Von Freundschaften.

Es ist kein Geheimnis, was nächstes Jahr ansteht. Hochzeit. Unsere Hochzeit. Weil man gefühlt eine Million Dinge erledigen sollte, bevor es zum großen Tag kommen kann, haben wir schon jetzt ein paar Listen, auf denen sich Ideen zu verschiedenen Themen sammeln. Unter anderem eine Gästeliste. Und auf keiner anderen Liste ist bisher so viel gestrichen und geändert worden, wie hier.

Das wird unser Tag und diesen Tag möchte ich im Kreise der Menschen verbringen, die mir wirklich etwas bedeuten. Deswegen sind schon so einige Namen wieder gestrichen worden. Weil sich unsere Beziehung verändert hat. Weil wir uns verändert haben. Was nun nicht zwangsläufig falsch ist – passiert einfach, wenn man nicht mehr in der gleichen Gegend wohnt und sich nur noch selten oder überhaupt nicht mehr sieht. Allerdings gibt es dann auch hier Unterschiede. Freunde, die Freunde bleiben, wenn man sich dann doch nach Monaten wieder sieht – weil man sich immer noch so versteht wie am Anfang. Freunde, die die Bezeichnung nicht mehr verdienen. Die sich nur dann melden, wenn es um Dinge geht, die mit anderen Menschen zu tun haben, aber nicht um zu quatschen. Oder einfach gar nicht mehr. Ehrlich? Das brauche ich nicht mehr. Das zu erkennen tut zwar weh – aber andauernd hinter Menschen herrennen um den Kontakt nicht sterben zu lassen?

Somit habe ich gerade noch ein paar Namen von der Liste gestrichen. Dafür andere hinzugefügt. Menschen, die ich zwar erst kurz kenne – aber auf jeden Fall dabei haben möchte. Dabei ist diese Liste mehr als nur Gästeliste. Denn eigentlich ist sie ein Abbild, wie es in mir aussieht. Bis nächstes Jahr wird sich dort auch noch viel getan haben. Aber nur, weil ich jemanden schon Jahre kenne, bleibt er nicht auf dieser Liste.

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