Zaubermenschen.

Es gibt da eine Reihe von Menschen in meinem Leben, die ich unheimlich stark liebe. Auf meine Art. Bis vor zwei Jahren habe ich das auch nicht so gezeigt. Dann starben innerhalb von zwei Wochen zwei junge Menschen. Viel zu früh. Das Bewusstsein, dass jeder Tag der letzte sein könnte, ist wieder deutlich geworden. In der Zeit danach habe ich öfter Menschen einfach so eine kleine Freude gemacht. Sie plötzlich umarmt. Kleine Überraschungen verteilt. Mir mehr Zeit für sie genommen. Den Grundgedanken dahinter verfolge ich noch immer. Jede Sekunde wird intensiver genossen. Vorhin las ich, dass ein junger Mann, den ich auf einem Festival im Sommer kennen lernte, gestorben ist. Da sind dann die Gedanken wieder da. Wir genießen viel zu wenig. Immer nur Stress, Zeitdruck, Eile. Ich habe mit ihm wirklich tolle Tage verbracht und bin traurig, ihn nie näher kennen zu dürfen. Genau damit werde ich ihn trotzdem immer verbinden: Mit meinem ersten Amphi, bei dem mein Zelt abgesoffen ist und er mich auslachte. Wo auch immer er jetzt ist, ich hoffe er hat ein wasserdichtes Zelt. Das ist meine Art, damit umzugehen. Die guten Erinnerungen ab und zu hervorzukramen. Zu grinsen, weil ich genau weiß, was für ein Kommentar von einer Person in diesem Moment gekommen wäre. Sie einfach nicht zu vergessen.

Intensiver zu leben. Wenn es denn geht.

2 Gedanken zu „Zaubermenschen.“

  1. Das mit deinem Kumpel tut mir sehr leid. Aber du hast leider recht wir genießen zu wenig. Man sollte wirklich jede Sekunde auskosten!Aber dir bleiben die schönen Momente, die du mit ihm hattest, sorg einfach dafür, dass sie nicht in Vergessenheit geraten.

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