Die Prinzessin und ihre Ohrstöpsel.

Ich gehe bekannterweise gerne auf Konzerte. Oft, laut, drinnen, draußen, alleine, mit Freunden oder Familie. Seit ziemlich genau drei Jahren befinden sich Stöpsel in meiner Tasche. Ich kann und will bitte nie wieder ohne. Zuerst trug ich normale Oropax, bekam dann zu Weihnachten als kleines Geschenk von den Schwärmern etwas komfortablere. Nach dem Konzert gestern überlege ich jetzt, mir vielleicht noch ein Paar etwas bessere anzuschaffen.

Wir waren gestern in den Flens-Arena bei den ärzten. Großartiges Konzert, viel Blödsinn – war ein sehr toller Abend. Aber schon nach den ersten Klängen tat es mir in den Ohren so weh, dass ich mir mit der einen Hand das Ohr zur Bühne hin zuhielt und mit der anderen panisch die Stöpsel aus der Tasche fischte. Meistens warte ich ein paar Minuten ab, bevor ich entscheide ob ich sie trage. Diese Entscheidung war gestern sehr schnell gefällt. Ohne hätte ich vermutlich sehr viel weiter nach hinten gehen müssen, wenn nicht sogar ganz raus. Meine Schwestern und mein Vater waren beide der Meinung, es wäre nicht sonderlich laut gewesen. Nun ja. An manchen Tagen bin ich tatsächlich sehr viel lärmempfindlicher als an anderen. Vielleicht war gestern so ein Tag.

Durch die Ohrstöpsel höre ich die Musik zwar gedämpft, aber ohne Schmerzen und ich verstehe trotzdem alles. Den Bass im Magen fühle ich ja sowieso. Ich kann nur sagen: Vielen Dank an den Erfinder. Und: Warum muss Musik bei Konzerten so abartig laut sein?

Ein Gedanke zu „Die Prinzessin und ihre Ohrstöpsel.“

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