Coppelius Hilft!

Wir schreiben das Datum des 22.01.2012. Es ist ein Sonntag an dem ein Konzert von Coppelius stattfinden soll. Aber…ich greife vor…

Nachdem ich aus der Dusche trat betrachtete ich mein Spiegelbild…ich sollte mir den Bart stutzen, damit es ein wenig „Chick“ in die Sache bringt. So nahm ich mein Barbiermesser und gab dem ganzen Form. Mit ein wenig moralischer Unterstützung zog ich mich an und machte ich mich dann fertig. Schick wollt ich zum einen sein, weil ich mit meiner Liebsten und Ihrem Herrn Vater Essen gehen wollten. Und zum zweiten wollte ich nicht wie ein Penner, man verzeihe mir den Ausdruck, bei einem Coppelius-Konzert sein. Wie gesagt, ich hatte mich soweit zurechtgemacht und machte mich auf den Weg zum Restaurant. Um etwas vorzugreifen, ich war zu spät. Dank der freundlichkeit der Öffentlichen Verkehrsmittel. Ich wurde unter aller Kanone behandelt…aber lassen Wir das…

Das Essen war schön, ich hatte meine Liebste lange nicht gesehn…Ihre schönen Augen…Ihr Lächeln…ich schmolz nur so dahin, hatte demnach Mühe, mich mit anstand auf der Stuhl zu halten. (Zum Glück bekam ich kein Nasenbluten…) °Hust° Nun ja. Nach dem Essen und einigen schönen Gesprächen sollte es für die Beiden Heimwärts gehen und für mich zu Coppelius.

Ich war auch pünklich zum Einlass um 20 Uhr da. Ich ging am Verkaufsstand vorbei und wurde herzlich begrüßt. „Guten Tag, mein Herr, darf ich Ihnen was zeigen?“ Entgegnete mir Fräulein von Talermark. Ich fragte nach diversen T-shirts, doch sollte es für diesen Moment nicht mein Glück sein. Ich kaufte stattdessen die beiden Gazetten, die ich immer schon bestellen wollt, und 2 der letzten 3 Stofftaschentücher, die noch da waren. Vorerst werden keine mehr produziert. Und ich finde die so klasse! Nachdem ich also meinen Einkauf getätigt hatte auf in die Halle, ich wollt gern ganz vorn sein…

So war es dann auch. Ich stand in der Mitte! Ganz vorn…ich legte meinen Zylinder ab…auf die Fläche wo stand „Bitte keine Getränke draufstellen“ stand.  Dieser Teil schien wohl zur Bühne zu gehören. Provokativ und um zu sehen, wie Sie reagieren, frech den Hut dahingelegt.

Um 20:30Uhr dann kam „Cellolitis“ auf die Bühne. Eine „Ein-Mann-Band“ der aber gehörig was auf dem Kasten hatte. Mit einem Gerät, wo Er ständig drauftrat, könnte Er gespielte Passagen aufnehmen und in dauerschleife wiedergeben. Großartig! Sowas hatte ich Live nie gesehen. Nach einer zu kurzen halben Stunde und Gefühlsschwankungen zwischen Träumen und Rocken dann ging Er von der Bühne. (Mit Le Comte Caspar hat Er ein Stück gespielt, das, hätte ich ein Bild dazu zeichnen sollen, ein See im Nebel wär…)

Der langersehnte Moment war gekommen! Coppelius traten auf die Bühne. Bzw. Ihr Butler, der erstmal etwas Staub wischte…Dann kamen die Herren hinterher. Wahnsinn! Und ich vorne, Mitte! Nach zwei Titeln die Sie spielten machte Le Comte Caspar Ihren Butler doch darauf aufmerksam, das mein Hut doch auf der Bühne läge…Kurzerhand nahm Butler Bastille MEINEN Hut und setzte Ihn galant auf den Garderobenständer der Bühne. Mein Hut, bei den großen Hüten der Herren mit dabei! Man, was bin ich stolz!

Nach einigen zauberhaften Performances sollte dann eine Kerze entzündet werden und es wurde nach Feuer gefragt. Wozu ich immer Streichhölzer bei mir trage? Ganz einfach; für solche Momente! Gut, ich reichte Ihm mein Zippo, weil ich nich so schnell an meine Streichhölzer gekommen wär. Nach kurzen wühlen in meiner Hosentasche bot ich Ihm diese auch an. Butler Bastille fragte mich ganz neugierig:“Ist das eins dieser neumodischen Dinger?“ und drehte mein Feuerzeug in den Händen.

Bei dem Lied „Damen“ bekam Bastille dann eine Gerbera. Nachdem Er Uns mit den Blütenblättern bewarf biss Er der Blume den Kopf ab, zer…kleinerte es ein wenig und spuckte den Rest auf die Bühne. Geniale Aktion, wenn auch ein wenig eklig. Zum Lied „Time-Zeit“ suchen die Herren sich ja immer einen aus, der auf die Bühne kommt. Was war ich Überrascht, als Bastille mich auswählte…MICH! Ein Traum! Bei meiner absoluten Lieblingsband auf der Bühne stehen und mitmusizieren…gut. Man schlägt da Oben nur einmal auf die Triangel…aber es ist ein Teil des Liedes. Wosch! Ich war total geflasht. Er fragte nach meinem Namen, stellte mich vor und bedankte sich, nach getaner „arbeit“ mit einer Verbeugung. Sowas…und das mir…

Zu „Ade, mein Lieb“ fing ich an zu Träumen…da Wir alle saßen legte ich meine Arme auf die Bühne, da wo vorher mein Zylinder lag. Auf diese legte ich meinen Kopf…um zu träumen…von meiner Liebsten träumte ich…von Ihren bezauberndem Lächeln…Ihrer zarten, glatten Hand die sanft über mein Gesicht streicht…und vor allem…ich träumte Sie zu mir. Nichts, aber auch garnichts hätte diesen Abend schöner gemacht, als Sie an meiner Seite zu haben…

Ich machte Bastille auf meinen fehlenden Hut aufmerksam und Er wurde mir promt gereicht. Da kam mir eine Idee. Wenn der Hut doch schon bei Ihnen war, wird doch auch eine Unterschrift darin möglich sein, oder? Ich sprach Graf Lindorf und auch Sissy Voß darauf an. Beide willigten ein. Mit großen, läuchtenden Augen wartete ich also. Herr Caspar unterschrieb und Herr Lindorf tat es Ihm nach. Die anderen sollte ich noch im Konzertsaal finden. Auch Max Coppela, Sissy Voß und Butler Bastille unterschrieben. Herr Coppela und Herr Voß gingen schon vor und ich wartete noch auf die vollendigung der Unterschrift von Bastille. Ich bedankte mich höflich und kehrte mich zum gehen um, da sprach Er mich an. „Komm gut Heim…und einen schönen Abend noch…“ – „Ja, Herr Bastille, das wünsch ich Ihnen auch, es war gorßartig!“ – „Vielen Dank, Herr“  Geflasht zog ich von dannen…das war so dieser Moment wie in Filmen, wenn einer von zu Haus auszieht und von einem Freund gesagt bekommt „Pass gut auf Dich auf…“ *.*

Es gibt an dieser Stelle wohl nurnoch eins für mich zu sagen.

Coppelius Hilft!

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