Meine Liebe zur Musik.

Es gibt so Momente, in denen vieles in den Hintergrund rückt. In Vergessenheit mag ich nicht sagen. Aber halt nicht mehr auf der Prioritätenliste ganz oben. Und dann ganz plötzlich, wenn es vielleicht schon am Ende der Liste steht, erinnere ich mich wieder. Dann passiert immer etwas Wunderbares: Ich verliebe mich neu. Quasi. Auffrischen alter Liebe kann man das nicht mehr nennen, das ist einfach ein anderes Gefühl. Mir geht es sehr, sehr häufig mit Musik so. Ich höre jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit Radio. Ist ja eigentlich nicht verwerflich, aber quält meine Ohren doch manchmal sehr. Auf der Rückfahrt von der Arbeit bin ich meistens aufmerksam genug, um vor der Abfahrt noch meine Musik anzuschließen. Aber auch das habe ich lange schleifen lassen. Bis letzte Woche.

Eigentlich bin ich ziemlich tolerant, was Musik im Auto oder auf der Arbeit angeht. Eigentlich. Bis ich jetzt mit Welle Nord konfrontiert wurde. Das ist eigentlich immer nur zu Weihnachten nötig, wenn ich bei Oma den Baum aufstelle. Dann ist sogar Welle Nord aushaltbar, weil viele Weihnachtslieder gespielt werden. Momentan nicht. So gar nicht. Ich wusste nicht, wie viel schlechten deutschen Schlager es wirklich gibt. Mein Kollege meint, es würde ihn entspannen. Mich macht es unglaublich angespannt. Ich achte auf die Texte und meine Nackenhaare sträuben sich.

Das Resultat: Ich höre wieder mehr Musik. Meine Musik. Im Auto. Im Schwimmbad. Am Pc. Und entdecke meine Musik wieder neu. Ein paar Bands habe ich vor Jahren sehr geliebt, dann aber links liegen gelassen, weil Exfreunde sie mir schlecht geredet haben. Damit ist es jetzt Schluss. Ich höre mich durch Musik, die ich ewig nicht gehört habe. Die natürlich noch Erinnerungen gespeichert haben. Versuche aber, diese langsam abzulegen und die Musik wieder als Musik zu sehen. Das ist sie ja schließlich. Aktuelles Beispiel: Samsas Traum. (Nur und ausschließlich die Musik. Den Kaschte kann ich einfach nicht mehr ernst nehmen.) Es werden da noch ein paar andere Bands folgen, denke ich.

Wie verrückt. Jetzt führt mich Welle Nord zurück zu meiner Lieblingsmusik. (Blutengel werde ich deswegen trotzdem niemals mögen. Das hat mir keiner mies gemacht, das ist und bleibt einfach unglaublich schlecht.)

Ein Gedanke zu „Meine Liebe zur Musik.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.