Oswald Henke, Chris Pohl, Sven Friedrich, Honey – einer ist immer über.

Es gibt da so eine These, die ich vor knapp 3 Jahren aufgestellt habe und die mich nicht mehr los lässt. Mal sehen, wie ich das möglichst verständlich formuliert bekomme.

Hauptbestandteil dieser These sind die Herren Oswald Henke (Mastermind von Goethes Erben, Henke, fetisch:Mensch, …), Chris Pohl (BlutEngel, Terminal Choice, …), Sven Friedrich (Dreadful Shadows, Zeraphine, Solar Fake, …) und Honey (Welle:Erdball, Funkhausgruppe, Homo Futura). Alles irgendwie Grundbausteine der Gruftmusik. Der aktuellen wie auch der älteren Gruftmusik.

Meine Abneigung gegenüber Chris Pohl ist ja schon, ähem, einige Male deutlich geworden und wer mich mal zu einem Festival begleiten durfte, kennt meine Kommentare. Nun. Genau das kenne ich auch von anderen zu den drei anderen oben aufgeführten Herren. Ich stelle damit jetzt mal eine These auf:

Man kann sie nicht alle mögen – einer muss immer die Anti-Person sein.

Dabei ist es nicht zwangsläufig die Person, vielleicht auch die Musik. Oder umgekehrt. Muss das einfach so? Braucht man eine Art Feind in der eigenen Szene? Ich weiß es nicht. Aber mich würde interessieren, wie das so bei anderen ist. Es gibt noch einige Musiker, die vielleicht mit in die Aufzählung passen würden, wie Thilo Wolff oder Thomas Rainer. Aber ich denke, die vier Herren oben reichen erstmal. Die Festivalsaison beginnt ja bald, ich werde mich weiter umhören. Mal sehen, was für Meinungen mir noch begegnen werden.

(Aus taktischen Gründen habe ich den Grafen von Unheilig aus dieser Behauptung ausgeklammert – damit wäre meine These ja von Anfang an bestätigt gewesen.)

4 Gedanken zu „Oswald Henke, Chris Pohl, Sven Friedrich, Honey – einer ist immer über.“

  1. Meinst du in deiner These „eine Person“ oder „genau eine Person“?

    Ansonsten kann in die Auflistung gerne auch noch Alexander Kaschte (Samsas Traum, Weena Morloch) mit rein.

  2. Die These ist ganz interessant. Die Frage wäre ja woran das liegt, dass es jeweils die Person mit der meisten, nach außen gerichteten, Bedeutung ist, die sehr viel Sympathie aber auch Antipathie auf sich zieht. Bei Bands habe ich den Eindruck, dass es anders ist, weil da meist nicht eine Person mit ihren Eigenheiten im Fokus steht, sondern ’nur‘ das Werk der Band als ganzes.

    Mittlerweile kann ich mit allen außer Sven Friedrich (mit dem habe ich mich noch nicht so auseinander gesetzt) nicht mehr so wirklich was anfangen kann. Die Ego-Shows von Pohl finde ich uninspiriert und lahm, Oswald Henke schreibt ‚politische Kolumnen‘, die voller Vorurteile sind und Honey äußert sich ötfer auf Veranstaltungen schwulenfeindlich. Was das hören der Musik der dazugehörigen Bands nicht gerade angenehmer macht…

    1. Das ist das, worüber ich noch grübele. Bei Samsas Traum fällt mir das z.B. inzwischen nicht mehr schwer zwischen Musik und Musiker zu trennen. Bei anderen gelingt es mir einfach nicht. Wobei Blutengel vielleicht auch einfach nicht meine Musik ist. Ich könnte jetzt sagen, ich verteufel keine Musik, weil ich den Musiker aus welchen Gründen auch immer, sagen wir „unsympatisch“ finde, aber das ist auch nicht richtig. Das geht viel tiefer. Und ist wohl nach dem Sommer noch einen Blogeintrag wert.

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