bin ich nach wie vor traurig, wie sie sich entwickelt haben – dafür sind andere jetzt eher mein Fall. Auch mein Geschmack verändert sich. Das ist auch gut so! Viele Bands sind schon länger aktiv als ich Jahre alt bin. Wenn da nicht ab und zu etwas Neues in meine Playlisten kriechen würde, wäre ich sehr traurig.

Wer noch immer nicht genug hat, hier habe ich vor fünf Jahren über meinen Musikgeschmack geschrieben: Gothic Friday 2011 Februar: Musik und Leidenschaft.

(Am Samstag gehe ich mit meinem Papa zu L’âme Immortelle – Erziehung in Sachen Musik geht also auch in die Richtung, hihi.)

Gothic Friday 2016 – Februar: Warum bist Du immer noch in der Szene?

Vor fünf Jahren zog unser Blog gerade auf die eigenen Domain um – der Gothic Friday war eine der ersten Artikelserien, die wir hier veröffentlichten. Es ist viel passiert in der Zeit. Aber diesen Blog gibt es noch – also endlich wieder regelmäßige Einträge! Ich habe mich so sehr gefreut, als ich bei Robert davon las. Die alten Einträge bekommen auch noch immer viele Besucher, da ist das doch wirlich schön, neue Gedanken festhalten zu können.

Das erste Thema war: Wie bist du in die Szene gekommen? Den Beitrag hole ich gerne wieder hervor. Mit dem letzten Satz starte ich einfach mal in das neue Theman: Warum bist du immer noch in der Szene?

Also bin ich dann wohl als normales Mädchen in die Szene gestrauchelt und jetzt die glitzernde Gruftschnecke, die ich auch gerne bleiben mag.

Durch die Einträge vor fünf Jahren schlich sich der Begriff Gruftschnecke in meinen Sprachgebrauch. Und von dort in den der anderen Menschen um mich. Das hätte ich so nicht gedacht – es freut mich!

In den letzten fünf Jahren waren wir auf verschiedenen Festivals, Märkten, Treffen. Der Zirkusadel ist um ein Gruftschneckchen reicher geworden. Geheiratet wurde auch noch – das alles in schwarz. Ich habe mir nie bewusst die Frage gestellt, ob ich noch immer Gothic bin. Das ist einfach ein Teil von mir. Unsere Wohnung ist hauptsächlich schwarz/rot eingerichtet, meine Kleidung ist auch zu 90% schwarz – so bin ich einfach. (Zur Hochzeit waren meine Oma und Mama mit mir Brautkleider anschauen. Um ihnen zu beweisen, dass weiß mir einfach überhaupt nicht steht, probierte ich ein Kleid an. Stellte mich auf den Hocher, drehte mich… Sie schauten sich an und waren sich einig: Weiß passt nicht zu mir.)

Mein Musikgeschmack ist noch etwas elektronischer geworden, würde ich einfach mal behaupten. Wobei auch der Steampunk eine recht große Rolle für mich spielt. Nicht nur in der Musik, auch im Kleidungsstil. Mein Hochzeitskleid stammt von Alignor Aetherium, die mit ihrem Label Steampunk Decadence wundervolle Kleider und Anzüge zaubert. Eine Woche nach der Hochzeit haben wir für sie an der Modenschau zur Ausstellung Machina Nostalgica teilgenommen. Die Ausstellung ist wirklich schön – wenn es dieses Jahr Termine in eurer Nähe geben sollte – schaut sie euch an. Es ist unglaublich, wie viel Kreativität in manchen Menschen steckt – und wie andere Menschen dann der kleine Zündfunke sein können, der alles zum Lodern bringt.

Durch den Wolf war ich die letzten zwei Jahre nicht so viel unterwegs, wir ich vielleicht gerne gewesen wäre. Das macht die Vorfreude auf bestimmt Termine dann noch viel größer. Seit über zwei Jahren steckte ich nicht mehr in Korsett und Reifrock – es fehlt mir so sehr. Das ist eigentlich ein Zeichen für mich, dass die Gothic-Szene immer noch mein Zuhause ist. Freunde. Zufluchtsort. Familie. Ob und wann der Wolf uns dann für schrecklich komische Eltern hält, bleibt abzuwarten. Ich hoffe, wir können ihm später vermitteln, dass es viele verschiedene Arten zu leben gibt – und jeder auch so sein können sollte, wie er es gerne möchte. Denn das ist es ja eigentlich: Ich bin als Gruftschnecke so, wie es mir gefällt. Allerdings glitzere ich aus praktischen Gründen nicht mehr ganz so oft.

Ob ich in fünf Jahren auch noch so denke? Das sehen wir dann.

750 Jahre Meldorf – 750 Kilometer Schwimmen. 

Wow. So kann man das wohl ziemlich treffend beschreiben. Es kribbelt noch immer. 

Aber von Anfang an: 2015 ist Jubiläumsjahr in unserer Stadt. 750 Jahre ist Meldorf alt. Zu diesem Jubiläum gab und gibt es noch viele Veranstaltungen. Eine davon startete am Samstag um 10 Uhr und endete Sonntag um 10 Uhr. 24 Stunden konnte im Hallen- und im Freibad geschwommen werden. Jeder Teilnehmer bekam eine Startnummer und eine Startkarte, auf der von Helfern am Bahnrand gezählt wurde, wie viele Bahnen er oder sie geschwommen ist. Gemeinsames Ziel waren 750 Kilometer. 

Die Rahmenbedingungen waren also klar – eineinhalb Jahre Planung für diese Veranstaltung. Die Spannung, ob es überhaupt schaffbar ist, konnte man am Samstag förmlich spüren. Und dann entwickelte sich eine unglaublich schöne Atmosphäre im ganzen Bad. Ehrgeiz und Freude war fast greifbar. 

Durch unseren kleinen Wolf hatte ich zugesagt tagsüber zu helfen. Wir zwei haben dann am Samstag von 10 Uhr bis 18 Uhr die Anmeldung so gut es ging unterstützt. Dabei Startnummern auf Hände und Arme geschrieben, den Ablauf erklärt, Urkunden geschrieben, Karten aufbewahrt und der Wolf hat fleißig motivierend gelächelt. Schon nach ein paar Stunden konnten wir die ersten Medaillen und Urkunden verleihen. 

  
Als ich um 18 Uhr nach Hause fuhr, war ich völlig geflasht. Der Zwischstand lag bei 400 km um 16 Uhr, also waren wir auf einem guten Weg. Gegen halb zehn bin ich dann selber noch zurück ins Schwimmbad. Bei knapp 20°C 800 Meter im Freibad geschwommen und eine Bronzemedaille gewonnen, yeah! Um 21:21 Uhr waren es schon 800 km, Ziel erreicht. Das würde mit Raketen gefeiert. Von meinem Vater bekam ich um halb zwei ein Bild geschickt – er war auch noch geschwommen. 

Heute Morgen kamen manche Schwimmer dann schon das 3., 4. oder 5. Mal und schwammen weiter. Jeder so, wie er es konnte – wobei fast alle förmlich über sich hinaus gewachsen sind. Kinder, die gerade zwei Wochen Freischwimmer hatten, schwammen 3 Kilometer. Andere kamen mit Zweifeln, ob sie die 750 Meter für Bronze schafften – und erreichten Silber, was 2550 Meter entspricht. Alle waren so glücklich, wenn die Urkunde überreicht wurde. Ingesamt waren über 400 Teilnehmer im Wasser.

Die Helfer waren aus verschiedenen Vereinen – und ein absolut großartiges Team. Solche Veranstaltungen machen mir schon seit meiner aktiven DLRG-Zeit sehr viel Spaß. Die Nacht habe ich zwar dieses Mal nicht durchgemacht (das mache ich wieder, wenn der Wolf größer ist), aber trotzdem bin ich mehr als kaputt. Aber dieses wundervolle, gute, erfüllte kaputt. Es ist etwas zauberhaftes, wenn man Teil von so etwas sein kann.  Ab und zu vermisse ich das. Nur kann ich mich schlecht teilen und wer weiß, was die Zukunft bringt. Solange helfe ich weiter gerne bei solchen Veranstaltungen. 

  
Meine Medaille werde ich mir ans Regal hängen, das ist eine tolle Erinnerung. Die letzte Medaille, die ich gewann, ist von 2000 – Vizekreismeisterin im Rettungsschwimmen. 

Wir sind die 750 Kilometer übrigens hin und zurück geschwommen. 1534 Kilometer. Absoluter Wahnsinn. 

WGT 2015 – Gedanken.

Nach dem Elfia in Holland, was unser erstes Festival zu dritt war, freue ich mich jetzt so richtig aufs WGT. Und um mal wieder einen Überblick zu haben, was noch fehlt, greife ich mal auf meine geliebte Liste zurück.

WGT – To Do:

[x] Unterkunft: Hotel. Gebucht irgendwann letztes Jahr. Adresse muss ich mir noch extra einspeichern und vielleicht die Tramverbindungen anschauen. Mache ich wie immer kurz vorher.
[x] Outfits: Ist dieses Jahr einfach: Die Klamotten, die passen und stilltauglich sind, in den Koffer werfen – fertig.
[  ] Frisur: Ich möchte vorher noch zum Frisör. Spitzen schneiden und eventuell rote Strähnchen. Das letzte Mal war ich kurz vorm letzten WGT beim Frisör.
[  ] Nähen: Da ich sowieso momentan fast nur für den Wolf nähe, springt vielleicht für ihn noch ein Outfit heraus.
[  ] Basteln: Ich würde gerne meine RAM-Libelle noch reparieren, wobei das Tragen wohl eher nicht klappt.
[  ] Readymade: Letzte Woche habe ich zwei schlichte schwarze T-Shirts gekauft, da soll noch was drauf.
[x] Bestellen: Karten sind schon da.
[x] Schuhe: Pikes, Dr. Martens. Passt.
[  ] Tasche: Da werde ich mich die nächste Woche intensiv mit beschäftigen – ein neuer Rucksack soll hier einziehen.
[x] Korsetts: Bleiben auch dieses Jahr hier.
[  ] Kamera: Wird eher hier bleiben. Überlege ich aber noch.
[  ] Make-Up: Habe letzte Woche alles durchsortiert und geschaut, was denn nicht eingetrocknet ist. Freue mich aufs Schminken.
[  ] Kleiner Wolf: Kommt mit. Lässt unser Gepäck quasi explodieren, ähem.

Es wird so schön werden. So viele Herzmenschen sind dabei – ich freue mich schon sehr.