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Zirkusadelfragment; Der fremde Zirkus

Als ich heute Morgen auf dem Weg war Essen zu holen, viel mir im Nebel etwas seltsames auf… „Ein…ein…buntes Zelt? LKW´s? Clownsgesichter?“ Schoss es mir durch den Kopf. Mir war nicht klar, was dies bedeuten solle… Ein fremder Zirkus? Die scheinen umher zu ziehen…das können Wir noch nicht. Wir müssen erst alles in Ordnung bringen…bis Wir Pläne machen können…also schlich ich hin. Alles war sauber und weitestgehend aufgeräumt. Ich versteckte mich hinter Fässern wo anscheinend Trinkwasser darin war.

Ich hörte Stimmen…zwei…Die kräftig gebauten Männer unterhielten sich. „Wir haben soweit alles fertig. Hast Du auf der Hinfahrt den zerfallenen Zirkus gesehen?“ – „Klar hab ich…aber hast Du gemerkt, wie der Chef in die andere Richtung sah? So aufgeschreckt hab ich Ihn lang nicht gesehn“, sagte ein kleiner Mann, den ich vorher garnicht beachtete. Mir wurde warm…waren das die alten Besitzer? Waren das die Leute, die den Clown zurückließen?

Und wenn der Chef weg sah…wird Er vielleicht die Veränderungen gesehen haben…außerdem lungert Far Falla meist am Eingang rum…Ich stand auf, wollte weiter, geduckt. Ich trat, wie in einem schlechten Film, auf ein gespanntes Seil…und stürzte…Mein dumpfer Aufprall blieb nicht unbemerkt…mit einem mal stürmten die Dickerchen von beiden Seiten auf mich zu, der mit dem Vollbart knurrte:“Sieh an, sieh an…ein Maulwurf…und er hat sich im Seil verheddert! Keeheehee!“ Der andere Fettmops schaute etwas dümmlich…lachte nach kurzer Zeit dann aber doch…

 

Verdammt!

Gute-Nacht-Geschichten-Contest

Hiermit rufe ich zum großen „Gute-Nacht-Geschichten-Contest“ auf!

Schreibt mir doch bitte per Twitter eine Mention oder hinterlasst hier einen Kommentar, wenn ihr mitmachen möchtet.

Aufgabe:

Vertont Eure Lieblings-Gute-Nacht-Geschichten!

Ob nun Schauermärchen, Liebestext oder Traumlanderzählung…

Ich möchte wissen, was Euch früher oder heute noch träumen lässt.

 

Teilnahmebedingung: 

Schickt mir eine Mention oder hinterlasst einen Kommentar, dass Ihr mitmachen wollt!

Sendet bis zum 29.02.2012 Eure schönsten Geschichten als MP3 per Mail zu mir!

Ich werde sie dann anhören und mit meiner Liebsten deine Rangfolge bestimmen.

Der 1. Platz erhält dann einen kleinen Überraschungspreis!

Es soll Euer Schaden nicht sein! Ich bin gespannt auf Eure Einsendungen.

Coppelius Hilft!

Wir schreiben das Datum des 22.01.2012. Es ist ein Sonntag an dem ein Konzert von Coppelius stattfinden soll. Aber…ich greife vor…

Nachdem ich aus der Dusche trat betrachtete ich mein Spiegelbild…ich sollte mir den Bart stutzen, damit es ein wenig „Chick“ in die Sache bringt. So nahm ich mein Barbiermesser und gab dem ganzen Form. Mit ein wenig moralischer Unterstützung zog ich mich an und machte ich mich dann fertig. Schick wollt ich zum einen sein, weil ich mit meiner Liebsten und Ihrem Herrn Vater Essen gehen wollten. Und zum zweiten wollte ich nicht wie ein Penner, man verzeihe mir den Ausdruck, bei einem Coppelius-Konzert sein. Wie gesagt, ich hatte mich soweit zurechtgemacht und machte mich auf den Weg zum Restaurant. Um etwas vorzugreifen, ich war zu spät. Dank der freundlichkeit der Öffentlichen Verkehrsmittel. Ich wurde unter aller Kanone behandelt…aber lassen Wir das…

Das Essen war schön, ich hatte meine Liebste lange nicht gesehn…Ihre schönen Augen…Ihr Lächeln…ich schmolz nur so dahin, hatte demnach Mühe, mich mit anstand auf der Stuhl zu halten. (Zum Glück bekam ich kein Nasenbluten…) °Hust° Nun ja. Nach dem Essen und einigen schönen Gesprächen sollte es für die Beiden Heimwärts gehen und für mich zu Coppelius.

Ich war auch pünklich zum Einlass um 20 Uhr da. Ich ging am Verkaufsstand vorbei und wurde herzlich begrüßt. „Guten Tag, mein Herr, darf ich Ihnen was zeigen?“ Entgegnete mir Fräulein von Talermark. Ich fragte nach diversen T-shirts, doch sollte es für diesen Moment nicht mein Glück sein. Ich kaufte stattdessen die beiden Gazetten, die ich immer schon bestellen wollt, und 2 der letzten 3 Stofftaschentücher, die noch da waren. Vorerst werden keine mehr produziert. Und ich finde die so klasse! Nachdem ich also meinen Einkauf getätigt hatte auf in die Halle, ich wollt gern ganz vorn sein…

So war es dann auch. Ich stand in der Mitte! Ganz vorn…ich legte meinen Zylinder ab…auf die Fläche wo stand „Bitte keine Getränke draufstellen“ stand.  Dieser Teil schien wohl zur Bühne zu gehören. Provokativ und um zu sehen, wie Sie reagieren, frech den Hut dahingelegt.

Um 20:30Uhr dann kam „Cellolitis“ auf die Bühne. Eine „Ein-Mann-Band“ der aber gehörig was auf dem Kasten hatte. Mit einem Gerät, wo Er ständig drauftrat, könnte Er gespielte Passagen aufnehmen und in dauerschleife wiedergeben. Großartig! Sowas hatte ich Live nie gesehen. Nach einer zu kurzen halben Stunde und Gefühlsschwankungen zwischen Träumen und Rocken dann ging Er von der Bühne. (Mit Le Comte Caspar hat Er ein Stück gespielt, das, hätte ich ein Bild dazu zeichnen sollen, ein See im Nebel wär…)

Der langersehnte Moment war gekommen! Coppelius traten auf die Bühne. Bzw. Ihr Butler, der erstmal etwas Staub wischte…Dann kamen die Herren hinterher. Wahnsinn! Und ich vorne, Mitte! Nach zwei Titeln die Sie spielten machte Le Comte Caspar Ihren Butler doch darauf aufmerksam, das mein Hut doch auf der Bühne läge…Kurzerhand nahm Butler Bastille MEINEN Hut und setzte Ihn galant auf den Garderobenständer der Bühne. Mein Hut, bei den großen Hüten der Herren mit dabei! Man, was bin ich stolz!

Nach einigen zauberhaften Performances sollte dann eine Kerze entzündet werden und es wurde nach Feuer gefragt. Wozu ich immer Streichhölzer bei mir trage? Ganz einfach; für solche Momente! Gut, ich reichte Ihm mein Zippo, weil ich nich so schnell an meine Streichhölzer gekommen wär. Nach kurzen wühlen in meiner Hosentasche bot ich Ihm diese auch an. Butler Bastille fragte mich ganz neugierig:“Ist das eins dieser neumodischen Dinger?“ und drehte mein Feuerzeug in den Händen.

Bei dem Lied „Damen“ bekam Bastille dann eine Gerbera. Nachdem Er Uns mit den Blütenblättern bewarf biss Er der Blume den Kopf ab, zer…kleinerte es ein wenig und spuckte den Rest auf die Bühne. Geniale Aktion, wenn auch ein wenig eklig. Zum Lied „Time-Zeit“ suchen die Herren sich ja immer einen aus, der auf die Bühne kommt. Was war ich Überrascht, als Bastille mich auswählte…MICH! Ein Traum! Bei meiner absoluten Lieblingsband auf der Bühne stehen und mitmusizieren…gut. Man schlägt da Oben nur einmal auf die Triangel…aber es ist ein Teil des Liedes. Wosch! Ich war total geflasht. Er fragte nach meinem Namen, stellte mich vor und bedankte sich, nach getaner „arbeit“ mit einer Verbeugung. Sowas…und das mir…

Zu „Ade, mein Lieb“ fing ich an zu Träumen…da Wir alle saßen legte ich meine Arme auf die Bühne, da wo vorher mein Zylinder lag. Auf diese legte ich meinen Kopf…um zu träumen…von meiner Liebsten träumte ich…von Ihren bezauberndem Lächeln…Ihrer zarten, glatten Hand die sanft über mein Gesicht streicht…und vor allem…ich träumte Sie zu mir. Nichts, aber auch garnichts hätte diesen Abend schöner gemacht, als Sie an meiner Seite zu haben…

Ich machte Bastille auf meinen fehlenden Hut aufmerksam und Er wurde mir promt gereicht. Da kam mir eine Idee. Wenn der Hut doch schon bei Ihnen war, wird doch auch eine Unterschrift darin möglich sein, oder? Ich sprach Graf Lindorf und auch Sissy Voß darauf an. Beide willigten ein. Mit großen, läuchtenden Augen wartete ich also. Herr Caspar unterschrieb und Herr Lindorf tat es Ihm nach. Die anderen sollte ich noch im Konzertsaal finden. Auch Max Coppela, Sissy Voß und Butler Bastille unterschrieben. Herr Coppela und Herr Voß gingen schon vor und ich wartete noch auf die vollendigung der Unterschrift von Bastille. Ich bedankte mich höflich und kehrte mich zum gehen um, da sprach Er mich an. „Komm gut Heim…und einen schönen Abend noch…“ – „Ja, Herr Bastille, das wünsch ich Ihnen auch, es war gorßartig!“ – „Vielen Dank, Herr“  Geflasht zog ich von dannen…das war so dieser Moment wie in Filmen, wenn einer von zu Haus auszieht und von einem Freund gesagt bekommt „Pass gut auf Dich auf…“ *.*

Es gibt an dieser Stelle wohl nurnoch eins für mich zu sagen.

Coppelius Hilft!

Gute Nacht, mein Herz VI

Der Graf wachte im großen Himmelbett auf…seine Feen-gleiche Prinzessin schlief noch neben Ihm. Er stand leise auf, gab Ihr noch einen Kuss, nahm den Kerzenhalter und ging durch die Tür in den Ahnenflur.
In diesem Flur hingen Portraits von Ihm und seiner Prinzessin, deren Vorfahren und den Kindern. Etwas schlaftrunken stupste der Graf eine Tür auf, in diesem Raum waren viele wunderschön aufgestellte Musikinstrumente. Der Sohn der beiden saß am Cembalo und übte fleißig. Er wünschte dem Grafen einen „Guten Morgen“ und umarmte Ihn.
Weiter zur Küche tapste der Graf dann in die Bibliothek. Er ging zum großen Schreibttisch, wo seine Seekarten ausgebreitet waren, nahm sein Absinthglas und ging weiter. In der Küche angekommen traf Er auf die gemeinsame Tochter. Sie saß zum Frühstück. Der Graf stellte das Absinthglas ab und Sie umarmte Ihn von hinten:“Guten Morgen“ lachte Sie Ihm entgegen.
„Guten Morgen, hast Du schon viel gegessen?“ – „Nein, Papa, ich bin eben erst aufgestanden“ Sie küsste Ihn auf die Wange.
„Ich möchte Rührei machen und deine Mama mit eine Frühstück im Bett überraschen, hilfst Du mir?“ Lächelnd stimmte Sie zu und holte ein Tablett, Teller und Besteck. Der Graf stellte sich an den Herd und begann zu kochen. Seine Tochter schaute Ihm gespannt zu. „Irgendwann kann ich bestimmt auch so gut kochen wie Du!“ – „Mit Sicherheit!“ lachte der Graf.
Sie stellte eine Käse und eine Wurstplatte zusammen und füllte Marmeladen in kleine Schälchen. „Holst Du schonmal deinen Bruder? Schließlich soll Er mitessen.“ Leise grummelnd ging Sie ins Musikzimmer.
Man hörte das Gezanke der beiden, während der Graf das fertige Rührei in eine Schüssel füllte, es aufs Tablett stellte und es langsam Richtung Schlafzimmer trug. Jetzt erst hörte Er, worum es diesmal beim Streit ging, nämlich darum Wer denn besser Musik machen könne.
Beide öffneten die Tür und kuschelten die Prinzessin sanft wach. Mit dem Tablett in der Hand ging der Graf zum Bett und bereitete alles für das bevorstehende Frühstück vor. Er entzündete den Kamin und kuschelte sich dazu…

Zirkusadel V

Sylem? Hier steckst Du! Ich hatte Dich gesucht und schon fast die Hoffnung aufgegeben, das Du noch hier bist. Hier, Wasser, Brot, Käse und Wurst für Dich. Far Falla und Nina Luna habe ich eben schon gefunden. Ich glaube, Unser Messerwerfer hat ein Auge auf die kleine Drahtseilkünstlerin geworfen. Ich hatte Ihm nicht gesagt, das Sie rothaarig ist. Du hättest seine leuchtenden Augen sehen sollen und Ihre abfällige Handbewegung. Zum brüllen komisch! Mittlerweile haben Sie sich wohl angefreundet. Du isst ja garnicht…hast Du keinen hunger? Schau nicht so, ich habe selbst kaum Geld um mir mehr als das zu leisten…Ah, da kommen die beiden ja schon. Sie haben in den letzten Wochen viel trainiert. Far Falla wirft nun mit verbundenen Augen. Und Nina Luna hat sich das Trapez noch zu eigen gemacht. Du solltest es Dir mal ansehen, diese beiden sind großartig! Ich selbst habe wärend meiner Abwesenheit auch ordentlich trainiert. Ich werde wohl als Feuerspucker auftreten. Was? Warum ich nichtmehr die Ansagen mache? Nun…ich erhielt vor kurzem einen Brief…von einem sehr Wortgewandten Sandläufer. Er kann verdammt nochmal mit Worten umgehen. Als Er wieder zu sich kam, erzählte Er:

Die Luft hat ihr Flirren längst verloren. Der Sand flüstert in anderen Stimmen hier. Es ist seltsam so fern von daheim, spricht alles andere Sprachen, nicht nur die Menschen. So oft ich auch lerne, so oft ich auch schaue, es ist doch immer ein Schimmer des Fremden so fern … so fern. Doch der Wind ruft stetig meinen Namen. ‚Dajin‘ flüstert er und ich folge auf den Schwingen der Erde. Grenzen bedeuten nichts, wenn man Freiheit im Blut trägt, aufgemalte lächerliche Linien nur, doch manche Grenzen sind in mir, in uns allen – und dann spüren wir sie. Der Mond durchwandert seinen Zenit als das Schaudern solcher Grenzen Alejo unruhiger traben lässt. Es ist Zeit zu schlafen, doch das Flüstern lässt nicht nach. So lange schon geht es voran, dass ich das Braun meiner Augen, das Schwarz der Haare, des Bartes, erkennen könnte, sei das Wasser noch so seicht. Schmerz und Dreck und lange Tage haben sich gesammelt auf Antlitz und Haar. Ich hadere, Zeit gegen Vernunft, Vernunft gegen den Ruf. Es kann nicht weit sein, das Lager das ich suche. Sollich besser ein eigenes aufschlagen? Aufgeben für heute? Es bleibt mir nicht viel Wahl. Die Möglichkeit von Wärme treibt mich weiter, ein wenig noch. Ich spüre Alejo spöttelt, mit seinem eigenen Wesen, ich erspüre es im Klang seines Ganges, in einer Unregelmäßigkeit die niemand sehen würde. Niemand würde es glauben, nicht in dieser Welt. Hinter den Grenzen des Sandes glauben die Menschen nicht mehr daran, dass der Geist auch in den Tieren wohnt. Wolken vor meinem einzigen Licht, dem stetigen Auge Leylas, machen mich fast blind, doch Alejo weiß wohin, wir sind wie eins, so geht es weiter, er findet den Boden bei jedem Tritt, sicheren Grund, wo ich schon verloren stolpern würde. Die Finger zittern, das Wasser fehlt, die Stunden der Ruhe. Wieder nicke ich ein, Sekunden nur, dann noch eine Sekunde – und der Mond ist schon wieder weitergezogen. Alejo fängt mich mit einem Schritt zur Seite als ich beinahe falle. Ich falle nie vom Pferd … niemals … was ist los? Es geht kaum noch … bin ich je soweit gereist ohne eine Pause, so viele Stunden geritten ohne Wasser, Brot, Schlaf? Schlaf. Es gibt nichts seligeres als den Schlaf in diesen Sekunden. Alejo stockt, stoppt, senkt den Hals, wartet, ich taumle hinab, kann nicht recht erkennen. Ein Zelt? Ich weiß es nicht, schlage ein Plane zurück. Ein Traum? Bin ich letztendlich doch eingeschlafen? Unser Volk ist so klein, im Gegensatz zu den Menschen hier. Er muss wohl einen Kopf größer sein als ich. Ein Fremder, wie alles hier fremd. Er stürzt auf mich zu, als wäre ich fast tot, als müsste man mich fangen. Ich kann nicht einmal mehr lachen vor Ironie. Mich fangen? Krieger fallen eher, als dass sie gefangen werden. Ich falle, es ist Sand unter mir. Sand … Sand … bin ich doch daheim? Wo sonst ist solcher Sand zu finden?

Sein voller Name lautet glaube ich „Dajin al´Hamed Horas a´l Djoran al´Zud Zumanim Zumanid…oder so. Dir dann bekannt als Dajin. Das reicht. Ich brachte Ihn sofort ins Bett. In letzter Zeit habe ich oft mit Ihm gesprochen und mit Ihm einen Pakt geschlossen. Er wohnt von nunan hier. Nina Luna wird das Zelt mit Ihm teilen. Dafür das Er bei Uns wohnt, bekomme ich ab und an alte Märchen von Ihm. Er sagt, das Münzen nicht in seiner Kultur von belang sind. Deshalb würde Er einen Gefallen mit einem Gefallen bezahlen. Er hätte auch einem von Euch das reiten beigebracht. Aber Sylem…Du auf einem Pferd? Dieser Gedanke ließ mich doch schmunzeln. Wie dem auch sei, Er soll bei Uns die Ansagen machen, da Er mit dem Wort besser umgehen kann als ich. Ja Sylem. Es gibt wohl Menschen die Sachen besser können als ich…ich war auch verdutzt. Guck nicht so! Das war ein Scherz. Jeder sollte das tun, was Er am besten kann. Und das tun hier alle! Nun aber eile. Ab Morgen wird hier wieder gearbeitet! Der Meister ist zu Haus! Und Er bringt Ideen und Arbeit mit! Gute Nacht, Sylem. Far Falla, Nina Luna? Ab in Eure Zelte! Es wird bald wieder aufgestanden!

Gute Nacht, mein Herz V

Mit verbundenen Augen und an der Hand Ihres Liebsten rannten die beiden durchs Schloss. „Ich hab eine Überraschung für Dich!“, rief Er, wären Er lächelnd an den Gemälden vorbei lief. „Warte doch…ich seh doch garnichts…“,sagte Sie etwas unruhig. Doch lies Er sich davon nicht beirren, Er wollte Sie nach draußen führen, es war Vollmond. Das liebte Er, im Mondschein zu sitzen, mit Ihr an seiner Seite. Den ganzen Tag schon hatte Er mit der Planung verbracht. Vor der Küchentür, kurz vor der Tür zum Garten, stoppte Er. „Warte“, Er küsste eine Wange:“Hier“, Er küsste die andere.

Geduldig blieb Sie stehen, wärend Er, den Geräuschen nach, den Kühlschrank plünderte. Glücklich summend tänzelte Er an Ihr vorbei und war schon fast draußen. Er drehte sich um, nahm Ihre Hand und sagte „Komm“. Er öffnete die Tür…“Warte kurz…“ – „Was tust Du denn?“, sagte Sie ungeduldig. „Ich hohle Unsere Mäntel“. Wieder bei seiner Prinzessin, half Er Ihr in den Mantel.

Die Wildrosen waren bereits beschnitten und mit Tannenzweigen bedeckt. Durch den Garten ging es bis zum See, wo die Picknick-Decke lag. Das Gras war kühl und der See ruhte still. Er platzierte Sie auf der Decke und begann Weingläser, eine kleine Vase mit einer Rose aus dem Garten, eine weiter Decke und eine Flasche Wein auszuräumen. „Darf ich die Augenbinde jetzt abnehmen?“, fragte Sie, wärend Sie schon am Knoten nästelte. Der Graf setzte sich neben Sie und nickte. „Warum sagst Du nichts?“ Kichernd öffnete Er den Knoten und Sie konnte in den klaren Sternenhimmel sehen.

Der Vollmond schien auf Sie herab und spiegelte sich im See. „Darf es etwas Wein sein, mein Herz?“ Er nahm die Flasche und setzte am Glas an:“Es ist Eiswein.“ – „Gern“, sagte Sie mit einem lächeln:“Auch wenn mir Glühwein lieber wäre…“. Sie kuschelte sich an Ihrem Grafen und Er legte beherzt die Decke über Sie. „Ich wollte Dir das zeigen…“, sprach Er geheimnisvoll.

Aus dem Grasbüschel am See trat eine kleine, weiß/blau gekleidete Fee, kaum größer als ein Daumen. Gähnen und sich streckend trat Sie weiter vor.  „Das…ist Väterchen Frost, wenn man so will. Also eine seiner Töchter, eine Eisfee“, sagte Er und nippte an seinem Wein. Die Fee schüttelte Ihre Flügel und flog hoch empor, die Beiden sahen Ihr nach. Dann sauste Sie um den Baum, um die Grasbüschel am See und um das Adelspäärchen. Kurz darauf blieb die Fee in der Luft vor der Prinzessin stehen und symbolisierte, die Prinzessin solle die Hand aufhalten. Die Fee führte einen kleinen Tanz auf und es schneite in die Hand der Prinzessin. Der Graf hohlte indes eine winzige Phiole aus dem Picknickkorb. Er nahm eine der Eiskristalle und setzte diese in die Phiole. „Meine Schöne, als andenken an diesen Abend, trage diesen Kristall bei Dir“, sprach Er sanft und ruhig, als Sie das Amulett mit funkelnden Augen betrachtete. „Eine wundervolle Nacht, Danke, mein Herz“, sagte Sie mit einer wärme, die den nun rieselnden Schnee fast zum schmelzen brachte. Sie küssten sich, wärend die kleine Fee glücklich durch den Garten surrte um dem Schnee zu zeigen, wo Er landen solle. Die ganze Nacht saßen Sie eingekuschelt in die Decke am See, betrachteten die Sterne und den Mond und genossen die Zweisamkeit…

52 Songs: Arbeit

Da ich bis zu letzt einen regen Hass auf meine Arbeit habe, wollt ich erst ein anderes Lied wählen. Ma Rue A Moi (Wer großes Leistet…) von Coppelius. Ich fragte mich bis zuletzt immer wieder, wann ich doch mal ein „Danke“ hören würde, aber das schien ja vergebens, bis zu letzt. Wie dem auch sei, da es das Lied nicht bei Youtube gibt, entschied ich mich für etwas anderes, was meine Zukunft auch untermauern könnte. So suchte ich von Abney Park – Wanderlust aus.
Ich stelle mir dabei vor, da es ja Steampunkmusik ist, dass ich als Mechaniker in der Wüste arbeite, Sandstürme, kurze Klamotten, prallende Sonne. Und ich als Mechaniker von Luftschiffen. Stets mit einem Schraubenschlüssel in der Hand und auf der Suche nach passendem Material. Was das mit meiner Zukunft zu tun hat? Nun. Ich will weiter in Richtung Handwerk gehen. Die Zeit wird es zeigen…

52 Songs: Herzschmerz

In wie weit man nun Herschmerz definieren möchte, habe Wir das natürlich auch. Ein jedes mal, sollte die gemeinsame Zeit erstmal wieder vorbei sein. In dieser Zeit höre ich ganz gern etwas ruhiges, etwas was mein Herz berührt. Hier möchte ich dann Apocalyptica – Nothing Else Metters einbringen. Doch ich höre es nicht nur, wenn ich wieder fort fahren muss, sondern auch gern Abends zu einem Absinth. Herzschmerz verbinde ich momentan eigentlich nur mit Sehnsucht, wenn das Herz nach der Liebsten schreit, weil es einfach nicht versteht, warum es nicht bleiben darf. Fast wie ein Kind, das aus den schützenden Händen gerissen wird.

Dieses Lied ist einfach großartig gespielt. Und vor allem auf „alten“ Intrumenten. Was mir ja auch bei anderen Bands schon so gefällt.

Alles.Nichts.Oder.Gedankensplitter.

Es ist momentan Zeit der Veränderung. Da ich momentan einfach nur Adel bin, ist es wohl an der Zeit. Soll ich meine Wohnung verlassen? Zurück zu meinen Wurzeln? Ich lebte einst in einem beschaulichen Nest, wo sich jeder kannte. Will ich dahin zurück? Oder anders gefragt, warum eigentlich nicht? Ist es wegen der schlechten Busverbindung? Stimmt, man sollte hier ein Fahrrad besitzen. Ich hab sogar, wenn ich mich recht entsinne, 3 im Keller stehen. Wovon eins…ach lassen Wir das.

Zumindest ist es seltsam dort. Alles alte Menschen, die einem sagen wie sehr man doch dem Vater ähnelt. Ich bin wenigstens nicht adoptiert, auch wenn meine Schwester mir das oft weis machen wollt. Ich könne das kleine Zimmer haben, dort wo ich größtenteils aufwuchs. Es ist klein und eng. Nicht besonders meinen Ansprüchen genügend…

Im Schwimmbad eben starrte ich gedankenversunken auf meine Füße…ich dachte die ganze Zeit an meinen bisherigen Werdegang. „Ich erinnerte mich an die Zeit als ich vergeblich versuchte einen Beruf zu erlernen…“ Eine Entscheidung, die ich treffen sollte, musste also her. Will ich nun zurück oder nicht? Es würde einiges an Geld sparen. Geld, was Wir möglicherweise brauchen werden. Sogar ganz bestimmt. Mutter würde sich mehr als freuen und Vater, nunja, wenn Er bereits davon weiß, würd Er sich sicher auch freuen.

Meine Prinzessin würde es besser finden, wenn ich nicht mehr allein zu Haus wär. Kann ich ja nichts dafür wenn das Personal abhaut! Aber genug der Scherze. Die ganzen Möbel, diese kleine Existenz. Muss diese erst fort, damit das Wir leben kann? Ja. Muss Sie. Und das wird Sie. Für Uns! Weil Sie mir mein Leben ist. Und ich Sie über alles liebe, meine wunderschöne Prinzessin! Damit sei mein Entschluss wohl gefasst. Ich ziehe aus. Suche mir, wie ein Einsiedlerkrebs, ein neues Schneckenhaus. Von meinem neuen zu Haus dann können Wir überall hin ziehen. Sobald ich einen neuen Platz habe. Wohin Uns der Wind weht, quasi.

52 Songs: Klingelton

Ich habe meist mein Smartphone auf „Vibration“ eingestellt, aber für den Fall, das ich es doch mal auf „Laut“ haben sollte habe ich natürlich auch Klingeltöne.

Da Klingeltöne ja nur kurz erklingen (sollten!), sollte das Lied ja meiner Meinung nach ein schönes Intro haben. Und die Instrumente müssen stimmen. All dies habe ich bei Coppelius immer.  Hier nun also „Schöne Augen“

Ja, es ist wiedermal Coppelius, aber Sie sind einfach großartig. Aber auch andere Bands sind bei mir schon Klingeltöne geworden, wie z.B.:

  • Abney Park – And of Days
  • GHOSTFIRE – The Last Steampunk Waltz