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WGT – Gedanken IV.

Morgen früh geht es los. Natürlich viele Dinge nicht geschafft, dafür andere. Alte Wohnung ist auch abgegeben und seit knapp zwei Wochen kribbelt es so richtig. Heute Abend wird das Auto gepackt, damit wir morgen früh nur noch Kleinkram mitnehmen müssen. Wir fahren durch Hamburg, die Zauberschlampe abholen und machen Pause in Beelitz. Ich freu mich sehr.

WGT – To Do:

[x] Unterkunft: Hotel ist von unserer Glitzerelfe aus Ghosthacht gebucht. Direkt in der Stadt. Also im nördlichen Teil der Stadt. 350 Meter zum Hauptbahnhof, 850 Meter zur Moritzbastei. Wenn das mal nicht perfekt ist. Auto wird wieder am Hauptbahnhof ins Parkhaus gestellt.
Das ist auch wirklich gut so, es ist noch Stadtfest. Also wird unsere Haupteinsteigestation der Hauptbahnhof sein. Die Zimmerverteilung hat sich noch munter verändert – umso mehr freue ich mich über ein paar der neuen Hotel-Mitbewohner.

Die Adressen fürs Navi sind schon rausgesucht. Man könnte fast meinen, ich wäre richtig gut vrobereitet. Auch die Straßenbahnabfahrtszeiten sind gespeichert.

[x] Outfits: Mein Hochzeitskleid passt wieder! Also werde ich es auch anziehen. Bei den Korsetts passen auch wieder mehr. Das ist so cool. Den Wickelrock vom letzten Jahr habe ich nicht getragen und der muss auch noch anders. Da mein Kleiderschrank eh komplett ausgeräumt werden muss, habe ich Zeit, alles anzuprobieren. Juchu! (Immer in allem das Positive sehen. Ich übe das.) Auch mein Reagenz-Kleid, welches ich zum Standesamt trug, passt. Dafür sind einige andere Klamotten rausgeflogen, zu groß. Endgültige Outfitplanung steht an, wenn wir mit der Wohnung einigermaßen fertig sind.

Bei 28°C Kleider anprobieren bringt nicht so viel Spaß, aber der Koffer war danach fast fertig gepackt. Natürlich zu viele Klamotten eingepackt, aber wer weiß, wie warm es wirklich wird.

[x] Frisur: Blondiert sind sie seit einiger Zeit. Bunt auch. Welche Farbe vor dem WGT reinkommt, hängt von meiner Outfitplanung ab. Irgendwann Ende Mai dann noch mal Ansatz blondieren lassen. Die Colorista Farben von L’Oreal habe ich getestet – Mist sind die. Arctic Fox steht hier bereit.
Artic Fox ist ziemlich großartig. Hält lange, schöne Farbe und wäscht sich ohne Rückstände aus. Ich glaube, ich hätte gerne wieder einen Regenbogen. Mal schauen, ob ich genug Farben dafür habe.

Letzte Woche den Pony blondieren lassen und am Tag darauf hat mir der Liebste die Haare bunt gemacht <3

[ ] Nähen: Ich weiß noch nicht. Vielleicht möchte ich noch etwas nähen, mal sehen. Momanten macht das Nähen so viel Spaß. Wenn ich jetzt auch noch Zeit dafür hätte. Ich habe hier noch ein Schnittmuster für einen großartigen Wenderock liegen, aber ich fürchte, das schaffe ich nicht mehr. An so einem Umzug hängt irgendwie noch so viel dran. Eigentlich wäre eine Tablet-Halterung für die Kopfstütze noch ganz gut – um ein Notfallprogramm für den Wolf zu haben.

Tablet-Halterung ist fertig, für den Liebsten habe ich aus Weste, Jacke und Rock noch einen Mantel gemacht. Halbfertig sind drei kurze Hosen für den Wolf. Vielleicht schaffe ich das heute noch.

[ ] Basteln: Die Libelle ist repariert, wenn ich dazu jetzt noch ein Outfit basteln könnte. Meine Flügel. Hm. Meine Flügel sind kurz vor tragebereit! Das hätte ich überhaupt nicht gedacht. Dafür fehlt jetzt natürlich der Rest dazu. Die Flügel habe ich beim Elfia getragen! Sie sind echt schön – ganz anders als geplant. Jetzt auch leicht gebogen, was aber dem ganzen noch Leben einhaucht. Möchte ich sie mitnehmen? Ich glaube schon.

Mitgenommen werden sie. Ob und wann ich sie trage, werde ich spontan entscheiden.

[ ] Readymade: Es gibt so viele Dinge, die durchgeschaut werden müssen.
Die beiden Breaking Badasses Jacken für uns müssen noch fertig werden. Damit wir zum Rest passen. Geplottert habe ich das zumindest. Wenn wir jetzt noch das Bügeleisen finden…

Ich hatte das natürlich in schwarz geplottet. Für schwarze Jacken. Glanzleistung. Also noch mal in weiß. Entgittern und bügeln fehlt noch.

[x] Bestellen: Karten. Eventuell Haarfarbe.
Karten werde ich im April bestellen, denke ich. Wer mitbestellen möchte, darf das jetzt schon gerne sagen. Folie habe ich auch noch bestellt. Karten habe ich Anfang der Woche bestellt, die Versandbestätigung ist auch schon da.

Karten sind da. Mehr musste ich auch nicht kaufen.

[x] Schuhe: Pikes, Dr. Martens. Sind jetzt meine erste Wahl auf Festivals.

Letzte Woche den Absatz eines Pikes abgetanzt… Es gibt hier nicht viele Schuster und noch weniger, die das bis zum WGT machen. Erstmal wird der Absatz geklebt und nächste Woche lasse ich neue Absätze machen. (Wenn das mit dem zeitgesteuerten Veröffentlichen klappt, hole ich sie jetzt gerade ab.)

[x] Tasche: Da meine Gürteltasche leider auch unserem Schimmel-Problem zum Opfer gefallen ist, wird es die Anki-Tasche richten müssen. Oder meine neue Dänemark-Tasche. Die Dänemark-Tasche entwickelt sich immer mehr zu einer Lieblingstasche. Da passt so viel rein. Ich flirte allerdings auch noch immer mit einer Tasche fürs Bein. Es ist erstaunlich, wie viel in die Sportkarre vom Wolf passt. Mit den tausend Taschen an den Seiten. Da ich die meiste Zeit mit ihm unterwegs sein werde, brauche ich sonst gar nichts.

Ich habe ja noch die Gürteltasche von Anki. Ganz vergessen. Ist auch schon gewaschen.

[x] Korsetts: Da freue ich mich schon drauf. Vielleicht muss ich mich sogar entscheiden, welche ich mitnehmen möchte! Ich muss mich definitv entscheiden! Das lange grüne Korsett passt super zu den Flügeln.

Eingepackt sind das lange grüne Korsett und mein schwarzes. Plus das vom Hochzeitskleid.

[x] Kamera: Mitgenommen wird sie.

[ ] Make-Up: Jedes Jahr vor dem WGT gibt es Kajal, Wimperntusche und Eyeliner neu. Irgendwann im Mai also. Dank Sortimentsumstellung besitze ich jetzt drei bunte Lippenstifte. Ich müsste sie nur jetzt auch mal tragen. Lippenstift trage ich tatsächlich öfter jetzt. Das Schminken zum Elfia hat meine Lust auf mehr definitv geweckt.

Einpacken muss ich den ganzen Schnickschnack noch.

[x] Kleiner Wolf: Wenn alles klappt, bleibt er bei Oma.
Nein. Der Wolf kommt mit. Freut sich schon auf den kleinen Raben und alle weiteren kleinen Sprösslinge. Braucht also auch noch ein paar gruftige Shirts. Ein Hoch auf den Plotter! Er hat eine neue Monster-Jacke, damit passt er schon mal gut zu uns. Ich bin gespannt, ob ich mehr kurze Hosen einpacken muss. Die Autofahrt nach Holland war ähnlich lang wie die nach Leipzig – das hat er super gemacht. Ich freu mich sehr, mit ihm auf dem WGT zu sein.

Der Wolf freut sich schon und erzählt allen, dass wir Donnerstag in den „Uuuuuulaub! Leipzig. WGT!“ fahren. Er möchte so gerne mal Zug fahren – ich hoffe, Tram geht auch klar.

Morgen geht es los!

WGT – Gedanken III.

Leben, ey. Immer kommt irgendwas dazwischen. Noch 20 Tage bis wir aufbrechen. Ab Montag kommt dann auch die Zeit für die Vorfreude.

WGT – To Do:

[x] Unterkunft: Hotel ist von unserer Glitzerelfe aus Ghosthacht gebucht. Direkt in der Stadt. Also im nördlichen Teil der Stadt. 350 Meter zum Hauptbahnhof, 850 Meter zur Moritzbastei. Wenn das mal nicht perfekt ist. Auto wird wieder am Hauptbahnhof ins Parkhaus gestellt.
Das ist auch wirklich gut so, es ist noch Stadtfest. Also wird unsere Haupteinsteigestation der Hauptbahnhof sein.
Die Zimmerverteilung hat sich noch munter verändert – umso mehr freue ich mich über ein paar der neuen Hotel-Mitbewohner.

[ ] Outfits: Mein Hochzeitskleid passt wieder! Also werde ich es auch anziehen. Bei den Korsetts passen auch wieder mehr. Das ist so cool. Den Wickelrock vom letzten Jahr habe ich nicht getragen und der muss auch noch anders. Da mein Kleiderschrank eh komplett ausgeräumt werden muss, habe ich Zeit, alles anzuprobieren. Juchu! (Immer in allem das Positive sehen. Ich übe das.)
Auch mein Reagenz-Kleid, welches ich zum Standesamt trug, passt. Dafür sind einige andere Klamotten rausgeflogen, zu groß. Endgültige Outfitplanung steht an, wenn wir mit der Wohnung einigermaßen fertig sind.

[ ] Frisur: Blondiert sind sie seit einiger Zeit. Bunt auch. Welche Farbe vor dem WGT reinkommt, hängt von meiner Outfitplanung ab. Irgendwann Ende Mai dann noch mal Ansatz blondieren lassen. Die Colorista Farben von L’Oreal habe ich getestet – Mist sind die. Arctic Fox steht hier bereit.
Artic Fox ist ziemlich großartig. Hält lange, schöne Farbe und wäscht sich ohne Rückstände aus. Ich glaube, ich hätte gerne wieder einen Regenbogen. Mal schauen, ob ich genug Farben dafür habe.

[ ] Nähen: Ich weiß noch nicht. Vielleicht möchte ich noch etwas nähen, mal sehen. Momanten macht das Nähen so viel Spaß. Wenn ich jetzt auch noch Zeit dafür hätte.
Ich habe hier noch ein Schnittmuster für einen großartigen Wenderock liegen, aber ich fürchte, das schaffe ich nicht mehr. An so einem Umzug hängt irgendwie noch so viel dran. Eigentlich wäre eine Tablet-Halterung für die Kopfstütze noch ganz gut – um ein Notfallprogramm für den Wolf zu haben.

[ ] Basteln: Die Libelle ist repariert, wenn ich dazu jetzt noch ein Outfit basteln könnte. Meine Flügel. Hm. Meine Flügel sind kurz vor tragebereit! Das hätte ich überhaupt nicht gedacht. Dafür fehlt jetzt natürlich der Rest dazu.
Die Flügel habe ich beim Elfia getragen! Sie sind echt schön – ganz anders als geplant. Jetzt auch leicht gebogen, was aber dem ganzen noch Leben einhaucht. Möchte ich sie mitnehmen? Ich glaube schon.

[ ] Readymade: Es gibt so viele Dinge, die durchgeschaut werden müssen.
Die beiden Breaking Badasses Jacken für uns müssen noch fertig werden. Damit wir zum Rest passen.
Geplottert habe ich das zumindest. Wenn wir jetzt noch das Bügeleisen finden…

[ ] Bestellen: Karten. Eventuell Haarfarbe.
Karten werde ich im April bestellen, denke ich. Wer mitbestellen möchte, darf das jetzt schon gerne sagen. Folie habe ich auch noch bestellt.
Karten habe ich Anfang der Woche bestellt, die Versandbestätigung ist auch schon da.

[x] Schuhe: Pikes, Dr. Martens. Sind jetzt meine erste Wahl auf Festivals.

[ ] Tasche: Da meine Gürteltasche leider auch unserem Schimmel-Problem zum Opfer gefallen ist, wird es die Anki-Tasche richten müssen. Oder meine neue Dänemark-Tasche. Die Dänemark-Tasche entwickelt sich immer mehr zu einer Lieblingstasche. Da passt so viel rein. Ich flirte allerdings auch noch immer mit einer Tasche fürs Bein.
Es ist erstaunlich, wie viel in die Sportkarre vom Wolf passt. Mit den tausend Taschen an den Seiten. Da ich die meiste Zeit mit ihm unterwegs sein werde, brauche ich sonst gar nichts.

[ ] Korsetts: Da freue ich mich schon drauf. Vielleicht muss ich mich sogar entscheiden, welche ich mitnehmen möchte!
Ich muss mich definitv entscheiden! Das lange grüne Korsett passt super zu den Flügeln.

[x] Kamera: Mitgenommen wird sie.

[ ] Make-Up: Jedes Jahr vor dem WGT gibt es Kajal, Wimperntusche und Eyeliner neu. Irgendwann im Mai also. Dank Sortimentsumstellung besitze ich jetzt drei bunte Lippenstifte. Ich müsste sie nur jetzt auch mal tragen.
Lippenstift trage ich tatsächlich öfter jetzt. Das Schminken zum Elfia hat meine Lust auf mehr definitv geweckt.

[x] Kleiner Wolf: Wenn alles klappt, bleibt er bei Oma.
Nein. Der Wolf kommt mit. Freut sich schon auf den kleinen Raben und alle weiteren kleinen Sprösslinge. Braucht also auch noch ein paar gruftige Shirts. Ein Hoch auf den Plotter!
Er hat eine neue Monster-Jacke, damit passt er schon mal gut zu uns. Ich bin gespannt, ob ich mehr kurze Hosen einpacken muss. Die Autofahrt nach Holland war ähnlich lang wie die nach Leipzig – das hat er super gemacht. Ich freu mich sehr, mit ihm auf dem WGT zu sein.

WGT 2017 – Gedanken II.

Monat rum, was hat sich denn getan? Also außer der wachsenden Vorfreude?

WGT – To Do:

[x] Unterkunft: Hotel ist von unserer Glitzerelfe aus Ghosthacht gebucht. Direkt in der Stadt. Also im nördlichen Teil der Stadt. 350 Meter zum Hauptbahnhof, 850 Meter zur Moritzbastei. Wenn das mal nicht perfekt ist. Auto wird wieder am Hauptbahnhof ins Parkhaus gestellt.
Das ist auch wirklich gut so, es ist noch Stadtfest. Also wird unsere Haupteinsteigestation der Hauptbahnhof sein.

[ ] Outfits: Mein Hochzeitskleid passt wieder! Also werde ich es auch anziehen. Bei den Korsetts passen auch wieder mehr. Das ist so cool. Den Wickelrock vom letzten Jahr habe ich nicht getragen und der muss auch noch anders.
Da mein Kleiderschrank eh komplett ausgeräumt werden muss, habe ich Zeit, alles anzuprobieren. Juchu! (Immer in allem das Positive sehen. Ich übe das.)

[ ] Frisur: Blondiert sind sie seit einiger Zeit. Bunt auch. Welche Farbe vor dem WGT reinkommt, hängt von meiner Outfitplanung ab.
Irgendwann Ende Mai dann noch mal Ansatz blondieren lassen. Die Colorista Farben von L’Oreal habe ich getestet – Mist sind die. Arctic Fox steht hier bereit.

[ ] Nähen: Ich weiß noch nicht. Vielleicht möchte ich noch etwas nähen, mal sehen.
Momanten macht das Nähen so viel Spaß. Wenn ich jetzt auch noch Zeit dafür hätte.

[ ] Basteln: Die Libelle ist repariert, wenn ich dazu jetzt noch ein Outfit basteln könnte. Meine Flügel. Hm.
Meine Flügel sind kurz vor tragebereit! Das hätte ich überhaupt nicht gedacht. Dafür fehlt jetzt natürlich der Rest dazu.

[ ] Readymade: Es gibt so viele Dinge, die durchgeschaut werden müssen.
Die beiden Breaking Badasses Jacken für uns müssen noch fertig werden. Damit wir zum Rest passen.

[ ] Bestellen: Karten. Eventuell Haarfarbe.
Karten werde ich im April bestellen, denke ich. Wer mitbestellen möchte, darf das jetzt schon gerne sagen. Folie habe ich auch noch bestellt.

[x] Schuhe: Pikes, Dr. Martens. Sind jetzt meine erste Wahl auf Festivals.

[ ] Tasche: Da meine Gürteltasche leider auch unserem Schimmel-Problem zum Opfer gefallen ist, wird es die Anki-Tasche richten müssen. Oder meine neue Dänemark-Tasche.
Die Dänemark-Tasche entwickelt sich immer mehr zu einer Lieblingstasche. Da passt so viel rein. Ich flirte allerdings auch noch immer mit einer Tasche fürs Bein.

[ ] Korsetts: Da freue ich mich schon drauf.
Vielleicht muss ich mich sogar entscheiden, welche ich mitnehmen möchte!

[x] Kamera: Mitgenommen wird sie.

[ ] Make-Up: Jedes Jahr vor dem WGT gibt es Kajal, Wimperntusche und Eyeliner neu. Irgendwann im Mai also.
Dank Sortimentsumstellung besitze ich jetzt drei bunte Lippenstifte. Ich müsste sie nur jetzt auch mal tragen.

[x] Kleiner Wolf: Wenn alles klappt, bleibt er bei Oma.
Nein. Der Wolf kommt mit. Freut sich schon auf den kleinen Raben und alle weiteren kleinen Sprösslinge. Braucht also auch noch ein paar gruftige Shirts. Ein Hoch auf den Plotter!

Wolfsgeschichten: Stoffwindeln.

Neue Rubrik: Geschichten über unseren Alltag mit dem Wolf. Mal sehen, über was ich da noch so schreiben kann. Ein paar Ideen habe ich schon. Bisher gab es nicht viel auf diesem Blog über unseren Sohn. Doch unser Leben hat sich verändert, seit er bei uns ist. Warum nicht auch darüber schreiben.

Wir wickeln mit Stoff.

Wenn ich erzähle, dass der Wolf teilweise mit Stoffwindeln gewickelt wird, ernte ich sehr oft fragende, angewiderte und ablehnende Blicke. Bisher sind mir mehr Menschen mit ablehnender Haltung begegnet, als Neugierige. Das finde ich schon etwas schade. Muss anders immer gleich schlecht sein? Sind gerade wir nicht alle ziemlich anders? Nach etwas Aufklärung konnten sich das dann der ein oder andere auch vorstellen. Immerhin.

Als ich anfing, diesen Artikel zu schreiben, fragte ich nach Gedanken, die anderen durch den Kopf gehen, wenn ich von Stoffwindeln erzähle. Ein paar kurze Kommentare sind von mir dabei, der Rest klärt sich dann hoffentlich etwas weiter unten. Falls etwas unklar bleibt, oder mehr Informationen gewünscht sind – schreibt!

„Das ist doch viel zu aufwändig.“ – Es ist mehr Aufwand, das stimmt. Allerdings sind es mir die 5-10 Minuten jeden Abend wert. | „Hast du zwei Waschmaschinen?“ – Nein, natürlich nicht. Andere Mütter waschen nach Windelunfällen die Wäsche ja auch nicht in verschiedenen Maschinen. | „Ist das nicht sehr viel Wäsche?“ – Es sind zwei Maschinen in der Woche, wobei ich auch andere Wäsche mitwasche. | „Wie transportiert man dreckige Windeln?“ – Im Wetbag. | „Das stinkt doch!“ – Ja. Klar. Wegwerfwindeln stinken aber auch. Nicht wenig. Nur riechen die dann so richtig fies nach Chemie. Was bei den Superabsorbern in den Windeln auch kein Wunder ist. | „Stück Stoff zum um Popo schnallen!“ – Mit Klett oder Snaps. | „Was hat die gekostet? SO VIEL?“ – Dafür ist das Geld nicht für die Tonne. | „Bunt!“ | „Ganz schön öko…“ | „Früher gabs einfach nur Mulltücher.“ – Richtig. Die kann man heute auch noch benutzen. Wir nutzen andere Systeme. | „Bunte Windelpopos.“ – Oh ja! | „Was für ein dicker Hintern.“ – Kleiner Hummelpo!

Die Windeln.

Als das Thema Stoffwindeln in meine Filterbubble drang, war ich sehr neugierig. Angefangen zu recherchieren habe ich lange bevor der Wolf überhaupt in meinem Bauch war. Es gibt nicht die Stoffwindel. Das eine System. Es gibt unheimlich viele verschiedene Firmen, Formen, Farben. Das ist schon ein ziemliche Dschungel an Informationen. Wir benutzen jetzt für die Kita Pocketwindeln und AIOs mit Pocketfunktion. Am Wochenende wickle ich den Wolf mit Ai3-Windeln von gDiapers. Nachts gibt es weiterhin Wegwerfwindeln, weil das System, was wir zeitweise hatten, nicht gut genug gepasst hat. Nicht jede Windel passt zu jedem Kind. Nachts sind Höschenwindeln plus Überhose eigentlich eine gute Lösung. Dafür hatte ich 4 Höschenwindeln und 2 Überhosen bestellt. Leider waren die Überhosen an den Beinen nicht dicht genug, wenn genug Saugmaterial in der Windel war. Vielleicht hätte es mit anderen Überhosen funktioniert – aber zu der Zeit hatte ich keine Nerven mehr, noch etwas anderes auszuprobieren. Daher ist unser Kompromiss: Stoffwindeln tagsüber, Wegwerfwindeln in der Nacht.

Unsere Pocketwindeln sind von verschiedenen Marken. Little Lamb ist da mein ganz klarer Favorit. Breite Öffnung zum Stopfen, weiches Fleece, passen gut, schneiden nicht ein, lassen sich mehrfach verstellen. Ein paar Noname-Windeln sind noch übrig. Wir haben uns erst Anfang des Jahres dazu entschieden, den Wolf auch in der Krippe mit Stoff zu wickeln. Für die Testzeit habe ich zwei gebrauchte Pocketwindel-Pakete mit Little Bloom und anderen günstigen Windeln gekauft. Als die Erzieherinnen zugestimmt haben, sind diese Windeln Stück für Stück ausgetauscht worden. Die Einlagen werden in die Tasche geschoben und verrutschen so kaum.

Wenn der Liebste den Wolf morgens in den Kindergarten bringt, trägt er meistens eine All-in-One mit Pocketfunktion. Das ist eine Windel, in der eine Einlage fest eingenäht ist. Dazu wird sie bei uns mit einer Einlage extra gestopft. Bei diesen Windeln muss etwas drauf geachtet werden, dass die zusätzliche Einlage nicht verrutscht ist, dewesen nutzen wir sie morgens gerne. Die Kinder werden meist nach dem Frühstück gewickelt und bis dahin reicht das Fassungsvermögen gut.

Am Wochenende oder an freien Tagen sind die gDiapers All-in-3 Windeln mein Favorit.  Hier gibt es eine Windel, die mit Klett auf dem Rücken verschlossen wird. In diese Windel wird die sogenannte Pouch mit Druckknöpfen gesnappt. Diese Pouch ist atmungsaktiv – wenn die Einlagen also sehr nass sind, kann sich die Windel klamm anfühlen – das haben wir allerdings nur, wenn ich einen sehr langen Wickelabstand hatte. Die Einlagen liegen direkt in der Pouch. Dadurch können die gDiapers 2-3x benutzt werden, bevor sie in die Wäsche kommen. Einlagen aus der Pouch raus, auslüften lassen, neu füllen.

Somit haben wir jetzt 11 Pocketwindeln von Little Lamb, 3 Noname-Pocketwindeln, 7 gDiapers in L, 2 Gladbaby in L, 2 Alva AiOs mit Pocketfunktion und 3 Happy Flute AiOs mit Pocketfunktion. Die Anzahl der Einlagen kann ich nur grob schätzen. Es müssten jetzt 30 vernähte Ikea-Waschlappen, 45 Bambusbooster von Little Lamb und 15 gemischte Einlagen aus verschiedenen Materialien sein. Darunter sind auch ein paar Baumwolleinlagen von Totsbots und drei vernähte Moltontücher. Was aus verschiedenen Paketen übrig geblieben ist. Die Mikrofaser-Einlagen sind allerdings alle sofort aussortiert worden, die waren nichts.

Das Wickeln.

Wickeln funktioniert im Grunde nicht viel anders als mit Wegwerfwindeln. Alte Windel ausziehen, Hintern sauber machen, neue Windel um. Bei den g’s mit Klett hinten, bei den Pockets werden die Windeln mit Snaps geschlossen. Als letzter Schritt muss noch kontrolliert werden, ob das Windelvlies komplett in der Windel liegt. Schaut das an den Bündchen raus, zieht es Flüssigkeit und der Body wird nass. Die alte Windel kommt in der Krippe in einen Wetbag, bei uns Zuhause in die Windeltonne. Dabei werden die Einlagen und die Windeln getrennt. Vollgekackte Windeln sind natürlich nicht so schön – dafür liegt das Vlies in den Windeln. Damit lässt sich schon viel entsorgen. (Bei uns in den Windeleimer. Theoretisch könnte man das auch im Klo runterspülen, ich weiß aber nicht, wie durchgängig die Rohre in unserer Wohnung noch so sind. Außerdem gehört das einfach nicht ins Klo, schließlich löst es sich nicht so einfach auf wie Toilettenpapier.) Danach wasche ich die Windel kurz im Waschbecken aus, bevor sie auch im Windeleimer landet.

Das Waschen.

Zwei Mal die Woche ist Windelwaschtag. Meistens Samstag und Diestag. Dabei wandern beide Wäschesäcke in die Maschine. Der Einlagen-Sack ist offen, der andere geschlossen. Eine Runde Spülen – 30 Minuten. Dann schmeiße ich noch andere Stücke mit die Maschine. Meist Handtücher, Sportklamotten oder andere Kleidungsstücke vom Wolf. 60° und Vollwaschmittel – das ist schon das ganze Geheimnis. Die Einlagen dürfen regelmäßig auch eine Runde bei 95° drehen. Die Hüllen der gDiapers wandern teilweise auch bei der normalen Wäsche mit in die Maschine. Denen reicht 40°. Ein Hoch auf die Wäschekraken von Ikea. Dort trocknen die Einlagen sehr gut – und ich kann sie schnell abends noch mal für ein paar Stunden nach draußen hängen, wenn das Wetter gut ist. Die Pocketwindeln sind meist am Tag drauf schon trocken, die Einlagen braucht 2-3 Tage. Wir haben allerdings auch keinen Trockner.

Kein Hexenwerk.

Natürlich kann man sehr sehr sehr viel Geld für Stoffwindeln ausgeben. Das ist ähnlich wie mit Audi und Dacia. Für mich sind es einfach Gebrauchsgegenstände. In hübsch. Little Lamb ist jetzt keine ganz günstige Marke – durch den Kauf in deren Angebotswochen aber mir das Geld wert. Ich habe auch nicht den Anspruch, auf Biegen und Brechen mit Stoff zu wickeln. Aber jede vermiedene Wegwerfwindel ist gut. Im Urlaub habe ich eine Woche nur mit Plastik gewickelt und habe jetzt drei Bodys mit Flecken, weil die Bündchen an den Beinen nicht so fest waren, wie die die Stoffwindeln. Tja. Der Wolf trinkt inzwischen zum Mittag so viel, dass die Stoffys das in der Krippe nicht mehr halten. Er schläft direkt nach dem Mittagessen und bekommt jetzt dann auch dort eine Wegwerfwindel. Also sind wir bei 2+1 in der Krippe. Am Wochenende stopfe ich die Windel einfach anders – dann hält die Stoffwindel auch dann.

So wickeln wir. Vielleicht habe ich ja jemanden jetzt darauf gebracht, es in Erwägung zu ziehen. Oder zumindest zu überlegen, bevor ein dummer Spruch gebracht wird.

WGT 2017 – Gedanken.

Woohoo, neues Jahr, neuer Kalender, neues planen! Vorfreude ahoi!
WGT – To Do:

[x] Unterkunft: Hotel ist von unserer Glitzerelfe aus Ghosthacht gebucht. Direkt in der Stadt. Also im nördlichen Teil der Stadt. 350 Meter zum Hauptbahnhof, 850 Meter zur Moritzbastei. Wenn das mal nicht perfekt ist. Auto wird wieder am Hauptbahnhof ins Parkhaus gestellt.

[ ] Outfits: Mein Hochzeitskleid passt wieder! Also werde ich es auch anziehen. Bei den Korsetts passen auch wieder mehr. Das ist so cool. Den Wickelrock vom letzten Jahr habe ich nicht getragen und der muss auch noch anders.

[ ] Frisur: Blondiert sind sie seit einiger Zeit. Bunt auch. Welche Farbe vor dem WGT reinkommt, hängt von meiner Outfitplanung ab.

[ ] Nähen: Ich weiß noch nicht. Vielleicht möchte ich noch etwas nähen, mal sehen.

[ ] Basteln: Die Libelle ist repariert, wenn ich dazu jetzt noch ein Outfit basteln könnte. Meine Flügel. Hm.

[ ] Readymade: Es gibt so viele Dinge, die durchgeschaut werden müssen.

[ ] Bestellen: Karten. Eventuell Haarfarbe.

[x] Schuhe: Pikes, Dr. Martens. Sind jetzt meine erste Wahl auf Festivals.

[ ] Tasche: Da meine Gürteltasche leider auch unserem Schimmel-Problem zum Opfer gefallen ist, wird es die Anki-Tasche richten müssen. Oder meine neue Dänemark-Tasche.

[ ] Korsetts: Da freue ich mich schon drauf.

[x] Kamera: Mitgenommen wird sie.

[ ] Make-Up: Jedes Jahr vor dem WGT gibt es Kajal, Wimperntusche und Eyeliner neu. Irgendwann im Mai also.

[ ] Kleiner Wolf: Wenn alles klappt, bleibt er bei Oma.

Gothic Friday November 2016: Abgrenzung und Gesellschaftskritik?

Gothic Friday November. An diesem Thema schreibe ich jetzt schon etwas länger. Es rumort in mir und ich möchte nichts vergessen. Mehr Beiträge zum Thema gibt es bei Robert.

Gothic und Gesellschaftskritik, ein Mythos?

Welche Verhaltensweisen und Normen eurer Umgebung oder der Gesellschaft lehnt ihr ab und sind dies Eurer Meinung nach szenetypische Ansichten oder Eure ganz persönlichen?

Wikipedia meint: „Durchschnittsbevölkerung wird von Teilen der Gothic-Kultur negativ kritisiert, etwa als konservativ, konsumorientiert, intolerant, egoistisch und vom Gesetz der sozialen Bewährtheit geleitet. Aus der Ablehnung dieser Eigenschaften resultiert eine demonstrative Distanzierung zur Gesellschaft.“ Trifft das auf Euch zu? Was genau lehnt ihr ab? Und warum? Ist Abgrenzung wichtig?

Mich treibt der Satz: „Das haben wir schon immer so gemacht!“ regelmäßig in den Wahnsinn. Nur weil etwas auf eine Art und Weise funktioniert, ist das noch lange kein Argument, es nicht auch anders machen zu können. Der Wunsch, manche Menschen mehr zum Reflektieren der eingenen Aussagen zu bringen, ist durchgehend da. Leider breche ich da viel zu häufig ein und sage doch nichts, weil ich keine Lust oder Zeit auf eine weitreicherndere Diskussion habe. Menschen sind Menschen. Liebe ist Liebe. Hautfarbe? Geschlecht? Herkunft? Who cares! Bio? Vegan? Glutenfrei? Ja, Mensch. Macht es doch so, wie ihr es wollt! Wenn jeder einfach leben kann, wie er möchte, wäre es echt schön. Ich muss niemanden von meiner Lebensweise überzeugen. Ich möchte aber auch nicht von anderen dafür verurteilt werden. Und das fällt ja leider sehr vielen Menschen sehr schwer.

Ich denke, das ist nicht unbedingt szenetypisch. Nur ist der Anteil der Menschen, die wirklich den Kopf anschalten und anfangen den Mund aufzumachen, einfach größer. Wenn einer erst anfängt, ziehen andere mit. (Ich glaube auch nicht, dass es unter den Grufties wirkllich sehr viel mehr Menschen mit psychischen Krankheiten gibt – es reden nur einfach mehr darüber. Weil es weniger Tabu-Themen gibt. Weil weniger verurteilt wird. Weil eher der Mensch als das Thema gesehen wird.)

Natürlich wäre ich gerne weniger konsumorientiert, aber ich bin in dem Punkt sehr konservativ, dass ich gerne weiß, wie viel ich am Ende des Monats noch habe. Das freie Künstlerleben wäre nichts für mich. Abgrenzung vom „normalen“ gesellschaftlich vorgeschriebenem Leben brauche ich nicht. Es ist gut so, wie es ist – auch im Hinblick auf unserer Familienleben. Natülich sind alternative Lebensmodelle spannend und interessant. Ich lese gerade im Hinblick auf Erziehung sehr viel – aber es gibt einfach nicht den einen Weg, der 100% richtig ist. Nur der Weg, den man selber einschlägt, der ist es. Sollte es sein. Und nicht davon abbringen lassen.

Was ich wirklich ablehne sind Religionen. Ich akzeptiere jeden, der einen Glauben hat, bin aber immer wieder vollkommen überwältigt davon, was deswegen auf der Welt passiert. Wieviel Hass und Krieg deswegen wütet.

Und bin ich schon nonkonform, weil ich den Wolf mit Stoffwindeln wickle? Ihn im Tragetuch getragen habe? Plastiktüten möglichst vermeide? Menstruationstasse benutze? Mir Gedanken über Alternativen zu allem Mögliche mache?

Ist Euer Kleidungsstil, Euer Styling und Euer Körper Ausdrucksmittel einer Rebellion oder wollt ihr Euch nur wohlfühlen?

Anders auszusehen, das gehört dazu. In gewisser Weise auch das Herausstechen aus der Masse, das Provozieren mit Symbolen und das Spiegeln einer gewissen Anti-Haltung. Wie drückt sich das in Eurem Outfit aus? Tragt ihr Kreuze, weil ihr an Gott glaubt oder das Pentagramm weil Euch der Okkultismus naheliegt? Tragt ihr schwarz, weil ihr Traurigkeit liebt? Ist das auch alles nur ein Mythos und der Kleidungsstil der Gothics einfach nur eine Mode?

 

Ich liebe schwarz. Ich liebe Farben. Ich trage haupsächlich schwarz, weil ich mich darin wohl fühle. Es passt zu allem, es sind einfach schön aus. Aus praktischen Gründen oft kombiniert mit Jeans – also irgendwie angepasst. Dafür sind meine Haare bunt. Mal grün-blau, mal komplett in Regenbogenfarbe. Ich liebe das sehr – und mache das nicht aus Abgrenzungsgründen. Mit bunten Haaren muss ich zumindest immer dann lächeln, wenn ich in den Spiegel schaue, oder wenn meine Haare offen sind. Natürlich ist das auch eine Anti-Haltung. Weil grün oder blau einfach keine natürlichen Farben sind. Aber wer trägt heute schon noch seine Naturhaarfarbe? Dafür erfahre ich durch die bunten Haare Abgrenzung. Seit meine Haare wieder bunt sind, grüßen mich vollkommen andere Menschen. Ich werde gemustert. Schräg angeschaut. Bewundert von Kindern. (Wann trainieren wir unseren Kindern eigentlich an, dass bunte Haare sich nicht gehören? Und warum? Müssten wir sie nicht eigentlich darin bestärken, so sein zu können, wie sie sein wollen?)

Seit der Wolfsgeburt trage ich nur noch meine Ringe. Links den Verlobungsring, rechts meinen Ehering & den Ring der O. Alles, was mit Religionssymbolik zu tun hat, vermeide ich. Natürlich war das vor ein paar Jahren noch anders, aber die umgedrehten Kreuze trug ich nur aus ästhetischen Gründen.

Tut ihr etwas dagegen? Wenn ja, was? Und wenn nicht, warum nicht? Wo seht ihr euch mit Widerständen konfrontiert? Wie geht ihr mit euren Feindbildern um? Seid ihr eher aktiv, engagiert ihr euch auf irgendeine Art und Weise oder habt ihr resigniert? Wer macht euch dabei das Leben schwer?

 

Hier würde ich jetzt gerne zustimmen können. Aber das geht nur bedingt. Ich habe früher viel mit Jugendlichen ehrenamtlich gemacht – und immer versucht, ihnen alle Möglichkeiten zu zeigen. Dass gesellschaftliche Werte, die seit Ewigkeiten bestehen, vielleicht auch gar nicht so gut sind. Sie sich selber eine Meinung bilden sollen. Nicht blind vertrauen. Ich hoffe sehr, es hat einigen geholfen.

Mehr als auf mein Umfeld achten geht momenten nicht. Mir fehlt die Zeit, um aktiv im Verein oder ähnlichen zu sein. Ab und zu stoße ich mein Umfeld darauf, was sie eigentlich gerade gesagt haben. Diskutiere. Versuche sie zum Nachdenken zu bringen. Themen gibt es je leider genug. Mein Wunsch ist es dem Wolf das vorleben zu können.

Filterbubble.

Dieses Wort geistert schon in meiner Internetwelt herum, seit ich angefangen habe zu bloggen. Nicht nur hier, auch bei Twitter oder Facebook – ich suche mir die Themen aus, die ich lese. Lesen möchte. Interessant finde.

Stolpere trotzdem über neue Artikel oder Sichtweisen. Kann mich informieren, kann es aber auch lassen. Ich möchte behaupten, dass ich mir meine Welt ganz gemütlich eingerichtet habe. Trotzdem habe ich keinen Tunnelblick und bin mir sehr wohl bewusst, wie viele andere Meinungen es zu ein und demselben Thema gibt. Allerdings kann ich es ausblenden, wenn ich genug habe.

Warum zur Hölle geht das nicht auch im täglichen Leben?

Gothic Friday September 2016: Im Schatten des Netzes.

Im August war Gothic Friday Pause – ich hätte das zwischen Festivals und Urlaub auch gar nicht geschafft, meine Gedanken zu formulieren. Das Thema für diesen Monat ist das Internet. Mal sehen, was ich so zu den Fragen formuliert bekomme. Beitragssammlung gibt es hier auf Spontis.de – noch immer meine liebste schwarze Seite im Netz.

Internet & Schwarzsein – Inwiefern lassen sich für euch Internet und euer Schwarzsein vereinbaren? Ist das Internet bezogen auf Letzteres eine Bereicherung? Wenn ja, in welchen Bereichen? Zeigt sie uns! Seht ihr irgendwo Probleme und wenn ja, welche?

Definitiv eine unglaublich große Bereicherung! Ich wäre nicht so schwarz, wie ich es jetzt bin, ohne Internet. Ich kann mir aussuchen, wer und was in meiner Filterbubble bleibt  – bildlich gesehen hätte mein Wohnzimmer im Netz drei schwarz/rote Wände und eine glitzernde in Regenbogenfarben. Probleme tauchen leider auch oft auf – gerade die Kommentare bei Facebook driften gerne in Richtungen ab, so doof kann eine einzelne Person mit halbwegs klarem Verstand gar nicht denken. Da hilft leidern auch nur seine Filterbubble zu pflegen und darauf zu achten, was man liest. Wobei das im RL nicht anders ist. Vollhonks  möchte ich auch nicht in meinem Freundeskreis haben.

Auch im Internet gibt es „falsche Freunde“ – sei es Stalking, Mobbing in den Netzwerken oder Menschen, die gezielt andere zerstören wollen. Stichwort für mich ist hier Selbsthilfeforen. Wer dort ein bisschen gelesen hat, wird schnell merken, dass sich dort auch Pro-Denkende tummeln. Egal um was es geht, wenn der Kopf nur noch in eine Richtung denkt, ist es schwer zu erkennen, wer Gutes und wer Schlechtes erreichen will. Ganz schlimm ist es auch bei Instagram. Was sich dort an Pro-Anas, Pro-Mias oder Pro-Svvlern rumtreibt ist wirklich beängstigend.

Soziale Medien – Nutzt ihr Facebook, Whatsapp & Co? Wie wichtig sind sie euch hinsichtlich Kontaktaufnahme und -pflege? Gibt es Verweigerer unter euch, die sich bewusst gegen einen Gebrauch sozialer Medien entscheiden?

Schönes Thema. Ja, ich nutze Facebook, Whatsapp und Instagram. Habe einen Googleaccount. Bestelle bei Amazon. Ein Tuscheln geht durch die Menge… Allerdings achte ich schon darauf, was ich wo poste. Kinderfotos vom Wolf gibt es nur ohne Gesicht. Das soll mein Sohn später selber entscheiden dürfen, wo er etwas posten möchte. Facebook und Whatsapp nutze ich eigentlich aus Bequemlichkeit. Viele Freunde oder Familienmitglieder würde ich sonst nur viel schwerer erreichen. Natürlich möchte ich so einiges auch gar nicht wissen, was andere posten. Dafür gibt es ja aber auch Listenfunktionen. Da ist zwar immer wieder der Wunsch, den FB-Account zu löschen, aber was an Terminen etc ich inzwischen dadurch mitbekomme, ist leider nicht so einfach zu ersetzen.

Sinkendes Niveau und Selbstdarstellung – Mit dem Siegeszug der sozialen Medien wird häufig eine Verflachung der Diskussionskultur und an Narzissmus grenzende Selbstdarstellung verbunden. Wie seht ihr die Kritikpunkte bezogen auf die Schwarze Szene?

Jeder bastelt im Internet eine andere Figur von sich. Bei manchen ist es näher an dem, was er oder sie auch im täglichen Leben zeigt. Bei anderen ist es eine komplette Kunstfigur – aber das ist ja auch okay! Im RL bin ich als Mutter, Arbeitkollegin, Tochter, Gruftschnecke, Freundin oder Ehefrau auch immer ein Stückchen anders. Die Umgebung formt oder zwängt in Rollen. Toleranzgrenzen zieht jeder anders. Das ist in der schwarzen Szene nicht anders. Gerade die Diskussionskultur auf Spontis oder teilweise FB empfinde ich aber alles andere als abgeflacht. Das hängt dann wieder davon ab, mit dem man sich umgibt.

Bestandsaufnahme – Welche (schwarzen) Internetauftritte verfolgt ihr neben Spontis noch? Wovon handeln diese und wie seid ihr darauf aufmerksam geworden? Welchen Kanälen folgt auf YouTube oder Twitch?

Ziemlich wenige. Die Blogs, die beim Gothic Friday mitmachen klicke ich immer mal wieder durch. Beim schwarzen Glück war ich eine Zeit aktiv, genau wie in einem lokalen Forum. Das ist aber nicht mehr. Youtube finde ich ehrlich gesagt recht uninteressant. Dort schaue ich ab und zu DIY Videos, wenn ich eine neue Idee habe oder Hilfe brauche. [Meine zweite Internetwelt ist die Mutti-Blog-Szene. Da lese noch recht viel. Das ist aber hierfür nicht so relevant.]

Euer Teil des Netzes – Seid ihr selbst im Netz aktiv und kreativ? Was tut ihr dort und treibt euch dazu an? Betreibt ihr eigene Kanäle bei YouTube oder dreht ihr sogar eigene Videos?

Am aktivsten bin ich noch immer auf Twitter. Lustig, nachdenklich, den ein oder anderen kurzen Rant… Dann dieser Blog. Einzelne Posts bei Instagram. Pinterest nutze ich sehr viel für Ideensammlungen. Snapchat habe ich seit Pokemon Go fast nicht mehr geöffnet. Videos drehen ist nicht so mein Fall. Fotos mache ich gerne – aber auch lieber von anderen. Schöne Dinge oder Erlebnisse möchte ich festhalten – um mich daran zu erinnern und sie mit anderen teilen zu können.

 

Einer meiner Lieblingssätze ist: „Ich wohne quasi im Internet.“ Das stimmt auch nach wie vor. In meinem Smartphone sind alle Lieblingsmenschen genau gleich weit weg entfernt. Egal wie viele Kilometer dazwischen liegen. Das liebe ich so sehr daran. Wenn man sich dann trifft, ist es so, als wenn das letzte Treffen erst gestern war. Auch wenn es ein Jahr her ist. Vielleicht ist auch nicht das Internet an sich so toll, sondern die Menschen, die das zaubern, was es uns möglich macht uns nicht zu verlieren.

Stolpern.

Irgendwann im letzten Jahr bin ich kurz stehen geblieben. Die Welt drehte sich einfach weiter, aber ich bin jetzt immer einen Schritt zu spät. Alles geht irgendwie zu schnell, ich komme nicht mehr mit. Stolpere so hinterher. Kaum habe ich mich an den Sommer gewöhnt, ist schon wieder Herbst. Versuche zu rennen, schaffe es aber nicht, die verschluckte Zeit einzuholen. Welches Datum ist heute? Wie, der August ist schon vorbei?

War es die Nachricht vom Umzug? Die Planung dessen? Der erste Geburtstag vom Wolf, der irgendwie untergegangen ist? Der neue Alltag – zurück im Job? Ophealias Tod? Silvester Zuhause? Zu wenig Herzmenschen? Ich weiß es nicht. Aber das weiter zu analysieren bringt auch nichts. Von Oktober ’15 bis Januar ’16 habe ich fast keine Musik gehört. Durch Last.fm kann ich ziemlich genau schauen, wie viele Tracks pro Monat gespielt werden. In der Zeit geht die Anzahl fast auf Null.

Dabei ist Musik eigentlich das, was mir unglaublich viel hilft. Seit August folgt hier schon wieder eine Ausnahmesituation der anderen. Inklusive der Erkenntnis, was wirklich wichtig ist und was „nur“ materieller Besitz und damit irgendwie ersetzbar ist. Dieses Mal schaffe ich es allerdings, mich bewusst ans Musikhören zu erinnern. Grundverfassung somit schon etwas besser als letztes Jahr. Es sind noch ein paar Auszeiten geplant für dieses Jahr – ich traue mich allerdings noch nicht, mich richtig darauf zu freuen.

Musik, bunte Haare, Lieblingsschuhe. Das Notfallpaket, um die Prinzessin zu resetten. Mir war nicht bewusst, wie sehr mir die bunten Haare gefehlt haben.

Egal, wie das jetzt so weiter geht und was das Leben noch so für uns geplant hat: Familie Zirkusadel schafft das alles. Meine Männer sind so wunderbar. Als Familie sind wir traumhaft.

Gothic Friday Juli 2016: Eure Rückzugsräume, Lieblingsorte und Sehnsuchtsziele.

Diesen Monat geht es um Orte. Sehnsuchtsorte. Alltagsausbruchsreiseziele. Mehr Beiträge gibt es hier auf Spontis.de.


Eigentlich muss ich gar nicht viel nachdenken. Auf dem ersten Platz der Liste steht ganz klar mein Meer.  Die Nordsee. Liegt direkt vor mener Tür, mit Auto sind es zehn Minuten. Einfach den Alltag Alltag sein lassen und spazieren gehen. Oder einfach auf der Bank sitzen, Möwen kreischen hören und den Sonnenuntergang betrachten. Es gibt für mich wirklich nur dort diese tiefe Zufriedenheit. Das Meer nimmt – das Meer gibt. Damit ist eigentlich gemeint, dass wir uns hier immer vor Augen halten sollen, was wir dem Meer an Fläche genommen haben und was es sich durch Sturmfluten zurück holt. Mir nimmt das Meer aber sehr oft die Traurigkeit, Hektik und Sorgen aus dem Alltag. Gibt mir Gelassenheit. Ich kann so viele Dinge doch gar nicht ändern, also nehme ich sie einfach hin und mache das Beste daraus. Ebbe und Flut. Das Meer kommt und geht. Immer wieder. Selbst im Urlaub bleibe ich am Liebsten am Wasser. Neben dem alten Meldorfer Hafen ist der Strand von Nørre Lyngby mein Ort. So viel anders und doch dasselbe Meer.


Wir wohnen da, wo andere zu gerne Urlaub machen. Wenn ich morgens zur Arbeit fahre und über den Felder die Windräder sehe, bin ich imer wieder sehr verliebt in diese Gegend. Es ist unglaublich schön hier. Natürlich wird man irgendwann betriebsblind, wenn man das jeden Tag hat. Aber ab und zu trifft mich das mit voller Wucht.

Bei manchen Orten geht mir das auch so. Hamburg und Leipzig zum Beispiel. Oder Zell an der Mosel. Da war ich schon sehr oft, bin aber trotzdem immer wieder gerne dort. Weil es immer etwas Neues zu entdecken gibt. Es tolle Städte sind. Sie totale Abwechslung von unserem platten Landleben bieten. Ein paar Tage bin ich da sehr gerne.

Auf meiner Sehnsuchtsliste stehen auch noch ein paar Orte, in denen ich bisher nicht war. London und Prag zum Beispiel. Oder Utrecht. Oslo. (Vielleicht auch New York, aber ich glaube, da komme ich dieses Leben nicht hin.)


So gerne ich auch an anderen Orten bin: Meldorf und das Meer ist mein Zuhause. Eigentlich möchte ich hier nicht weg müssen.