Ein erfüllter Traum…

Es war Samstag, genauer gesagt Samstag, den 16.04.2011. Meine Prinzessin fragte mich ca. vor einem Monat, ob Wir zwei Beide nicht nach Hamburg zu Coppelius wollen. Coppelius ist meine Lieblingsband. Sagt alles, oder?

Wir standen recht spät auf, wollten ja aber noch nach Hamburg. So gegen 13:30 saßen Wir dann auch im Auto. Ich mag Hamburg, kann man nicht anders sagen. Erstmal; Stadtbummel. Wir besuchten einzelne Lädchen hie und da. Sahen in Schaufenster und kauften Kleinigkeiten. Das eine Kleidchen bei Colours hats mir besonders angetan…Rot/Schwarz gestreift…passt zu meiner Hose. Also quasie Partnerlook. Wärend Wir so bummelten, wurde ich meist argwöhnisch angesehn, belächelt oder bestaunt. Dabei empfinde ich mein Auftreten als angemessen.

Wir wollten ausgehen, somit gehört zu den Schwarz/Weißen Springerschuhen auch ein weißes Hemd mit schwarzer Frackweste drüber. Der Zylinder darf natürlich nicht fehlen. Ich hielt mich also, die Hose ist Grau/Schwarz gestreift, in Schwarz/Grau/Weiß.

Die eine junge Dame, die an Uns vorbei ging meinte; „Guck mal, der bringt Glück!“ – Ja,junge Dame, dies ist Korrekt. Allerdings beschrenkt sich dieses Glück auf meine Liebste. <3

Nunja, es war dann zeitlich soweit. Wir brachten Unsere Sachen zu Ihrer kleinen Kutsche und machten Uns langsam auf den Weg zum Konzert. Vorerst noch von einem Pyromanen eingeladen, Seine Feuershow zu begutachten. Mit der Frisur? Erleichtert sah ich nach dem Konzert, das Er noch lebte. Aber ich greife vor…

Kurz vor kauf der Eintrittskarten, eine Diskusion; „Ich kann meine Karte selbst kaufen!“ – „Davon geh ich aus, musst Du aber nicht ;)“

Schnell bezahlt und gesagt bekommen; „Wehe, da sind nach dem Konzert weiße Hasen oder Tauben im Raum.“ – Öh…Ach, die Security spielte auf meinen Zylinder an. Entgegnete dann trocken; „Das wäre Ihr Abendessen gewesen“ – Nun also rein. Schon unentschlossen…Jetzt zum Merch-Stand oder später…Nein…ich wollte jetzt. So begrüßte ich höflichst die Dame am Stand und gab meine ´Bestellung`auf. „Mich gelüstet es nach der Collektorsbox, die drei Poster, die Triangel, das T-Shirt [Ruhe Bitte]/[Applaus] und sind das alle Stofftaschentücher, die Ihr da habt?“ – Sie zeigte mir, was sie noch so da hatte. Als der kauf abgewickelt war, fragte Sie nach meinem Namen, ich Antwortete natürlich mit Graf Blackage. Erstaunen Ihrerseits…kennt Sie meinen Namen? In Flensburg bin ich in einigen Ecken bekannt ja…aber Hamburg, Nein.

Rein in den kleinen Konzertsaal. Es war recht warm. Vogelfrey. Nungut, als Vorband so zu ertragen und mit genug Absinth in der Blutbahn ists wohl auch erträglich. Als diese dann doch sehr in der Zeit zurückgebliebenden Herren die Bühne räumten, trat Le Comte Caspar auf die Bühne, vermummt. Aufbauen. Als alles aufgebaut war, sollte es los gehen. „Konzertante Reise zum Ruhme des Zinnobers“. Ihr Butler Bastille trat auf die Bühne. Begrüßte Uns. Ich sah Ihn ja zum ersten mal und war begeistert. So wie die Herren aussehen kann man sagen,man sei begeistert gewesen. Da alle, laut der Biographie im 19 Jahrhundert geboren sind. Bastille nun, hatte kaputte Klamotten an, die Handschuhe*.* Ich glaube es war nurnoch ein Finger vom Handschuh komplett, alle anderen zerfetzt. Sie spielten somit auf. Ein Kontrabass, ein Cello, zwei Klarinetten, Schlagzeug und in einem Stück auch ein Cembalo. Wärend die Herren Coppelius nach und nach Ihre Hüte entweder verloren oder abnahmen, hatte ich meinen stehts auf dem Kopf. Nicht ganz; Bei zwei Liedern nahm ich diesjenigen vor die Brust, um Respekt zu zollen. Die Lieder waren „Stetig Fromm“ und „Ade,mein Lieb“. Le Comte Caspar beobachtete mich die ganze Zeit, verzog aber keine Mine, wie fast alle. Es war mein bisher geilstes Konzert! Wenn man mir hier mal diesen Ausdruck erlaubt… Ich bin weder Tänzer noch bin ich bisher zu Musik abgerockt. Hier war das was anderes; Ich war im Takt gefangen! Ich musste mitmachen,meine Textsicherheit gab mir halt beim „tanzen“. Ich gröhlte mit, nicht unbedingt meine Art. Aber es war großartig. Sowas mal zu erleben. All dies hab ich meiner holden Prinzessin zu verdanken…und ich bin Ihr tausendfach dankbar, das Sie mich dort mithin nahm.

Die Herren Coppelius spielten alle meine Lieblingslieder[alle]. Als es sich zum Ende neigte, da es Max Coppela müdete, gingen Sie nunmehr von der Bühne. Alle riefen „Da capo“!. Bastille trat vor, wollte zu einem großartigen Da capo aufrufen, als ein zwischenruf kam. Gefasst stand der Butler am Mikrofon. Bevor Er blitzschnell den Zeigefinger auf den Zwischenrufer richtete und ein schrilles „RAUS!“ ertönte. Der Herr bekam die Gelegenheit, sich zu entschuldigen. Dann spielten Sie noch einmal für Uns, als letztes Stück „Ade,mein Lieb“. Alle knieten sich hin. Und eine Kerze ging durch den Raum…Es war ein traumhaftes Bild.

Das Sie mir diese Erfahrung möglich machte, werde ich Ihr nie vergessen, wie alles,was Sie bereits für mich tat…

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