Freundschaft.

Ab wann ist man befreundet? Wo hört Bekanntschaft auf und fängt Freundschaft an? Wie endet Freundschaft und warum?

Ich hatte nie die eine allerbeste Freundin. Eigentlich war ich immer die Zweitfreundin. Die, die immer da war, aber nie als beste Freundin bezeichnet wurde. Das war früher zwar irgendwie schmerzhaft, aber ich bin ja trotzdem groß geworden. Mit Freunden. Bin oft vergessen worden, weil ich einfach immer „so da“ war. Gehörte überalle nur halb zu.

Heute habe ich einen kleinen Kreis von Menschen, die ich als Freunde bezeichnen würde. Meine Lieblingsmenschen. Dafür muss man sich nicht lange kennen, nicht oft sehen, nicht jeden Tag voneinander hören. Man weiß – sie sind da und ich bin da. Füreinander.

Trotzdem mache ich mir immer wieder Gedanken darüber. Ist diese Person mein Freund? Wie viel würde ich ihr erzählen? Was sind die Kollegen? Keine Freunde. Vielleicht werden sie es. Vielleicht. Noch sind es nur Kollegen. Wie Bekannte.

Im Grunde ist es eigentlich völlig nebensächlich. Trotzdem bleibt mein Kopf immer wieder daran hängen. Und dann fängt die Gedankenspirale an. Hört nicht mehr auf. Solange ich Freunde und Menschen, die ich nicht mag, trennen kann, muss ich mir eigentlich keine Gedanken darüber machen.

Bist du mein Freund?

4 Gedanken zu „Freundschaft.“

  1. Das kommt mir sehr bekannt vor, der Gedanken sind schon viele zu diesem Thema gedacht worden. Ich habe einige wenige Freunde, die immer für mich da sind. Ob es jetzt ein Guten-Morgen-Gruß von der Nordsee ist oder mal eben der mit 8 Mann gestemmte Umzug, das sind die Leute, die völlig hinter mir stehen, meine Macken kennen und wenn schon nicht lieben, dann zumindest akzeptieren und auf die ich immer zählen kann. Dann kommt ein ziemlich großer Bekanntenkreis. Zum gemeinsam Spaß haben, Zeit verbringen, abhängen, lachen, aber auch trauern, weinen und fühlen. Die universelle beste Freundin habe ich nicht, denn jeder berührt mich und mein Herz auf andere Weise. Und ich möchte keine Hierarchie erstellen müssen. Mein Freundeskreis ist natürlich gewachsen, durch das Internet ein ganzes Stück größer geworden und natürlich ist er dynamisch – aber alle hinterlassen Spuren. 🙂

  2. Ich habe wenige, dafür aber sehr gute Freunde. Sie wohnen alle verstreut. Nur ein Paar wohnt in der Nachbarsstadt.
    Eine beste Freundin, hatte ich von meiner Seite aus gelegentlich immer mal, damals. Nur hielten die nie lange. Ich konnte das nicht trennen, ob gute Freundin, sehr gute oder nur Bekannte.

    Jetzt habe ich eine, seit Jahren. Wir fanden uns im Netz und trafen uns auch schon und selbst wenn ich Sie kaum sehen kann, weil eindeutig zu viele Km uns trennen, so ist Sie meine und ich ihre.
    Und das Gefühl ist schön.

    Ich möchte dieses Thema, gerne in meinen blog nehmen und darüber auch einen Eintrag schreiben. Ich hoffe das ist okay?

    Liebe Grüße, Janina

  3. Freunde sind für mich Menschen, die mich glücklich machen. Egal, wie oft oder selten man sicht sieht. Wenn man einander begegnet und sich wirklich freut ist das für mich ein Freund, wozu ich dich und deinen Liebsten vollends zuzähle 🙂

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