Das Problem der heutigen Zeit…

Es ist einige Zeit her, das ich hier schrieb, aber meine Zeit ist sehr begrenzt. Durch die neue Ausbildung geht viel Zeit des Lernens und der Arbeit ins Land. Aber ich kann definitiv sagen, es lohnt sich. Die Arbeit ist großartig und bietet ungeahnte Möglichkeiten.

Doch das sollte nicht der Punkt dieses Eintrags werden. Das Problem der heutigen Zeit… bezieht sich mehr auf das, was ist. Und es ist vieles Mist. Klar, „früher“ war auch vieles Mist, aber es wurde anders damit umgegangen. Ich will auch nicht sagen das ich unglücklich bin, ganz und gar nicht. Aber heute merke ich mal wieder sehr, was es heißt, anders zu sein. Die Zeit ist sehr schnelllebig. Als wir heute etwas länger machten beschwerte sich doch einer, das er jetzt eine geschlagene Stunde warten müsse. Armes Kerlchen. Auf meine Aussage, er solle sich nicht aufregen und die Zeit genießen erntete ich ein „ARSCH!“. Unhöfliches Pack.

Ich merke das oft auch in etwas größeren Städten. Die Menschen machen Gesichter als gäbe es kein Morgen. Und vorher müsste noch ein 1.000.000 seitiges Formular ausgefüllt werden, sonst erhält man keine ewige Ruhe. Es wird gerannt, gerempelt und gemotzt. Ab und an nehme ich mir Zeit, dieses treiben zu beobachten.

Wir werden Grau, genauer gesagt: Einheitsbrei. Und wir bekommen alle psychische Probleme, schließlich leiden wir unter massivem Stress. Selbst Schüler kommen mit Hausaufgaben einfach nicht klar. Später finden diese dann keine Arbeit, weil das tippen einer Bewerbung ja fast schon Stress pur ist. Den Rest gibt dann das: „Ich könnte vom Tippen eine Sehnenscheidenentzündung bekommen.“ Ja, aber auf Facebook, Twitter oder StudieVZ Einträge schreiben, wie ungerecht das Leben doch ist. Mir stellt sich die Frage, ist der Druck der letzten Jahre höher geworden? Oder halten Wir einfach nichts mehr aus?

Das ich nicht in diese Zeit gehöre, weiß ich schon lange. Weder habe ich Musik, die jetzt vielen gefällt, noch ist meine Art der heutigen Zeit angepasst. Es gibt so viel was ich in der Heutigen einfach nicht mit mir vereinbaren kann. Sich den Terminkalender vollzuknallen zum Beispiel. Ich habe gern ein ruhiges Wochenende. Mal runterkommen von der Woche und wenig tun. Faul sein, abschalten. Wenn ich das in meinem Dunstkreis erzähle ernte ich komische Blicke. Gut, ich sagte ja auch nicht chillen oder relaxen, sondern ausruhen. Aber wenn jemand nach der Arbeit 3 mal die Woche zum Fußballtraining muss, am Wochenende dann immer Feiern und Sonntag rum-sumpfen  das kann ich einfach nicht mehr. Dafür bin ich mir auch zu schade. Während andere sich draußen Amüsieren gehe ich ruhig und gemütlich meinen Gedanken bei einem Spaziergang nach. Und das war dann auch schon ein aufregendes Wochenende. Klingt für manche Leser vielleicht total langweilig, aber mir reicht es aus. Oft gehe ich auch meinen Gedanken nach. Vielleicht fehlt das einigen Menschen auch. Den eigenen Geist zu erforschen oder gar zu kennen. Ist es das? Haben wir deswegen keine Zeit mehr und soviel Stress? Weil wir dem eigenen Ich aus dem Weg gehen müssen? Es ist ein sehr schmerzhafter Weg, sich selbst gewahr zu werden. Ich weiß es, ich hab’s gemacht und bin noch lange nicht fertig.

Aber ich fühle mich wohl. Ich habe meine Zeit gefunden, das ich nun zu spät bin, nun ja, daran lässt sich wohl nichts mehr ändern.

Machen Wir das beste drauß, was anderes, wurde mir nicht beigebracht. 😉

Graf Blackage

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